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Kids & Jugend

Bunt gemischte Finalspiele

In Oberpullendorf (U12) und Enns (U14 und U18) wurden die letzten Tickets für das Masters des ÖTV Jugend Circuit vergeben

Der Oberösterreicher Tobias Wirlend war bei den 18ern in Enns eine Klasse für sich. ©GEPA

Am Dienstag, den 17.09., wurde es beim ÖTV Jugend Circuit ernst. In Oberpullendorf war in der Altersklasse U12 nur noch das Einzelfinale ausständig. In Enns, wo die Altersklassen U14/U18 spielten, wurden vor den Finali auch noch die Semifinalspiele ausgetragen. Dieser Finaltag war in zweierlei Hinsicht ein ganz besonderer: Vier von sechs Finalspielen wurden in zumindest einem Satz zu null entschieden. Die anderen beiden Matches hätten knapper kaum sein können und endeten erst im dritten Satz. Außerdem ging es diesmal nicht nur um einen Turniersieg: Ein gutes Ergebnis bot obendrein die letzte Chance, wichtige Punkte für das Masters zu sammeln.

Bei den Burschen U12 war die Nummer 7 des Turniers, Florian Zimmer (NÖTV), diesmal nicht aufzuhalten. Nach dem knappen Viertelfinalsieg gegen den zweitgesetzten Wiener Denis Snajdr setzte er nochmal eins drauf: Im Halbfinale schaltete er die Nummer 4 aus Salzburg, Emil Krenek, mit 6:0, 7:5 aus. Im Finale wartete schließlich der fünftgesetzte Hartmut Fiedler (NÖTV), der bis dorthin in keinem Satz mehr als drei Games abgegeben hatte. Florian war jedoch im Finale eine Klasse für sich und ließ Hartmut mit 6:1, 6:0 nicht den Hauch einer Chance. Eine Masters-Teilnahme ist für Florian noch nicht hundertprozentig gesichert: Er befindet sich gemeinsam mit Emil Krenek an achter Stelle, der jedoch im ÖTV-Ranking knapp vor ihm gereiht ist.

Ähnliches ereignete sich bei den Mädels. Hier war an der Kärntnerin Lilli Tagger kein Vorbeikommen. Sie schaltete als Drittgesetzte im Halbfinale die zweitgesetzte Vorarlbergerin Sydney Stark mit 6:3, 6:4 aus. Im Finale traf sie auf Lilah Havel aus Wien, die im Semifinale die Nummer 1, Isabel Markovic (WTV), in zwei klaren Sätzen besiegt hatte. Im Finale war Lilli die klar stärkere Spielerin und sicherte sich somit in der Serie 2019 ihren ersten Turniersieg. Damit ist sie außerdem als nunmehrige Nummer 6 der Masters-Wertung fix für das Event Ende September auf der Anlage des UTC La Ville in Wien qualifiziert. Auch Lilah, genauso wie die Halbfinalistinnen Isabel und Sydney, sind aber dabei.

Lazic erteilt Höchststrafe, Rothensteiner mit hart erkämpften Turniersieg in U14
Bei den Burschen U14 schien Manuel Lazic, der vor kurzem nach mehr als einjähriger Verletzungspause mit dem Sieg beim 5. Turnier der Serie sein Comeback schaffte, wie beflügelt. Am Montag hatte er in drei hartumkämpften Sätzen den Steirer Simon Schöninger ausgeschaltet. Am Dienstag spielte er munter weiter und nahm zunächst im Halbfinale Kogler-Bezwinger Felix Obermair (TTV) mit 6:2, 6:0 aus dem Bewerb, ehe er Janis Graski (WTV) im Finale mit 6:0, 6:0 die Höchststrafe erteilte. Mit diesem Sieg qualifizierte sich Manuel obendrein fürs Masters. Auch Janis’ Leistung ist hervorzuheben: Als ungesetzter Spieler nahm er im Turnierverlauf drei Gesetzte aus dem Bewerb. Im Achtelfinale bezwang er den drittgesetzten Nico Hipfl (OÖTV) in drei Sätzen, im Viertelfinale die Nummer 5, Raphael Goldfuhs (OÖTV), und im Halbfinale bezwang er schließlich den erstgesetzten Leo Gutjahr (NÖTV) mit 6:3, 6:3.

Bei den Mädchen U14 nahm das Turnier einen völlig anderen Verlauf. Hier trafen im Finale zwar die Nummern 1 und 2 aufeinander, die erstgesetzte Liel Rothensteiner (NÖTV) hatte für den Turniersieg am Finaltag jedoch hart zu kämpfen. Zunächst ging es gegen die drittgesetzte Alexandra Zimmer (NÖTV). Bereits hier musste Liel alles geben, entschied das Duell aber letztlich mit 6:3, 4:6, 6:3 für sich. Im Finale wartete mit der zweitgesetzten Tamara Kostic (WTV) – Staatsmeisterin Indoor sowie Outdoor – keine leichtere Gegnerin, sodass auch dieses Spiel in den dritten Satz ging. Tamara war jedoch noch ausgeruhter, da ihre Gegnerin im Halbfinale, Eva Woydt (TTV), beim Stand von 2:1 gesundheitsbedingt aufgab. Im Finale gegen Liel hätte es enger kaum sein können. Letztlich siegte die Niederösterreicherin mit 6:4, 4:6, 7:5 und qualifizierte sich damit fürs Masters. Auch ihre Gegnerin Tamara ist in Anbetracht der genannten Erfolge natürlich qualifiziert.

Wirlend und Karadzhaeva holen zweiten Sieg in U18
Eines haben der Sieger der Burschen U18 und die Gewinnerin des Mädchen-Bewerbes gemeinsam: Für beide war der Sieg in Enns der zweite Triumph beim Circuit dieses Jahr. Für Tobias Wirlend (OÖTV) gestaltete sich der Finaltag jedoch weitaus anstrengender als für Mariam Karadzhaeva (WTV). Im Halbfinale hatte Tobias, die Nummer 1 bei diesem Turnier, keine Probleme und setzte sich mit 6:3, 3:0 ret. gegen Diego Laporta (NÖTV) durch. Im Finale wartete der zweitgesetzte Marko Milosavljevic (WTV), der im Semifinale die Nummer 7, Vinzenz Wutzl (NÖTV), mit 6:2, 6:0 abgefertigt hatte. Auch Tobias bereitete der Wiener kein leichtes Match. Letztlich setzte sich Tobias, der ältere der beiden, aber doch mit 6:1, 4:6, 6:1 durch. Als Nummer 1 und 2 sind beide locker fürs Masters qualifiziert.

Die Turniersiegerin der Mädchen, Mariam Karadzhaeva, zeigte nach dem Sieg in Villach beim 4. Turnier einmal mehr, was in ihr steckt. Sie war im Eilzugtempo unterwegs: In jedem ihrer Spiele bis zum Turniersieg gab sie in zumindest einem Satz kein Game ab. Im Halbfinale nahm sie die Nummer 1, Sophia Piech (WTV), mit 6:3, 6:0 aus dem Bewerb. Im Finale wartete mit der zweitgesetzten Nina Walter aus Oberösterreich keine Unbekannte. Nina hatte zuvor die Tschechin Jana Cakarova mit 4:6, 6:1, 6:3 besiegt. Auch für sie war an Mariam kein Vorbeikommen – 6:3, 6:0 lautete das Endresultat. In der Masters-Wertung nehmen nun beide Spielerinnen Platz 7 ein; ausgezahlt hat sich das Turnier also jedenfalls!

Nun heißt es noch fleißig trainieren, denn in knapp zwei Wochen ist es soweit: Nach sechs Turnieren der Serie geht es um den Masters-Sieg. Wer im Einzel und Doppel qualifiziert ist, ist bereits auf der ÖTV-Homepage unter folgendem Link einzusehen: https://www.oetv.at/turniere/oetv-jugend-circuit.html

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