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Davis Cup

DAVIS CUP-AUSLOSUNG: JÜRGEN MELZER ERÖFFNET GEGEN NICOLAS ALMAGRO, "AHM" TRIFFT AUF FERRER

Im Viertelfinale des Davis Cup by BNP Paribas bekommt es Jürgen Melzer (re.) zum Auftakt mit Spaniens Nummer 2, Nicolas Almagro (li.) zu tun. „Ein sehr gefährlicher Gegner, der nur sehr schwer zu schlagen sein wird.“ Danach trifft Andreas Haider-Maurer auf David Ferrer: "Als Favorit gehe ich eher nicht in diese Partie, werde aber versuchen, meine Chancen zu nutzen."


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5. April 2012

TIEFER PLATZ. Bei der heute im „Salon Europa“ in Oropesa del Mar erfolgten Auslosung wurden für das Davis Cup-Viertelfinale Spanien gegen Österreich folgende Paarungen ermittelt: Das erste Match werden am Freitag ab 12:00 Uhr Jürgen Melzer und Nicolas Almagro bestreiten, danach trifft Andreas Haider-Maurer auf David Ferrer. Für Melzer ist sein Auftaktmatch gegen Almagro „ein sehr wichtiges Spiel für den gesamten Davis Cup. Almagro ist nämlich ein Spieler, der an einem guten Tag nur sehr, sehr schwer zu schlagen sein wird. Wenn er seine Bälle trifft, ist es schwierig, dagegen zu halten. Ich muss daher schauen, dass ich ihn in längere Ballwechsel verwickle und ihn dabei auch ordentlich bewege.“ Entscheidend könnten dabei auch die äußeren Bedinungen sein. „Der Platz ist sehr tief und daher auch sehr langsam. Man muss also jeden Ball sehr gut vorbereiten, um dann am Netz vielleicht den Punkt zu machen. Es wäre schön, könnte ich Österreich mit 1:0 in Führung bringen.“

VOLLES RISIKO BEI ÖSTERREICH.Auf Seiten der Spanier geht David Ferrer einerseits mit geschwollener Brust, aber auch mit Respekt in das Duell mit Österreich: „Ich kann mit sehr viel Selbstvertrauen diesen Davis Cup bestreiten, da ich bis jetzt eine sehr gute Saison hatte. Ich habe viele Matches gewonnen und bin körperlich gut in Form. Da Melzer aber ein großartiger Spieler ist und auch er heuer viele gute Matches und Turniere bestritten hat, bin ich mir sicher, dass es eine sehr harte Partie werden wird. Vor allem auch deshalb, weil im Doppel zwei der weltbesten Paarungen aufeinandertreffen werden. Wir sind zwar die Favoriten, werden das am Platz aber erst beweisen müssen.“ Gegen Andreas Haider-Maurer führt David Ferrer im direkten Duell mit 1:0: Im Viertelfinale von Bastad hatte sich Österreichs Nummer 2 im Vorjahr glatt mit 1:6, 1:6 geschlagen geben müssen. Mit Nicolas Almagro konnte „AHM“ auf der ATP-Tour bis jetzt noch keine Erfahrungen sammeln. Vor seiner morgigen Partie gegen David Ferrer ist Haider-Maurer eines klar: „Ich gehe sicherlich nicht als Favorit in dieses Match. Ich werde daher voll riskieren, habe nichts zu verlieren und werde versuchen, die Chancen, die ich bekomme, so gut wie möglich zu nutzen. Ich werde Punkt für Punkt spielen. Am Ende wird man dann sehen, was herausgekommen ist.

VIEL RESPEKT AUF SEITEN SPANIENS. Im direkten Vergeich mit Ferrer liegt Melzer mit 2:5 zurück. Seinen wichtigsten Sieg gegen Spaniens Nummer 1 feierte er dabei im Jahr 2010, als er Ferrer in der dritten Runde von Roland Garros mit 6:4, 6:0, 7:6(1) schlagen konnte und erst im Semifinale von Rafael Nadal gestoppt wurde. Im gleichen Jahr war Österreichs Nummer 1 sein zweiter Sieg gegen „Ferru“ gelungen: Im Achtelfinale des ATP World Tour Masters 1000 Paris gewann Melzer 7:6(6), 2:6, 6:3. Eine positive Bilanz hat Melzers Statistik gegen Nicolas Almagro aufzuweisen: In den bisher drei Begegnungen war der Österreicher zwei Mal als Sieger vom Platz gegangen – 2010 im Semifinale von Wien, 2011 im Achtelfinale von Monte Carlo. Seinen einzigen Sieg konnte der Spanier 2010 im Viertelfinale von Madrid verbuchen. „Wir gehen mit sehr viel Respekt in diese Begegnung“, sagt Davis Cup-Kapitän Alex Corretja, „aber auch mit viel Enthusiasmus.“ Bereits vor der Auslosung hatte sich Corretja bei seiner Nummer 1 dafür bedankt, dass er sich entgegen seiner ursprünglichen Entscheidung, 2012 keinen Davis Cup spielen zu wollen, doch noch entschieden hat, für Spanien an den Start zu gehen: „Wir haben mit ihm drei Mal (2011, 2009, 2008; Anm.) den Davis Cup gewonnen – deshalb „musste“ er einfach auch jetzt mit dabei sein. Für uns ist der Davis Cup eine enorm wichtige Angelegenheit.“ Spaniens beeindruckende Bilanz: Seit 1999 sind die Iberer daheim ungeschlagen.

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