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Davis Cup

DAVIS CUP/BAD GLEICHENBERG: ÖSTERREICH GEWINNT GEGEN SLOWAKEI 3:2

Das österreichische Davis-Cup-Team hat dank eines überragenden Jürgen Melzer das erste Etappenziel auf dem Weg zurück in die Weltgruppe erreicht.

„Mister Davis Cup“ Jürgen Melzer holt drei Punkte zum Sieg über die Slowakei
(7.3.2010)

FREITAG, 5. MÄRZ 2010
13.00 Uhr: Daniel KÖLLERER – Lukas LACKO 6/2, 2/6, 6/7(5), 3/6
Anschließend: Jürgen MELZER – Martin KLIZAN 6/3, 6/3, 7/5

SAMSTAG, 6. MÄRZ 2010
15.00 Uhr: Julian KNOWLE / Jürgen MELZER – Michal MERTINAK / Filip POLASEK 3/6, 6/1, 6/3, 6/2

SONNTAG, 7. MÄRZ 2010
13.00 Uhr: Jürgen MELZER – Lukas LACKO 7/6(2), 7/5, 7/5
Anschließend: Daniel KÖLLERER – Martin KLIZAN 2/6, 6/7(3)

Der erste Schritt ...
(7.3.2010)
... ist getan. Das österreichische Davis-Cup-Team hat dank eines überragenden Jürgen Melzer das erste Etappenziel auf dem Weg zurück in die Weltgruppe erreicht. Der 28-jährige Niederösterreicher zwang in der Zweitrundenbegegnung der Europa/Afrika-Zone I gegen die Slowakei in Bad Gleichenberg im Duell der beiden Nummer-1-Spieler Lukas Lacko mit einer sowohl spielerisch als auch kämpferisch überzeugenden Leistung mit 7:6 (7/2), 7:5, 7:5 nieder und brachte seine Farben damit uneinholbar mit 3:1 in Führung. Im bereits bedeutungslosen Schlusseinzel verlor Daniel Köllerer gegen Martin Klizan mit 2:6, 6:7 (3/7) – Endstand somit 3:2 für Österreich.

Der zweite Schritt ...
... steht noch bevor. Denn mit dem Sieg gegen die Slowakei spielt die rot-weiß-rote Equipe vom 17. bis 19. September dieses Jahres um die Rückkehr in den Kreis der 16 besten Tennisnationen der Welt. Die Auslosung für das Weltgruppen-Play-off, in dem Österreich vermutlich nicht gesetzt sein wird und daher auf Kaliber wie Deutschland oder die Schweiz treffen kann, findet am 11. Mai in London statt. Melzer erwischte gegen den talentierten Lacko den besseren Start, ließ beim Stand von 5:4 und eigenem Aufschlag jedoch drei Satzbälle ungenützt. Somit ging der erste Durchgang in das Tiebreak, in dem der Österreicher mit 7:2 das bessere Ende für sich hatte. Im zweiten Durchgang schaffte Melzer zum 7:5 das entscheidende Break. Im dritten packte der Deutsch-Wagramer sein großes Kämpferherz aus und drehte einen 3:5-Rückstand noch um und fixierte gleich mit dem ersten Matchball nach 2:30 Stunden den österreichischen Triumph.



Weltklasse-Tennis á la Melzer
„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich habe über die drei Tage hinweg nicht viel falsch gemacht. Heute habe ich mich gut in den dritten Satz zurückgekämpft und mich auch durch einige komische Schiedsrichter-Entscheidungen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Nach zwei Tagen Davis Cup meldet sich natürlich der Körper. Vor allem, da man auf dem relativ langsamen Belag viel arbeiten und investieren musste. Aber ich habe gewusst, dass die Fitness nicht die große Stärke von Lacko ist, daher war ich nach der 2:0-Satzführung auch recht gelassen. Am Ende habe ich die Partie souverän zugemacht, das war schon extrem wichtig“, jubelte Melzer. Auch die beiden Kapitäne stellten dem Matchwinner ein hervorragendes Zeugnis aus. „Jürgen war in Bad Gleichenberg unser ,Mister Davis Cup’. Er hat eine souveräne Vorstellung abgeliefert“, lobte Gilbert Schaller. „Den Unterschied hat Jürgen ausgemacht, der Weltklasse-Tennis gezeigt hat“, pflichtete Miloslav Mecir bei. Daniel Köllerer nahm die zweite Niederlage in seinem zweiten Davis-Cup-Match recht gelassen: „Nach dem dritten Punkt von Jürgen hat mir in meinem Match die Spannung gefehlt, obwohl ich natürlich meine Leistung hätte bringen sollen. Wichtig ist aber, dass wir den Länderkampf gewonnen haben.“

Nur mehr ein Sieg fehlt
(6.3.2010)
Das heimische Parade-Doppel Julian Knowle und Jürgen Melzer hat Österreich gegen die Slowakei mit einem 3:6, 6:1, 6:3, 6:2 über Michal Mertinak und Filip Polasek im Davis-Cup-Zweitrundenduell der Europa/Afrika-Zone I in Bad Gleichenberg mit 2:1 in Führung gebracht. Damit fehlt dem Team von ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller nur noch ein Sieg, um vom 17. bis 19. September 2010 im Weltgruppen-Play-off um die Rückkehr in die Tennis-Königsklasse zu kämpfen. Im Aufeinandertreffen der beiden Nummer-1-Spieler trifft Jürgen Melzer am Sonntag (13.00 Uhr) auf den aufstrebenden Lukas Lacko. Im Anschluss daran bekommt es Daniel Köllerer mit Martin Klizan zu tun.

Besonders großer Druck
Im Doppel hatte zu Beginn ausgerechnet der erfahrene Julian Knowle mit seinen Nerven zu kämpfen. Der Vorarlberger servierte beim Stand von 3:4 vier Doppelfehler, davon gleich drei in Serie, was sowohl den Verlust des Aufschlaggames als auch des ersten Satzes zur Folge hatte. „Ich glaube, man hat mir anfangs angesehen, dass der Druck bei diesem Davis Cup für mich besonders groß war, weil im Vorfeld durch die Diskussionen rund um Oliver Marach meine Person in Frage gestellt wurde“, gestand Knowle. Doch an der Seite eines bärenstarken Jürgen Melzer bäumte sich der Vorarlberger auf. Satz zwei ging dank zweier Breaks mit 6:1 an die Österreicher. Im dritten gab es noch einmal eine kritische Phase zu überstehen, als das rot-weiß-rote Duo bei 2:3 und Aufschlag Melzer drei Breakbälle abwehren musste. Doch nachdem diese Gefahr gebannt war, war der ÖTV-Doppelexpress – unterstützt von knapp 2.000 Zuschauern in der Gleichenberg-Halle – nicht mehr zu bremsen und verwertete nach 2:24 Stunden gleich den ersten Matchball.

„Wichtig, diesen Punkt zu holen"
Gilbert Schaller atmete nach dem Doppel-Triumph erleichtert durch: „Es war wichtig, diesen Punkt zu holen. Der Start war holprig, aber letztlich hat es sich wieder einmal ausgezahlt, dass sich die beiden in- und auswendig kennen. Jürgen hat Julian nach dem verpatzten Beginn sehr gut rausgezogen. Und Julian hat wiederum die Qualität, dass er sich steigern und letztlich in so eine Partie richtig reinbeißen kann. Ich bin froh, dass die beiden nach den vielen Diskussionen wieder einmal ihre Klasse gezeigt und bewiesen haben, dass sie das beste Doppel sind, über das wir derzeit verfügen“, freute sich Schaller, der aber vor verfrühter Euphorie warnte. „Wir haben zwar jetzt die Trümpfe in unserer Hand, aber die müssen wir jetzt auch noch ausspielen.“ Jürgen Melzer könnte am Sonntag mit einem Erfolg über Lukas Lacko den bereits Sieg bringenden dritten Punkt einfahren und damit das Wochenende aus seiner Sicht krönen. „Das wird mit Sicherheit ein sehr interessantes Match werden. Wir sind beide sehr gut in Form. Ich muss schauen, dass ich ihm mein Spiel aufzwingen kann und werde auch eine gewisse Aggressivität von der Grundlinie an den Tag legen müssen“, hat sich die heimische Nummer eins bereits eine Taktik zurechtgelegt. 

WEITERE INFORMATIONEN 


1:1 zum Auftakt
(5.3.2010)
Nach dem ersten Tag des Davis-Cup-Zweitrundenduells in der Europa/Afrika-Zone I steht es zwischen Österreich und der Slowakei in Bad Gleichenberg 1:1. Nachdem im ersten Einzel Daniel Köllerer (ATP-Rang 96) in der mit 2.500 Zuschauern ausverkauften Gleichenberg-Halle bei seinem Davis-Cup-Debüt gegen Lukas Lacko (ATP-60) mit 6:2, 2:6, 6:7(5), 3:6 den Kürzeren gezogen hatte, stellte Jürgen Melzer (ATP-28) mit einem 6:3, 6:3, 7:5 gegen Martin Klizan (ATP-200) den Gleichstand her. Damit kommt dem Doppel am Samstag (15.00 Uhr) zwischen Julian Knowle/Jürgen Melzer und Michal Mertinak/Filip Polasek bereits eine wegweisende Bedeutung in diesem Länderkampf zu. Österreichs Nummer eins war gegen den 20-jährigen Klizan zwei Sätze lang stets Herr der Lage, ehe Melzer im dritten Durchgang eine kritische Phase zu überstehen hatte, als er bei 1:4 vier Breakbälle abwehren musste. Doch Melzer meisterte diese Situation und drehte den Spieß zu einer 5:4-Führung um. Bei diesem Stand und eigenem Service ließ der 28-jährige Niederösterreicher zwei Matchbälle ungenützt. Bei 6:5 vergab Melzer zunächst drei weitere Matchbälle, ehe er mit dem sechsten nach einer Spieldauer von 2:24 Stunden den Ausgleich herstellte. „Das war keine einfache Partie, weil er mit einem 1:0 im Rücken nichts zu verlieren hatte und einfach drauflos schießen konnte. Die Bedingungen war langsamer, als wir es erwartet hatten, deshalb habe ich mir schwer getan, die Bälle wegzuspielen. Er hatte ziemlich viel Höhen und Tiefen in seinem Spiel. Ich habe versucht, konstant zu spielen, und das hat am Ende zum Erfolg geführt“, meinte Melzer, dem seine Freundin Mirna Jukic vor Ort in Bad Gleichenberg die Daumen drückte.

Daniel Köllerer zufrieden
In der Auftaktpartie erwischte Davis Cup-Debütant Daniel Köllerer gegen Lukas Lacko einen Auftakt nach Maß und holte sich den ersten Satz mit 6:2. Doch zu Beginn des zweiten Satzes riss beim Oberösterreicher der Faden – nicht zuletzt deshalb, weil er sich plötzlich mit den Ballkindern anlegte, die Bälle und Handtuch laut Köllerer entweder zu langsam oder in der falschen Reihenfolge reichten. Die Folge: Der zweite Durchgang ging mit 2:6 verloren. „Das ist eine Idiotie von mir, dass ich darauf so allergisch reagiere. Das sind Sachen, die dürfen mir einfach nicht passieren. Die können mir vielleicht passieren, wenn ich auf der Tour Einzel spiele. Aber nicht im Davis Cup, wenn das Auswirkungen auf das ganze Team hat“, äußerte sich der 26-jährige Welser nach der Partie durchaus selbstkritisch über sein Verhalten.

Gestrauchelt und verloren
Der dritte Satz war dann hart umkämpft: Nachdem beide Akteure ihren Aufschlag je zweimal abgegeben hatten, fiel die Entscheidung im Tiebreak, in dem der Österreicher beim Stand von 1:2 beim Versuch, einen Ball noch zu erlaufen, strauchelte und sich eine Schürfwunde an der rechten Hand zuzog. Köllerer musste mehrere Minuten behandelt werden, spielte jedoch ohne Verband weiter und gab in der Kurzentscheidung eine 5:4-Führung aus der Hand, wobei er bei 5:6 und Satzball Lacko einen Stopp ins Netz setzte. Damit stellte der Slowake die Weichen auf Sieg, den er nach 3:11 Stunden mit dem zweiten Matchball fixierte. „Im bin ich mit meinem Debüt grundsätzlich zufrieden, letztlich waren es einige Punkte, die das Match entschieden haben. Vielleicht hätte ich zehn Prozent aggressiver sein müssen, aber insgesamt war Lacko heute der bessere Spieler“, resümierte Köllerer nach seiner Premiere.

Erwartetes Ergebnis
Die Bilanz von ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller nach dem ersten Tag fiel zwiespältig aus: „Das 1:1 ist das erwartete Ergebnis, aber nicht unser Wunschresultat. Es wäre mehr für uns drinnen gewesen, aber keine Vorwürfe an Daniel Köllerer, er hat immer gefightet. Er hat auch Emotionen gezeigt, aber aus meiner Sicht war immer alles im Rahmen. Jürgen hat über das ganze Match hinweg die richtige Mischung gefunden, die Ballwechsel gut aufgebaut und die Punkte ausgespielt. Alles in allem hatte der Gegner nicht das Niveau von Jürgen.“ Der slowakische Kapitän Miloslav Mecir misst nun dem Doppel am Samstag ebenso wie Schaller vor entscheidende Bedeutung bei: „Ich hatte gehofft, dass es nach dem ersten Tag 1:1 steht, aber erwarten durften wir es nicht. Das Doppel wird ganz wichtig“, meinte die frühere Nummer vier der Weltrangliste. 

WEITERE INFORMATIONEN 

„Ich werde Gas geben!“
(4.3.2010)
Debütant Daniel Köllerer (ATP-96) eröffnet am Freitag (13.00 Uhr) gegen Lukas Lacko (ATP-60) das Davis-Cup-Zweitrundenduell der Europa/Afrika-Zone I zwischen Österreich und der Slowakei in Bad Gleichenberg. Im zweiten Einzel treffen Jürgen Melzer (ATP-28) und Martin Klizan (ATP-200) aufeinander. Das ergab die heutige Auslosung, die im Spielerhotel „life medicine RESORT“ von der Bad Gleichenberger Bürgermeisterin Christine Siegel vorgenommen wurde. Für das Doppel am Samstag (15.00 Uhr) wurden Julian Knowle und Jürgen Melzer sowie Michal Mertinak und Filip Polasek nominiert. Am Sonntag kommt es ab 13.00 Uhr zum Aufeinandertreffen zwischen den beiden Nummer-1-Spielern Melzer und Lacko, ehe es Köllerer in der letzten Partie mit Klizan zu tun bekommt.

Erster Einsatz für Daniel Köllerer
Daniel Köllerer kann seinen ersten Einsatz für Rot-Weiß-Rot schon gar nicht mehr erwarten. „Ich habe lange darauf warten müssen, für Österreich zu spielen. Jetzt ist es endlich soweit. Ich freue mich riesig, dass ich den Davis Cup eröffnen werde. Ich habe gut trainiert und bin guter Dinge, dass ich morgen ein ordentliches Match abliefern werde“, strahlte Köllerer, der sich gegen den slowakischen Jungstar Lacko schon eine Strategie zurechtgelegt hat. „Ich darf nicht zu sehr auf den Gegner schauen, sondern muss mich auf mein Spiel konzentrieren. Ich werde versuchen, wenig Fehler zu machen, von der Grundlinie aber trotzdem druckvoll zu spielen. Ich darf mich von seiner schnellen Vorhand nicht auf die Reise schicken lassen“, meinte ein hoch motivierter „Crazy Dani“, der auch auf die Unterstützung durch das Publikum setzt. „Ich werde auch die Leute mitnehmen, damit da niemand einschläft. Ich werde bei meinem ersten Davis-Cup-Match ordentlich Gas geben“, versprach die heimische Nummer zwei.

Außenseiter gegen Lacko
ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller wird gemeinsam mit dem ebenfalls in Bad Gleichenberg anwesenden Köllerer-Mentalbetreuer Axel Mitterer bis zum ersten Aufschlag versuchen, den 26-jährigen Welser optimal auf seine Davis Cup-Premiere einzustellen. „Die Spannung wird bei Daniel bis zum Showdown sicherlich noch steigen, aber wir werden versuchen, ihm den Druck zu nehmen. Laut Papierform ist er gegen Lacko Außenseiter. Wir erhoffen uns natürlich trotzdem einen Punkt, aber er hat eine schwere Aufgabe vor sich, und das weiß er auch. Ich hoffe, dass er seine Nervosität, die er am Anfang sicher haben wird, schnell ablegen kann und er dann zu seiner Höchstform aufläuft“, meinte Schaller, der optimistisch in den Länderkampf geht. „Die Mannschaft hat sich ab dem ersten Training in Topform präsentiert. Wir haben versucht, dieses hohe Niveau über die gesamte Vorbereitung zu halten, und das ist uns auch gut gelungen.“

Vorfreude auf das Wochenende
Die Erkenntnisse, die Jürgen Melzer von seinem Gegner Martin Klizan hat, beruhen auf Beobachtungen während der Trainingstage in Bad Gleichenberg. „Aber Training und Match sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Aufgrund des Rankings bin ich in dieser Partie der Favorit. In einem Best-of-5-Match habe ich ein wenig Zeit, mich auf ihn einzustellen. Wie er in gewissen Situationen reagiert, werde ich dann sehen. Mit dem Selbstvertrauen, das ich mir in den vergangenen Turnieren geholt habe, freue ich mich schon auf das Wochenende“, erklärte Österreichs Nummer eins. Für den slowakischen Kapitän Miloslav Mecir ist ein Punktgewinn am ersten Tag der Schlüssel zu einem möglichen Erfolg. „Wenn wir am Freitag anschreiben, dann haben wir unsere Chancen. Ich bleibe jedoch dabei, dass Österreich leichter Favorit ist. Wir haben uns auf die Bedingungen hier gut eingestellt, aber Training ist die eine Sache, ein Match eine andere“, sagte der frühere Weltranglisten-Vierte. 

 WEITERE INFORMATIONEN

Zahlen, Daten, Fakten
(3.3.2010)

● Österreich hat seit 1905 im Davis Cup 139 Länderkämpfe bestritten, davon 64 gewonnen und 75 verloren. Die rot-weiß-roten Tennis-Asse schlugen seit 1989 18-mal in der Weltgruppe auf und feierten dabei vier Siege bei 14 Niederlagen. Als größter Erfolg steht der Einzug in das Semifinale im Jahr 1990 zu Buche, in dem Österreich gegen die USA im unvergesslichen Duell im Wiener Stadion knapp mit 2:3 unterlag.

● Der aktuelle ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller war als Spieler ausschließlich im Einzel für Österreich im Davis Cup-Einsatz, feierte dabei drei Erfolge und ging sechsmal als Verlierer vom Platz. Unter der Führung des 40-jährigen Steirers als Captain feierte die rot-weiß-rote Equipe zwei Siege und bezog vier Niederlagen.

● Das bisher einzige Duell der beiden Länder entscheid die Slowakei gegen Österreich im Februar 2000 in Bratislava mit 3:2 für sich. Nach Siegen von Karol Kucera über Markus Hipfl (6:2, 6:3, 6:3) und Dominik Hrbaty über Stefan Koubek (6:4, 6:4, 6:4) machten Hrbaty/Kucera mit einem 6:4, 6:3, 6:4 im Doppel über Julian Knowle und Alexander Peya den Sieg der Hausherren perfekt. Stefan Koubek (6:3, 6:2 gegen Jan Kroslak) und Markus Hipfl (6:2, 6:4 gegen Ladislav Svarc) sorgten am Schlusstag mit ihren Erfolgen noch für eine Ergebniskosmetik.

● Die Slowakei feierte im Jahr 1994 ihr Davis Cup-Debüt und weist nach 38 Länderkämpfen mit 24 Siegen und 14 Niederlagen eine positive Bilanz auf. Im Jahr 2005 erreichten die Slowaken sensationell das Finale, in dem sie in Bratislava gegen Kroatien mit 2:3 den Kürzeren zogen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Miloslav Mecir seit der slowakischen Davis Cup-Premiere als Kapitän seines Landes fungiert. Der frühere Weltklassespieler hat nur einen Länderkampf versäumt, als er 2006 wegen einer Erkrankung nicht mit seiner Mannschaft nach Chile reisen konnte. Bei der damaligen 1:4-Auswärtsniederlage saß Tibor Toth als Ersatzkapitän auf der Bank.

● Der 45-jährige Mecir feierte im Verlauf seiner Karriere 11 ATP-Turniersiege. 1986 holte er sich den Titel in Kitzbühel, 1988 gewann er Olympia-Gold in Seoul. Mecirs beste Weltranglisten-Platzierung datiert mit Position vier aus dem Februar 1988. Auf der ATP World Tour kreuzten die heutigen Davis-Cup-Kapitäne nie die Klingen, somit kommt es in Bad Gleichenberg zum ersten Duell zwischen Schaller und Mecir.


HEAD TO HEAD: ÖSTERREICH – SLOWAKEI 0:1
04. – 06.02.2000 in Bratislava: Slowakei – Österreich 3:2

Karol KUCERA – Markus HIPFL: 6:2, 6:3, 6:3
Dominik HRBATY – Stefan KOUBEK: 6:4, 6:4, 6:4
Dominik HRBATY/Karol KUCERA – Julian KNOWLE/Alexander PEYA: 6:4, 6:3, 6:4
Jan KROSLAK – Stefan KOUBEK: 3:6, 2:6
Ladislav SVARC – Markus HIPFL: 2:6, 4:6

HEAD TO HEAD DER SPIELER
Jürgen MELZER – Michal MERTINAK: 2:0

2000    Prag (Hard/Challenger): Melzer, 6:4, 6:2
2006    Bukarest (Sand): Melzer, 5:7, 6:2, 7:5

Daniel KÖLLERER – Michal MERTINAK: 0:1

2002    Jamaika (Hard/Future): Mertinak, 6:4, 0:6, 6:2

Daniel KÖLLERER – Filip POLASEK: 1:0

2006    Iran (Sand/Future): Köllerer, 6:3, 6:3

Martin FISCHER – Lukas LACKO: 0:1
2009    Recanati (Hard/Challenger): Lacko, 6:4, 7:6 (9)

Ansonsten hat es bisher noch keine Einzelmatches zwischen den österreichischen und den slowakischen Spielern gegeben, die in Bad Gleichenberg im Davis Cup-Einsatz sein werden.


Begeisterung für "Crazy" und Melzer
(2.3.2010)
Das Training am Dienstagvormittag hat einen kleinen Vorgeschmack auf das Davis Cup-Duell der Europa/Afrika-Zone I zwischen Österreich und der Slowakei am kommenden Wochenende in Bad Gleichenberg geboten. 250 Schulkinder der steirischen Thermengemeinde waren in die Gleichenberg-Halle gekommen, um der schweißtreibenden Vorbereitung von Jürgen Melzer, Daniel Köllerer, Julian Knowle und Martin Fischer beizuwohnen. Als Köllerer nach dem Training eifrig Autogramme schrieb, schwappte die Begeisterung über. Melzer, der zur gleichen Zeit mit seiner Einheit begann, hat wohl noch selten bei einer derart großen Geräuschkulisse trainiert.

Ausverkauftes Haus?
Zumindest am Freitag wird auch die Slowaken in der 2.500 Zuseher fassenden Halle ein Hexenkessel erwarten, sind doch für die beiden Auftakteinzel nur noch 200 Karten zu haben. „Es wäre schön, wenn auch die restlichen Tickets noch weggehen würden. Ein ausverkauftes Haus ist genau das, was wir uns im Davis Cup wünschen“, meinte Gilbert Schaller bei der Team-Pressekonferenz im Spielerhotel „life medicine RESORT“. Der ÖTV-Kapitän hatte dabei großes Lob für die Einsatzbereitschaft seiner Spieler parat. „Jürgen und Daniel haben beim gestrigen gemeinsamen Training eine sehr hohe Intensität und Qualität an den Tag gelegt. Alle Spieler sind mit großem Eifer und voll konzentriert bei der Sache. Ich kann ruhigen Gewissens sagen, dass die Burschen schon sehr gut drauf sind.“

Gefährliche Gegner
Jürgen Melzer hat zuletzt mit starken Resultaten auf der ATP World Tour (Semifinale in Zagreb, Viertelfinale in Rotterdam, Semifinale in Dubai) Selbstvertrauen getankt. „Ich habe mich in den vergangenen Wochen auf der Tour gut präsentiert. Jetzt gilt es, die Form zu konservieren und ordentlich weiter zu trainieren“, sagte die heimische Nummer eins. Während Melzer seinen Freitag-Gegner Martin Klizan „überhaupt nicht kennt“, gelte es, gegen den aufstrebenden Lukas Lacko auf der Hut zu sein. „Lacko verfügt über gefährliche Waffen und kann von beiden Seiten sehr viel Druck machen. Klizan werden wir uns im Training noch anschauen.“

Cool, Cooler, Köllerer
Teamneuling Daniel Köllerer kann seinen ersten Einsatz für Österreich schon gar nicht mehr erwarten. „Ich bin froh, dass ich jetzt endlich im Davis Cup dabei sein kann. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr angenehm. Die Arbeit auf dem Platz und das gesamte Umfeld sind sehr professionell. Im Training ist es bisher ganz gut gelaufen. Ich freue mich, wenn es am Freitag endlich los geht. Ich bin schon richtig heiß auf diesen Länderkampf“, erklärte der Welser, der sich am Dienstag gemeinsam mit Sparringpartner Nico Reissig in die -130 Grad kalte Kältekammer im „life medicine RESORT“ wagte. „Das war so kalt, das lässt sich kaum beschreiben“, meinte der Oberösterreicher nach seinem „Gang in die Kühltruhe“. Der slowakische Kapitän und frühere Weltranglisten-Vierte Miloslav Mecir, der neben Lukas Lacko und Martin Klizan die Doppelspezialisten Michal Mertinak und Filip Polasek aufbietet, schätzt Österreich als leichten Favoriten ein. „Die Weltranglisten-Platzierungen der österreichischen Einzelspieler sind in Summe etwas besser. Aber wir sind hergekommen, um zu kämpfen, und das werden wir auch tun“, sagte Mecir.


Der Zeitplan


Fr, 5. März 2010 (Beginn 13.00 Uhr):
1. Einzel gemäß Auslosung
2. Einzel gemäß Auslosung

Sa, 6. März 2010 (Beginn 15.00 Uhr):
Doppel

So, 7. März 2010 (Beginn 13.00 Uhr):
3. Einzel (Nr. 1 AUT – Nr. 1 SVK)
4. Einzel (Nr. 2 AUT – Nr. 2 SVK)



Rückkehr in die Weltgruppe
(22.2.2010)
ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller hat am Montag im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem steirischen Sportlandesrat Manfred Wegscheider in Graz sein Team für den Davis Cup-Länderkampf in der Europa/Afrika-Zone I gegen die Slowakei vom 5. bis 7. März 2010 in Bad Gleichenberg offiziell bekanntgegeben. Jürgen Melzer (ATP-Rang 31), Daniel Köllerer (ATP-74), Martin Fischer (ATP-203) und Doppelspezialist Julian Knowle (ATP-Doppel 22) sollen mit einem Erfolg die Weichen für die angepeilte Rückkehr der heimischen Tennis-Asse in die Weltgruppe stellen. Bei Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer hat die Formkurve zuletzt steil nach oben gezeigt. Mit dem Semifinale in Zagreb, wo er an der Seite des Deutschen Philipp Petzschner auch das Doppel gewann, und dem Viertelfinale in Rotterdam hat der 28-jährige Niederösterreicher seine Hartplatz-Qualitäten in der Halle einmal mehr unter Beweis gestellt. „Jürgen hat sich zuletzt in der Halle sehr stark präsentiert. Er kommt mit viel Selbstvertrauen und Matchpraxis zum Davis Cup“, stellte Schaller zufrieden fest.

Köllerer im Davis Cup-"Fieber"
Um sich optimal auf sein Davis Cup-Debüt vorzubereiten, hat Daniel Köllerer auf ein Antreten beim ATP-Turnier in dieser Woche in Acapulco verzichtet, obwohl der Oberösterreicher im Vorjahr im mexikanischen Ferienparadies das Viertelfinale erreicht hatte und damit immerhin 110 Weltranglisten-Punkte zu verteidigen gehabt hätte. „Nach meinen Partien in Buenos Aires habe ich beschlossen, dass es besser ist, in Acapulco nicht zu spielen und mich voll auf das Match gegen die Slowakei zu konzentrieren“, erklärte Köllerer. „Ich will nach dem Länderkampf nicht mit einer persönlichen 0:2-Bilanz dastehen und werde daher schon in der Vorbereitung alles geben“, versprach „Crazy Dani“. „Es ist bemerkenswert, dass ein Spieler seine Interessen dem Davis Cup unterordnet. Aufgrund der zusätzlichen Trainingswoche, die Daniel jetzt absolviert, wird er optimal vorbereitet zum Team stoßen“, kommentierte Schaller die Entscheidung Köllerers.

Reissig als Sparringpartner
Laut dem heimischen Kapitän wird im Kräftemessen mit den Slowaken dem Doppel große Bedeutung zukommen. Schaller vertraut dem Duo Knowle/Melzer, das von den letzten acht Doppelpartien im Davis Cup sechs gewonnen hat. „Diese Paarung war in der Vergangenheit unsere konstanteste Größe, auch in der Weltgruppe. Das ist ein Weltklasse-Team, um das uns viele andere Nationen beneiden“, so Schaller, der den Salzburger Nico Reissig als Sparringpartner nach Bad Gleichenberg eingeladen hat. Die slowakische Equipe wird von Lukas Lacko angeführt, dem im Vorjahr ein Sprung von Platz 324 auf Position 82 in der Weltrangliste gelang. In der laufenden Saison stand Lacko in Chennai (IND), Zagreb (CRO) und Memphis (USA) jeweils im Viertelfinale. Mit Rang 60 hat der 22-Jährige am heutigen Montag seine bisher beste Platzierung im ATP-Ranking erreicht. Als zweiten Einzelspieler dürfte der slowakische Kapitän Miloslav Mecir den 20-jährigen Martin Klizan (ATP-202) aufbieten. Im Doppel baut der frühere Weltklasse-Spieler Mecir auf Michal Mertinak (ATP-Doppel 12) und Filip Polasek (ATP-Doppel 32).

Gleicher Belag wie in Wien
Um dem Team rund um Jürgen Melzer neben der Unterstützung durch die Fans noch zusätzlich den Rücken zu stärken, wird in der oststeirischen Thermengemeinde jener Opticourt-Belag aufgelegt, auf dem der Niederösterreicher im Vorjahr bei der Bank Austria TennisTrophy triumphiert hat. „Der Hartplatz wird annähernd gleich schnell sein wie der Court in der Wiener Stadthalle und zudem die identische rot-blaue Farbkombination aufweisen“, verriet Herwig Straka, der gemeinsam mit Edwin Weindorfer den Davis Cup in Kooperation mit dem ÖTV veranstaltet. Laut den beiden e|motion-Geschäftsführern ist der Ticketverkauf gut angelaufen. „Wir gehen davon aus, dass an allen drei Tagen eine tolle Heimatmosphäre herrschen wird“, sagte Straka. In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Bad Gleichenberg wurden attraktive Wochenend-Packages geschnürt, die „Tennis und Therme“ miteinander verbinden. Das rot-weiß-rote Team wird am Sonntag in der Oststeiermark erwartet und im life medicine RESORT Quartier beziehen. Das Hotel verfügt übrigens über eine Kältekammer, in der die Temperatur auf minus 120 Grad (!) gesenkt werden kann. Ob die heimischen Tennisasse von diesem Härtetest der besonderen Art Gebrauch machen werden, ist noch ein Geheimnis, denn schließlich wollen sich die Mannen von Gilbert Schaller in Bad Gleichenberg keine kalten Füße holen.

Lukas Lacko, I.
Der slowakische Davis-Cup-Kapitän Miloslav Mecir hat am Dienstag Lukas Lacko (ATP-60), Martin Klizan (ATP-202) sowie die Doppelspezialisten Michal Mertinak (ATP-Doppel 12) und Filip Polasek (ATP-Doppel 32) für das Duell mit Österreich in der Europa/Afrika-Zone I vom 5. bis 7. März 2010 in Bad Gleichenberg einberufen. ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller hatte bereits am Montag das Quartett Jürgen Melzer (ATP-31), Daniel Köllerer (ATP-74), Martin Fischer (ATP-203) und Julian Knowle (ATP-Doppel 22) nominiert. Die slowakische Nummer eins Lukas Lacko verbesserte sich im Vorjahr in der Weltrangliste von Platz 324 auf Position 82 und war damit einer der Aufsteiger auf der ATP World Tour. In der laufenden Saison stand der 22-Jährige in Chennai (IND), Zagreb (CRO) und Memphis (USA) jeweils im Viertelfinale. Mit diesen starken Ergebnissen hat Lacko mit Rang 60 seine bisher beste Platzierung im ATP-Ranking erreicht.

Kein Come-"Beck"

Zweiter Einzelspieler ist nach dem freiwilligen Verzicht von Karol Beck und dem Davis-Cup-Rücktritt von Dominik Hrbaty der erst 20-jährige Martin Klizan. Der Linkshänder aus Bratislava hat Ende Jänner ein Future-Turnier in Marokko gewonnen und stand in der Vorwoche beim Challenger in Tanger (MAR) immerhin im Viertelfinale. Gerüchte über ein mögliches Comeback von Beck bewahrheiteten sich nicht. Die aktuelle Nummer 89 der Weltrangliste hat nach einer Dopingaffäre am Rande des Davis-Cup-Halbfinales 2005 gegen Argentinien, die eine zweijährige Sperre nach sich zog, weiterhin kein Interesse, für sein Land im prestigeträchtigen Ländervergleich anzutreten. „Lukas Lacko ist ein sehr gefährlicher Spieler, dem wir mit Respekt begegnen werden. Martin Klizan verfügt zwar noch nicht über allzu große Davis-Cup-Erfahrung, wir werden aber sicher nicht den Fehler begehen, ihn zu unterschätzen“, meinte Schaller.

Starkes Doppel
Läuft in der Vorbereitung alles nach Plan, käme es zum Auftakt zu den Partien Melzer – Klizan und Köllerer – Lacko. „Ein 1:1 nach dem ersten Tag wäre daher nicht unrealistisch, und dann käme dem Doppel einmal mehr entscheidende Bedeutung zu“, ergänzte Schaller. Mit Michal Mertinak und Filip Polasek bietet Miloslav Mecir gegen Österreich zwei Doppelspezialisten auf, die jedoch auf der ATP World Tour kaum zusammen antreten. So spielt Mertinak, der es bisher auf elf ATP-Doppeltitel gebracht hat, vornehmlich mit dem Tschechen Frantisek Cermak zusammen. Filip Polasek, der bisher drei ATP-Doppelturniere gewonnen hat, bildet in dieser Saison mit Martin Damm ebenfalls mit einem Tschechen ein Gespann.

Der Zeitplan

Fr, 5. März 2010 (Beginn 13.00 Uhr):
1. Einzel gemäß Auslosung
2. Einzel gemäß Auslosung

Sa, 6. März 2010 (Beginn 15.00 Uhr):
Doppel

So, 7. März 2010 (Beginn 13.00 Uhr):
3. Einzel (Nr. 1 AUT – Nr. 1 SVK)
4. Einzel (Nr. 2 AUT – Nr. 2 SVK)



Koubek in Indian Wells
(17.2.2010)
Gilbert Schaller hat ein vorläufiges Aufgebot für das Davis Cup-Duell in der Europa/Afrika-Zone I zwischen Österreich und der Slowakei vom 5. bis 7. März 2010 in Bad Gleichenberg nominiert. Der ÖTV-Kapitän hat neben den beiden heimischen Top 100-Spielern Jürgen Melzer (ATP-Rang 29) und Daniel Köllerer (ATP-74) auch noch Martin Fischer (ATP-194) und Doppel-Spezialist Julian Knowle (ATP-Doppel 23) einberufen. Stefan Koubek fehlt dieses Mal ebenso im rot-weiß-roten Team wie Oliver Marach. „Ich hätte Stefan Koubek sehr gerne dabei gehabt. Ich habe ihm in einem sehr konstruktiven Gespräch erläutert, dass ich ihm keinen Fixplatz im Einzel garantieren kann. Daraufhin hat er mich gebeten, von einer Einberufung Abstand zu nehmen, da er anstelle des Davis Cups die Qualifikation für das Turnier in Indian Wells bestreiten möchte. Diesem Wunsch bin ich nachgekommen. Stefan hat mir jedoch versichert, dass er zur Verfügung stehen würde, sollte es wegen einer Verletzung oder aus irgendeinem anderen Grund noch zu einem Ausfall von Jürgen Melzer oder Daniel Köllerer kommen“, erklärte Schaller.

Köllerer fix dabei
Der ÖTV-Kapitän wird sein endgültiges vierköpfiges Aufgebot am kommenden Montag, 22. Februar 2010, im Rahmen eines Medientermins in Graz bekanntgeben. Durch den freiwilligen Verzicht von Stefan Koubek steht fest, dass Daniel Köllerer gegen die Slowakei sein Davis Cup-Debüt für Österreich feiern wird. Im Doppel ist das Duo Knowle/Melzer, das von den letzten acht Doppelpartien im Davis Cup nicht weniger als sechs gewonnen und nur zwei verloren hat, gesetzt. „Ich habe in diese Paarung das meiste Vertrauen. Ich bin überzeugt, dass dieses Duo gegen diesen Gegner auf Hardcourt einen Punkt für Österreich holen kann“, begründete Schaller, für den die Doppel-Wahl immer mehr zur Qual wird. Kein Wunder bei drei Weltklassespielern, die es insgesamt auf 26 ATP-Doppeltitel (Knowle/13, Melzer/7, Marach/6) gebracht haben, wobei Knowle und Melzer vier Turniersiege gemeinsam gefeiert haben.

Marach immer noch ein Thema
Für die fernere Zukunft kann sich der ÖTV-Kapitän jedoch auch die Kombination Marach/Melzer vorstellen. „Es ist natürlich schade für Oliver Marach, dass er bei einem Davis Cup in seiner steirischen Heimat nicht dabei sein kann. Für mich bleibt er aber weiterhin ein Thema für den Davis Cup. Das war ja auch schon zuletzt gegen Chile so. Da wir im Vorfeld wussten, dass wir dort bei Flutlicht spielen werden und er sich bei diesen Bedingungen nicht besonders wohl fühlt, haben wir damals gemeinsam beschlossen, von einer Einberufung abzusehen. Es wäre gut, wenn Oliver mit Jürgen bei ATP-Turnieren einmal zusammenspielt, um zu sehen, wie die beiden harmonieren. Darüber werde ich mit den Spielern auch Gespräche führen“, meinte Schaller

Der Zeitplan


Fr, 5. März 2010 (Beginn 13.00 Uhr):
1. Einzel gemäß Auslosung
2. Einzel gemäß Auslosung

Sa, 6. März 2010 (Beginn 15.00 Uhr):
Doppel

So, 7. März 2010 (Beginn 13.00 Uhr):
3. Einzel (Nr. 1 AUT – Nr. 1 SVK)
4. Einzel (Nr. 2 AUT – Nr. 2 SVK)

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