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Davis Cup

DAVIS CUP: CLEMENS TRIMMELS BILANZ. PLUS: MELZER UND TRIMMEL AUF YOUTUBE!

Trotz der 1:4-Niederlage Österreichs im Viertelfinale des Davis Cup by BNP Paribas zieht Davis Cup-Kapitän Clemens Trimmel eine positive Bilanz. "Es war für uns eine Riesenerfahrung. Wir haben so etwas schon sehr, sehr lange nicht gehabt – ein Viertelfinale in der Weltgruppe spielen zu dürfen!"

 



8. April 2012

CLEMENS TRIMMEL ÜBER ...


... seine ersten Schlüsse aus dieser Niederlage: Man hat gesehen, weshalb Spanien der Titelverteidiger ist und wie sich Weltklassetennis auf Sand „anfühlt“. Der Sieg der Spanier ist daher hochverdient.

... Österreich im Viertelfinale: Es war für uns eine Riesenerfahrung. Wir haben so etwas schon sehr, sehr lange nicht gehabt – ein Viertelfinale in der Weltgruppe spielen zu dürfen! Bis zu einem gewissen Grad haben wir Lehrgeld bezahlt. Auf der anderen Seite haben wir gewusst, dass unsere Chancen von Anfang an sehr gering waren. Man darf nicht vergessen, dass wir der einzige Viertelfinalist in der Weltgruppe mit nur einem einzigen Top 100-Spieler im Einzel sind.

... elf verlorene Sätze im Einzel: Ich zähle die letzten zwei Sätze (Peyas Niederlage gegen Almagro; Anm.) nicht dazu. Alex kann auf seine Leistungsehr, sehr stolz sein – dafür, dass er so gut wie nie Einzel spielt. Er hat sich so teuer wie möglich verkauft. Sagen wir daher: 0:9 – ein Ergebnis, das wir in einer anderen Sportart (Fussball) schon einmal hatten.

... Melzers und Haider-Maurers Niederlagen: Natürlich hätten wir uns engere Partien gewünscht. Es ist aber genau das eingetreten, wovor ich immer gewarnt hatte: Unsere Spieler müssen an ihre Grenzen gehen und absolute Top-Leistungen bringen und die Spanier einen nicht so guten Tag erwischen – dann hätten wir vielleicht eine realistische Chance. Wenn das aber nicht eintritt, dann passiert das, was am Freitag und am Sonntag passiert ist. Wir haben hier nicht gegen Irgendjemanden gespielt: Die Spanier haben zuletzt 1999 daheim auf Sand verloren. Das heisst aber noch lange nicht, dass wir uns jetzt zurücklehnen. Wir werden besprechen, was an diesem Wochenende gut war, was an diesem Wochenende schlecht war, und daraus dann unsere Konsequenzen ziehen. Für mich ist der Davis Cup nicht dann beendet, wenn der letzte Ballwechsel gespielt worden ist.

... seine nächsten Aufgaben als ÖTV-Sportdirektor: Ich bin jetzt mehr oder weniger damit in der Endphase, mir einen Überblick über die gesamte österreichische Tennisszene zu verschaffen. Vor allem, was den Nachwuchs betrifft. Ein Thema, das aber auch unsere Nationalmannschaft betrifft: Jürgen, Alex und Oli werden nicht jünger. Im aktuellen Team ist Andi mit 25 der jüngste. Wir müssen schleunigst schauen, dass hier etwas nachkommt. Längerfristiges Ziel muss sein, dass wir in der Weltgruppe auch (längerfristig erfolgreich; Anm.) mitspielen. Man kann zwar nicht garantieren, dass wir in den nächsten fünf Jahren Top 100-Spieler hervorzaubern. Man kann aber zumindest alles versuchen, junge Leute auf ihrem Weg in die Spitze zu unterstützen.

EINEN VIDEO-MITSCHNITT VON JÜRGEN MELZERS PRESSEKONFERENZ FINDEN SIE HIER

EINEN VIDEO-MITSCHNITT VON CLEMENS TRIMMELS UND ALEX PEYAS PRESSEKONFERENZ FINDEN SIE HIER

CLEMENS TRIMMELS YOUTUBE-BILANZ FINDEN SIE HIER



Davis Cup by BNP Paribas – Weltgruppe, Viertelfinale

SPANIEN – ÖSTERREICH: 4:1


Nicolas Almagro – Jürgen Melzer: 6:2, 6:2, 6:3
David Ferrer – Andreas Haider-Maurer: 6:1, 6:3, 6:1
Marcel Granollers / Marc Lopez - Alexander Peya / Oliver Marach: 6:3, 4:6, 4:6, 6:7(12)
David Ferrer - Jürgen Melzer: 7:5, 6:3, 6:3
Nicolas Almagro - Alexander Peya: 7:5, 7:5

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