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Davis Cup

DAVIS CUP: DER ERSTE KOMMENTAR VON PATRICK KÜHNEN

Was sagt Deutschlands Davis Cup-Captain Patrick Kühnen (Bild) zur Auslosung für die erste Weltgruppen-Runde 2009? "Auch wenn die Aufgabe lösbar ist, ist Österreich ein Gegner, den wir ernst nehmen müssen."

"Eine schwierige Aufgabe"
(24.9.2009)
Österreich trifft auf Deutschland. Für Davis Cup-Captain Gilbert Schaller "werden wir bei jedem Match leichter Außenseiter sein." Ob sein Gegenüber, Patrick Kühnen, das ebenso sieht? "Die frohe Kunde", berichtet der SID (Sportinformationsdienst), "erhielt der einstige Top-Tennisspieler auf dem Golfplatz, wo er für einen guten Zweck abschlug." Beim letzten deutsch-österreichischen Gipfeltreffen stand Kühnen noch selbst als Doppelspieler im Team von Niki Pilic. "Ich freue mich, dass wir ein Heimspiel haben. Das war mir sehr wichtig", kommentierte Kühnen die Auslosung. Er warnte aber sofort vor Überheblichkeit: "Österreich ist ein Gegner, den wir ernst nehmen müssen und der uns vor eine schwierige Aufgabe stellt. Das Team hat mit Julian Knowle und Jürgen Melzer sehr starke Doppelspieler. Trotzdem ist Österreich eine lösbare Aufgabe." Mit von der Partie könnte wieder Thomas Haas sein. Jedenfalls hat die aktuelle Nummer 58 in der Weltrangliste Kühnen seine Bereitschaft erklärt, wie auch Philipp Kohlschreiber und Nicolas Kiefer den Angriff auf die "hässlichste Salatschüssel" der Welt anzunehmen. "Wenn keiner verletzt ist, stehen uns alle Spieler zur Verfügung", sagte Kühnen und ergänzte: "Auch wenn die Aufgabe lösbar ist, Österreich ist ein Gegner, den wir ernst nehmen müssen. Vor allem Julian Knowle und Jürgen Melzer sind ein starkes Doppel." Kiefer und sein olympischer Doppel-Partner Rainer Schüttler können ein Lied davon singen. In Peking verloren sie gegen die Österreicher in drei Sätzen und schieden schon in der ersten Runde aus.

Was sagen die Massenmedien in Deutschland?

"Nachbarschaftsduell zum Auftakt. In Runde zwei könnte Spanien warten."
Süddeutsche Zeitung

"Kühnen erfreut über Heimspiel."
www.tennismagazin.de

"In Runde zwei droht Neuauflage gegen Spanien."
FAZ

"Den Gegner ernst nehmen."
www.ard.de

"Nachbarschaftsduell im Davis Cup."
www.zdf.de

"Deutschland erwartet Österreich."

Financial Times Deutschland

1. Runde 2009: Österreich - Deutschland

(23.9.2008)
Österreich trifft im Davis-Cup 2009 in der ersten Runde auf den diesjährigen Viertelfinalisten Deutschland. Das ergab die am Dienstag in Madrid durchgeführte Auslosung. Das ÖTV-Team kämpft von 6. bis 8. März auswärts um den Aufstieg in das Viertelfinale der Weltgruppe. ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl: "Ein Hammerlos, gleichzeitig aber auch eine sensationelle Auslosung für unser Team. Es ist sicher eines der besten Lose, vielleicht das beste, was wir kriegen konnten." Zuletzt war das deutsche Team - in der Besetzung: Philip Kohlschreiber, Nicolas Kiefer, Michael Berrer, Philipp Petzschner - im Viertelfinale Spanien mit 1:4 unterlegen.

Die ersten Stellungnahmen

"Das wird extrem interessant. Die Chancen sind sicherlich da, aber Außenseiter sind wir trotzdem, denn sie haben viel mehr Spieler. Ich hoffe, dass ich wieder dabei sein kann."
(Stefan Koubek)

"Es war immer ein heißes Duell, egal ob im Fußball oder Tennis. Der 'große Bruder' will sicher ungern gegen die Ösis verlieren, aber unser Ziel muss es sein, genau das zu schaffen. Außenseiter sind wir überall, aber wir haben sicher noch eine größere Chance als z.B. in Spanien. Für mich sind sie von der Dichte her zu favorisieren. Sie haben einen Haas, Kiefer und Kohlschreiber und auch ein sehr gutes Doppel. Aber sie haben keinen Top-Ten-Spieler im Moment. Wir werden bei jedem einzelnen Match leichter Außenseiter sein."
(Gilbert Schaller, Davis Cup-Captain)

"Es wird viel davon abhängen, wer bei den Deutschen spielt. Aber ich würde auch nicht sagen, dass wir die Underdogs sind. Es wird ein sehr ausgeglichener Davis Cup werden, weil wir ziemlich gleich starke Spieler haben. Man muss auch sehen, wie sich Alex und Stefan in nächster Zeit entwickeln."
(Peter Teuschl, ÖTV-Generalsekretär)

Zahlen, Daten & Fakten
Im aktuellen Davis Cup-Ranking vom 22.9.2008 rangiert Deutschland auf Platz 7, Österreich auf Platz 18. Im direkten Head-to-Head führt Deutschland gegen Österreich mit 4:0. Das letzte Duell hatte 1994 in Graz-Unterpremstätten stattgefunden: In der ersten Weltgruppen-Runde besiegten Deutschlands heutiger Davis Cup-Captain Patrick Kühnen, Michael Stich und Marc-Kevin Göllner Österreichs drei "Musketiere" Thomas Muster, Horst Skoff und Alexander Antonitsch mit 3:2. Die Punkte für Österreich hatte Muster gegen Göllner bzw. Stich geholt. "Die Stimmung war aber das Schlimmste, was ich in einer Daviscup-Patie erlebt habe", erinnert sich Michael Stich noch heute daran. "Die Menschen waren nicht nur für ihr Team, sondern sie waren gegen uns. Das hat keinen Spaß gemacht." Thomas Muster ist vor allem sein Einzelmatch am dritten Tag in Erinnerung geblieben: "Das Match gegen Michael Stich habe ich in Trance erlebt. Zumindest das Ende. Nach 5:24 Stunden. Ich wußte nur, dass ich gewonnen hatte. Sonst hätten die Menschen nicht so laut geschrien. Deutschlands Captain Niki Pilic erklärte dieses Match zum "besten, das ich je auf Sand gesehen habe."

3:2 für Österreich - Alex Peya holt den entscheidenden Punkt
(21.9.2008)
Österreich schafft den Klassenerhalt in der Daviscup-Weltgruppe. Das ÖTV-Team setzte sich in Wimbledon gegen Großbritannien im Playoff-Duell mit 3:2 durch. Den entscheidenden Punkt holte in der letzten Partie der Wiener Alexander Peya, der sich gegen Alex Bogdanovic mit 2/6, 6/4, 6/4, 6/2 durchsetzte. Zu Beginn deutete allerdings noch wenig auf den ÖTV-Sieg hin. Die britische Nummer 2 hatte die Partie sicher im Griff und sicherte sich mit zwei Breaks den ersten Satz. In der Folge wurde Peya aber immer sicherer und legte mit dem Break zum 5/4 den Grundstein für den Satzausgleich. Mit einem frühen Break im Rücken behielt Peya auch im dritten Durchgang die Oberhand und war danach ungefährdet. "Ich war im ersten Satz sehr nervös. Diese Atmosphäre war ich nicht gewohnt", strahlte Peya danach. "Ich habe mich dann über den Kampfgeist und Netzattacken zurückgekämpft. Ich habe zum ersten Mal ein Entscheidungsspiel bestritten. Ich durfte Bogdanovic nicht unterschätze, er ist in der Weltrangliste genauso gut wie ich. Jetzt ist es natürlich ein tolles Gefühl." Davis Cup-Captain Gilbert Schaller: "Ich bin sehr glücklich und stolz auf meine Spieler. Auch die österreichischen Fans waren toll. Es ist alles so gekommen, wie wir es geplant haben. Wir haben aber gewusst, dass es nicht einfach wird." Damit wird Österreich 2009 das sechste Jahr in Serie in der Weltgruppe vertreten sein. Die Auslosung für die erste Runde, die vom 6. bis 8. März 2009 stattfindet, erfolgt am Dienstag in Madrid. Österreich wird auf eine gesetzte Nation treffen und hätte lediglich gegen Russland und Frankreich Heimvorteil. Gegen die USA, Argentinien, Spanien, Kroatien, Schweden und Deutschland müsste die Schaller-Truppe auswärts antreten.

2:2 - Andy Murray gleicht aus
(21.9.2008)
ORF-Co-Kommentator Alexander Antonitsch wusste nicht, ob er verzweifeln oder selbst zum Racket greifen sollte: "Jürgen wäre der bessere Spieler, wenn er nur endlich die Bigpoints machen würde ... Murray braucht immer wieder Unterstützung vom Jürgen, um zu einem Breakpoint zu kommen ... Jürgen spielt perfektes Stop-Lob mit dem Murray und damit mißlingt ihm der Punktschlag." Kurz zusammengefasst: Jürgen Melzer hätte es in der Hand gehabt, Österreich mit 3:1 uneinholbar in Führung zu bringen - zuwenige Bigpoints und zuviele Eigenfehler "verhinderten" das allerdings. Jürgen Melzer unterlag am Sonntag im vierten Spiel in Wimbledon dem US-Open-Finalisten Andy Murray in vier Sätzen mit 4/6, 7/5, 4/6, 6/1. "Ich habe meine Chancen nicht genutzt", resümierte der Niederösterreicher danach.

Umsonst gekämpft
Der erste Satz gestaltete sich für Melzer als Satz der vergebenen Chancen. Der Niederösterreicher dominierte von Beginn an, ließ Murray laufen und punktete immer wieder mit Winnern von der Grundlinie. Im vierten und im sechsten Game hatte er insgesamt sechs Möglichkeiten, dem Briten das Service abzunehmen, ließ jedoch alle ungenutzt. Murray bewies indes, warum er es bis auf Rang vier der Weltrangliste geschafft hatte. Der 21-Jährige war lange Zeit nicht präsent und haderte viel mehr mit den rutschigen Rasenplatz. Die einzige Chance, die er im gesamten ersten Satz hatte, nutzte er allerdings zum entscheidenden Break zum 4:3. Im zweiten Durchgang zeigte sich Murray in seinem Spiel wesentlich stabiler. Beide Spieler brachten ihr Service bis zum 2/2 durch, ehe der Schotte wieder mit seiner ersten Chance das Break zum 3/2 schaffte. Melzer gab sich aber nicht geschlagen. Murray ließ zwei Gelegenheiten zum 5/2 aus. Melzer konnte seinerseits im achten Game seinem Gegner erstmals das Service abnehmen und kämpfte sich wieder in den Satz zurück. Mit dem ersten Break im Rücken nutzte Melzer danach seinen zweiten Satzball zum 7/5. Im dritten Satz gaben beide Spieler gleich zu Beginn ihren Aufschlag ab. Danach ging es mit dem Service bis zum 3/3, ehe Murray im ominösen siebenten Game abermals ein Break schaffte. Melzer verkürzte noch einmal, doch Murray machte den Sack zum 6/4 zu. Im letzten Satz war Murray der beständiger Spieler auf dem "heiligen" Rasen von Wimbledon. Dem Schotten gelangen zwei frühe Breaks und hatte danach mit dem Publikum im Rücken keine Schwierigkeiten mehr, das Match nach 2:27 Stunden zu beenden.
(Quelle: www.orf.at)

2:1 für Österreich

(20.9.2008)
Österreichs Davis-Cup-Team ist am Samstag nach dem Doppel im Weltgruppen-Play-off gegen Großbritannien mit 2:1 in Führung gegangen und hat am Sonntag in den Einzeln zwei Chancen auf den Gesamtsieg. Julian Knowle/Jürgen Melzer boten auf dem Court 1 in Wimbledon eine Weltklasseleistung und besiegten Jamie Murray und den Schwachpunkt der Engländer Ross Hutchins nach 1:41 Stunden überraschend klar mit 6/4, 6/3, 6/1. Jürgen Melzer könnte damit im Kampf um die Zugehörigkeit zur Weltgruppe 2009 am Sonntag (12.00 Uhr MESZ) den Länderkampf gegen Andy Murray entscheiden.

Das "Drehbuch" des Doppel-Triumphes
Überraschung Nummer eins an diesem wunderschönen Spätsommertag in London war der Umstand, dass der britische Kapitän John Lloyd doch keinen Aufstellungspoker betrieb und das am Donnerstag nominierte Duo Ross Hutchins und Jamie Murray in das wichtige Doppel schickte. Nicht nur im Lager der Österreicher, sondern auch die englischen Journalisten hatten damit spekuliert, dass Lloyd Andy Murray an der Seite seines Bruders Jamie aufbieten würde. Noch dazu, wo der Weltranglisten-Vierte am Freitag im „Schongang“ zu einem Dreisatzerfolg über Alexander Peya gekommen war. Angeblich sollen Andy Murray jedoch die Adduktoren Probleme bereiten, das sagte Lloyd bei der Pressekonferenz nach dem Doppel. Für Überraschung Nummer zwei sorgte das ÖTV-Doppel, das in einer Dominanz vor 10.000 Zuschauern auf Court 1 auftrat, wie es vor der Partie nicht einmal die größten Optimisten im rot-weiß-roten Lager erwartet hatten. Julian Knowle brillierte mit sensationellen Returns und gab sich auch bei seinem Service keine Blöße. Im Gegensatz dazu hatte Jürgen Melzer mit seinem Aufschlag phasenweise zu kämpfen, doch in den wichtigen Situationen konnte sich auch der Niederösterreicher auf sein Service verlassen. Ergebnis: Nach einer Spielzeit von 1:41 Stunden war das 6/4, 6/3, 6/1 und damit die 2:1-Führung für Österreich perfekt. „Ich weiß nicht, ob das unsere beste Leistung im Davis Cup war, aber es war jedenfalls eine sehr gute. Wir sind beide sehr zufrieden, wie das heute gelaufen ist“, meinte Knowle danach. „Mich hat die Überlegenheit überrascht, wie wir dieses Doppel dominiert haben. Die Qualität der Sicherung von Breakbällen von Jürgen und die Aufschlagleistung von Julian haben mich sehr beeindruckt. Es war heute einfach schön, als Kapitän dieses Doppels da draußen zu sein“, war Gilbert Schaller von der Leistung seiner Schützlinge begeistert.

Melzer holt den ersten Punkt
(19.9.2008)
Österreichs Davis-Cup-Team liegt nach dem ersten Single beim Weltgruppen-Play-off gegen Großbritannien in Wimbledon mit 1:0 in Führung. Jürgen Melzer rang als klarer Favorit Alex Bogdanovic nach 2:35 Stunden und einem 3/6, 1/4-Rückstand noch mit 3/6, 7/6(3), 6/2, 6/1 nieder. Österreichs Nummer 1 machte gegen die Nummer 162 der Weltrangliste in der ersten Stunde über zwanzig unerzwungene Fehler und lag im zweiten Satz als Aufschläger bereits 1/4, 15/40 zurück. Melzer wehrte die Breakchancen aber ab und glich danach zum 4/4 aus. Das Tiebreak ging mit 7/3 an den 27-jährigen Niederösterreicher, der in Folge immer sicherer wurde und bei seinem Gegener die Kräfte schwanden. Nach 2:35 Stunden nützte Melzer seinen zweiten Matchball. Im Anschluss daran hat Alexander Peya die schwierige Aufgabe, gegen den Weltranglisten-Vierten Andy Murray den Ausgleich zum 1:1 zu verhindern.

Jürgen Melzers Bilanz nach dem Match:

"Ich konnte am Anfang mit dem Druck nicht ganz umgehen, dann habe ich mir gesagt, da muss ich irgendwie durch. Ich habe gewusst, wenn ich dieses Match verliere, dann ist dieser Länderkampf wahrscheinlich vorbei."

"Ich hatte wenig zu lachen eineinhalb Sätze lang und ich war sehr knapp dran, 0:2 hinten zu liegen. Aber ich habe meinen Kopf wieder gerade bekommen, versucht, in mein Spiel hineinzufinden, und gewusst, wenn mir das gelingt, dann bin ich einfach besser."

"Ich war am Beginn zu hektisch und habe mich auch nicht gut bewegt. Der Druck fährt bei einem Spieler in den Schlagarm, bei mir eben in die Beine."

"Ich habe dem Druck standgehalten, der auf mir gelastet hat. Das gibt mir für die kommenden Matches viel Selbstvertrauen. Ich war heute knapp dran, mit 2:0-Sätzen zurückzuliegen. Aber ich habe es geschafft, meinen Kopf wieder gerade zu bekommen. Ich habe gewusst, wenn es mir gelingt, wieder in mein Spiel hinein zu finden, dann bin ich einfach besser als mein Gegner. Ich habe mich im Verlauf der Partie gesteigert, und dabei haben mir auch die guten Ergebnisse der letzten Monate sehr geholfen. Es hat zwar einige Zeit gedauert, bis ich wieder locker war, aber ich bin froh, dass es letztlich zum Sieg gereicht hat."

"Es war ein sehr schöner Sieg, vor allem auf diesem Platz, die Stimmung war sehr gut. Es ist ein sehr wichtiger Sieg. Somit haben wir uns in eine sehr gute Position gebracht, um auch wirklich gewinnen zu können."


Peya verliert das zweite Match
Nachdem Jürgen Melzer in der Auftaktpartie Alex Bogdanovic in vier Sätzen besiegt hatte, musste sich Alexander Peya im zweiten Einzel dem Weltranglisten-Vierten und US-Open-Finalisten Andy Murray mit 4:6, 1:6, 3:6 geschlagen geben. Vom ersten Game an musste Alexander Peya gegen Andy Murray einem Rückstand nachlaufen. „Obwohl ich sechs erste Aufschläge serviert habe, habe ich gleich mein erstes Aufschlaggame verloren. Da hat er mir gleich einmal gezeigt, dass er die Nummer vier der Welt ist. Es macht es nicht einfacher, wenn du gegen einen Spieler seiner Klasse immer hinterher laufen musst, obwohl ich eineinhalb Sätze ganz gut hinterher gelaufen bin“, bilanzierte Peya, der im zweiten Satz gleich dreimal seinen Aufschlag abgeben musste. Im dritten Durchgang glückte dem Wiener nach einem Serviceverlust zum 2:4 zwar noch das Rebreak zum 3:4, doch postwendend durchbrach Murray erneut Peyas Aufschlag zum 5:3. Nach 1:47 Stunden hatte der Schotte den Gleichstand für seine Farben hergestellt.

Schaller: "Das Doppel ist das Schlüsselspiel."
„Das 1:1 ist der Zwischenstand, den ich mir nach dem ersten Tag erwartet habe“, resümierte ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller. „In den ersten eineinhalb Stunden ist es mir bei diesem Davis Cup nicht so gut gegangen. Zum Glück hat sich dann der Würfel im Match von Jürgen noch gedreht. Es war wichtig, dass in dieser Partie jemand auf der Bank gesessen ist, der dem Jürgen einen Push in die richtige Richtung gegeben hat. Er ist immer mehr in Passivität verfallen. Nach eineinhalb Sätzen hat er dann vermehrt Aufschlag-Volley gespielt und hat auch von der Grundlinie aktiver agiert. Das hat dann die Wende eingeleitet. In diesem Match hatte ich das Gefühl, dass es etwas gebracht hat, dass ich auf der Bank gesessen bin“, sagte Schaller, der dem Doppel am Samstag entscheidende Bedeutung bemisst. „Wir haben schon im Vorfeld gewusst, dass das Doppel ein Schlüsselspiel sein wird. Ich erwarte mir ein enges Match mit vielen heißen Szenen – egal, wer spielen wird. Das Ziel muss sein, mit einem 2:1 in den Sonntag zu gehen“, meinte ein kämpferischer Schaller. Während die Österreicher Julian Knowle und Jürgen Melzer aufbieten werden, ist es bei den Briten durchaus denkbar, dass Andy Murray anstelle des ursprünglich nominierten Ross Hutchins an der Seite seines Bruders Jamie das Doppel bestreitet.

Melzer - Bogdanovic, Murray - Peya

(18.9.2008)
Jürgen Melzer eröffnet das Daviscup- Weltgruppen-Playoff gegen Großbritannien. Der 27-jährige Niederösterreicher trifft am Freitag in seiner ersten Einzel-Partie auf Alex Bogdanovic. Das ergab die am Donnerstag stattgefundene Auslosung in Wimbledon. Das zweite Einzel bestreitet der Wiener Alex Peya gegen US-Open-Finalist Andy Murray. Am Samstag ist das rot-weiß-rote Doppel mit Julian Knowle und Jürgen Melzer gegen Jamie Murray und Ross Hutchins im Einsatz.

Jürgen Melzer:
„Es ist ein Vorteil, dass ich mich auf eine exakte Beginnzeit einstellen kann. Sollte mir tatsächlich das 1:0 gelingen, dann würde ich auch Andy Murray ein wenig Druck in zweite Partie mitgeben."

Gilbert Schaller:
„Diese Reihenfolge der Matches ist mir lieber. Ich hoffe natürlich, dass Jürgen den ersten Punkt holt, denn das wäre ein kleiner Vorteil. Alex kann ohnehin unbeschwert in das Match gegen Andy Murray gehen. Die Erwartungshaltung, dass er die Partie gewinnt, ist nicht allzu groß. Der Druck lastet zu 100 Prozent auf Murray. Auf Court 1 konnten wir zwar nur eine Stunde täglich trainieren, dafür standen uns drei weitere Plätze die ganze Woche über zur Verfügung. Das Team ist bereit. Wir freuen uns auf diesen Länderkampf und wollen zurück in die Weltgruppe."

Alexander Peya:
„Ich habe nichts zu verlieren. Diesen Punkt haben wir nicht unbedingt auf unserer Rechnung, aber genau das könnte ja ein Vorteil für mich sein. Ich werde einfach reingehen und einmal sehen, was passiert."

Das Programm:

Freitag (12:00 Uhr, Life in ORF 1 und ORF Sport Plus): Alex Bogdanovic - Jürgen Melzer       
Freitag: Andy Murray - Alexander Peya
         
Samstag (14:00 Uhr, Life in ORF Sport Plus): Jamie Murray / Ross Hutchins  - Julian Knowle / Jürgen Melzer

Sonntag (12:00 Uhr, Life in ORF Sport Plus): Andy Murray  -  Jürgen Melzer   
Sonntag: Alex Bogdanovic  -  Alexander Peya   


Chelsea macht es vor
(17.9.2008)
Weltweit berühmt ist die T.G.I.-Friday´s-Ketten für ihre "Ribs": Jack Daniel´s Glazed Ribs mit knusprigen Pommes Frites und der Original Jack Daniel´s Sauce, Lamb Ribs (Lammkrone), Beef Short Ribs (Kalbsrippen) oder Pork Ribletts (einzelne Schweinerippchen). Dass Österreichs Davis Cup-Team nach dem Training am gestrigen Abend nur in einem kleinen Londoner T.G.I.-Restaurant einen Tisch ergattern konnte, "weil wegen dem Chelsea-Match im Umkreis unseres Hotels sämtliche Tische reserviert waren" (Peter Teuschl), hat aber keiner der Burschen bereut. "Das Essen war richtig lecker" (Jürgen Melzer), "und genau die richtige Vorbereitung auf unseren Fußball-Abend" (Julian Knowle). Im Stadion an der Stamford Brigde sah Österreichs Nationalteam dann "ein extrem spannendes und schnelles Match" (Alexander Peya) - mit einem Resultat (4:0 für Chelsea; Anm.), von dem das Schaller-Team - als Auswärtsteam im umkehrten Sinn - vorerst nur träumen kann. "Wir werden uns auf die Nummer 2 der Engländer, Alex Bogdanovic, konzentrieren", so Schaller. "Vor allem das Doppel wird aber eine Schlüsselfunktion haben. Wenn wir nach einem 1:1 am ersten Tag das Doppel gewinnen, dann schaut es gut für uns aus." Unterstützung erhalten Melzer, Peya und Knowle auch aus der eigenen Heimat: 20 VIP´s reisen heute im Rahmen einer von ÖTV und WTV gemeinsam organisierten Reise nach London. Unter ihnen u. a. Teamsponsor-Vertreterin Alexandra Schäfer, Alfred Ötsch (AUA), Michael Frank (Kenwood Österreich). Ob ihnen beim Official Dinner heute Abend vielleicht auch Ribs serviert werden?

20.000 Tickets sind bereits verkauft
(16.9.2008)
Die größten Feinde des "heiligen" Rasens in Wimbledon? "Füchse", stöhnt Eddie Seaward. Seit 18 Jahren ist der 64-Jährige für die Rasen des All England Lawn Tennis Clubs in Wimbledon verantwortlich und weiß daher genau: Dort, wo Füchse auf den Rasen urinieren, wächst kein Halm mehr, und auf den TV-Bildschirmen leuchtet dann ein nicht zu übersehender gelber Fleck. Mit den derzeitigen Gästen hat der "Head Groundsman" - so sein offizieller Titel - hingegen kein Problem, obwohl auch die einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Österreichs Davis Cup-Team trainiert bis zu drei Stunden pro Tag auf dem schnellen Untergrund und hat sich, so Davis Cup-Captain Gilbert Schaller, "schon sehr gut auf die Bedingungen eingestellt. Jürgen hat sich von Anfang an sehr gut auf die Bedingungen auf Rasen eingestellt, Alex hat noch ein wenig Anpassungsschwierigkeiten, und der Julian ist ohnehin ein alter Hase auf dem Belag."
Am Tag 2 begannen Julian Knowle, Alexander Peya und Martin Fischer mit dem Training auf Court Numbre One, Jürgen Melzer stieß erst später dazu. Schaller: "Er hatte erst später seine Session." Englands Davis Cup-Team rund um den US Open-Finalisten Andy Murray trainiert entweder abwechselnd mit den Österreichern oder parallel mit ihnen. "Wir schauen hin und wieder hin zu ihnen", sagt ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl. "Es hat aber noch keine großartigen Spionageaktivitäten gegeben."
Gegenüber dem ersten Trainingstag im All England Lawn Tennis Club wird es für das ÖTV-Team heute noch einige Änderungen geben. "Die Straßen rund um unser Hotel", weiß Teuschl, "werden ab vier Uhr wegen dem Champions League-Match Chelsea gegen Girondins Bordeaux gesperrt sein." Daher wird Österreichs Nationalteam die Mittagspause auf der Anlage verbringen, "um danach bis ca. 15:30 Uhr komprimiert am Stück zu trainieren" (Schaller). Danach geht es zurück ins Hotel, zur Massage und am Abend ins Stadion an die Stamford Bridge. "Wir haben Gott sei Dank noch Karten für dieses Match bekommen" (Teuschl). Die Stimmung im Stadion, wenn das Team von Luiz Scolari auflaufen wird, wird für Schaller, Melzer & Co ein erster Vorgeschmack für das eigene Duell mit Andy Murray & Co sein: Für das Davis Cup-Wochenende wurden bereits 20.000 Tickets verkauft. Das Fassungsvermögen des Centre Courts liegt bei 33.000 Zuschauern.

Mit chinesischen Nudeln zum Erfolg
(15.9.2008)
Der erste Tag in Wimbledon, und der härteste Gegner von Tennisprofis bei Turnieren in England lässt sich vorerst noch nicht blicken. "Die Wettervorhersage ist - bis auf den Donnerstag - ziemlich gut", berichtet ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl aus dem All England Club in der Church Road in London. Am Montag bestritten um elf Uhr Ortszeit Jürgen Melzer und Alexander Peya "unter bewölktem Himmel mit einigen sonnigen Phasen" (Teuschl) ihr erstes Training auf dem Centre Court. Allzu viel Zeit, um sich an die Bedingungen vor Ort anzupassen, wird den Teams allerdings nicht geboten: Pro Tag darf sowohl Österreichs als auch Englands Nationalteam nur eine Stunde auf dem Centre Court trainieren, um ihn für die fünf Matches am Wochenende zu schonen. Die restlichen Trainingseinheiten werden auf den Courts 18, 6 und 7 absolviert. Eine ganz andere "Aklimatisierungsstrategie" verfolgen Schaller & Co abseits ihrer Arbeitsstätten: Nachdem Martin Fischer am Sonntag Abend mit dem Zug und seinem Turniersieg (15.000-Dollar-Future; Anm.) im Gepäck aus Nottingham in London ankam und daher erst im Hotel zum restlichen Team gestossen war, hieß es für alle: Auf zum kollektiven Nudelessen! Das kleine chinesische Restaurant war ein Geheimtipp von Jürgen Melzer. "Jedes Mal, wenn er in Wimbledon spielt", so Teuschl, "holt er sich mindestens ein Mal pro Woche dort die Kraft für die kommenden Matches."

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