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Davis Cup

DAVIS CUP-INSIDE, TAG 1: TORTE FÜR DEN CHAMPION, FALSCHE BÄLLE FÜR DIE SPIELER, FUSSBALLTENNIS FÜR DAS TEAM

Exklusiv aus Antwerpen: tennis austria-Pressechef Karlheinz Wieser wirft ab heute täglich einen Blick hinter die Kulissen des Davis Cup-Duells mit Belgien: Was haben US-Fahnen auf einer Torte zu suchen? Weshalb wird mit anderen Bällen gespielt als angekündigt? Warum interessieren sich gerade einmal sieben belgische Journalisten für den Fight mit Österreich?








13. September 2011

KEIN AUGE ZU.
Als ich am Montagabend um 21:20 Uhr von Wien in Richtung Brüssel abgehoben bin, habe ich mir gedacht, vielleicht sehe ich unseren Captain und die Jungs im Spielerhotel Ramada in Antwerpen noch kurz. Fehlanzeige: die einen haben sich in ihren Zimmern das US Open-Finale reingezogen, die anderen haben dem Wahnsinnsduell zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal eine ausgiebige Schlafeinheit vorgezogen. Wie Jürgen Melzer, der auf dem Flug von New York nach Wien in der Nacht auf Montag kein Auge zutut, sich beim sechsstündigen Zwischenstopp zu Hause gerade einmal Zeit zum Wäschewechseln nimmt und am Nachmittag schon wieder in der Maschine nach Belgien sitzt.

TORTE FÜR DEN US OPEN-CHAMPION. Hätte es noch eines Beweises bedurft, wie sehr unserer Nummer eins der Davis Cup und damit Tennis-Österreich am Herzen liegt, hat ihn Jürgen in den vergangenen Tagen erbracht. Er hat alles unternommen, um möglichst schnell in Antwerpen zu sein, um mit der Mannschaft trainieren zu können. Auch Kapitän Gilbert Schaller und die Teamkollegen wissen, was sie an ihm haben. Und so haben sie am Sonntag für den US Open-Doppeltriumphator flugs eine Torte besorgt und mit kleinen US-Fahnen bestückt, die Andreas Haider-Maurer, Oliver Marach und Alexander Peya mit persönlichen Glückwünschen versehen haben.

FALSCHE BÄLLE? Damit die Belgier am Wochenende keine zu schwere Kost werden, soll eine optimale Vorbereitung in der Lotto-Arena sorgen. Und deshalb – Jetlag hin oder her – wärmt sich Jürgen heute (13.9.2011; Anm.) pünktlich um 10:30 Uhr zur ersten Trainingseinheit in der 4.900 Zuschauer fassenden Mehrzweckhalle beim Fußballtennis mit Andi, Oli und Alex auf. In einer Halle, in der ansonsten Basketball gespielt wird und auch Musikkonzerte stattfinden. Zu diesem Zeitpunkt hat sich auch die Verwirrung um die Bälle gelöst: eigentlich sollte mit "Wilson US Open Extra Duty" gespielt werden. ÖTV-Delegationsleiter Thomas Grömer entdeckt, dass zum Training aber nicht die Spezifikation "Extra Duty", sondern "Regular Duty" ausgegeben wird. "Wir haben ,Regular Duty’ geliefert bekommen, also werden wir auch damit spielen", lautet die ebenso kurze wie bündige Erklärung aus dem Organisationsbüro.

TEAMABEND ALS ABSCHLUSS VON TAG 1. Bei der Pressekonferenz mit sieben belgischen Medienvertretern am Nachmittag sitzt ein bekanntes Gesicht im Saal. Filip Dewulf, 1995 durch einen Finalerfolg über Thomas Muster Sieger beim ATP-Turnier in der Wiener Stadthalle, ist schon seit einigen Jahren als Journalist tätig und würde natürlich am liebsten über einen Sieg seiner Nachfolger Xavier Malisse, Olivier Rochus, Steve Darcis und Ruben Bemelmans berichten. So, nach einem langen Tag in der Halle geht es zurück ins Hotel zur "Vorbereitung" auf den traditionellen Teamabend, den "Schilli" bei seinem Amtsantritt eingeführt hat und der natürlich auch bei seinem letzten Davis Cup als Kapitän nicht fehlen darf. Mehr darüber und weitere Blicke hinter die Kulissen gibt es am Mittwoch.


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