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Bundesliga

DAMEN-BUNDESLIGA: "SPANNEND WIE SELTEN ZUVOR!" LOS GEHT'S AM 7. SEPTEMBER UM 12:00 UHR!

Die Damen-Bundesliga wird professioneller, einheitlicher und noch mehr präsent: Ab 2013 werden zehn statt bisher acht Teams um den Titel kämpfen. Für 2012 bedeutet das: keine Absteiger aus der Bundesliga, dafür aber zwei Aufsteiger. Im Bild: Sandra Klemenschits, Doppel-Expertin von Titelverteidiger 1. Klosterneuburger TV.



6. September 2012

KEINE ABSTEIGER 2012.
Am 7. September starten Österreichs Damen-Mannschaften in ihre Bundesliga-Saison, die heuer mit mehreren wichtigen Neuerungen und Vorgaben aufwartet. „Da die Liga im kommenden Jahr von bisher acht auf künftig zehn Teams aufgestockt werden wird“, so Bundesliga-Vorsitzender und ÖTV-Wettspielreferent Hans Sommer, „wird es 2012 als Übergangslösung keine Absteiger aus der Bundesliga, dafür aber zwei Aufsteiger aus der zweiten Liga geben.“ Als Aufsteiger haben sich im Juni bereits der Altmannsdorfer TC und T.V. Wiener Neudorf qualifiziert. Ab 2013 wird die Simacek Tennis Liga Austria (= Bundesliga) damit – sowohl bei den Damen als auch den Herren – in zwei Gruppen mit jeweils fünf Vereinen gespielt werden. Sommer: „Das hat u. a. den Vorteil, dass jeder Verein zwei fix garantierte Heim- und zwei Auswärtsspiele hat. Zusätzlich zum Heimvorteil bietet diese Regelung jedem Verein eine zusätzliche Möglichkeit, sich seinen Fans und Sponsoren zu präsentieren.“ Eine weitere Neuerung bei den Damen: Ab 2013 wird der Grunddurchgang – wie jetzt bereits bei den Herren – im Mai bzw. Juni gespielt werden. „Danach haben die vier Top-Mannschaften aus den zwei Gruppen zwei Monate Zeit, sich auf das Final Four vorzubereiten, das im September gespielt werden wird“ (Sommer). Die dritt-, viert- und fünftplatzierten Teams aus Gruppe A sowie Gruppe B spielen – sowohl bei den Damen als auch den Herren – direkt anschließend an den Grunddurchgang im Frühjahr im Abstiegs-Playoff gegen den Abstieg aus Österreichs höchster Liga.

KORNSPITZ TEAM OÖ ALS FAVORIT? Welche Teams heuer um den Titel mitreden werden, liegt für einen Großteil der Mannschaftsführer schon jetzt auf der Hand, noch bevor überhaupt die ersten Bälle gespielt sind. „Für mich ist der Favorit auf den diesjährigen Titelgewinn Klosterneuburg vor Kornspitz, und dann kommen wir“, so Stefan Schiess (1. Salzburger TC Stiegl). "Laut den aktuellen  Mannschaftslisten ist Kornspitz Team OÖ der klare Favorit auf den Meistertitel“, so Friedrich Pessicka, Mannschaftsführer von Titelverteidiger 1. Klosterneuburger TV. Der neue Teamchef bei Kornspitz OÖ, Jürgen Waber, will trotzdem nicht von einem hürdenfreien Weg in Richtung Titelgewinn sprechen. "Wir haben ein schlagkräftiges Team, aber die Favoriten sind andere." Für ihn hört der erste Titelanwärter auf den Namen "Klosterneuburger TV", das erste Ziel für die Kornspitz-Mädels müsse daher das obere Playoff sein. Mit Yvonne Meusburger konnten die Oberösterreicherinnen Österreichs Nummer 2 neu dazugewinnen, mit Niki Hofmanova und Barbara Haas vom aufgelösten Vorjahresdritten UTC La Ville kam "junges Blut" dazu, und mit der Slowakin Kristina Kucova eine Spielerin, die 2012 in Denain (FRA) und in Alkmaar (NDL) bereits zwei Turniere für sich entscheiden konnte. Aber auch "Altstar" Sybille Bammer, die bei Kornspitz mittlerweile auf Position 7 zurückgerutscht ist, kommt immer besser in Schuss, je näher es in Richtung Bundesliga-Start geht. "In der Schweizer Bundesliga hat sie Anfang August alles gewonnen, was es zu gewinnen gab, und ist offensichtlich phantastisch drauf", so Stefan Schiess, Mannschaftsführer von 1. Salzburger TC Stiegl.

SALZBURG KNAPP HINTER DER FAVORITENROLLE?
Wie gefährlich der Gewinner der Bundesliga aus dem Jahr 2010 (Kornspitz Team OÖ)  heuer tatsächlich sein wird, werden die Salzburgerinnen am 9. September am eigenen „Leib“ erfahren, wenn sie in der zweiten Vorrunde auf das Waber-Team treffen werden. 2009 war den Mädels aus der Mozartstadt zuletzt der Titelgewinn gelungen, 2010 kam nach zwei Siegen und zwei Niederlagen Platz sechs heraus, im Vorjahr verhinderte bloß eine Niederlage gegen den 1. Klosterneuburger TV den Sieg im Final Four der Bundesliga und damit den Sieg in Österreichs oberster Spielklasse. Und heuer? 2012 ist in den Vorrunden zwar nicht der Heimvorteil auf Seiten von Nicole Rottmann, Tina Schiechtl & Co (eine Heim-, zwei Auswärtspartien), die Gruppe scheint aber auf den ersten Blick eine leicht zu nehmende Hürde zu sein: Im ersten Spiel geht es gegen Aufsteiger TC Wörgl („Ziel ist, Oberhausluft zu schnuppern“, so Mannschaftsführer Stefan Schneck), im dritten Spiel treffen die Salzburgerinnen auf den Vorjahres-7. Wiener Park Club. "Ganz schwierig", so Mannschaftsführer Stefan Schiess, "wird es aber am 9. September für uns werden, wenn es gegen Kornspitz Team OÖ geht.“ Trotz des Verlusts von Yvonne Meusburger rechnet man beim 1. Salzburger TC Stiegl aber dennoch fix mit dem oberen Playoff. Mit der Deutschen Laura Siegemund, die aufgrund einer beruflichen Ausbildung ihre WTA-Einsätze zwar stark reduzierte, im Juli aber trotzdem ein 10.000- und ein 25.000-Dollar-Turnier (Horb bzw. Darmstadt) gewann, konnte das Gesamtgefüge der Mannschaft verstärkt werden. Dazu kommt mit Nicole Rottmann noch Österreichs Nummer 4, die in dieser Saison v. a. im Doppel beindruckend punkten konnte: Turniersiege in Bad Saulgau, Wrexham und Rosario (jeweils 25.000 $).

TITELVERTEIDIGER KLOSTERNEUBURG ALS GEJAGTER. Ob es auch heuer die Doppelstärke der Salzburgerinnen sein wird, die zur Entscheidung um den Titelgewinn beitragen wird, wird sich spätestens am 13. bzw. 15. September auf der Anlage des 1. Klosterneuburger Tennisverein zeigen, wenn dort das Final Four der Damen-Bundesliga ausgetragen wird. Im Vorjahr war es nur dem 1. Salzburger TC Stiegl gelungen, die Mädels des 1. Klosterneuburger TV rund um Patricia Mayr-Achleitner, Eva Birnerova, Sandra Klemenschits & Co zwei Mal an den Rand einer Niederlage zu bringen: 4:3 in der 1. Spielrunde, 4:3 im Final Four. "Unsere Damen wollen den Titel verteidigen", so Mannschaftsführer KTV-Friedrich Pessicka. "Allerdings ist das in den letzten zehn Jahren noch keiner Mannschaft gelungen. Natürlich werden sich daher alle Mannschaften gegen uns besonders ins Zeug legen. Da sich keine unserer Spielerinnen von unserer Meistermannschaft abgemeldet hat, werden wir uns aber ordentlich zu wehren wissen. Und dies garantiert spannendes Damentennis." Ergänzt wurde der Klosterneuburg-Kader durch die junge Linzerin Janina Toljan ("Sie will sich durch gute Leistungen einen Platz in der Mannschaft erkämpfen") und die ehemalige WTA-84. Zuzana Ondraskova ("Aufgrund einer langwierigen Verletzung ist sie zurückgefallen"). "Und im letzten Augenblick ist mit Mervana Jugic-Salkic noch eine hervorragende Doppelspielerin dazugekommen." Für Hans Sommer sind all diese Fakten Faktoren, „die dazu betragen werden, dass die Damen-Bundesliga heuer so spannend wie selten zuvor werden wird.“


DAMEN-BUNDESLIGA 2012

Gruppe A: UTC VB Waidhofen/Y., 1. Klosterneuburger TV, Sportunion Klagenfurt, TK IEV Tiroler Wasserkraft

Gruppe B: Wiener Park Club, 1. Salzburger TC Stiegl, Kornspitz Team OÖ, TC Wörgl

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