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ATP

CHANGWON: MAX RADITSCHNIGG TANZT BEIM TURNIERSIEG MIT NIKI MOSER AUF ZWEI HOCHZEITEN

Max Raditschnigg, fast & furious: Beinahe gleichzeitig musste er seine erste Quali-Runde in Gimcheon als auch mit Niki Moser (Bild) das Doppelfinale in Changwon spielen. Wie das geht? Mit sehr viel Ausdauer und noch mehr Taxi- und Bahnkilometern.

Turniersieg mit Hindernissen
(24.4.2010)
Südkoreas Verkehrsnetz ist zwar veraltet, aber dicht. Über 100.000 Straßenkilometer stehen zur Verfügung. Das Schienennetz umfasst etwa 3.500 Kilometer und brachte in den letzten zwei Tagen Max Raditschnigg zwar gewaltig ins Schwitzen, letztendlich aber doch noch rechtzeitig von A nach B. "So eine Geschichte hab ich vorher noch nicht gehört", grinste Moser-Coach Michael Oberleitner, als er von den Geschehnissen der letzten beiden Tage informiert wurde: Nachdem Niki Moser und Max Raditschnigg das Doppel-Semifinale des mit 15.000 Dollar dotierten Future-Turniers in Changwon (KOR) gewonnen hatten, konnte Raditschnigg nicht verschnaufen, sondern musste gemeinsam mit Touringcoach Martin Gattringer am Freitag Abend zweieinhalb Stunden mit dem Zug nach Gimcheon düsen, da er beim nächsten Turnier der koreanischen Future-Serie im Einzel Qualifikation spielen musste.

Zuerst Taxi, dann Zug, dann Turniersieg
"Heute um 9:00 Uhr Früh Ortszeit", so Oberleitner, "hat er dann seine erste Quali-Runde absolviert. Er führt 6:2, 5:4, 40:0, verliert den zweiten Satz 6:7, gewinnt den dritten dann doch noch 6:4." Danach hieß es wieder: statt verschnaufen verschwitzt ins Taxi und retour zum Bahnhof. "Den Zug Richtung Changwon hat Max gerade noch im Sprint erwischt." In Changwon raste Max sofort auf die Changwon Men’s-Anlage, um gemeinsam mit Niki Moser das Doppelfinale gegen das an Nummer 4 gesetzte chinesische Paar Mao-Xin Gong/Zhe Li 6:2, 2:6, 10:6 zu gewinnen. Das Programm nach Siegesehrung? Ab ins Taxi, retour zum Bahnhof, hinein in den Zug Richtung Gimcheon, "damit er vor seiner zweiten Quali-Runde wenigstens einen Tag Zeit zum Verschnaufen hat" (Oberleitner).


Auge um Auge ...
(23.4.2010)
... Zahn um Zahn: In der Vorwoche war Alexander Peya mit Partner Gilles Muller (LUX) im Halbfinale von Johannesburg noch an den beiden Südafrikanern gescheitert, eine Woche später "revanchierte" sich ein weiterer Schützling von Trainer Michael Oberleitner. Niki Moser mit Max Raditschnigg an seiner Seite besiegte im Semifinale des mit 15.000 Dollar dotierten Future-Turniers in Changwon (KOR) das an Nummer 2 gesetzte Duo Raven Klaasen/Izak van der Merwe mit 6:4, 6:2 und steht damit nach Trento (ITA) in seinem zweiten Doppelfinale in dieser Saison. Die Gegner: das an Nummer 4 gesetzte chinesische Paar Mao-Xin Gong/Zhe Li, das 2010 bereits vier Finaleinzüge - darunter einen Turniersieg (Guiyang) - zu Buche stehen hat.

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