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Bundesliga

DAMEN-BUNDESLIGA. "ES WIRD VERDAMMT SPANNEND WERDEN!"

Der Bogen spannt sich von "Nur der Titel ist das Ziel" bis "Hoffentlich steigen wir nicht ab". Die Interviews mit sämtlichen Mannschaftsführern der Bundesliga-Teams finden Sie hier.


WEITERE INFORMATIONEN ÜBER DIE DAMEN-BUNDESLIGA 2010/GRUPPE A FINDEN SIE HIER


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INTERVIEW MIT DIETER VOCK (TC VSV Villach)


Wenn am 10.9. die erste Runde „angepfiffen“ wird, erwartet sich Dieter Vock, Mannschaftsführer von TC VSV Villach, den "Einzug" seines Teams ins Untere Playoff. "Vielleicht sorgen wir aber auch für eine Überraschung."

"Für eine Überraschung sorgen"
(9.9.2010)

2009 hat sich Villach im Unteren Playoff klar mit 4:1 gegen den GAK den Klassenerhalt sichern können. Und heuer?
Wir haben gegenüber dem Vorjahr die Nummer 1 und Nummer 2 getauscht. Wir haben mit Lucia Vrskova (SVK) und Erica Nadina Krauth (ARG) jetzt zwei neue Spielerinnen. Auf der Nummer 5 (Franziska Etzel/GER) haben wir uns auch verstärkt. Natasa Zoric (SCG) steht uns eventuell auch noch zur Verfügung, wird aber wahrscheinlich nicht spielen.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie ins "Rennen"?
Aufgrund unseres Budgets wird es auch heuer wahrscheinlich wieder so sein, dass wir im Unteren Playoff spielen werden. Dort ist Altmannsdorf - so wie es zumindest auf dem Papier aussieht - noch schlechter als wir besetzt. Deshalb hoffen wir, dass wir das Abstiegsspiel gewinnen werden. Alles andere wäre eine Überraschung.

In der ersten Runde wird euch der Aufsteiger TK IEV Tiroler Wasserkraft gegenüber stehen. Könnte da ein Punkt für euch drinnen sein?
Das wird ganz davon abhängen, wie viele Legionärinnen die Tiroler einsetzen werden. Wir sind zwar ab der Position drei nicht so schlecht aufgestellt und könnten für eine Überraschung sorgen. Bei den Spitzenspielen wird es allerdings ausschließlich davon abhängen, mit welchen Spielerinnen der Gegner aufmarschieren wird.

Wenn Sie für Villach mit dem Unteren Playoff "spekulieren", trauen Sie sich dann auch einen Blick ins Obere Playoff zu? Wer ist für Sie der erste Kandidat auf den Titel?
Es wird, wie immer, davon abhängen, wer die besten Spielerinnen an den Spieltagen zur Verfügung haben wird. Das ist jedes Jahr aufs Neue ein Lotteriespiel. La Villa, Oberösterreich, STC und Klosterneuburg werden sicherlich die Vereine sein, deren Namen man bis zum Schluß hören wird. Es wird auf jeden Fall sehr, sehr spannend werden.



INTERVIEW MIT JULIA ADLBRECHT (Sportunion Klagenfurt)

Wenn am 10.9. die erste Runde „angepfiffen“ wird, erwartet sich Julia Adlbrecht, Mannschaftsführer von Sportunion Klagenfurt, ein Duell zwischen "Bluff" und "Realität".

"Den Klassenerhalt im Auge"
(8.9.2010)

Sportunion Klagenfurt hat im Vergleich mit den anderen Team von 2009 auf 2010 die meisten Spielerinnen neu verflichtet, nämlich zehn. Warum soviele?

Der Hauptgrund ist, dass einige Mädels, die mit mir bei einem anderen Verein waren, mit mir zu Sportunion Klagenfurt mitgegangen sind, darunter u. a. meine Schwester (Jeannine), Lisa Rückenbaum und Elena Bovina.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie ins Bundesliga-Rennen?
Grundsätzlich ist es einmal der Klassenerhalt, den wir im Auge haben. Union ist aber immer für die eine oder andere Überraschung gut. In den alten Zeiten haben wir eigentlich fast immer im Semifinale gespielt und hin und wieder auch das Finale erreicht. Ob uns das heuer vielleicht auch wieder gelingt, wird von der Besetzung abhängen, die wir haben werden, aber auch von der Besetzung der anderen Mannschaften.

Gleich zum Auftakt geht es für euch gegen den 1. Salzburger TC Stiegl und ...
...dass das nicht gerade ein leichtes Los ist, war uns von Anfang an klar. Der Herr Schiess (STC-Mannschaftsführer; Anm.) hat in den letzten Jahren immer sehr gut eingekauft und damit den anderen Teams das Leben schwer gemacht.

Wer ist für Sie der erste Anwärter auf den Titel?
Der STC und UTC La Ville werden in unserer Gruppe wahrscheinlich die Nase vorne haben, in der anderen Gruppe wird es zu 99,9 Prozent Oberösterreich sein. Ganz sich kann man sich aber erst nach dem ersten Spieltag sein. Erst dann weiß man genau, welche Nennliste mehr ein Bluff war oder doch mit der Realität zu tun hatte.



INTERVIEW MIT HERMANN FIALA JR.

Wenn am 10.9. die erste Runde „angepfiffen“ wird, erwartet sich Hermann Fiala, Mannschaftsführer von Kornspitz Team OÖ, das Erreichen des Semifinales, erhofft sich aber das Finale.

"Um den Titel kämpfen"
(7.9.2010)

Sie haben gegenüber dem Vorjahr mit Marion Walter und Susanne Six zwei langjährige Stützen verloren. Wie ist es zu dieser Trennung gekommen?

Die Trennung erfolgte im beiderseitigen Einverständnis, da mit Melanie Klaffner und Janina Toljan zwei junge Spielerinnen aus den eigenen Reihen zur Verfügung stehen. Zusammen mit Sybille Bammer und Jeannine Prentner steht damit ein Stamm vorwiegend eigener oberösterreichischer Spielerinnen in unseren Reihen, dazu kommen unsere langjährigen Stützen Steffi Gehrlein, Sandra Martinovic und Anne Schäfer, die zumindest deutschsprachig sind.

Neu im Team sind Julia Schruff (GER), Veronika Kolarova (CZE) und Janina Toljan. Wie es zu diesen Verpflichtungen gekommen?
Alle drei trainieren zumindest teilweise, Janina Toljan fix, im Leistungszentrum Linz des oberösterreichischen Tennisverbands. Damit war es naheliegend, dass wir diese auch in das Bundesliga-Team integrieren.

Mit groß sehen Sie die Chancen, dass Sybille Bammer gleich zum Auftakt gegen Klosterneuburg - und damit gegen Patricia Mayr - spielen wird?
Sybille wird gegen Klosterneuburg wahrscheinlich nicht spielen, da sie für das Challenger in Biella (ITA) genannt hat und ich für sie hoffe, dass sie am Freitag noch im Bewerb ist.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in diese Bundesliga-Saison?
Unser Ziel ist das Erreichen des Semifinales. Sollte uns dies gelingen, wollen wir natürlich auch um den Titel kämpfen.

Wer ist für Sie der Titelfavorit? Wer der erste Abstiegskandidat?
UTC La Ville und Klosterneuburg sind für mich die Favoriten, persönlich möchte ich niemand als Abstiegskandidaten abstempeln.



INTERVIEW MIT FRIEDRICH PESSICKA (1. Klosterneuburger TV)

Wenn am 10.9. die erste Runde „angepfiffen“ wird, erhofft sich Friedrich Pessicka, Mannschaftsführer des 1. Klosterneuburger TV,  gleich in Runde 1 ein Duell seiner Nummer 1 (Patricia Mayr) mit der Nummer 1 von Kornspitz Team OÖ (Sybille Bammer).

„Wir setzen jetzt auf jüngere Spielerinnen“
(6.9.2010)

Klosterneuburg hat gegenüber dem Vorjahr vier Spielerinnen abgegeben und acht neu verpflichtet. Warum dieser starke Umbau?
Es stimmt, gegenüber dem Vorjahr hat sich die Mannschaft stark verändert. Auslöser war die Tatsache, dass im Vorjahr im Finale gegen Salzburg Martina Sucha (SVK) leider krank war und für uns deshalb die Minichance, das Finale zu gewinnen war, nicht gegeben war. Deshalb wollen wir jetzt auf jüngere Spielerinnen setzen und haben u. a. Lenka Jurikova (SVK) und Kristina Kucova (SVK), die beide 1990 geboren sind, zu uns geholt.

Zuzana Kucova, Kristinas Schwester, ist allerdings ein 1982er-Jahrgang und damit eine Ihrer ältesten Neuverpflichtungen.
Zuzana hat im Vorjahr noch für Klagenfurt gespielt und hat mir sehr gut gefallen, als sie im Oberen Playoff vor 200 Zuschauern gegen unsere Patricia Mayr gespielt hat. Es war dabei eine Stimmung, wie ich sie selten zuvor erlebt habe. Deshalb habe ich sie gefragt, ob sie Interesse hätte, für uns zu spielen. Es hat für sie zwei Gründe gegeben, ja zu sagen: Nach Bratislava fährt sie von Klagenfurt aus 380 Kilometer, von uns fährt sie nur 80 Kilometer. Der zweite Grund war die Stimmung bei uns, deshalb hat sie nicht hundert, sondern 120 Prozent gegeben.

Gleich in Runde 1 trifft Klosterneuburg auf Kornspitz Team OÖ mit Sybille Bammer als Nummer 1. Wie groß stehen die Chancen, dass es zum großen Duell Patricia Mayr vs. Sybille Bammer kommt?
Wenn die Sybille da ist, hat mir der Mannschaftsführer bei den U12-Staatsmeisterschaften gesagt, dann wird sie wahrscheinlich spielen. In diesem Fall werden wir das unmittelbar davor selbstverständlich in den wichtigsten Medien bewerben. Allerdings wäre Kornspitz Team OÖ dann sportlich noch stärker als sie ohnehin schon sind. Dann hätten wir aber immer noch die Chance, über Villach und Tirol ins Obere Playoff zu kommen, was heuer mein Minimalziel ist.

Mit Yvonne Neuwirth haben Sie ein großes Talent in Ihren Reihen, dem unlängst in Innsbruck erstmals der Einzug ins Viertelfinale eines ITF-Turniers gelungen ist. Wird sie trotz oder vielleicht gerade aufgrund ihrer erst 18 Jahre zum Einsatz kommen?
Sie entwickelt sich immer mehr in Richtung 1er-Mannschaft, hat unlängst erst die Tina Schiechtl (in Innsbruck; Anm.) geschlagen. Es drängt mich jeder, sie auch in der Bundesliga spielen zu lassen. Ich will aber auch nicht den Fehler begehen und sie zu „verheizen“. Ich habe daher mit ihr gesprochen und ihr gesagt, dass ich sie immer im Auge habe. Ihre Antwort hat mir sehr gut gefallen: Ihr gefällt auch der Weg über die 2er-Mannschaft.



INTERVIEW MIT BOGDAN ROGULSKI (UTC Schenker La Ville)


Wenn am 10.9. die erste Runde „angepfiffen“ wird, tritt Bogdan Rogulski (Bild), Mannschaftsführer von UTC Schenker La Ville, mit einer rund um Niki Hofmanova und Barbara Haas aufgebauten EU-Truppe an.


„Klosterneuburg hat das meiste Geld“
(3.9.2010)

2009 haben Sie mit Ihrem Team erst im Meister-Playoff gegen den späteren Titelträger Salzburg verloren. Wie soll heuer der nächste Schritt, nämlich der ins Finale, gelingen?
Unsere Mannschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr stark verändert. Bis auf Niki Hofmanova ist fast das gesamte Team ausgetauscht worden. Neu bei uns sind: Agnes Szavay(HUN), Greta Arn (HUN), Valeria Savinykh (RUS), Katarzyna Piter (POL), Michaela Pochabova (SVK), Lucie Kriegsmanova (CZE) und Barbara Haas. Ob das eine gute oder eine schlechte Entscheidung war, werde ich erst nach den ersten drei gespielten Runden sagen können.

Weshalb wurde bei euch so stark „ausgemistet“?
Aus verschiedenen Gründen. Ein paar haben aufgehört, ein paar wollten nicht mehr, und ein paar haben 2009 einfach nicht die Leistung gebracht, die ich mir erwartet habe. Deshalb haben wir neue Wege, Lösungen und Spielerinnen gesucht.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die aktuelle Bundesliga-Saison?
Das geringste Ziel muss das Erreichen des Oberen Playoffs sein, obwohl man nicht sagen kann, welche Spielerinnen uns überhaupt zur Verfügung stehen werden und welche zum Bundesliga-Termin vielleicht gerade bei einem WTA-Turnier im Einsatz sind. Spielerinnen haben wir genug, wir wissen bloß nicht, welche auch spielen werden. Das Skelett unserer Mannschaft wird ca. zehn Tage vor dem ersten Spieltermin stehen.

UTC La Ville hat die meisten Legionärinnen aller acht Teams genannt, nämlich neun. Auf den ersten Blick eine EU-Truppe mit nur wenig rotweißrotem Touch.
Nein, nein! Auf keinen Fall! Wir werden auf jeden Fall mit Niki Hofmanova und Barbara Haas antreten. Der Rest der Mannschaft wird rund um diese beiden Spielerinnen aufgebaut werden. Das ist Sinn der Sache, dass wir auch langfristig in Zukunft in diese Richtung weitergehen und nicht nur Ausländerinnen verpflichten werden. Leider gibt es allerdings in Österreich nicht ausreichend heimische Spielerinnen, um ausschließlich mit ihnen eine Bundesliga bestreiten zu können.

Wer ist für Sie der Topfavorit auf den Titel?

Von der Papierform her müsste eigentlich Klosterneuburg souverän Meister werden. Das ist ein Team, das soviel Geld hat, um sich die qualitativ beste Mannschaft leisten zu können.





INTERVIEW MIT MARTINE POOS (TK IEV Tiroler Wasserkraft)


Wenn am 10.9. die erste Runde „angepfiffen“ wird, erhofft sich Martine Poos, Mannschaftsführerin von Aufsteiger TK IEV Tiroler Wasserkraft, „dass wir oben bleiben.“ Das Team wurde dementsprechend aufgestockt.

„Eine gesunde Mischung“
(2.9.2010)

2009 ist TK IEV Tiroler Wasserkraft einer 6:1-Bilanz aus der zweiten in die erste Bundesliga-Division aufgestiegen. 2010 dürfte es etwas schwieriger werden.

Das erwarte ich mir auch. Wir wollen jetzt einmal schauen, wie es da oben in der Bundesliga überhaupt ist und fürs Erste einmal diese Bergluft schnuppern. Nach dem Aufstieg von der zweiten in die erste Bundesliga kann aber trotzdem nur das Ziel sein, dass wir oben bleiben. Gott sei Dank haben wir in der ersten Runde mit Villach einen Gegner, der zu schlagen ist.

Wie haben Sie sich auf den Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Bundesliga vorbereitet?

Gegenüber dem letzten Jahr haben wir mehr Nennungen von Ausländern. Es ist allerdings die Frage, ob sie tatsächlich alle zum Einsatz kommen werden, da wir noch nicht wissen, mit welchen Teams die anderen Mannschaften spielen werden. Geplant ist allerdings eine gesunde Mischung aus Österreicherinnen – wie z. B. Iris Khanna und Veronika Sepp – und unseren EU-Legionärinnen.

Wem trauen Sie den Titel am ehesten zu?
Klosterneuburg ist in unserer Gruppe auf jeden Fall zu favorisieren.



INTERVIEW MIT JOSEF BERGER (Altmannsdorfer TV)


Wenn am 10.9. die erste Bundesliga-Runde "angepfiffen" wird, erwartet sich Josef Berger, Mannschaftsführer des Altmannsdorfer TV, die Quadratur des Kreises. "Aber vielleicht bleiben wir ja doch oben."

"40:60 gegen uns"
(1.9.2010)

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in diesem Jahr das Projekt „Bundesliga 2010“ an?
Wir sind im Vorjahr ja eigentlich schon abstiegen gewesen. Da der GAK seine Bundesliga-Mannschaft allerdings aufgelöst hat, sind wir letztendlich doch noch oben geblieben. Wir werden versuchen, den eingeschlagenen Weg fortzuführen.

D. h., Sie wollen wie im Vorjahr sämtliche Bundesliga-Partien ausschließlich mit heimischen Spielerinnen spielen?
Sagen wir einmal so: Wir werden ausschließlich mit Clubmitgliedern, aber auf keinen Fall mit extern verpflichteten Legionärinnen spielen. Mit Maraike Biglmaier wird auf jeden Fall eine Deutsche mit dabei sein. Rita Vukov (GER) wäre grundsätzlich ebenfalls zum Einsatz gekommen, sie befindet sich allerdings den gesamten September in London. Ich werde das Unmögliche noch einmal versuchen, nämlich oben zu bleiben.

Gelingt es nicht, ...
... dann steigen wir halt sehenden Auges und ohne einer Träne im Auge aus der Bundesliga ab. Ich nehme auf keinen Fall so wie andere Teams an diesem Wahnsinn teil, die fast ausschließlich Ausländerinnen genannt haben. Ich habe das schon bei mehreren Bundesliga-Meetings kritisiert, bin aber immer nur belächelt worden. Mir ist dabei gesagt worden: Du mit deinen Österreicherinnen wirst absteigen! Darauf habe ich geantwortet: Na und? Ich habe nichts davon, wenn ich so wie La Ville eine Agnes Szavay auf eins nenne, die dann ohnehin nicht spielen wird. Das Geld, das eine Spielerin wie sie, die in den letzten Wochen richtiggehend explodiert ist und mittlerweile in der Weltrangliste auf 36 (Stand: 30.8.)  steht, ist nämlich nicht zu bezahlen. Sie würde jedes Budget sprengen.

Dennoch hat der Altmannsdorfer TC auf den ersten Positionen mit der Polin Veronika Domagala und der Rumänin Andrea Vaideanu zwei Ausländerinnen genannt.
Die beiden stehen aber nur auf Standby, weil ich im Vorjahr von einer Verletzungsserie geplagt wurde und das 2010 verhindern will. Auch heuer habe ich bereits den ersten Ausfall zu beklagen, über den ich mich persönlich aber sehr freue: Kristin Haider-Maurer bekommt im November ihr erstes Baby und steht uns deshalb nicht zur Verfügung. Trotzdem versuchen wir heuer die Quadratur des Kreises und schaffen es vielleicht doch, oben zu bleiben. Vielleicht schaffen wir es doch im Abstiegsfinale jenen Gegner zu biegen, den ich mir dort als Gegner erwarte.

Wer wird das sein?
Ich vermute, dass wir gegen den TC VSV Villach gegen den Abstieg spielen werden. Die Chancen würden dann 40:60 gegen uns stehen. Es sind aber schon viele Favoriten gestorben – warum nicht auch dann?

Wer ist für Sie der Titelfavorit?
Wasserkraft Innsbruck hat fünf Ausländerinnen vor der ersten Österreicherin (Iris Khanna; Anm.) genannt. Wenn diese Legionärinnen tatsächlich zum Einsatz kommen, werden sie Dritter. Gegen Kornspitz Team OÖ und Klosterneuburg haben sie aber trotzdem keine Chance. Und wenn ich mir die Mannschaft von Salzburg anschaue, dann wird mir übel. Wer soll dort eine Myriam Casanova schlagen? Im Final Four werden daher auf jeden Fall Team OÖ, Klosterneuburg, Salzburg und La Ville aufeinandertreffen. Alle anderen werden es sich im Unteren Playoff „gemütlich“ machen.



INTERVIEW MIT STEFAN SCHIESS (1. Salzburger TC)

Wenn am 10.9. die erste Runde „angepfiffen“ wird, erhofft sich Stefan Schiess, Mannschaftsführer des 1. Salzburger TC Stiegl, das Erreichen des Final Four – erwartet sich aber doch etwas mehr.


„In einer eigenen Liga“

(31.8.2010)

Nach drei Mal Vize-Titel ist Ihnen im Vorjahr mit dem 1. STC im Vorjahr zum ersten Mal seit 2005 wieder der Sieg in der Bundesliga gelungen. Mit welchen Erwartungen gehen Sie heuer das Projekt „Titelverteidigung“ an?
Wir haben mit Sofia Arvidsson (SWE) und Alina Jidkova (RUS) zwei Zugänge, vier Spielerinnen haben dafür unsere Mannschaft verlassen. Da diese Spielerinnen im Vorjahr aber ohnehin nicht zum Einsatz gekommen sind, hat sich eigentlich nur sehr wenig bei uns verändert. Grundsätzlich ist das Motto: Wir treten mit der Mannschaft, die 2009 den Meistertitel geholt hat, heuer zur Titelverteidigung an.

Mit Jidkova und der Schweizerin Myriam Casanova haben Sie zwei Nicht-EU-Spielerinnen im Kader. Wer bekommt den Vorzug?
Alina Jidkova wird nicht zum Einsatz kommen, da ich in der Bundesliga ja nur mit einer Nicht-EU-Spielerin antreten darf und das wird logischerweise Myriam Casanova sein. Sie war im letzten Jahr eine unserer wichtigsten Matchmakerinnen und ist auch heuer wieder sehr gut drauf. In Innsbruck hat sie Mitte August nur sehr unglücklich das Turnier verloren. Eigentlich spielt sie aber in einer eigenen Liga. Sie wird bei uns auf Position 4 oder 5 spielen. Auch bei Arvidsson werden wir erst noch sehen, ob sie spielen kann, da sie im Ranking sehr weit vorne ist und die US Open spielt. Es ist aber geplant, dass sie zumindest einmal in den ersten drei Runden zum Einsatz kommen wird, damit sie dann in den Final Four spielberechtigt sein wird.

Wer könnte für Salzburg der größte Konkurrent um den Titel werden?
Klosterneuburg und Linz – das wird genauso spannend werden wie im Vorjahr. 2009 habe wir drei Mal „nur“ 4:3 gewonnen. Ich erwarte mir heuer Ähnliches. Unser Zwischenziel ist jetzt einmal das Erreichen des Oberen Playoffs, und dann schauen wir weiter. Auch Klagenfurt und Innsbruck haben durchaus Außenseiterchancen.

Mit Tina Schiechtl und Lisa Summerer haben Sie nur zwei Österreicherinnen im vorderen Bereich Ihres Kaders. Weshalb hat die österreichische Bundesliga nur mehr so wenig rotweißroten Touch?
Josef Bergers (Altmannsdorfer TC; Anm.) Strategie, fast ausschließlich mit heimischen Spielerinnen spielen zu wollen, ist absolut in Ordnung. Das „Dumme“ an dieser ganzen Sache ist nur, dass Österreich viel zu klein ist und es zu wenige Österreicherinnen gibt, die vorne mitspielen können. Seit der Öffnung der EU ist es daher auch für mich absolut in Ordnung, eine gute Mischung aus heimischen und EU-Spielerinnen ins Rennen zu schicken.




Stats & Facts rund um die Bundesliga
(30.8.2010)

Die meisten Zugänge ...
... gegenüber dem Vorjahr hat das Team Sportunion Klagenfurt: Insgesamt zehn Spielerinnen wurden von den Kärntnern zusätzlich verpflichtet. Konkret: Elena Bovina (RUS), Agnes Szatmari (ROU), Julia Babilon (GER), Katarina Kachlikova (SVK), Denise Scheiflinger, Lisa Rückenbaum, Carina Paulitsch, Julia Adlbrecht, Lisa Schoppitsch, Jeannine Adlbrecht

Die meisten Abgänge ...

... gegenüber 2009 haben UTC Schenker La Ville und Sportunion Klagenfurt: Jeweils insgesamt sieben Spielerinnen haben den Verein verlassen. Konkret: Tatjana Malek (GER), Anastasja Sevastova (LAT), Dominika Nociarova (SVK), Patricia Veresova (SVK), Sofia Kovalets (UKR), Sylvia Hajek, Andrea Tandler bzw. Masa Zec-Peskiric (SLO), Zuzana Kucova (SVK), Ana Timotic (SCG), Stanislava Hrosenska (SVK), Petra Russegger, Bettina Auer, Michaela Gambs.

Die meisten Legionärinnen ...

... werden 2010 für den UTC La Ville ins Rennen gehen, nämlich neun. Auf der Nennliste der Wiener stehen zwei Ungarinnen (Agnes Szavay, Greta Arn), vier Slowakinnen (Michaela Pochabova, Katarina Marackova, Ludmilla Cervanova, Patricia Rogulski), eine Russin (Valeria Savinykh), eine Polin (Katarzyna Piter) und eine Tschechin (Lucie Kriegsmanova).

Die meisten Österreicherinnen ...
... werden für den Altmannsdorfer TC ins Bundesliga-Rennen gehen. Unter den ersten zehn der Nennliste befinden sich fünf Österreichinnen. Konkret: Marlena Metzinger, Katharina Weinwurm, Bianca Ambros, Anastasia Kriz und Martina Zolles.

Die Spielerin mit dem besten WTA-Ranking ...

... steht in den Reihen von Geheimfavorit UTC La Ville: Die 21-jährige Ungarin Agnes Szavay hat 2010 bereits zwei Turniersiege (Budapest, Prag) auf ihrem Erfolgskonto und belegte am 23. August Platz 35 in der Weltrangliste.


1. Runde, 10.9.2010, 12:00 Uhr


1. Salzburger TC Stiegl - Sportunion Klagenfurt
Altmannsdorfer TC - UTC Schenker La Ville
1. Klosterneuburger TV - Kornspitz Team OÖ
TK IEV Tiroler Wasserkraft - TC VSV Villach


Die österreichischen Mannschaftsmeister (Damen) seit 1999


1999: BMTC Brühl Mödlinger TC
2000: WAC
2001: BMTC Brühl Mödlinger TC
2002: 1. STC Stiegl
2003: BMTC Brühl Mödlinger TC
2004: Kornspitz Team OÖ
2005: 1. STC Stiegl
2006: TC ISB Altenstadt
2007: Kornspitz Team OÖ
2008: TC Hard
2009: 1. STC Stiegl

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