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Davis Cup

Das Duell geht in die Verlängerung

Philipp Oswald (re.) und Dominic Thiem verloren das Doppel gegen Tecau/Frunza, Rumänien verkürzte in Wels auf 1:2. Thiem ist am Sonntag im ersten Match gegen Frunza haushoher Favorit, dann wäre der Klassenerhalt in der Europa/Afrika-Zone 1 vorzeitig fixiert.

©GEPA-Pictures

Ein aktueller US-Open-Sieger und eine überraschend unerschrockene, starke Nummer 544 der Doppel-Welt erzwangen eine Verlängerung des Daviscup-Duells zwischen Österreich und Rumänien in Wels. Horia Tecau und der erst 19-jährige Nicolae Frunza schlugen Philipp Oswald und Dominic Thiem vor 2600 Zuschauern in 2:50 Stunden mit 7:6 (1), 6:2, 6:7 (5), 6:3.

Der Plan der Österreicher, hauptsächlich Frunza mit harten Schlägen von der Grundlinie unter Druck zu setzen, funktionierte nicht – Thiem unterliefen bei diesem Ansinnen zu viele Fehler. Abstimmungsprobleme waren nicht zu übersehen, die beiden waren noch nie gemeinsam aufgetreten.

Nach dem 1:7 im Tiebreak des ersten Satzes gaben Oswald und Thiem ihre Aufschläge ab, im dritten servierte Tecau bei 5:4 aufs Match. Der Mannschaft von Kapitän Stefan Koubek gelang das Rebreak, in der stärksten Phase entschied sie das Tiebreak nach 5:1-Führung mit 7:5 für sich. In Satz vier vergaben Oswald/Thiem bei 3:5 einen Breakball, Tecau machte Schluss.

„Es war das erwartet schwere Match“, sagte Thiem, „im Endeffekt geht die Niederlage in Ordnung. Ich hatte heuer neun Erstrundenniederlagen im Doppel in Folge. Da sieht man auch irgendwann ein, dass man es nicht besser kann.“ Philipp Oswald lobte vor allem Nicolae Frunza. „Er hat extrem von hinten gezogen. Manchmal habe ich gedacht, das gibt’s ja gar nicht! Und Tecau hat sehr gut abgemischt. Der Schlüssel war sicher, dass wir im ersten Satz vier Breakbälle nicht nutzen konnten. Aber wir haben ein gutes Tiebreak im dritten Satz gespielt.“

Am Sonntag findet das Duell ab 13.30 Uhr seine Fortsetzung. Dominic Thiem ist gegen Nicolae Frunza haushoher Favorit. „Es wäre eine Lüge, wenn ich sage, es ist eine offene Partie“, sagte Thiem. „Es sollte danach 3:1 für uns stehen.“ Strauchelt der Weltranglisten-Siebente wider Erwarten, muss das Match zwischen Gerald Melzer und Bogdan Borza darüber entscheiden, wer im Oktober gegen Israel um den Klassenerhalt in der Europa/Afrika-Zone 1 antreten muss.

Ob Stefan Koubek irgendetwas beunruhigt, außer die düstere Wetterprognose? „Nein!“ Sollte am Sonntag nicht gespielt werden können, muss die Entscheidung auf Montag vertagt werden. Im Notfall wird dann in die Halle in Traun ausgewichen.

Exhibition Alt gegen Jung
Im Anschluss an das Doppel fand am Samstag auf dem Center Court eine Exhibition statt. Markus Hipfl und Werner Eschauer, zwei ehemalige Daviscupper, bekamen mit Lukas Kaltseis und Tobias Wirlend je ein 14-jähriges Talent aus Oberösterreich zur Seite gestellt. Eschauer/Wirlend siegten mit 10:7 im Champions-Tiebreak.

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