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Davis Cup

DAVIS CUP: RUSSEN ALS KASACHEN - "ES WAR EIN DEAL, WEIL SIE ERFOLG HABEN WOLLTEN"

Mit Jewgenij Korolew (geboren in Moskau), Andrej Golubjew (Volzhski), Michail Kukuschkin (Volgograd) und Jurij Schukin (Moskau) besteht das gesamte kasachische Team aus gebürtigen Russen. Ein gutes Omen? Vor genau einem Jahr gelang Österreichs Davis Cup-Team mit dem Sieg über Russland der Aufstieg ins Viertelfinale.




31. Jänner 2013
 

RUSSEN ALS KASACHEN.
Ob es vielleicht ein gutes Omen ist, dass dem ÖTV-Team vor genau einem Jahr mit einem Sieg über Russland der Aufstieg ins Viertelfinale gelungen ist? Mit Jewgenij Korolew (geboren in Moskau), Andrej Golubjew (Volzhski), Michail Kukuschkin (Volgograd) und Jurij Schukin (Moskau) besteht nämlich auch das gesamte kasachische Team aus gebürtigen Russen. Der kasachische Tennisverband  machte diesem Quartett den Nationenwechsel schon vor Jahren erfolgreich schmackhaft. "Sie haben mich eingeladen und mir einen guten Deal angeboten", sagt etwa Jewgenij Korolev. „Sie wollten erfolgreich in der Weltgruppe präsent sein, investieren sehr viel Geld, bauen neue Städte, vor allem aber kümmern sie sich sehr gut um uns Spieler und geben uns alles, was wir brauchen.“ Es sei ein "gutes Gefühl, einen derart starken Verband hinter sich zu wissen", sagt auch Kukuschkin. Seit mittlerweile vier Jahren spielt Kukuschkin für Kasachstan. Davor rangierte er noch als Russe in der Weltrangliste im Bereich von 150. "Es ist mir zu diesem Zeitpunkt nicht gut gegangen und ich habe gewusst, dass ich besser und auf einem anderen Level spielen kann. Es hat sich in Russland aber niemand für mich interessiert, es hat mich auch niemand unterstützt. Kasachstan ist zu diesem Zeitpunkt an mich herangetreten und unterstützt mich seither in allen Belangen - egal, ob es um Trainingsbedingungen oder Coaches geht." Trotzdem wollen die "Neo-Kasachen" ihre Wurzeln nicht komplett ignorieren. Korolew: "Ich bin Russe und werde immer ein Russe bleiben." Der Wechsel nach Kasachstan "ist Business und nicht mehr." Und auch einen neuen "Namen" habe er mittlerweile angenommen: Früher sei er aufgrund seines durchtrainierten Körpers und seines aggressiven Spielstils oft "Baby Marat" (nach Marat Safin) genannt worden. "Ich habe diesen Spitznamen gehasst", so Korolew. "Mittlerweile nennen sie mich aber schon den Prinzen aus Kasachstan."



DAVIS CUP IM TV

ORF Sport plus wird Österreichs Duell mit Kasachstan live übertragen. Die genauen Übertragungszeiten:

1. Februar 2013: 6:55 Uhr - 13:30 Uhr
2. Februar 2013: 8:55 Uhr - 12:00 Uhr
3. Februar 2013: 8:55 Uhr - 15:00 Uhr

Eine Zusammenfassung der Highlights wird am 2. Februar 2013 von 21:00 Uhr bis 23:15 Uhr bzw. am 3. Februar 2013 von 20:45 Uhr bis 23:15 Uhr zu sehen sein.

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