Fed Cup

Danke, Ägypten! Danke, Barbara Haas!

Fed-Cup-Krimi in Kairo: Österreich hatte sich schon damit abgefunden, am Samstag gegen den Abstieg spielen zu müssen. Dank Schützenhilfe wurde das Team von Jürgen Waber Gruppensieger. Jetzt ist der Aufstieg das Ziel.


Nach dem 3:0 gegen Ägypten und dem 0:3 gegen Liechtenstein schien es schon, als müsse das SIMACEK Austrian Fed Cup Team trotz des 2:1-Sieges gegen Bosnien-Herzegowina wegen des verlorenen Punktes am Samstag beim Turnier in Kairo gegen den Abstieg spielen. Weil Liechtenstein aber überraschend den Ägypterinnen unterlag, spielt die Mannschaft von Jürgen Waber nun sogar als Gruppensieger gegen Litauen um den Aufstieg in die Europa/Afrika-Zone I.

Der turbulente Tag im Schnelldurchlauf:

Weil Tamira Paszek erkrankt war, musste Julia Grabher ran. Die 19-jährige Vorarlbergerin (WTA 372) musste sich der 23-jährigen Ema Burgic Bucko (WTA 657) nach 1:56 Stunden mit 4:6, 5:7 geschlagen geben.

Das zweite Einzel gewann die 20-jährige Barbara Haas (WTA 169) gegen die 19-jährige Dea Herdzelas (WTA 337) nach 1:35 Stunden mit 7:5, 6:1.

Während dem Doppel traf die Kunde ein, dass Ägypten gegen Liechtenstein überraschend gewonnen hatte. Das bedeutete: Gewinnt Österreich das Match, ist man Erster inder Gruppe. Haas und Sandra Klemenschits konnten mit dem Druck bestens umgehen und siegten gegen Herdzelas/Anita Husaric 6:1, 6:3. Die Ägypterinnen jubelten auf der Tribüne - denn mit diesem Ergebnis war Liechtenstein plötzlich fix abgestiegen.

„Einen Tag geht es runter, den nächsten wieder rauf. Ich bin etwas durcheinander“, sagte Jürgen Waber. „Barbara wollte nach der Leistung gegen Liechtenstein etwas gut machen. Sie war mit zwei Punkten der absolute Matchwinner, auch mit der Unterstützung von Sandra, die ihre ganze Routine im Doppel ausgespielt hat. Barbara hat wirklich eine sehr professionelle Leistung gebracht. Julia hat phasenweise sehr gut gespielt, aber war in den entscheidenden Phasen etwas zu ungeduldig. Im Playoff gehen wir voller Elan an die Sache. Wir werden niemanden unterschätzen.“

Barbara Haas strahlte: „Nach dem rabenschwarzen Tag gegen Liechtenstein bin ich überglücklich, dass ich zwei Punkte beisteuern konnte. Das stimmt mich gut für die nächste Aufgabe.“

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