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ITF

Das Märchen geht weiter

Dominic Thiem schlägt den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier und zieht ins Semifinale der Australian Open ein. Gegner am Freitag ist Alexander Zverev.

©GEPA-Pictures / Matthias Hauer

Dominic Thiem ist eine doppelte Premiere gelungen. Der Weltranglisten-Erste besiegte zum ersten Mal die Nummer 1 der Welt, Rafael Nadal, bei einem Grand-Slam-Turnier. Und er erreichte zum ersten Mal das Semifinale der Australian Open. Der 26-jährige Niederösterreicher schlug den Spanier in einem Match auf höchstem Niveau nach 4:10 Stunden 7:6 (3), 7:6 (4), 4:6, 7:6 (6) und trifft im Semifinale am Freitag (9.30 Uhr, live Servus TV) auf den Deutschen Alexander Zverev. Gegen Nadal hatte Thiem bei Majors fünf Mal verloren, darunter zwei Mal im Finale von Roland Garros.

Im Endspiel am Sonntag wartet Titelverteidiger Novak Djokovic (Serbien/2), der sich am Donnerstag gegen Roger Federer (Schweiz/3) mit 7:6 (1), 6:4, 6:3 durchsetzte.

Thiem und Nadal zeigten großartiges Tennis. In den ersten zwei Sätzen machte der Lichtenwörther ein Break wett, war im Tiebreak souverän. Im dritten Durchgang kassierte er das Break zum 4:6, im vierten Satz hielt er die Nerven in Zaum.

„Das gesamte Spiel war auf hohem Niveau. Das passiert, wenn beide Spieler gut drauf sind. Ich war vielleicht etwas glücklich in manchen Bällen, aber das ist auch notwendig, um eine der Legenden des Sports zu schlagen", sagte Thiem beim Interview in der Rod-Laver-Arena. "Wir hatten ein ähnliches Match in New York, heute hatte ich das Glück auf meiner Seite. Ich wollte zum Schluss einfach im Match bleiben, es war mental eine ganz harte Situation, ich wollte das Spiel ausservieren. Ich habe das zunächst nicht geschafft, aber dann im Tiebreak hat es geklappt. Ich bin froh, dass es sich ausgegangen ist, sonst wären wir jetzt in einem fünften Satz. Ich bin jetzt voll Adrenalin. Und ich bin froh, dass ich morgen frei habe.“

Im Head-to-Head mit Zverev liegt Thiem, der sich in der Weltrangliste mindestens auf Platz vier vorschieben wird, mit 6:2 voran.

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