Davis Cup

Das Doppel hält Österreich im Rennen

Davis Cup: Jürgen Melzer und Philipp Oswald setzten sich in Kiew gegen die Ukrainer Molchanov/Smirnov klar in drei Sätzen durch und verkürzten auf 1:2. Die Entscheidung, welches Land um den Aufstieg in die Weltgruppe spielen wird, fällt somit erst am Sonntag.

Das SIMACEK Austrian Davis-Cup-Team verkürzte in Kiew gegen die Ukraine auf 1:2. Jürgen Melzer und Philipp Oswald riefen im Doppel eine grundsolide Leistung ab und schlugen Denys Molchanov/Artem Smirnov mit  6:3, 7:6 (7), 6:3. Der Sieg war ungefährdet, sieht man von einem Satzball für die Ukrainer im Tiebreak ab, der mit eigenem Aufschlag abgewehrt wurde.  Die Hausherren hatten vor den Augen von ÖTV-Präsident Robert Groß 15 Breakbälle, die Österreicher gaben das Service kein einziges Mal ab.

Melzer und Oswald hatten noch nie mitsammen gespielt. Umso erstaunlicher, wie gut der 2,01 m große Rechtshänder aus Vorarlberg und der Linkshänder aus Niederösterreich miteinander harmonierten. Der 35-jährige Melzer, zweifacher Sieger bei Grand-Slam-Turnieren, gab der Takt vor und führte den 30-jährigen Oswald zu dessen ersten Sieg im Davis Cup. Für Melzer war es der erste ernst zu nehmende Wettkampf seit der Schulteroperation im Spätherbst.

„Es war eine richtig gute Partie“, sagte Jürgen Melzer. „Wir haben sehr, sehr wenig Blödsinn gemacht und solide zu Ende gespielt. Die wenigen Chancen, die wir auf diesem schnellen Platz bekommen haben, haben wir genutzt. Wir sind auch nach dem Samstag am Leben, das war das Ziel des Doppels. Vielleicht gelingt es uns ja einmal, ein 0:2 in einen Sieg umzuwandeln.“

Philipp Oswalds Resümee: „Sehr zufriedenstellend. Wir sind mit dem Rücken zur Wand gestanden und haben auf 1:2 verkürzt. So, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich persönlich bin sehr stolz, dass ich zum ersten Mal einen Punkt beigetragen habe für unser Land.“

Kapitän Stefan Koubek war erleichtert. „Ein richtig gutes Doppel! Ich bin sehr stolz. Es war unfassbar wichtig, dass Jürgen rechtzeitig fit geworden ist. Man hat wieder gesehen, dass gerade im Davis Cup Erfahrung sehr wichtig ist. Wir haben unser Ziel geschafft, dass es am Sonntag noch um etwas geht. Es kann jetzt alles passieren. Die Ukrainer werden es nicht leicht haben. Aber wir bleiben Außenseiter.“

Die Entscheidung, welches Land im September im Playoff zur Weltgruppe spielen darf,  fällt am Sonntag ab 11 Uhr. Für die zwei Einzel sind Jürgen Melzer und Dennis Novak vorgesehen. Der Verlierer bleibt in der Europa/Afrika-Zone 1.

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