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Davis Cup

DAVIS CUP: JÜRGEN MELZER VERLIERT GEGEN DAVID FERRER! SPANIEN IM SEMIFINALE GEGEN USA!

Österreichs Traum vom Davis Cup-Semifinale ist endgültig ausgeträumt. Mit seinem 7:5, 6:3, 6:3-Sieg gegen Jürgen Melzer bringt David Ferrer Titelverteidiger Spanien uneinholbar mit 3:1 in Führung. Im fünften Match musste sich Alexander Peya Nicolas Almagro mit 5:7, 5:7 geschlagen geben.

 


8. April 2012

SPANIEN IM SEMIFINALE.
Österreichs Traum vom Semifinale ist endgültig ausgeträumt! Im dritten Viertelfinal-Einzel des Davis Cup by BNP Paribas musste sich Österreichs Nummer 1, Jürgen Melzer, Spaniens Nummer 1, David Ferrer, nach 2:23 Stunden Spielzeit mit 5:7, 3:6, 3:6 geschlagen geben. Danach unterlag Alxexander Peya Nicolas Almagro mit 5:7, 5:7. Spanien feierte damit den 23. Heimsieg in Folge und trifft im Halbfinale (14. – 16.9.2012) auf das US-Team, das auswärts Frankreich mit 2:3 schlagen konnte. Der Weltranglistenfünfte Ferrer, der vor dem Match im direkten Vergleich mit Melzer eine 5:2-Bilanz aufwies und 2012 bereits drei Turniere (Auckland, Buenos Aires, Acapulco) für sich entscheiden konnte, war als Favorit in diese Partie gegangen. Trotzdem hatte Melzer auf ein Match auf gleicher Augenhöhe gehofft. „Ich weiß, dass ich die Möglichkeit habe, ihn zu schlagen. Ich habe ihn in einem Jahr, in dem er sehr gut gespielt hat, bei einem Grand Slam-Turnier (French Open 2010; Anm.)geschlagen und werde alles daran setzen, um diesen Davis Cup in ein Entscheidungsspiel zu drücken.“ Die Mittel dazu im heutigen Match sollten sein: lange Bälle an die Seitenlinien und Netzattacken. „Man kommt gegen ihn viel besser (als gegen Almagro am Freitag; Anm.) ins spielen, da er von beiden Seiten mit weniger Spin spielt. Seine Rückhand ist flach, damit bin ich besser zurechtgekommen.“ Zusätzlich versuchte Österreichs Nummer 1 von Anfang an, Ferrers Spielrhythmus zu stören und ihn mit überraschenden Stopps ans Netz zu holen – eine Taktik, die immer wieder zu Erfolg führte. Ferrer konterte seinerseits mit aggressivem Winkelspiel von der Grundlinie. „Einen Spieler wie Ferrer auf deiner Festplatte zu haben, ist ein sehr beruhigender Fixpunkt“, hatte Spaniens Davis Cup-Kapitän Alex Corretja vor dem dritten Spieltag ein buntes Bild gezeichnet. „Nicht nur aufgrund der Art und Weise wie er spielt, sondern mehr aufgrund seines Engagements, seiner Spiellust und seiner Kampfbereitschaft, die er gegenüber der Außenwelt präsentiert.“

"NICHT GUT GENUG". Auch im Match gegen Melzer, der im ersten Satz insgesamt drei Breakbälle nicht nutzen konnte, demonstrierte der 30-jährige Spanier diese Eigenschaften. Nach 59 Minuten beendete Ferrer mit einem Break zum 7:5 den Auftaktsatz. Im zweiten Satz sollte die Vorentscheidung früher fallen: Melzer verlor seinen Aufschlag zum 0:2, es gelang ihm zwar das Rebreak zum 3:4, Ferrer konterte aber sofort mit dem nächsten Break zum 3:5 und servierte nach 41 Minuten zum 3:6 aus. Im dritten Satz verlor Melzer seinen Aufschlag zum 3:4, konnte beim Stand von 3:5 zwar zwei Matchbälle abwehren, nach 2:23 Stunden war das Match allerdings vorbei - 5:7, 3:6, 3:6. Melzers Bilanz nach der Partie: „Ich habe um einiges besser gespielt als noch am Freitag. Aber leider nicht gut genug, um ihn zu schlagen. Alle drei Sätze waren – auch wenn es vom Resultat her nicht so aussieht – relativ eng. Aber leider nicht eng genug, um einen Satz zu gewinnen. Dass wir in den Einzeln keinen einzigen Satz gewonnen haben – damit kann man natürlich nicht zufrieden sein.“ Mit dieser Niederlage im Viertelfinale wird für Österreichs Team der Davis Cup im kommenden Jahr wieder zum Thema: 2013 spielt das Team von Clemens Trimmel erneut in der Weltgruppe und wird aller Voraussicht nach gesetzt sein. Melzers Hoffnung für die mittlere Zukunft: „Es wäre schön, wenn wir eine starke Nummer 2 hätten, die sich unter die Top 100 oder vielleicht sogar noch weiter vorne reinspielt. Es wäre toll für uns, wenn das schon bis 2013 passieren würde. Jeder Top 100-Spieler, den wir dazu bekommen, wäre fürs österreichische Tennis eine Bereicherung.“



Davis Cup by BNP Paribas – Weltgruppe, Viertelfinale


SPANIEN – ÖSTERREICH: 3:1


Nicolas Almagro – Jürgen Melzer: 6:2, 6:2, 6:3
David Ferrer – Andreas Haider-Maurer: 6:1, 6:3, 6:1
Marcel Granollers / Marc Lopez - Alexander Peya / Oliver Marach: 6:3, 4:6, 4:6, 6:7(12)
David Ferrer - Jürgen Melzer: 7:5, 6:3, 6:3
Nicolas Almagro - Alexander Peya: 7:5, 7:5

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