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Davis Cup

DAVIS CUP: TIEBREAK-KRIMI! ÖSTERREICH VERKÜRZT AUF 1:2. DIE ENTSCHEIDUNG FÄLLT AM SONNTAG! CLEMENS TRIMMELS BILANZ AUF YOUTUBE!

Die Entscheidung im Viertelfinale des Davis Cup by BNP Paribas wurde in einer von zwei Regenschauern unterbrochenen Partie durch den 3:6, 6:4, 6:4, 7:6(12)-Sieg von Oliver Marach / Alexander Peya gegen Marcel Granollers / Marc Lopez auf Sonntag verschoben. Clemens Trimmel: „Die Hoffnung lebt.“

 

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7. April 2012

MARACH / PEYA GEWINNEN.
Mit der Vorgabe „Wir gehen als Favoriten in diese Begegnung“ (David Ferrer) an das eigene Team hatte Spaniens Davis Cup-Team am Freitag das Viertelfinale gegen Österreich begonnen, mit einem Rückschlag musste der Titelverteidiger Tag 2 beenden: Alexander Peya / Oliver Marach besiegten Marcel Granollers / Marc Lopez mit 3:6, 6:4, 6:4, 7:6(12) und verkürzten damit – trotz Rafael Nadals an das Team von Alex Gorretja gerichetete Twitter-Wünsche („Vamos to the semis!“) – auf 1:2. Nach 3:39 Stunden Spielzeit setzte sich letztendlich jenes Team durch, „das trotz eines nicht so runden Starts über die gesamte Partie aktiver war" (Clemens Trimmel). Bei den Spaniern war es lange Zeit nicht festgestanden, ob Marc Lopez oder eventuell doch Nicolas Almagro an der Seite von Marcel Granollers an den Start gehen würde: Angel Ruiz Cotorro, Spaniens Teamarzt, sowie die beiden Physiotherapeuten Julián Casanova und Luis Badal hatten den an einer Rückenverletzung laborierenden Spanier aber noch rechtzeitig fit bekommen. Im ersten Satz brachte bei Aufschlag von Alexander Peya ein Break zum 3:4 und ein weiteres bei Aufschlag von Marach zum 3:6 nach 46 Minuten die Vorentscheidung zugunsten der Spanier. „Wir haben im ersten Satz viel zu viel mit den Spaniern von der Grundlinie mitgespielt und sind zu selten auf den Mann gegangen“, so Oliver Marach. „Noch dazu haben sie sehr gut retourniert, während wir wenig erste Service durchgebracht haben.“ Im zweiten Satz musste beim Stand von 1:1 aufgrund aufkommenden Regens das Match für 26 Minuten unterbrochen werden. „Eine Pause“, so Alexander Peya, „die uns sicherlich nicht geschadet hat, da die Spanier in dieser Phase sehr stark waren.“

"ES WIRD WEITERGEKÄMPFT". Danach agierten die Österreicher noch entschlossener: Zum 3:2 konnte Granollers der Aufschlag abgenommen werden, Marach servierte nach 43 Minuten souverän zum 6:4 aus, dem ersten Satzgewinn der Österreicher in diesem Viertelfinale. Im dritten Satz eröffnete beim Stand von 3:3 ein Doppelfehler Granollers eine Breakchance für Österreich, Peya nutzte sie mit einem Rückhand-Topspin-Volley – 3:4. Der im Verlauf der Partie immer stärker werdende Wiener war es dann auch, der bei eigenem Aufschlag nach 42 Minuten für die Entscheidung in diesem Satz sorgte – 6:4. Im vierten Satz wogte die Partie lange Zeit hin und her, nach 2:55 Stunden Spielzeit wurde beim Stand von 3:3 und 40:15 (Aufschlag Lopez) das Match allerdings aufgrund eines Regenschauers erneut unterbrochen. Nach dieser zwölfminütigen Unterbrechung konnte jeder Aufschläger sein Service durchbringen, das Tiebreak musste entscheiden. Minibreaks en masse – insgesamt neun – brachten hier die Entscheidung für Österreich. Peya verwertete den fünften Matchball Österreichs. Damit muss die endgültige Entscheidung am Sonntag fallen: Am dritten Spieltag trifft um 12:00 Uhr zunächst David Ferrer auf Jürgen Melzer, danach spielt Nicolas Almagro gegen Andreas Haider-Maurer. Jürgen Melzer muss sein Match gegen Ferrer unbedingt gewinnen, um die Chance auf’s Semifinale noch am Leben zu erhalten. Melzer: „Ich werde morgen raus gehen und ebenso wie Freitag alles geben.“ Zur Taktik gegen Ferrer: „Er spielt v. a. mit der Rückhand bei weitem nicht so viel Spin wie Almagro – es wird ein komplett anderes Match werden. Ich werde also mehr Zeit bekommen – mal sehen, wie ich mit dieser Zeit umgehen werde.“ Clemens Trimmel über Österreichs Semifinal-Chancen: „Hoffnung besteht immer so lange, solange nichts entschieden ist. Solange der dritte Punkt nicht vergeben ist, wird weitergekämpft.“

CLEMENS TRIMMELS BILANZ DIESES ERFOLGREICHREICHEN TAGES FINDEN SIE HIER



Davis Cup by BNP Paribas – Weltgruppe, Viertelfinale


SPANIEN – ÖSTERREICH: 2:1


Nicolas Almagro – Jürgen Melzer: 6:2, 6:2, 6:3
David Ferrer – Andreas Haider-Maurer: 6:1, 6:3, 6:1
Marcel Granollers / Marc Lopez - Alexander Peya / Oliver Marach: 6:3, 4:6, 4:6, 6:7(12)


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