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Davis Cup

DAVIS CUP: DER WEG ZUM ERFOLG: VIDEOS, HAWK EYE UND EIN PLAN A, B UND C

Für seine Premiere als Davis Cup-Kapitän nominiert Clemens Trimmel Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer, Oliver Marach, Alexander Peya, Martin Fischer und Julian Knowle. Gespielt wird auf einem Hardcourt unter den „Augen“ des Falken. Im Bild (von li.): Clemens Trimmel, Jürgen Melzer, NÖ-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, Andreas Haider-Maurer.




22. Dezember 2011

SECHS-MANN-KADER.
Der Tag X rückt zwar näher, von Nervosität ist bei Österreichs neuem Davis Cup-Kapitän Clemens Trimmel aber noch nichts zu bemerken. "Ich bin noch mehr mit unseren Spielern und deren Terminplanung in Richtung Davis Cup beschäftigt als mit dem russischen Team", umschreibt der 33-jährige Wiener seinen derzeitigen Tagesablauf. Die ersten Entscheidungen vor der ersten Weltgruppen-Runde (10.-12.2.2012) wurden dennoch bereits gefällt: Für das Duell mit dem zweifachen Davis Cup-Sieger Russland (2002, 2006) nominierte Trimmel einen erweiterten Davis Cup-Kader aus sechs Spielern: Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer, Oliver Marach, Alexander Peya, Julian Knowle sowie Martin Fischer. "Dieser Sechs-Mann-Kader ist", so Trimmel, "aber noch nicht in Stein gemeißelt. Sollte z. B. ein Philipp Oswald bei den Australian Open zwei Runden gewinnen, dann würden wir logischerweise neue Überlegungen anstellen." Ebenso will Trimmel Oliver Marach und Alexander Peya, die ab 2012 als rein-österreichisches Doppel gemeinsam on Tour sein werden, noch nicht als Fixbesetzung für das Davis Cup-Duell gegen Russland betrachten: "Automatisch gesetzt ist bei mir niemand, obwohl sich die beiden natürlich als unser Doppel anbieten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist aber noch nicht geklärt, ob wir mit zwei Singlespielern und einem fixen Doppel oder mit drei Singlespielern und einem flexiblen Doppel spielen werden. Ich würde auch Jürgen Melzer für das Doppel auch noch nicht komplett außer Acht lassen. Derartige Entscheidungen werden erst in der Davis Cup-Woche gefällt werden, um dann die Feinabstimmungen zu machen."

LANGSAMER HARDCOURT & HAWK EYE. Was hingegen bereits geklärt wurde, ist die Frage, "auf welchem Untergrund wir dem Gegner wohl am ehesten Probleme bereiten können" (Trimmel). Melzer & Co werden auf einem Opticourt-Hartplatz um Österreichs ersten Viertelfinal-Einzug seit 1995 kämpfen. "Russland und Österreich sind, was den Untergrund betrifft", so der Davis Cup-Kapitän, "zwei sehr ähnliche Teams: Beide können sowohl auf Sand als auch auf schnellen und langsamen Hardcourts gut spielen." Auf Wunsch der Spieler wird daher in Absprache mit Trimmel in der  Arena Nova (Fassungsvermögen: tgl. 4.000 Fans) ein Hardcourt verlegt, "der nicht zu schnell sein sollte. Das ist der für uns neutralste Boden." Erstmals getestet werden soll der Court rund zwei Wochen (noch ohne Linien!) vor dem Event, um hier noch eventuelle Adaptierungen (Geschwindigkeit etc.) umsetzen zu können. Der erste offizielle Trainingstag ist für den Sonntag (5.2.2012) vor dem Ländermatch angesetzt. Parallel zum Aufbau des Courts wird erstmals bei einem Davis Cup-Match in Österreich die ITF (International Tennis Federation) auch das computergestützte Linienkontrollsystem Hawk Eye installieren, das im Vorjahr erst ab dem Viertelfinale möglich war, künftig aber schon ab der ersten Runde die Entscheidungen am Platz erleichtern soll.

WIE GROSS SIND ÖSTERREICHS CHANCEN? Mit Alex Bogomolov Jr. (ATP 34), Mikhail Youzhny (ATP 35), Dmitry Tursunov (ATP 40), Nikolay Davydenko (ATP 41) und Igor Kunitsyn (ATP 71) rangieren derzeit (Stand: 19.12.2011) fünf russische Profis unter den Top 100 der Weltrangliste, Igor Andreev (ATP 115) und Teymuraz Gabishvili (ATP 138) befinden sich nur knapp dahinter. "Ich kenne den Kader der Russen teilweise sogar noch aus meiner Zeit als aktiver Tennisspieler", schmunzelt Trimmel. "Als ich seinerzeit meine Karriere beendet habe (2004; Anm.), war Mikhail Youzhny mit mir gemeinsam auf Challengern unterwegs." Diese Dichte des Gegners, die durch die Einbürgerung des aus Russland stammenden US-Doppelstaatsbürgers Bogomolov noch größer wurde, ist es auch, weshalb Trimmel "auf keinen Fall behaupten will, dass das für uns eine gemähte Wiese werden wird. Gegen gesetzte Mannschaften sind wir derzeit noch Außenseiter." Trimmels "Speerspitze" dagegen soll die bestmögliche Planung im Vorfeld sein. "Ich möchte einführen, dass wir uns vor derartigen Events gezielt Videos von Gegnern anschauen und uns mit dem Thema "Taktik" auseinandersetzen. Das Ziel muss sein, dass es am ersten Spieltag weder für mich noch für die Spieler Überraschungen gibt. Wir sollten immer einen Plan A und einen Plan B und im Idealfall sogar einen Plan C haben." Österreichs Nummer 1, Jürgen Melzer, sieht vor allem in Dmitry Tursunov das größte Risikopotential für Österreich: "Ein sehr kompromissloser Spieler mit einem sehr guten Aufschlag und einer sehr gefährlichen Vorhand, wodurch er seine Rückhand oft sehr früh nehmen kann. Insgesamt ist das ein Spieler, den man nur sehr schwer ausrechnen kann."




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