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Davis Cup

DAVIS CUP: DREI-SATZ-SIEG VON PEYA / KNOWLE. ÖSTERREICH VERKÜRZT AUF 1:2. "JETZT SIND WIR WIEDER AM LEBEN!"

Mit einem 0:2-Rückstand startete das ÖTV-Team in den Doppel-Samstag, nach Alexander Peyas und Julian Knowles 7:6(5), 6:3, 7:6(3)-Sieg über Golubjew / Schukin fällt die Entscheidung über den Aufstieg ins Viertelfinale am letzten Spieltag. "Jetzt haben wir's wieder in der eigenen Hand." (Peya).





2. Februar 2013

PEYA / KNOWLE GEWINNEN.
Ob Julian Knowle zum ersten Mal seit 2010 (Europa-Afrika-Zone gegen Slowakei, Bad Gleichenberg) im Doppel wieder zum Zug kommen wird, wollte Davis Cup-Captain Clemens Trimmel "vor Ort entscheiden." Eine Stunde vor Beginn des Matches gab Trimmel dann der ITF tatsächlich das "Comeback" des Doppelspezialisten im ÖTV-Team bekannt. Dass der 38-jährige Vorarlberger noch lange nicht zum "alten Eisen" zu zählen ist, hatte er zuletzt mit dem Finaleinzug in Doha und dem Semifinale in Auckland bewiesen. "I am ready to rock" twitterte der Weltranglisten-30. noch vor kurzem auf seinem Account im Hinblick auf anstehende Aufgaben. Und "ready to rock" war dann auch das Motto der beiden im heutigen Doppel gegen Andrej Golubjew / Jurij Schukin. Österreichs Duo besiegte das kasachische Team nach 2:40 Stunden Spielzeit mit 7:6(5), 6:3, 7:6(3), verkürzte damit im Länderkampf mit dem Achten im Davis Cup-Ranking auf 1:2 „und haben damit die Kasachen unter Druck gesetzt“, so Peya. „Wer will schon eine 2:0-Führung aus der Hand geben?“ Die Entscheidung wird damit am Sonntag in den letzten Einzelpartien zwischen Andrej Golubjew und Jürgen Melzer bzw. Jewgenij Korolew und Andreas Haider-Maurer fallen.

GELINGT DER UMSCHWUNG? Der erste Satz begann bei Aufschlag Andrej Golubjews gleich mit zwei Breakbällen für das ÖTV-Team, der dritte konnte verwertet werden. Bei Aufschlag von Peya gelang dem kasachischen Team mit einem Rückhand-Passierschlag Golubjews das Rebreak zum 3:3. Mit dem nächsten Break erhöhten Peya / Knowle auf 3:4, das mit dem nächsten Rebreak zum 4:4 sofort wieder ausgeglichen wurde. Die Entscheidung fiel nach 65 Minuten im Tiebreak, das die Österreicher nach 2:0-Rückstand doch noch für sich entschieden – 7:6(5). Der zweite Satz war bereits nach 35 Minuten vorbei: das vorentscheidende Break gelang zum 5:3. Im dritten Satz fiel die Entscheidung im Tiebreak – 7:6(5). Für das Duo Peya / Knowle ist dieser Sieg ihr dritter bei insgesamt sechs gemeinsamen Davis Cup-Antreten. Auf der ATP-Tour liegt ihr letztes gemeinsames Antreten ein Jahr zurück: In Dubai schieden die beiden im Februar 2012 im Semifinale gegen das indische Duo Mahesh Bhupathi / Rohan Bopanna aus. Vielleicht läutet dieser Sieg nicht nur den Umschwung im Duell mit Kasachstan, sondern auch in der ÖTV-Statistik ein: Erstmals seit dem Aufstieg in die Weltgruppe im Jahr 1988 war es bisher noch nie einem ÖTV-Team gelungen, einen 0:2-Rückstand in einen Sieg umzuwandeln. Die bisher beste Aufholjagd war im September 2010 in Tel Aviv gelungen - im Weltgruppen-Playoff wurde aus einem 1:2 ein 3:2.


Julian Knowles erste Reaktion:
Wir haben gewusst, dass die beiden ein sehr gutes Doppel spielen können, haben aber trotzdem in drei Sätzen gewonnen und dabei eine sehr gute Leistung gezeigt.  Deshalb sind wir jetzt sehr erleichtert – im Davis Cup ein Match zu gewonnen, ist immer etwas Besonderes. Heute freuen wir uns über unsere Leistung, und morgen hoffen wir, dass Jürgen auf 2:2 ausgleicht, und dann ist alles möglich. Ein Sieg von Jürgen über Golubjew ist jederzeit möglich. Und Andi hat Korolew vor wenigen Wochen geschlagen. Es ist also noch alles drinnen.
 
Alexander Peyas erste Reaktion:

Wir waren heute insgesamt das bessere Doppel und waren aggressiver. Im ersten Satz haben wir etwas Probleme gehabt, ins Spiel zu kommen. Im zweiten und dritten Satz haben wir viele Chancen gehabt und sie auch genutzt. Der gestrige Tag war für uns nicht sehr erfreulich, deshalb war der heutige Sieg für uns enorm wichtig. Damit werden die Kasachen jetzt unter Druck gesetzt – wer will schon eine 2:0-Führung aus der Hand geben? Jetzt haben wir's wieder in der eigenen Hand.

Clemens Trimmels erste Reaktion:
Es war gar nicht so schwierig, die beiden auf das heutige Match vorzubereiten. Sie wissen ganz genau, was zu tun ist und sind es gewohnt, bei allen möglichen Zwischenständen am Samstag einzulaufen. Über die drei Sätze haben sie heute eine sehr gute Leistung gezeigt. Das kasachische Doppel war allerdings sehr stark und sehr unangenehm zu spielen. Unsere Burschen haben eine solide Leistung vom ersten bis zum letzten Punkt gezeigt. Dazu kann man nur herzlich gratulieren.

Jürgen Melzers erste Reaktion:
Wir haben es wieder in der eigenen Hand, den Rückstand aufzuholen. Es war das absolute Ziel für heute, das wir am Sonntag noch „am Leben“ sind. Morgen heißt es dann für uns, vom ersten bis zum letzten Punkt Druck zu machen. Wir Einzelspieler müssen aus den Niederlagen vom Freitag lernen, besser und aktiver spielen. Dann glaube ich schon, dass wir eine Chance, die Partie noch zu drehen. Man merkt es aber beiden Nationen an, dass es nicht normal ist, um den Einzug ins Viertelfinale zu spielen. Wir geben auf jeden Fall alles, und dann werden wir morgen sehen, wer morgen am Abend lachen wird.


DAVIS CUP BY BNP PARIBAS
Weltgruppe, 1. Runde
1.2. – 3.2.2013, National Tennis Center Astana


KASACHSTAN – ÖSTERREICH: 2:1

1. Februar 2013
Andrej Golubjew - Andreas Haider-Maurer: 7:6(2), 6:3, 7:6(5)
Jewgenij Korolew – Jürgen Melzer: 7:6(4), 6:3, 6:2

2. Februar 2013
Andrej Golubjew / Jurij Schukin – Alexander Peya / Julian Knowle: 6:7(5), 3:6, 6:7(3)

3. Februar 2013
Andrej Golubjew - Jürgen Melzer
Jewgenij Korolew - Andreas Haider-Maurer



DAVIS CUP IM TV

ORF Sport plus wird Österreichs Duell mit Kasachstan live übertragen. Kommentator: Andreas Du-Rieux. Die genauen Übertragungszeiten:

1. Februar 2013: 6:55 Uhr - 13:30 Uhr
2. Februar 2013: 8:55 Uhr - 12:00 Uhr
3. Februar 2013: 8:55 Uhr - 15:00 Uhr

Eine Zusammenfassung der Highlights wird am 2. Februar 2013 von 21:00 Uhr bis 23:15 Uhr bzw. am 3. Februar 2013 von 20:45 Uhr bis 23:15 Uhr zu sehen sein.

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