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Davis Cup

DAVIS CUP: DER EINZIGE MANN, DER JOHN McENROE BÄNDIGEN KONNTE: SCHIEDSRICHTER GERRY ARMSTRONG.

Eine Schiedsrichter-Legende wird einer der beiden Stuhlschiedsrichter sein, die beim Davis Cup-Erstrunden-Duell Kasachstan gegen Österreich (1.2. - 3.2.2013) das Sagen haben wird: Gerry Armstrong (Bild) war jener Schiedsrichter, der 1990 im Achtelfinale der Australian Open John McEnroe (im Spiel gegen Mikael Pernfors) ausgeschlossen hatte: "Default Mr. McEnroe. Game, set, match." Bildquelle: Sky sports.




29. Jänner 2013
 

"GAME, SET AND MATCH, PERNFORS".
Eine Schiedsrichter-Legende wird bei Österreichs Erstrunden-Duell mit Kasachstan das Sagen haben: der Brite Gerry Armstrong, der bereits seit Jahren zu den besten Schiedsrichtern im Profitennis zählt. „Ich habe ihn schon öfters als Schiedsrichter gehabt“, so Jürgen Melzer. „Er ist tatsächlich sehr gut.“ Herausragend in seiner Berufslaufbahn wird aber immer ein Ereignis im Jahr 1990 bleiben: In diesem Jahr hatte sich bei den Australian Open "Rotzbengel" John McEnroe aufgemacht, seinen ersten Grand Slam-Titel seit seinem Triumph 1984 bei den US Open zu holen. Seine Titelhoffnungen hatte er allerdings im Achtelfinale gegen den Schweden Mikael Pernfors begraben müssen. Der Grund: McEnroe, damals in der Blütephase seiner "Fluchkarriere, hatte sich eine Linienrichterin vorgeknöpft, weil diese seiner Meinung nach kurz zuvor eine Fehlentscheidung gefällt hatte. Fazit für den damals 30-jährigen US-Amerikaner: eine erste Verwarnung von Stuhlschiedsrichter Gerry Armstrong. Die zweite Verwarnung folgte im vierten Durchgang. McEnroe - der mit 2:1 Sätzen führte, im vierten Satz aber mit Break zurücklag - knallte nach einem missglückten Punkt sein Racket auf den Boden. Nur wenig später flippte er nochmals aus, diesmal blieb der Schläger aber nicht unversehrt und Armstrong blieb nichts anderes übrig, als McEnroe nochmals zu verwarnen und einen Punkt abzuziehen. Diese Entscheidung schmeckte dem "Enfant terrible" der ATP-Tour aber überhaupt nicht. Er machte sich auf den Weg zum Referee, fluchte wie ein Rohrspatz und deckte diesen mit Beleidigungen ein. Dazu verlangte er auch nach Ken Farrar, dem Schiedsrichter-Obmann. Weil McEnroe partout nicht aufhören wollte ("Just go fuck your mother") und kaum zu beruhigen war, hiess das Urteil Armstrongs wenig später: "Code violation, further abuse, default Mr. McEnroe. Game, set, match, Mr. Pernfors." Es war dies das erste Mal seit 1963, dass ein Spieler bei einem Grand-Slam-Turnier disqualifiziert wurde. Damals hatte den Spanier Willie Alvarez bei den French Open dasselbe Schicksal ereilt. In der anschließenden Pressekonferenz erklärte McEnroe, er habe nicht gewusst, dass die Regeln von vier Schritten auf drei Schritte (Verwarnung, Punktabzug, Disqualifikation) geändert worden seien. Für die Zeitungen war dieses Skandalmatch damals ein wahres Fressen: "Boom! McEnroe ist ejected", staunte sogar die sonst eher zurückhaltende New York Times.



> Einen Videomitschnitt des McEnroe-Ausrasters aus dem Jahr 1990 findet man HIER



DAVIS CUP IM TV

ORF Sport plus wird Österreichs Duell mit Kasachstan live übertragen. Die genauen Übertragungszeiten:

1. Februar 2013: 6:55 Uhr - 13:30 Uhr
2. Februar 2013: 8:55 Uhr - 12:00 Uhr
3. Februar 2013: 8:55 Uhr - 15:00 Uhr

Eine Zusammenfassung der Highlights wird am 2. Februar 2013 von 21:00 Uhr bis 23:15 Uhr bzw. am 3. Februar 2013 von 20:45 Uhr bis 23:15 Uhr zu sehen sein.

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