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Davis Cup

DAVIS CUP: JÜRGEN MELZER KÄMPFT KUNITSYN NIEDER, ANDREAS HAIDER-MAURER DOMINIERT BOGOMOLOV +++ ÖSTERREICH FÜHRT 2:0!

Bereits nach Tag 1 ist die Tür zum Davis Cup-Viertelfinale für Österreich weit geöffnet: Jürgen Melzer und Andreas Haider bringen das rotweißrote Team mit 2:0 in Führung. Das Doppel am Samstag könnte die Entscheidung bringen.

 


www.austria-vs-russia.at

ARENA NOVA


LIVE-SCORE


10. Februar 2012


ÖSTERREICH FÜHRT! Schon nach dem ersten Tag der 1. Runde im Davis Cup by BNP Paribas scheint die Sonne für Österreichs Davis Cup-Team erfreulich hell: Nach Siegen von Jürgen Melzer über Igor Kunitsyn und Andreas Haider-Maurer und Alex Bogomolov jr. führt Österreich gegen Russland mit 2:0. Der Auftakt zur diesjährigen Davis Cup-Saison begann für Österreichs Team mit einem hart umkämpften Erfolg: Österreichs Nummer 1, Jürgen Melzer, besiegte Russlands Nummer 2, Igor Kunitsyn (ATP 79), mit  6:2, 6:7(3), 6:4, 3:6, 6:1. Danach gewann Haider-Maurer gegen Alex Bogomolov mit 6:1, 6:4, 6:7(1), 6:2.

JÜRGEN MELZER – IGOR KUNITSYN
In einem Match, das anfangs geprägt war von vielen Eigenfehlern und ungenutzten Chancen setzte sich nach 4:04 Stunden Spielzeit letztendlich der Spieler durch, der „der aggressiverer Spieler war. Ich habe zwar viele Fehler gemacht. Das ist aber bedingt durch seinen Spielstil, weil er das Tempo des Gegners sehr gut mitnimmt.“ Melzer servierte 23 Asse und übertrumpfte Kunitsyn auch in der Statistik der Winner: 83 zu 52. Den ersten Satz sicherte sich Melzer mit Breaks zum 3:1 und 6:2. Im zweiten Satz kassierte Österreichs Nummer 1 gleich zum Auftakt das Break zum 0:1, glich mit dem Rebreak zum 2:2 aus und musste sich letztendlich im Tiebreak nach 71 Minuten geschlagen geben. Im dritten Satz gelang es Melzer, Kunitsyn die Aufschlaggames zum 2:1 und 3:2 abzunehmen. Satz 4 ging mit dem Break zum 2:4 an Kunitsyn. Satz 5 war eine klare Angelegenheit für Melzer – Break zum 2:0, Break zum 5:1. Nach dem Matchball strahlte Melzer übers gesamte Gesicht. „Ich war nervös, weil ich genau, gewusst habe, dass ich gewinnen musste. Das war eine Partie, in der ich der Favorit war. Ich war auch derjenige, der entschieden hat, was passiert. Ich habe versucht, die Fehlerquote geringer zu halten als die Winnerquote, was mir auch gelungen ist.“ Für seine zweite Einzelpartie am Sonntag erwartet sich Melzer als Gegner Mikhail Youzhny: „Alles andere als das, wäre eine große Überraschung. Kunitsyn wird nach dem heutigen Match angeschlagen sein.“ In der Pressekonferenz nach dem Match bestätigte der Russe diese Vermutung Melzers: „Ich muss schauen, dass ich mein Knie wieder fit bekomme, da es mir heute doch einige Probleme bereitet hat. Ob es das linke oder das rechte war, dazu möchte ich jetzt keine Stellungnahme abgeben.“ Für Kunitsyn war von Anfang an klar, „dass ich stabiles Tennis spielen musste, weil Jürgen sehr aggressives Tennis spielt und es so gut wie unmöglich ist, ihn mit Schnelligkeit zu übertrumpfen. Deshalb musste ich auf lange Ballwechsel setzen, was mir auch fast immer gelungen ist. Ich habe mein Spiel grundsätzlich gut umgesetzt, im fünften Satz aber leider zwei Breaks kassiert.

HAIDER-MAURER - ALEX BOGOMOLOV
Im zweiten Einzel traf Andreas Haider-Maurer auf Alex Bogomolov jr. und besiegte Russlands Nummer 1 mit aggressivem Tennis, Grundlinien-Winners, immer wieder überraschenden Netzattacken und „einer meiner bisher besten Leistungen“ (Haider-Maurer) mit 6:1, 6:4, 6:7(1), 6:2 „Er hat schon im Training unglaublich gespielt“, lobte Jürgen Melzer seinen Kollegen, „und hat das heute auch gegen Bogomolov gezeigt.“ Der erste Satz war bereits nach 27 Minuten, 2 Assen und einer 12:4-Winner-Bilanz „gegessen“. Im zweiten Satz gelang AHM das Break zum 2:1 und hatte den Russen mit einer beeindruckenden Service-Leistung unter Druck gesetzt: 88 Prozent seiner ersten Aufschläge endeten in einem Punkt für den Niederösterreicher. Bereits im Vorfeld der Partie hatte Haider-Maurer mit Zuversicht in die nahe Zukunft geblickt: „Bogomolov ist zwar ein Spieler, der sich in den letzten Jahren extrem gesteigert hat, ein solider Spieler ist und nur wenige Fehler begeht. Er ist aber auch ein Spieler ohne allzu große Waffen.“ Im dritten Satz sah es danach aus, als könnte Haider-Maurer mit dem Break zum 4:3 die Partie nach Hause spielen, musste allerdings sofort das Rebreak zum 4:4 hinnehmen. Im Tiebreak musste AHM allerdings zu vielen unerzwungenen Fehlern Tribut zollen – 6:7(1). Im vierten Satz gelang Haider-Maurer das Break zum 2:0, zum 5:1 und zum 6:2. „Das war einer meiner grössten Siege, wenn nicht sogar mein grösster. In den ersten beiden eineinhalb Sätzen habe ich sicherlich mein bestes Tennis gespielt. Das hat mir sehr viel Druck genommen. Im dritten Satz, den ich eigentlich hätte zumachen müssen, bin ich leider zu verkrampft gewesen und habe zu passiv gespielt. Gott sei Dank habe ich mich zum richtigen Zeitpunkt erfangen.“ Am Samstag könnten Alexander Peya und Oliver Marach den „Sack“ bereits zumachen und Österreichs erstmaligen Aufstieg ins Davis Cup-Viertelfinale seit 1995 sichern. Für Davis Cup-Kapitän Clemens Trimmel hätte der Auftakt an diesem Wochenende nicht bessere verlaufen können: „Wir haben in dieser Woche sehr gut gearbeitet, waren auf alle möglichen Gegner vorbereitet und haben uns daher taktisch auch Kunitsyn nicht außer Acht gelassen.“ Trotzdem will Trimmel nicht übermütig werden: „Wir haben jetzt einmal zwei Matche gewonnen, brauchen aber noch einen dritten. Das habe ich dem Team nach Andis Sieg auch gesagt: Freut euch jetzt einmal zehn Minuten! Und danach beginnt der Fokus auf morgen!“



DAVIS CUP, WELTGRUPPE,
1. RUNDE, ÖSTERREICH – RUSSLAND


Freitag, 10.2.2012
Jürgen Melzer – Igor Kunitsyn: 6:2, 6:7(3), 6:4, 3:6, 6:1
Andreas Haider-Maurer – Alex Bogomolov jr.: 6:1, 6:4, 6:7(1), 6:2

Samstag, 11.2.2012, 14:00 Uhr
Oliver Marach / Alexander Peya – Mikhail Youzhny / Nikolay Davydenko

Sonntag, 12.2.2012, 13:00 Uhr
Jürgen Melzer - Alex Bogomolov jr.
Andreas Haider-Maurer – Igor Kunitsyn:   


» Info für die Fans: Ab sofort gibt es auch Einzeltickets für jeden Spieltag!

» Infos: www.tennisaustria.at, www.wien-ticket.at sowie unter 01 / 58885



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