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Davis Cup

DAVIS CUP: CLEMENS TRIMMEL IM INTERVIEW MIT WWW.DAVISCUP.COM

Wenn am 6. April Österreichs Davis Cup-Team auf den Titelverteidiger Spanien treffen wird, "dann ist klar, dass wir als Außenseiter in diese Begegnung gehen werden" (Clemens Trimmel). Dennoch hofft Österreichs Davis Cup-Kapitän im Interview mit der offiziellen Davis Cup-Website auf eine Überraschung. "Wir haben in der Vergangenheit schon oft gesehen, dass der Davis Cup seine eigenen Regeln schreibt."

 

22. März 2012

Spanien wurde zuletzt im Jahr 1999 auf heimischem Boden geschlagen - von einem Team, das der damalige "King of Clay" Guga Kuerten anführte. Es dürfte für das österreichische Team also ziemlich hart werden.
Ohne Zweifel! Wir gehen als klare Underdogs in diese Begegnung. Vor allem auch deshalb, wenn man bedenkt, dass Spanien insgesamt 13 Spieler unter den Top 100 hat. Eine unglaubliche Zahl! Wir auf der anderen Seite haben derzeit nur Jürgen Melzer unter den Top 100, obwohl wir große Hoffnung haben, dass Andreas Haider-Maurer die magische Grenze der Top 100 in naher Zukunft durchbrechen könnte. Es wartet also ganz schön viel Arbeit auf uns

Österreich ist zum ersten Mal seit 17 Jahren im Viertelfinale. Ist das das stärkste österreichische Team in den letzten zwei Jahrzehnten?
Ganz ehrlich, ich denke, dass ein Vergleich zwischen dem jetzigen Team und jenen der Vergangenheit, sehr schwierig ist. Mit Spielern wie Muster, Skoff und Koubek  war das österreichische Tennis in der Vergangenheit auf jeden Fall sehr gut vertreten.

Ein österreichischer Sieg in Spanien hängt ab von ...
Wir haben in der Vergangenheit schon oft gesehen, dass der Davis Cup seine eigenen Regeln schreibt. Unerwartete Dinge können passieren. Es wird aber alles von der (Tages)Leistung meiner Spieler abhängen. Wir müssen aber natürlich im Blick behalten, dass auf der anderen Seite des Netzes einige der besten Sandplatz-Spieler unserer Zeit stehen werden.

Wie schätzen Sie die Chancen für beide Mannschaften ein? 50:50 oder sehen Sie den aktuellen Titelverteidiger in der Favoritenrolle?
Wie bereits erwähnt, wird sind wir ganz zufrieden in der Rolle der Underdogs.

Glauben Sie, dass die Atmosphäre im Stadion von Marina d'Or eine entscheidende Rolle spielen wird?
Es ist klar, dass Heimspiele für die Heimmannschaft immer ein großer Vorteil sind, besonders für Länder mit so leidenschaftlichen und tennisbegeisterten Fans wie es die Spanier nun einmal sind.

Ist Ihr Kader bereits fix oder kann es noch eine Last-Minute-Überraschung geben?
Ich habe derzeit eine grobe Vorstellung von dem Team, das spielen wird. Es sind aber keine großen Überraschungen zu erwarten.

Jürgen Melzer spielt seit 13 Jahren Davis Cup. Welche Rolle spielt Jürgen für das Team im Speziellen und für den österreichischen Tennissport im Allgemeinen?
Jürgen war seit vielen Jahren Teamleiter, mit seinen großen Erfolgen im Jahr 2010 und seiner stetigen Präsenz in den Top 30 ist er das aktuelle Gesicht des österreichischen Tennis.

Sie haben Ihr Debüt als Kapitän in der ersten Runde gegen Russland gegeben, und es hätte nicht besser laufen können. Was sind die wichtigsten Herausforderungen, die ein Kapitän zu bewältigen hat?
Ehrlich gesagt, ich habe jede Minute genossen, obwohl es zweifellos schwierige Momente gegeben hat. Dann nämlich, als ich z. B. Spielern sagen musste, dass sie nicht spielen werden, aber auch in Momenten der Niederlage.

Sie sind einer der jüngsten Kapitäne in der World Group. Glauben Sie, dass Ihnen diese Tatsache hilft, eine noch bessere Verbindung zu Ihren Spielern herzustellen?
Ich glaube, diese Frage sollten Sie vielleicht meine Spieler fragen. Was ich sagen kann, ist, dass sie ein großer "Haufen" Kerle sind, mit denen wir sehr gerne zusammen arbeiten. Trotz der Nähe in unserem Alter besteht aber dennoch ein großer gegenseitiger Respekt zwischen uns allen.

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