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Davis Cup

DAVIS CUP: DOMINIK HRBATY BEENDET VOR DEM DUELL MIT ÖSTERREICH SEINE NATIONALKARRIERE

Österreichs Davis-Cup-Team wird nach einem Freilos zum Auftakt in der 2. Runde der Europa/Afrikazone I 2010 zu Hause auf die Slowakei treffen. Die Gegner von Melzer & Co werden allerdings auf Dominik Hrbaty (Bild) verzichten müssen, der seine Davis Cup-Karriere beendet hat.

Ohne Hrbaty und Beck
(24.9.2009)
Slowakischen Presseinformationen zu Folge hat der bekannteste Spieler des Landes, Dominik Hrbaty, nach dem 5:0 gegen Mazedonien in der 2. Playoff-Runde der Euro-/Afrika-Zone seine Nationalkarriere offiziell beendet. „Auch wenn Dominik Hrbaty zuletzt in der Weltrangliste zurückgefallen ist, verfügt er immer noch über ein sehr großes spielerisches Potenzial. Sollte er gegen uns tatsächlich nicht antreten, würde sich die Ausgangsposition natürlich zu unseren Gunsten verschieben“, meinte ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller. Da auch die Nummer 1 der Slowakischen Republik, Karol Beck seit der Dopingaffäre 2005 im Semifinale gegen Argentinien nicht mehr ins Team zurückkehren wird, geht die slowakische Nachrichtenagentur SITA daher von folgender Aufstellung gegen Österreich aus: Lukas Lacko, Martin Klizan und dem zuletzt leicht verletzten Doppel-Spezialisten Michal Mertinak sowie Filip Polasek. Der Hintergrund zur Dopingaffäre Becks: Er war im September 2005 positiv auf Clenbuterol getestet worden. Becks Vater hatte damals behauptet, ein Mitglied des slowakischen Teams hätte seinem Sohn während eines Trainings Dopingsubstanzen in eine Trinkflasche gegeben. Die Polizei konnte diese Behauptung allerdings nicht verifizieren.

"Gutes Los"
(23.9.2009)
Nach der 2:3-Niederlage am vergangenen Wochenende in Chile und dem damit verbundenen Abstieg aus der Weltgruppe beginnt das „Unternehmen Wiederaufstieg“ für die österreichische Davis-Cup-Mannschaft in der Europa/Afrika-Zone I mit einem Heimspiel gegen die Slowakei. Das Nachbarschaftsduell hat es in der Geschichte des traditionsreichen Teambewerbs bisher erst einmal gegeben: Im Jahr 2000 verlor Österreich in Bratislava mit 2:3, wobei die Slowakei bereits nach dem Doppel uneinholbar mit 3:0 voran gelegen war.
„Es ist positiv, dass wir zu Hause spielen und daher den Belag wählen können. Ich kann mit diesem Los gut leben“, meinte ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller. Die Slowaken verfügen derzeit mit dem Weltranglisten-90. Karol Beck nur über einen Top-100-Spieler. Beck war jedoch am vergangenen Wochenende nicht mit dabei, als das Team von Kapitän Miloslav Mecir durch ein 5:0 zu Hause über Mazedonien den Absturz in die Europa/Afrikazone II vereitelte. Im Jahr 2005 hatten die Slowaken noch das Davis-Cup-Finale (2:3 gegen Kroatien) erreicht, seit dieser Partie hat Beck für sein Land nicht mehr im Davis Cup gespielt.

Wahrscheinlich auf Sand
Der bekannteste Akteur der Slowaken ist Dominik Hrbaty, der in seiner Karriere sechs ATP-Turniere gewonnen und als beste Platzierung in der Weltrangliste Position zwölf (Oktober 2004) zu Buche stehen hat. Aktuell ist Hrbaty im ATP-Ranking auf Platz 154 zu finden und damit hinter Lukas Lacko (ATP-145) drittbester Spieler seines Landes. Im Doppel verfügt die Slowakei mit Michal Mertinak (ATP-Doppel 21), Filip Polasek (ATP-Doppel 23) und Igor Zelenay (ATP-Doppel 70) über drei Top-100-Spieler. „Da sich die Slowaken auf schnellen Böden sehr wohl fühlen, ist die Wahl eines Sandplatzes eine naheliegende Option. Aber ich werde mich mit allen Spielern, die für diesen Davis Cup in Frage kommen, beim ATP-Turnier in Wien darüber unterhalten. Danach werden wir eine gemeinsame Entscheidung in Sachen Belag treffen“, sagte Schaller. Sollte Österreich die Hürde Slowakei nehmen, dann würden Jürgen Melzer und Co. im September 2010 im Weltgruppen-Play-off um die Rückkehr in den Kreis der 16 besten Tennisnationen der Welt kämpfen.


Gesetzt an Nummer 1
(23.9.2009)
Um 11:30 Uhr werden in Genf die Weichen gestellt: Bei der Auslosung für die Europa-Afrika-Zone I ist das österreichische Team in seiner Kategorie als Nummer eins gesetzt. Dahinter folgen Rumänien, die Niederlande und Südafrika. Auf diese Gegner kann die in der zweiten Runde einsteigende rotweißrote Mannschaft nicht treffen, sehr wohl aber auf Weißrussland, Finnland, Italien, Lettland, Polen, die Slowakei und die Ukraine. Die Sieger der Zweitrunden-Duelle bestreiten im September Play-off-Matches, ein Sieg würde der ÖTV-Equipe 2011 die Rückkehr in die Weltgruppe bringen. Nach sechs Jahren durchgehend in der Weltgruppe "muss man sich wieder hochkämpfen", reagierte Davis Cup-Kapitän Gilbert Schaller auf diese Situation, "und genau das wird hoffentlich nächstes Jahr auch passieren." In Erinnerung an das Duell mit Chile wird nicht "nur" die 2:3-Niederlage bleiben, sondern vielmehr "der unglaubliche Kampf des Teams vor 7.000 fanatischen Zuschauern", so ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl. "Unsere Burschen sind in ihren vier Partien mehr als 16 Stunden am Platz gestanden. Das muss jeden Tennisfan stolz machen."

Abstieg in Europa-Afrika-Zone I
(21.9.2009)
Österreichs Davis Cup-Team muss erstmals seit 2003 wieder in die zweite Leistungsklasse absteigen. Stefan Koubek musste sich im entscheidenden letzten Einzel Nicolas Massu nach 5:14 Stunden Hochspannung mit 4:6, 6:4, 4:6, 6:7(6) geschlagen geben. Zuvor hatte Jürgen Melzer Paul Capdeville in fünf Sets niedergerungen und auf 2:2 gestellt und damit alles möglich gemacht. Der Niederösterreicher siegte mit 7:6(2), 4:6, 6:2, 5:7, 6:4 und egalisierte damit den 2:0-Vorsprung der Gastgeber vom Freitag.
Chile spielt damit auch 2010 in der Weltgruppe, Österreich kämpft vom 5. bis 7. März 2010 in der Europa-Afrika-Zone I. Die Auslosung für alle Gruppe erfolgt am Mittwoch in Genf. Neben Österreich gehören 2010 auch Italien, Rumänien, Usbekistan, Finnland, Lettland, Polen, die Slowakei, die Ukraine, die Niederlande und Südafrika dieser Leistungsstufe an.
(Quelle: APA)

"Es ist kurz nach dem Match, da ist es schwer, viel drüber zu reden. Es war ein harter Kampf, ich habe meine Chancen gehabt, dass ich in den fünften Satz komme. Ich habe gewusst, dass Massu ein Wahnsinnsfighter ist. Ich habe mich fitter gefühlt, aber nach fünf Stunden auf dem Platz spürt man alles."
STEFAN KOUBEK

Weltgruppen-Play-off: Chile - Österreich: 3:2

Paul Capdeville - Jürgen Melzer    6:7(2), 6:4, 2:6, 7:5, 4:6
Nicolas Massu - Stefan Koubek    6:4, 4:6, 6:4, 7:6 (6)



Die Chance lebt
(20.9.2009)
Julian Knowle und Jürgen Melzer haben die kleine Chance zum Klassenerhalt in der Davis Cup-Weltgruppe gewahrt. Die New-Haven-Sieger feierten in Rancagua im Play-off gegen Chile einen glatten 6:2, 6:4, 6:3-Erfolg und verkürzten damit im Länderkampf auf 1:2. Damit fällt die Entscheidung im Rodeo-Stadion erst am Sonntag, Chile hat aber quasi noch zwei "Matchbälle" zum Klassenerhalt. Österreichs Paradedoppel machte nicht viel Federlesens mit den beiden Einzelspielern der Chilenen, bei denen immerhin Doppel-Olympiasieger Nicolas Massu (2004) auf dem Platz stand. Im ersten Satz dominierten die Österreicher nach einem 0:1-Rückstand nach Belieben und stellten nach Breaks zum 2:1 und 4:1 die Weichen zum Sieg. Im zweiten und dritten Satz brachten jeweils Breaks zum 4:3 die Entscheidung zugunsten der Rot-Weiß-Roten. Im Finish verwerteten Knowle/Melzer den vierten Matchball zum ersten Sieg in Rancagua, der freilich nicht letzte bleiben soll. Doch Melzer wird sich im Duell der beiden Nummer-1-Spieler mit Paul Capdeville steigern müssen, damit er den Ausgleich zum 2:2 schaffen kann. Auch für Melzer persönlich war der Sieg wichtig. "Klar war es nach gestern sehr wichtig, dass wir heute gewonnen haben und ich eine ansprechende Leistung geboten habe. Wir haben jetzt in der Garderobe noch gesagt: Wir drehen das Ding! Und warum soll uns das nicht gelingen. Den Capdeville kann man immer schlagen und bei 2:2 im Davis Cup gibt es keine Regeln." Danach wartet Stefan Koubek, der am Samstag als Einziger der Einzelspieler pausieren konnte, auf Olympiasieger Massu. Der Verlierer des Länderkampfs steigt in die Europa-Afrika-Zone I ab, wo Österreich zuletzt vor sechs Jahren gespielt hat.
(Quelle: APA)

Weltgruppen-Play-off: Chile - Österreich: 2:1

Paul CAPDEVILLE/Nicolas MASSU – Julian KNOWLE/Jürgen MELZER: 2:6, 4:6, 3:6



Melzer und Koubek verlieren
(19.9.2009)
Als Favorit war Jürgen Melzer (ATP 40) in das Auftaktmatch der Davis Cup-Relegation gegangen, als Verlierer verließ er nach 3:54 Stunden den Platz. Österreichs Nummer 1 musste sich Nicolas Massu (ATP-Nr. 96) und einer schwachen Leistung überraschend mit 6:4, 4:6, 4:6, 3:6 geschlagen geben. Melzer, dem Aufschlag und Rückhand Probleme bereiteten, ließ sich dabei immer wieder von Pfiffen des Publikums bei seinem Aufschlag irritieren. Melzer: "Die Enttäuschung ist groß. Natürlich habe ich nicht so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe sehr gut begonnen, und je länger das Match gedauert hat, umso weniger Rhythmus habe ich bekommen. Ich habe viele Fehler mit der Rückhand gemacht." Im Kampf gegen den Abstieg in die Europa-Afrika-Zone I traf danach Stefan Koubek auf die chilenische Nummer eins, Paul Capdeville. Und auch er konnte für Österreichs Team das Ruder am ersten Tag nicht mehr herumreißen. Österreichs Nummer 2 unterlag nach 3:35 Stunden Chiles Nummer 1 mit 4:6, 4:6, 6:3, 6:1, 4:6. Zwar hatte der 32-jährige Kärntner einen 0:2-Satzrückstand egalsieren können und hatte im fünften Satz schon einen Ball zum 5:3, der Sieger war dennoch ein von Krämpfen geplagter Paul Capdeville. Damit müssen Melzer und Julian Knowle am Samstag das Doppel gegen Capdeville/Massu unbedingt gewinnen, um am Sonntag überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt in der Weltgruppe zu haben. Bei Kapitän Schaller hinterließen die siebeneinhalb Stunden auf der Betreuerbank Spuren. „Der Tag war alles andere als positiv. Mit einem 0:2 haben wir nicht gerechnet. Jürgen hat wirklich ein sehr schwaches Match abgeliefert. Das wundert mich, weil er im Training die ganze Woche gut drauf war. Er hat sich im Laufe der Partie immer weniger zugetraut und hier weniger als die Hälfte seines Könnens abrufen können, dann kann man nicht gewinnen."

Weltgruppen-Play-off: Chile - Österreich: 2:0

Nicolas Massu - Jürgen Melzer: 4:6,, 6:4 6:4, 6:3
Paul Capdeville - Stefan Koubek: 6:4, 6:4, 3:6, 1:6, 6:4


Melzer eröffnet gegen Massu
(18.9.2009)

Freitag, 18.09.2009 (16.00 Uhr / 22.00 Uhr MESZ, LIVE in ORF SPORT PLUS):
Nicolas MASSU – Jürgen MELZER
Paul CAPDEVILLE – Stefan KOUBEK

Samstag, 19.09.2009 (19.00 Uhr / 01.00 Uhr MESZ, LIVE in ORF SPORT PLUS)
Paul CAPDEVILLE/Nicolas MASSU – Julian KNOWLE/Jürgen MELZER

Sonntag, 20.09.2009 (16.00 Uhr / 22.00 Uhr MESZ, LIVE in ORF SPORT PLUS)
Paul CAPDEVILLE – Jürgen MELZER
Nicolas MASSU – Stefan KOUBEK


Temperatur und Stimmung steigen
(17.9.2009)
Nach drei Tagen mit mäßigen Temperaturen und trüben Wetter präsentierte sich die Rodeo Arenaam Mittwoch erstmals in strahlendem Sonnenschein. ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl: "Knapp 25 Grad wurden gemessen, das hat auch die ohnenhin gute Stimmung im Team noch stärker gehoben." Um sich auf die für den Davis Cup eher ungewöhnlich späten Matchzeiten (Fr, So: 16.00 Uhr, Sa: 19:00 Uhr) einzustellen, werden in den nächsten zwei Tagen die Trainingseinheiten nach hinten verlegt. Am Mittwoch haben Stefan Koubek und Jürgen Melzer eine Zwei-Stunden-Session am Centrecourt abgehalten, während Doppelspezialist Julian Knowle gegen Alexander Peya und Andreas Haider-Maurer angetreten ist. Im Doppel könnte, so Davis Cup-Kapitän Gilbert Schaller, der Schlüssel zum Erfolg liegen: "Das Doppel ist im Davis-Cup immer eine Schlüsselpartie. Da sind wir sicherlich Favorit, weil wir mit Melzer/Knowle ein eingespieltes Duo haben. Man darf die Chilenen aber auf Sand nie unterschätzen."


Vier Stunden pro Tag
(16.9.2009)
Er wurde zwar "nur" als Sparringpartner von Gilbert Schaller einberufen, präsentiert sich bisher aber als wertvoller Spieler in Rancagua. "Bis zu vier Stunden", so der Davis Cup-Kapitän, "steht Andi täglich am Platz und steht damit dem gesamten Team zur Verfügung." Dementsprechend positiv fällt daher auch das Feedback aus: Sowohl Stefan Koubek als auch Jürgen Melzer sowie Team-Physiotherapeut Jan Velthuis bescheinigen dem jungen Österreicher großes Talent. ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl: "Alle sind sich einig, das AHM in den nächsten Monaten in die Top 100 der Weltrangliste vorstossen kann." Nach einer Fersenverletzung war Haider-Maurer für ca. fünf bis sechs Wochen ausser Gefecht gesetzt, feierte mit dem Sieg über Daniel Köllerer in der Bundesliga allerdings ein beeindruckendes Comeback. Haider-Maurer: "Ich bin froh, dass nach der langen Verletzung mein Fuß gehalten hat und ich sofort wieder eine gute Leistung abrufen konnte." Seine nächste Station nach dem Davis Cup in Chile wird nächste Woche das 15.000-Dollar-Future in Mostar (Bosnien-Herzegowina) sein. Die letzte Einheit absolvierte er am Dienstag um 19:00 Uhr, danach ging es zum kollektiven Steak-Essen.


Langsamer Platz, gute Stimmung
(15.9.2009)
Erstmals konnte Österreichs Team am Montag auf dem Centercourt in der Arena "Medialuna Monumental" trainieren und sich dabei an die Bedingungen vor Ort einstellen. "Der Platz", so ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl, "ist langsam und, da er erst vor kurzem verlegt wurde, noch nicht optimal." Die Stimmung im Team ist dennoch gut: Um 9:45 Uhr hatte der erste Trainingstag mit Gymnastik begonnen, von 11:00 bis 14:00 Uhr wurde die erste Trainingssession absolviert, von 19:00 bis 21.00 Uhr bei ca. 9 Grad Celsius Luftemperatur die zweite. Teuschl: "Unsere Spieler standen bei gutem Flutlicht dabei ca. 1,5 Stunden am Platz." Für ein weiteres "Highlight" im Team sorgte noch dazu die Information, dass bisher "noch nicht allzuviele Tickets, rund 2.500 pro Tag" (Teuschl), verkauft wurden. Da Chiles Ticketseller Nummer 1, Fernando Gonzalez, auf eine Teilnahme verzichtet hatte und am 18. September in Chile der "Unabhängigkeitstag" sowie am 19. September "Der Tag der Streitkräfte" gefeiert wird, dürfte es in der Arena vielleicht doch nicht so heiß zugehen wie erwartet.


15 Grad in der Arena

(14.9.2009)
Mit ÖTV-Vizepräsident Walter Sattlberger, Generalsekretär Peter Teuschl und drei weiteren Mitgliedern des Betreuerstabes reisten am Samstagabend von den Spielern Stefan Koubek und Sparringpartner Andreas Haider-Maurer aus Wien zum Weltgruppen-Play-off vom 18. bis 20. September 2009 nach Chile an. Nach 20 Stunden und einem Zwischenstopp in Madrid traf die rot-weiß-rote Abordnung Sonntagvormittag (Ortszeit) in der 200.000-Einwohner-Stadt Rancagua 90 Kilometer südlich von Santiago ein. Nur wenig später hatten auch ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller, Jürgen Melzer, Julian Knowle und Alexander Peya nach 15-stündiger Anreise über Toronto den Davis-Cup-Schauplatz erreicht. Als prominente Daumendrückerin ist Weltkasse-Schwimmerin und Melzer-Freundin Mirna Jukic in Südamerika dabei. Bereits am Sonntag absolvierte die österreichische Mannschaft eine lockere einstündige Trainingseinheit. „Wir haben noch auf Nebenplätzen gespielt, am Montag beginnt dann das Training im Stadion“, berichtete Teuschl. Die Rodeo-Arena in Rancagua fasst 10.000 Zuschauer. „Die Temperaturen waren mit 15 Grad ziemlich frisch. In der Nacht kühlt es sogar auf kalte fünf Grad ab“, ergänzte Teuschl.


Paul Capdeville als Chiles Nr. 1
(9.9.2009)
Keine Überraschungen beim Team der Chilenen: Wie erwartet führt Paul Capdeville (ATP 87.) Chiles Davis Cup-Aufgebot im Heimspiel gegen Österreich (18.-20.9.) in Rancagua an. Teamchef Hans Gildemeister nominierte für das Weltgruppen-Play-off auf Sandplatz in der 200.000-Einwohner-Stadt zudem Nicolas Massu (89.), Jorge Aguilar (306.) und Guillermo Hormazabal (314.). Aufgrund von Problemen mit dem Verband hatte Chiles Topspieler Fernando Gonzalez (11.) auf eine Teilnahme verzichtet. Capdeville war bei den US Open wie Jürgen Melzer in der zweiten Runde gescheitert.

Vorteil im Head-to-Head
ÖTV-Teamchef Gilbert Schaller hatte sich bereits Anfang August auf das Aufgebot Jürgen Melzer (ATP-Rang 38), Stefan Koubek (140), Alexander Peya (263) und Julian Knowle (ATP-Doppel 28) festgelegt. Die direkten Einzel-Duelle der aufgebotenen Topspieler beider Länder sprechen für Österreich: Melzer besiegte Capdeville 2007 in Las Vegas und 2008 in Chennai jeweils auf Hartplatz ohne Satzverlust und hat gegen Massu mit 1:1 eine ausgeglichene Bilanz. Bei den US Open 2002 musste sich der Niederösterreicher noch in vier Durchgängen geschlagen geben, dafür behielt er 2004 auf Sand in Hamburg in zwei Sätzen die Oberhand.

Heißer Tanz
Das bisher einzige Match zwischen Koubek und Capdeville entschied der Kärntner 2007 in Mumbai (Hard) mit 6:3, 6:2 für sich. Gegen Massu liegt Koubek mit 1:2 zurück: Während der Villacher zweimal auf Sand in Kitzbühel (2003, 2005) den Kürzeren zog, gewann er 2007 auf Hartplatz in der Qualifikation in Madrid souverän in zwei Sätzen. „Es gut, wenn man weiß, dass man seine Gegner schon einmal geschlagen hat. Aber für den Davis Cup haben diese Resultate keine allzu große Bedeutung“, meinte Schaller, der sich in Rancagua trotz der Abwesenheit von Gonzalez einen heißen Tanz erwartet. „Ich habe bei den US Open bei den Partien von Gonzalez, Capdeville und Massu miterlebt, wie euphorisch die chilenischen Fans ihre Spieler anfeuern. Das war ein Vorgeschmack dessen, was in Rancagua vor 10.000 Zuschauern auf uns zukommen wird.“

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