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Bundesliga

BUNDESLIGA 2010: VANDANS UND DEUTSCH-WAGRAM BLEIBEN OBEN. LTM TEAM WIEN STEIGT AB.

Zwei Mal eine klare Sache waren die beiden Partien im Abstiegs-Playoff am Freitag: Vandans (im Bild: Philipp Oswald) gewinnt 9:0, Deutsch-Wagram 6:0. Da LTM Wien auf ein Antreten im Abstiegsfinale verzichtet, steigen die Wiener aus der Bundesliga ab.

Wien steigt freiwillig ab
(12.6.2010)
Die ersten endgültigen Entscheidungen in der diesjährigen Bundesliga-Saison sind gefallen: Mit einem 9:0-Sieg über Sportunion Klagenfurt bzw. einem glatten 6:0 über LTM Team Wien im Abstiegs-Playoff sicherten sich Vorjahresmeister UTC Vandans bzw. TC Babolat Deutsch-Wagram den Verbleib in der obersten Liga. Damit sollten eigentlich die beiden Verlierer nun am Sonntag, den 13.6.2010, ab 11:00 Uhr, im Abstiegs-Finale gegen den Abstieg aus der 3TennisLigaAustria kämpfen. Da die Wiener aber auf ein Antreten in Klagenfurt verzichten, da ihnen durch eine Vielzahl von Verletzungen keine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung steht, muss das LTM Team Wien aus der höchsten heimischen Tennisliga absteigen.


Strassburg sichert sich Platz 2
(8.6.2010)
Mit einem 5:4-Auswärtstriumph beim LTM Team Wien hat sich der UTC Straßburg das vierte und letzte Ticket für das Meister-Play-off in der Tennis-Bundesliga der Herren gesichert. Nach den Einzelpartien waren die Kärntner mit 4:2 voran gelegen. Den entscheidenden Punkt zum knappen Sieg steuerte das Doppel Jiri Novak/Martin Slanar mit einem 6:2, 6:4 über Ilya Belyaev und Yannick Mertens bei. Der Vizemeister des Vorjahres belegte mit diesem Erfolg den zweiten Platz in Gruppe B hinter Aufsteiger TC Gleisdorf, der am Sonntag die Sportunion Klagenfurt mit 9:0 abgefertigt hatte. In Pool A hatten bereits vor dem letzten Vorrundenspieltag der 1. Salzburger TC Stiegl und ULTV Linz ihren Platz im Final Four fix in der Tasche. Das direkte Duell entschieden die Oberösterreicher auswärts mit 7:2 für sich. Damit lauten die Halbfinal-Partien im Meister-Play-off am 10. September 2010 ULTV Linz – UTC Straßburg und TC Gleisdorf – 1. Salzburger TC Stiegl. Den Austragungsort des Final Four wird der ÖTV Ende Juni bekanntgeben.
Titelverteidiger UTC Vandans besiegte im letzten Gruppenspiel den TC Deutsch-Wagram mit 8:1, der bittere Gang in das Abstiegs-Play-off stand für die Vorarlberger jedoch bereits vor dieser Partie fest. Am kommenden Freitag, 11. Juni 2010, beginnt mit den Begegnungen UTC Vandans – Sportunion Klagenfurt und LTM Team Wien – TC Deutsch-Wagram der Kampf um den Klassenerhalt. Während die Sieger dieser beiden Partien in der höchsten heimischen Liga verbleiben, spielen die zwei Verlierer am Sonntag (13. Juni 2010) im direkten Aufeinandertreffen gegen den Abstieg.

Meister Play Off

Semifinale: Freitag, 10.9.2010
ULTV Linz - UTC Hohe Brücke Strassburg
TC Gleisdorf - 1. Salzburger TC Stiegl

Finale: Samstag, 11.9.2010

Der Veranstaltungsort wird bis Anfang Juli 2010 zwischen den beteiligten Vereinen und dem ÖTV-Wettspielausschuss festgelegt.


Abstiegs Play Off


Semifinale: Freitag, 11.6.2010, 11:00 Uhr


UTC Vandans - Union Klagenfurt
LTM Wien - TC Babolat Deutsch Wagram

Das Heimrecht für das Abstiegsfinale hat der Verlierer aus der Semifinal-Begegnung UTC Vandans vs. Union Klagenfurt.


Alle Neune
(6.6.2010)
Der TC Gleisdorf gab sich am Sonntag auch im letzten Gruppenspiel der Tennis-Bundesliga keine Blöße und fertigte die Sportunion Klagenfurt mit 9:0 ab. Nachdem die Begegnung bereits nach den Einzelpartien entschieden war, traten die Gäste zu den Doppelspielen nicht mehr an. Mit dem dritten Erfolg in Serie sicherte sich das Team von Mannschaftsführer Herbert Jerich jr. auch einen Platz im Final Four, das am 10. und 11. September 2010 gespielt wird. „Wir werden uns um die Austragung des Meister-Play-off bewerben, denn mit der Unterstützung unseres großartigen Publikums könnte der Traum vom Titelgewinn wahr werden“, meinte Jerich.

Final Four in Gleisdorf?
Der ÖTV wird bis spätestens Ende Juni über den Schauplatz des Final Four, für das sich die zwei Erstplatzierten der beiden Vorrundengruppen qualifizieren, eine Entscheidung treffen. Aus der Gruppe A haben der 1. Salzburger TC Stiegl und ULTV Linz den Sprung in die Titelentscheidung geschafft. Wer aus Pool B neben dem TC Gleisdorf in das Meister-Play-off einzieht, entscheidet sich am morgigen Montag im direkten Duell zwischen dem LTM Team Wien und dem UTC Straßburg. Gegen die Sportunion Klagenfurt mussten ausgerechnet die beiden Gleisdorfer Topspieler Stefan Koubek und Björn Phau über die volle Distanz gehen. Im Spitzenspiel kämpfte Koubek den Tschechen Jiri Skoloudik mit 6:2, 2:6, 6:4 nieder. Der Deutsche Björn Phau zwang den Slowenen Marko Tkalec mit 6:7(7), 6:4, 6:1 in die Knie, wobei das Tiebreak im ersten Satz einen kuriosen Verlauf nahm. Phau schien bei einer 5:0-Führung die Kurzentscheidung bereits für sich entschieden zu haben, doch mit sieben Punktgewinnen in Folge drehte Tkalec den Spieß doch noch um. Mit dem Satzausgleich übernahm der Deutsche jedoch klar das Kommando und war schließlich im dritten Durchgang der dominierende Mann auf dem Platz.


"Hut ab vor Jürgen!"
(5.6.2010)
Zweiter Sieg im zweiten Vorrundenspiel der Tennis-Bundesliga für den TC Gleisdorf. Das oststeirische Starensemble hatte jedoch alle Hände voll zu tun, um sich beim LTM Team Wien mit 5:4 durchzusetzen. Neben dem Erfolg war die Tatsache, dass am Samstag auch Jürgen Melzer im Doppel für die Jerich-Truppe zum Racket griff, von großer Bedeutung. Denn mit der Teilnahme an diesem Gruppenspiel hat der Paris-Semifinalist die Voraussetzung dafür erfüllt, dass er auch im Falle der Qualifikation für das Final Four, das am 10. und 11. September 2010 ausgetragen wird, spielberechtigt ist. Dass der ÖTV-Topstar sein Doppel an der Seite von Alexander Peya nur 20 Stunden nach dem Ende der Partie gegen Rafael Nadal in Roland Garros gegen das Duo Ilya Belyaev und Yannick Mertens mit 4:6, 6:3, 7:10 verlor, war für die Gleisdorfer am Ende angesichts des 5:4-Triumphes zu verschmerzen. „Hut ab vor Jürgen! Dass er heute für uns gespielt hat, ist der Beweis dafür, wie viel ihm sowohl am Tennis in Österreich als auch an diesem Teambewerb liegt. Ich möchte mich stellvertretend für alle bei Jürgen für seinen Einsatz für den TC Gleisdorf bedanken“, sagte Mannschaftsführer Herbert Jerich Junior.

Heute Wien, morgen Klagenfurt
Die Begegnung beim LTM Team Wien war nichts für schwache Nerven: Nach den Einzelpartien führte der TC Gleisdorf mit 4:2, wobei Stefan Koubek, Björn Phau, Alexander Peya und Christian Magg für die Steirer punkteten. Danach verloren nicht nur Melzer/Peya ihr Doppel im Match-Tiebreak, sondern auch Koubek und Patrick Schmölzer gegen Daniel Elsner und Juho Paukku. Doch Björn Phau und Martin Fischer sorgten mit einem hart erkämpften 7:6 (8/6), 7:5 über Leonardo Azzaro und Juan Pablo Brzezicki für das Happy End aus Gleisdorfer Sicht. Am Sonntag steht mit Beginn um 11:00 Uhr mit der Heimpartie gegen die Sportunion Klagenfurt das dritte und letzte Vorrundenspiel für das Jerich-Team auf dem Programm. „Wir wollen mit einem weiteren Sieg die Qualifikation für das Final Four fixieren und hoffen auf die stimmkräftige Unterstützung durch das Publikum“, so Jerich. Die Klagenfurter kamen heute im „Kärntner Derby“ gegen den UTC Straßburg mit 0:9 unter die Räder. Mit Ausnahme von Jürgen Melzer werden die Gleisdorfer in stärkster Besetzung gegen Klagenfurt antreten. Eine Sensation gab es in der Gruppe A: Titelverteidiger UTC Vandans muss nach einer 4:5-Heimniederlage gegen den ULTV Linz den bitteren Gang in das Abstiegs-Play-off antreten. Neben den Oberösterreichern hat sich der 1. Salzburger TC Stiegl mit einem 6:3-Erfolg beim TC Deutsch-Wagram das Ticket für das Final Four gesichert.


AHM verletzt, Punkt für Salzburg
(3.6.2010)
"Wir streben nach über 25 Jahren erstmalig wieder das Obere Playoff an", hatte Salzburg-Mannschaftsführer Stefan Schiess seinem Team vor wenigen Tagen als Ziel vorgegeben. In der ersten Bundesliga-Runde (Gruppe A) gegen den Vorjahressieger UTC Vandans erfüllte der 1. Salzburger TC Stiegl seinem "Chef" zumindest teilweise diesen Wunsch. Bereits nach den Einzel-Partien lagen die Salzburger mit 4:2 vorne und konnten nach dem 6:3, 6:2-Sieg ihres Doppels Hans Podlipnik-Castillo/Nico Reissig gegen Alessio Di Mauro/Rainer Eitzinger nicht mehr eingeholt werden. Im Spiel der beiden Spitzenspieler - Lukas Rosol für Salzburg gegen Andreas Haider-Maurer für Vandans - "haben wir allerdings von einer Muskelfaserzerrung Haider-Maurers im Oberkörper profitiert", musste Schiess danach zugeben. "Er konnte danach kaum mehr aufschlagen, hat fast nur mehr mit zweitem Aufschlag agiert." Das Resultat sagt alles aus: 7:6, 6:0 für Rosol.

"Weltklasse durchgeblitzt"
Den zweiten Punkt für Salzburg holte Andreas Vinciguerra gegen Philipp Oswald: Die ehemalige Nummer 33 der Weltrangliste (5.11.2001; Anm.) besiegte "Pipo" mit 7:6, 7:6. Schiess: "Das war das Match des Tages, weil beide ausgezeichnet gespielt haben. Bei Vinciguerra ist seine Weltklasse von einst heute wieder durchgeblitzt." Für den dritten Salzburger Punkt war Nico Reissig verantwortlich: Der "Südstädter" besiegte Rainer Eizinger mit 7:6, 6:1. Obwohl im ersten Satz mit 2:5 hinten "und er lange gebraucht hat, bis er drinnen war, hat er", so Schiess, "das Match doch noch für sich entscheiden können." Nach einem ähnlichen Prinzip ist auch Gerald Kamitz (Salzburg) gegen Stefano Cobolli (Vandans) vorgegangen: "Eine Marathon-Partie, bei der Gerald nach gewonnenem ersten Satz (6:2) geglaubt hat, er könnte sie jetzt locker nach Hause spielen" (Schiess). Cobolli holte sich allerdings mit 5:7 den zweiten Satz, "das Match ist immer wieder hin und her gegangen, das glückliche Ende hat aber dann doch noch Kamitz gehabt." Das Resultat: 6:2, 5:7, 6:4 für Gerald Kamitz.



Koubek attackiert Köllerer

(3.6.2010)
Erwartet bzw. erhofft hatte man in Gleisdorf einen "Knüller zwischen Koubek und Köllerer" (Kleine Zeitung), herausgekommen ist letztendlich ein weiteres negatives Kapitel in der Geschichte "Wenn der eine den anderen nicht mag". Nachdem Gleisdorfs Nummer 1, Jürgen Melzer, aufgrund seines Semifinal-Einzugs bei den French Open den Südsteirern nicht zur Verfügung stand, kam es in der ersten Runde der 3TennisLigaAustria (= Bundesliga) zum heiklen Aufeinandertreffen von Stefan Koubek (Nummer 2 bei Gleisdorf) und Daniel Köllerer (Nummer 1 bei UTC Hohe Brücke Strassburg). "Ich glaube, dass beide Profi genug sind und genau wissen, was sie machen und wie sie es machen und es daher zu keinem Konflikt kommen wird", hatte Georg Pirkebner, Mannschaftsführer von Strassburg, noch vor wenigen Tagen gehofft. Eine Hoffnung, die sich heute in Luft auflöste. "Schon vor dem Match", so ÖTV-Wettspielreferent Heinz Lampe, "sind die beiden immer aneinandergeraten."

Koubek wird diqualifiziert
Während des Duells der beiden Spitzenspieler vor mehr als 800 Zuschauern und einer bis dahin "grandiosen Stimmung" (Lampe) kam es dann beim Stand von 6:4, 2:3 (aus der Sicht von Köllerer) zum endgültigen Eklat: Zuerst gegenseitige Gehässigkeiten, dann ging Koubek auf Köllerer los, Köllerer schlug Koubek das Racket aus der Hand, Koubek ging Köllerer an die Gurgel. Der Gleisdorfer wurde daraufhin sofort disqualifiziert und das Match zugunsten von Strassburg gewertet. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:2. Martin Slanar hatte für Strassburg einen überraschenden Punkt gegen den Deutschen Björn Phau erobert. Für Gleisdorf punkteten Martin Fischer gegen Alexander Flock und Alexander Peya, der sich gegen den Tschechen Jiri Novak durchgesetzt hatte.

Wortgefecht, Schimpfwort, Attacke
Was genau war aber passiert? Köllerer schaffte nach dem Serviceverlust zum 1:3 postwendend das Rebreak zum 2:3 und bejubelte diesen Spielgewinn lautstark. In der Folge kam es zu einem Wortgefecht, in dessen Verlauf Köllerer seinen Kontrahenten aufforderte, sich zum Seitenwechsel hinzusetzen. Laut Koubek sei er von Köllerer zudem mit einem derben Schimpfwort bedacht worden. Daraufhin ging der Villacher zur Bank Köllerers, wo zunächst die verbale Auseinandersetzung seine Fortsetzung fand, ehe Koubek dem Oberösterreicher dermaßen heftig an den Hals griff, dass die Spielerbank nach hinten kippte. Daraufhin eilte Oberschiedsrichter Kurt Gogg auf den Platz und sprach nach Rücksprache mit Stuhlschiedsrichter Werner Hötzinger die Disqualifikation über Koubek aus. „Nachdem Werner Hötzinger mir gegenüber versichert hat, dass er die verbale Provokation von Daniel Köllerer nicht gehört hat, musste ich Stefan Koubek den Regeln entsprechend disqualifizieren“, erklärte Gogg.

"Schade für das Tennis"
Die Darstellungen der Spieler über diese Situation gingen naturgemäß weit auseinander. „Ich habe mir noch gestern vorgenommen, dass ich mir in diesem Spiel nichts zuschulden kommen lasse. Ich habe in dieser Situation zu Stefan gesagt, er soll sich hinsetzen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger“, sagte Köllerer. „Niemand darf glauben, dass ich jemanden an die Gurgel gehe, wenn er nichts zu mir sagt. Vielleicht gehört so eine Aktion nicht auf den Platz, aber ich bin Manns genug, um mich nicht beschimpfen zu lassen – schon gar nicht von einem Herrn Köllerer“, polterte Koubek, der auch am Schiedsrichter kein gutes Haar ließ: „Die Zuschauer rundherum haben gehört, was er zu mir gesagt hat, nur er nicht.“ Straßburg-Mannschaftsführer Georg Pirkebner brachte die Sache auf den Punkt: „Für mich war das eineinhalb Sätze lang eine normale Partie auf gutem Niveau. Es ist schade für das Tennis, dass dieses Match so zu Ende gehen musste.“ Laut Regulativ ist Stefan Koubek nicht nur für das heute noch zu spielende Doppel, sondern auch für die zwei restlichen Vorrundenspiele der Gleisdorfer am Samstag beim LTM Team Wien und am Sonntag zu Hause gegen die Sportunion Klagenfurt gesperrt.

Koubek trifft Köllerer bald wieder
Besonders heikel: Bereits in drei Wochen könnte es erneut zum Aufeinandertreffen der beiden Streithähne kommen, da sowohl Koubek als auch Köllerer bei den Österreichischen Meisterschaften (26.6.-3.7.) in Oberpullendorf an den Start gehen werden. Wesentlich weniger Explosionsgefahr hatte das zweite Duell in der Gruppe B zwischen Sportunion Klagenfurt und LTM Team Wien geboten: Die Wiener feierten auswärts einen ungefährdeten 2:7-Sieg. Für die einzigen Kärntner Siege hatten Christian Pollessnig (gegen Dimitri Kotchetkov) und das Doppel Rene Gräfinger/Christian Hoellger, das allerdings nicht mehr gespielt und zugunsten der Klagenfurter gewertet wurde, gesorgt.


Bundesliga 2010: Die Resultate, die Termine

HAK GRUPPE A

1. Runde: Do, 3.6.2010, 11:00 Uhr
ULTV Linz – TC Babolat Deutsch-Wagram: 7:2
1. Salzburger TC Stiegl – UTC Vandans : 7:2

2. Runde: Sa, 5.6.2010, 11:00 Uhr
UTC Vandans – ULTV Linz
TC Babolat Deutsch-Wagram – 1. Salzburger TC Stiegl

HAK GRUPPE B

1. Runde: Do, 3.6.2010, 11:00 Uhr
TC Gleisdorf – UTC Hohe Brücke Strassburg: 6:3
Sportunion Klagenfurt – LTM Team Wien: 2:7

2. Runde: Sa, 5.6.2010, 11:00 Uhr
LTM Team Wien – TC Gleisdorf
UTC Hohe Brücke Strassburg – Sportunion Klagenfurt


"Vor eigenem Publikum in Hochform"
(1.6.2010)

Vandans ist Titelverteidiger. Wie schwierig könnte es heuer werden?

Als Vorjahresmeister müssen wir logischerweise das Obere Playoff anstreben und dann wird man sehen, welche Spieler weiter zur Verfügung stehen.

Mit Rainer Schüttler haben Sie zumindest vom Namen her einen sehr prominenten Spieler verloren.

Grundsätzlich ja, aber dann auch wieder nein. Mit ihm hat sich 2009 nie etwas Wirkliches ergeben, weil er einfach auf zu großen Turnieren unterwegs war und er deshalb für die Bundesliga kaum Zeit gehabt hat. Auch Max Raditschnigg ist nicht mehr bei uns, spielt jetzt beim Colony Club in Wien. Neu zu uns gestoßen ist aber Andreas Haider-Maurer, der immer wieder bei Turnieren in Vandans an den Start gegangen ist und deshalb der Kontakt schon seit Jahren besteht. Sein Trainingspartner ist noch dazu Armin Sandbichler, die Nummer 12 in unserer Spielerliste, da hat es sich einfach ergeben.

Fragt man die Mannschaftsführer der restlichen Bundesliga-Teams nach deren Favorit auf den Titel 2010, dann bekommt man fast immer als Antwort: TC Gleisdorf. Sehen Sie das ähnlich?
Nicht unbedingt. Ich glaube nämlich, dass wir – was die Spieler betrifft – die kompakteste Mannschaft haben. Noch dazu haben wir einen Philipp Oswald in unseren Reihen, der in den letzten Wochen und Monaten sehr gut gespielt hat. Von ihm weiß man auch, dass er vor eigenem Publikum in Hochform auflaufen kann.

Vandans hat sehr viele Italiener wie z. B. eure Nummer 2 Simone Bolelli  oder Flavio Cipolla, die Nummer 3, genannt. Werden die Österreicher daher überhaupt zum Einsatz kommen?
Wir wollen mit mindestens drei Österreichern – Andreas Haider-Maurer, Philipp Oswald und Rainer Eitzinger – spielen, und auch Armin Sandbichler wird regelmäßig zum Einsatz kommen.



TEIL 10

INTERVIEW MIT HERBERT JERICH JR. (Gleisdorf)


"Weltklasse-Tennis in Gleisdorf"
(1.6.2010)

Ihre Nummer 1, Jürgen Melzer, steht erstmals in seiner Karriere im Viertelfinale eines Grand Slam-Turniers. Wie groß ist Ihre „Angst“, dass er in Paris noch weiter kommen könnte und Ihnen damit in der ersten Runde gegen Strassburg nicht zur Verfügung steht?

Wir wollen jede Begegnung gewinnen. Mit Jürgen Melzer wäre das natürlich einfacher. Abgesehen davon laufen die Vorbereitungen auf das Spiel gegen den UTC Straßburg auf Hochtouren. Damit wir den Heimvorteil voll ausschöpfen können, haben wir eine Zusatztribüne für 1.000 Zuschauer errichtet.

Was würde passieren, wenn Melzer zum Bundesliga-Auftakt nicht spielen könnte?

Dann wird unser restliches Team „einspringen“ müssen. Björn Phau hat zuletzt ganz stark gespielt und in den vergangenen drei Wochen zwei Challenger-Turniere in Biella und Alessandria in Italien gewonnen. Stefan Koubek ist seit mehr als einem Jahrzehnt eine feste Größe im heimischen Tennis. Zudem zeigt auch die Formkurve von Martin Fischer, der sich in Paris erstmals für ein Grand-Slam-Turnier qualifiziert und dann gegen den Argentinier Horacio Zeballos mit 6:8 im fünften Satz knapp verloren hat, steil nach oben. Auch Alexander Peya hat sich wieder an die Top 200 im ATP-Ranking herangekämpft. Gleisdorf darf sich in dieser Saison auf Weltklasse-Tennis freuen. Komplettiert wird unser Team durch starke steirische Spieler, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass wir in den vergangenen drei Jahren den Durchmarsch von der Landesliga B in die Bundesliga geschafft haben.

Ihre Erwartungen bzw. Vorgaben an Ihr Team?

Wir haben in den vergangenen drei Jahren den Durchmarsch von der Landesliga B in die Bundesliga geschafft. Mit den namhaften Verstärkungen gibt es für uns in dieser Saison nur ein Ziel: den Titel.



TEIL 9

INTERVIEW MIT GEORG PIRKEBNER (Strassburg)


"Das Fernziel? Das Davis Cup-Team 2015"
(31.5.2010)

Im Vorjahr belegte Strassburg in der Endtabelle Platz 2 hinter Vandans. Was hat sich seither bei euch getan?

Mit Daniel Köllerer, Alijaz Bedene (SLO), Alexander Flock (GER), György Balazs (HUN), Michael Linzer haben wir vier Neuzugänge. Was bei uns auch neu ist, ist eine Kooperation mit dem Colony Club. Das Ziel dabei ist, junge österreichische Spieler in die Liga zu importieren und ihnen eine Möglichkeit zu geben, in Verbindung mit den Routiniers dort zu spielen. Das Fernziel ist, das österreichische Davis Cup-Team 2015 zu stellen. Nachdem wir in Strassburg nicht die Infrastruktur besitzen, das Final Four zu veranstalten, ist das mit dem Colony Club eine sehr interessante Verbindung.

Ihre Erwartungen für die heurige Saison?
Das Final Four MUSS einfach unser Ziel sein, wenn man so eine Mannschaft hat. Das Problem, das wir heuer haben, ist allerdings die Gruppenauslosung mit Gleisdorf und LTM Team Wien, die das gleiche wie wir vorhaben. Eine von diesen drei Mannschaften wird auf der Strecke bleiben. Ich hoffe, dass solche Duelle einen positiven Effekt für die Bundesliga haben und generell einen Input für das Tennis insgesamt liefern – insbesondere für Tennis in den Printmedien.

Gleich in Runde 1 kommt es zum großen Duell zwischen Jürgen Melzer, der Nummer 1 von Gleisdorf, und Daniel Köllerer, der Nummer 1 von Strassburg. Eine brisante Begegnung mit hohem Explosionsfaktor, ...

... und haargenau das finde ich perfekt. Ich glaube, dass beide Profi genug sind und genau wissen, was sie machen und wie sie es machen und es daher zu keinem Konflikt kommen wird. So schlecht man manchmal über Köllerer auch spricht und diskutiert, muss man doch ehrlich sein und zugeben, dass wir solche Typen einfach brauchen. Sie kurbeln das Interesse an, und auf einmal kribbelt es wieder! Solange es am Platz und im Vorfeld nicht unter die Gürtellinie geht, finde ich solche Duelle absolut positiv.

Wie oft wird Köllerer bei Strassburg zum Einsatz kommen?
Er wird die erste Runde für uns spielen und dann hoffentlich das Obere Playoff. Ich bin optimistisch, dass wir das tatsächlich schaffen, denn realistisch betrachtet, sind wir eigentlich der erste Kandidat für das Untere Playoff. Wenn man sich die restlichen Mannschaften anschaut, dann passt unser Konzept nicht unbedingt dort hinein. Wir müssen schauen, wie wir da drüber kommen. Es wird auch sehr viel davon abhängen, wie die Wiener spielen, die ausschließlich mit Ausländern antreten werden. Wobei man sich die Frage stellen sollte, ob das für eine österreichische Bundesliga sinnvoll ist und einen Wert hat.

Wer ist für Sie der erste Favorit auf den Titel?

Für mich ist Gleisdorf der Favorit, sollten sie mit einem Großteil der genannten Spieler durchspielen. Sie haben die kompakteste Mannschaft und werden mit sehr vielen Österreicher spielen. Davor muss man den Hut ziehen. Es wäre schön, wenn man auch für die nächsten Jahre da eine Kontinuität erkennen könnte, d. h. dass der Auftritt von Jürgen Melzer oder Stefan Koubek in der Bundesliga keine Eintagsfliege bleibt.

ANMERKUNG: DAS INTERVIEW WURDE VOR DEN FRENCH OPEN, UND DAMIT AUCH VOR DANIEL KÖLLERERS BURNOUT GEFÜHRT.

 WEITERE INFORMATIONEN



TEIL 8

INTERVIEW MIT DIMITRI KOTCHETKOV (Wien)

"Die eine oder andere Überraschung"
(30.5.2010)

Am 3. Juni beginnt für LTM Team Wien, dem einzigen Team aus der Bundeshauptstadt, die Bundesliga. Was gibt es Neues?
Einige Leute sind abgegangen, neue sind dazugekommen. Die Mannschaft hat sich im Vergleich zur vorherigen Saison stark geändert.

Auf der Spielerliste Ihres Teams sind von Platz 1 (Juan-Pablo Brzezicki/POL) bis Platz 12 (Stephan Khotulev/RUS) ausschließlich Ausländer zu finden. Warum spielen bei euch keine Österreicher mit?

Wir haben zwar bei einigen österreichischen  Spieler angefragt, konnten uns mit ihnen aber nicht einigen. Wir werden nächstes Jahr natürlich wieder versuchen, österreichische Spieler in die Mannschaft zu bekommen, dieses Jahr ist es uns leider nicht gelungen.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Bundesliga?

Unser Ziel ist das Obere Playoff, und vielleicht können wir dann dort für die eine oder andere Überraschung sorgen. Ich habe schon genug Partien gesehen, wo Außenseiter über sich hinausgewachsen sind.

Wer ist Ihr persönlicher Favorit?
Wenn man sich die Aufstellungen der anderen Mannschaften anschaut, dann wird klar, dass es diesmal sehr, sehr schwierig werden wird. Gleisdorf ist für mich der absolute Favorit, obwohl es natürlich darauf ankommen wird, wer tatsächlich am Platz steht. Wir gehen aber mit einem kleinen Plus in die zweite Runde gegen Gleisdorf: Unsere Nummer 5, Denis Gremelmayr, hat Koubek zuletzt im Viertelfinale von Ramat Hasharon in zwei Sätzen geschlagen.



TEIL 7

INTERVIEW MIT REINHARD PILS (Linz)

"Petzschner spielt in Runde 1"
(29.5.2010)

2009 konnte sich ULTV Linz im Abstiegs-Playoff nur knapp gegen Klagenfurt durchsetzen und ist damit dem Abstiegsfinale entgangen. Wie ist die Situation heuer bei euch?
Im Spielerbereich hat sich bei uns ein bisschen etwas getan. Johannes Ager, der früher schon einmal bei uns war, ist wieder zurückgekommen. Auch Richard Ruckelshausen, der früher bei LTM Wien war, feiert bei uns ein Comeback. Als wichtigster EU-Ausländer ist Philipp Petzschner zu uns gekommen, weil er ein guter Freund von Christopher Kas (Nummer 9 in der Linzer Spielerliste; Anm.)  ist und uns daher abseits seiner internationalen Einsätze in der Meisterschaft zur Verfügung stehen wird. Fix ist aber schon jetzt, dass er in der ersten Runde gegen Deutsch-Wagram sicher dabei sein wird.

Mit welcher Zielsetzung gehen Sie mit Ihrem Team heuer in die Bundesliga?
Das Ziel ist, nach zwei Jahren des Abwehrkampfes wieder einmal ins Obere Playoff zu kommen.

Ihr persönlicher Favorit?
Favorit ist sicherlich Gleisdorf, obwohl man erst am Ende des Tages schauen muss, welcher der genannten Spieler tatsächlich Zeit für die Bundesliga haben wird oder doch international im Einsatz war. Für die Medienpräsenz der gesamten Bundesliga sind Spieler wie Melzer, Koubek, Peya oder Köllerer bei Strassburg auf jeden Fall eine sehr gute Sache. Und sollten sie tatsächlich mehr oder weniger regelmäßig zum Einsatz kommen, bleibt uns immer noch die Hoffnung, dass die Meisterschaft schon immer eigene Gesetze hatte und oft die besten Leute umfallen.





TEIL 6

INTERVIEW MIT STEFAN SCHIESS (Salzburg)

"Auch Gleisdorf ist schlagbar"
(28.5.2010)

Im Vorjahr landete Salzburg zwar im Unteren Playoff, konnte sich dort aber gegen Deutsch-Wagram souverän durchsetzen und landete letztendlich auf Platz 5. Und heuer?
Heuer haben wir v. a. bei den Ausländern gewechselt, da wir die Mannschaft verstärken wollten. Florian Mayer (GER) ist neu bei uns, ebenso Hans Podlipnik-Castillo (CHI), Pablo Figueroa (SWE), Tim Göranson (SWE).

Wie groß sind die Chancen, dass Ihnen diese Spieler auch zur Verfügung stehen werden?
Die Bundesliga beginnt Ende der zweiten Paris-Woche, und da wird voraussichtlich keiner unserer Spieler mehr im Einsatz sein. Daher werden sie auch zum Einsatz kommen. Wir streben nach über 25 Jahren erstmalig wieder das Obere Playoff an. Wir sind jetzt zum vierten Jahr in der Bundesliga, davor waren wir nicht in der obersten Liga vertreten. Unsere Schlüsselidee ist: drei Ausländer, drei Österreicher. Wir werden aber schon mit den besseren Ausländern ans Werk gehen.

Mit dem Vorjahresmeister UTC Vandans und ULTV Linz hat Salzburg aber nicht unbedingt die schwächste Gruppe erwischt.
Es wird auf jeden Fall spannend werden. Das trifft aber auch auf die zweite Gruppe zu. Würden tatsächlich alle der genannten Spieler spielen, dann könnte es heuer die stärkste Bundesliga seit langem werden.

Ihr Favorit auf den Titel?
Es gibt einige Favoriten. Bei Vandans wird man sehen, inwieweit sie ihr hohes Spielerniveau durchfinanzieren werden können. Die Linzer haben einen Kloer, einen Kas, einen Neumüller, einen Mirnegg in ihren Reihen – alles keine schlechten. Kloer/Kas sind deutsche Davis Cup-Spieler. Ich habe daher absolut keine Meinung, wer zu favorisieren wäre. Vielleicht Gleisdorf am Ende des Tages, weil dort das Geld vorhanden ist und sie ihren Aufstieg in die Bundesliga in den letzten zwei, drei Jahren sehr konsequent betrieben haben. Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie nicht die allergrößte Spielerdecke haben. Das könnte ihnen vielleicht auf den Kopf fallen. Ein Peya ist wie auch ein Koubek auch schon in die Jahre gekommen, hat hin und wieder ein Wehwehchen. Und die Spieler auf den mittleren bzw. hinteren Plätzen ihrer Mannschaftsliste wie z. B. ein Schmölzer oder Magg sind durchaus schlagbar.



TEIL 5

INTERVIEW MIT MARKUS POLLESSNIG (Klagenfurt)

"Unser Hauptgegner? Deutsch-Wagram!"
(27.5.2010)

Mit Dieter Kindlmann (GER), Stefan Koubek, Antonio Veic (CRO) und Jan Mertl (CZE) haben Sie vier sehr starke Spieler verloren. Wird Sportunion Klagenfurt diese Abgänge verkraften können?
Sagen wir einmal so: Es wird verdammt schwierig werden. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation haben wir weniger Förderungen zur Verfügung. Deshalb haben wir bei den Spielern Einsparungen vornehmen müssen, und deshalb ist z. B. ein Stefan Koubek weg.

Das Ziel für die heurige Saison?
Das kann nur der Klassenerhalt sein, was allerdings sehr schwierig werden wird. Wir wissen, dass es gegen den Abstieg geht und dass wir aufgrund der budgetären Situation für unsere Gruppe keine ausgeglichene Mannschaft zusammenstellen können. Unser Hauptgegner wird wohl Deutsch-Wagram sein, der Absteiger aus dem Vorjahr, der ja nur deshalb weiterhin in der Bundesliga vertreten ist, weil sich Ober St. Veit zurückgezogen hat.

Ihre Truppe kommt aus Italien, der Schweiz, der Tschechei, Deutschland, Slowenien und Österreich. Wer wird zum Einsatz kommen?
Wir werden hauptsächlich mit den einheimischen Spieler spielen, d. h. mit Herbert Wiltschnig, Bertram Steinberger, Björn Propst und Patrick Ofner. Das war auch meine Idee bei der letzten ÖTV-Sitzung, dass die Bundesliga auf drei einheimische Spieler und drei EU-Ausländer beschränkt werden sollte, bin damit aber nicht durchgekommen.

Ihr Favorit auf den Titel?
Ich kann nur von den Nennlisten ausgehen. Daher muss ich sagen: Eindeutig Gleisdorf. Sie haben fast das gesamte Davis Cup-Team verpflichtet, obwohl man nicht wirklich weiß, wer tatsächlich spielen wird.


TEIL 4

INTERVIEW MIT HERIBERT ELIAS (Deutsch-Wagram)

"Es wird eng werden"
(26.5.2010)

2009 war Deutsch-Wagram eigentlich aus der Bundesliga abgestiegen und ist nur deshalb in der obersten Klasse verblieben, weil sich der TC Ober St. Veit das Abenteuer „Bundesliga“ nicht mehr leisten wollte. Rechnen Sie daher auch heuer wieder mit dem Kampf gegen den Abstieg?

Sagen wir einmal so: Es wird ziemlich eng werden. Vor allem auch deshalb, weil wir mit Jürgen Melzer einen sicheren Punktelieferanten verloren haben, was uns natürlich sehr weh tut.

Warum konnte der Deutsch-Wagramer Melzer nicht bei seinem Heimverein gehalten werden?

Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens hätte er uns im Abstiegskampf überhaupt nicht helfen können. Auch im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt nämlich schon bei den Rasenturnieren unterwegs. Insgesamt konnte er 2009 nur ein Mal für uns spielen, vor zwei Jahren überhaupt nicht. Und zweitens haben ihm die Gleisdorfer ein finanzielles Angebot gemacht, das er einfach nicht abschlagen konnte.

Geld regiert nun einmal die Welt ...

... stimmt, aber dafür man ihm in keiner Weise böse sein. Er ist nun einmal ein Tennisprofi, dessen Karriere vielleicht bis zum 35. Lebensjahr dauert, und innerhalb dieser kurzen Zeitspanne muss er Geld verdienen. Damit haben wir überhaupt kein Problem.

Das Ziel für Deutsch-Wagram in dieser Saison kann daher ...
... nur der Versuch sein, aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen. Wir haben im Vorjahr von unseren Legionären v. a. Sebastian Knittel (GER) eingesetzt, und das wollen wir auch heuer so praktizieren. Es wird aber auch Dominik Hrbaty, immerhin eine ehemalige Nummer 12 in der Weltrangliste (2004), hoffentlich für wichtige Punkte sorgen, sodass wir nicht – so wie im Vorjahr – im Playoff ziemlich leer dastehen und ausschließlich mit unseren Burschen spielen mussten. Ich hoffe, dass sich unsere vier jungen, größtenteils, Eigenbauspieler Pascal Brunner, Philipp Lang, Gerald Melzer und Riccardo Bellotti so weiterverbessert haben, dass der Klassenerhalt möglich wird.

Ist Gleisdorf mit Jürgen Melzer für Sie der Favorit auf den Gewinn des Bundesliga-Titels?

Ja und dann auch wieder nein. Gleisdorf ist vorne zwar sehr stark besetzt, je weiter es in der Spielerliste aber nach hinten geht, umso schwächer schaut es bei ihnen auf den ersten Blick zumindest aus. Als Jürgen noch bei uns gespielt hat, war ich – was die zweite Paris-Woche betrifft – immer sehr gespalten, weil ich ihn natürlich einsetzen wollte. Für die Gleisdorf-Gegner Strassburg, Wien und Klagenfurt kann ich daher nur hoffen, dass Jürgen bei den French Open zum ersten Mal so weit kommt (das Finale wäre am 6.6.; Anm.), dass er ihnen überhaupt nicht zur Verfügung steht.





TEIL 3

DIE ZU- UND ABGÄNGE DER EINZELNEN TEAMS

AHM nach Vandans, Melzer nach Gleisdorf u. n. s. v. m.

(25.5.2010)

1. Salzburger TC Stiegl

Zugänge: Florian Mayer (GER), Hans Podlipnik-Castillo (CHI), Pablo Figueroa (SWE), Tim Göranson (SWE), Daniel Geib, Gerald Kamitz
Abgänge: Kamil Capkovic (SVK), Jiri Skoloudik (CZE), Stefan Dollhäubl, Nikola Martinis (CRO), Johannes Köth

UTC Vandans
Zugänge: Andreas Haider-Maurer, Simone Vagnozzi (ITA), Andrea Stoppini (ITA)
Abgänge: Rainer Schüttler (GER), Giancarlo Petrazzuolo (ITA), Max Raditschnigg

ULTV Linz
Zugänge: Philipp Petzschner (GER), Dominik Meffert (GER/kommt allerdings nicht zum Einsatz), Johannes Ager, Richard Ruckelshausen
Abgänge: Peter Steinberger (GER), Kevin Richter, Clemens Trimmel

TC Deutsch-Wagram
Zugänge: Dominik Hrbaty (SVK), Andrej Jonas Martin (SVK), Alex Sadecky (SUI), Enrico Burzi (ITA), Michal Pazicky (SVK)
Abgänge: Jürgen Melzer, Jarkko Nieminen (FIN), Walter Ludovic (FRA), Ivan Cerovic (CRO), Lars Burgsmüller (GER), Frantisek Cermak (CZE), Martin Durdik (SVK)

LTM Team Wien
Zugänge: Juan-Pablo Brzezicki (POL), Niels Desein (BEL), Martin Klizan (SVK), Yannick Mertens (BEL), Denis Gremelmayr (GER), Ilya Belyaev (RUS), Juo Paukku (FIN), Frank Wintermantel (GER), Stepan Khotulev (RUS)
Abgänge: Deniss Pavlovs (LAT), Simone Vagnozzi (ITA), Oliver Marach, Johannes Ager, Richard Ruckelshausen, Stefan Wauters (BEL), Kirill Titov (RUS)

UTC Hohe Brücke Strassburg
Zugänge: Daniel Köllerer, Alijaz Bedene (SLO), Alexander Flock (GER), György Balazs (HUN), Michael Linzer
Abgänge: Andreas Haider-Maurer, Jan Hajek (CZE), Roman Vogeli (CZE), Walter Treu, Bertram Steinberger, Herbert Wiltschnig

TC Gleisdorf

Zugänge: Jürgen Melzer, Stefan Koubek, Björn Phau (GER)
Abgänge: Christopher Windisch, Herwig Reisenhofer (beide in der 2. Mannschaft von Gleisdorf)

Sportunion Klagenfurt

Zugänge: Fabio Fognini (ITA), Jiri Skoloudik (CZE), Herbert Wiltschnig, Robin Roshardt (SUI), Bertram Steinberger, Patrick Ofner, Markus Ahne, Wolfram Klingspiegel
Abgänge: Dieter Kindlmann (GER), Stefan Koubek, Antonio Veic (CRO), Jan Mertl (CZE), Cesar Victoria Ferrer (ESP), Matteo Volante (ITA), Martin Vacek (CZE), Jürgen Gündera



TEIL 2

"Das Gigantenduell"

(21.5.2010)
Jürgen Melzer gegen Daniel Köllerer – bisher hatte es dieses brisante Duell nur abseits des Tenniscourts gegeben, auf ihrem Arbeitsplatz sind sich die beiden hingegen noch nie gegenüber gestanden. Am 3. Juni kommt es daher in der ersten Runde der 3TennisAustriaLiga (= Bundesliga) zu einer Premiere, die bereits im Vorfeld erste Wogen aufwirft: Der im letzten Jahr in die Bundesliga aufgestiegene TC Gleisdorf (mit Nummer 1 Melzer) trifft auf den UTC Strassburg (mit Nummer 1 Köllerer) und wird als Gastgeber rund um das Duell der beiden Top-Spieler „ein richtiges Volksfest“ (ÖTV-Wettspielreferent Heinz Lampe) veranstalten, der ORF Steiermark wird mit einem eigenen Kamerateam vor Ort sein. Lediglich ein Halbfinal-Einzug eines der beiden Spieler bei den French Open könnte dem publikumswirksamen Schlagabtausch noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Zusatztribüne für "Das Duell"
„Die Vorbereitungen auf das Spiel gegen den UTC Straßburg laufen auf Hochtouren", sagt Herbert Jerich, Gleisdorf-Mannschaftsführer und Hauptsponsor in einer Person. "Damit wir den Heimvorteil voll ausschöpfen können, werden wir eine Zusatztribüne für 1.000 Zuschauer errichten." Um auch gegen die Sportunion Klagenfurt auf die Unterstützung der Fans bauen zu können, haben die Gleisdorfer das zweite Heimspiel von Montag auf einen arbeitsfreien Sonntag, den 6. Juni 2010, vorverlegt. In der zweiten Runde ist die Jerich-Truppe am 5. Juni 2010 beim LTM Team Wien zu Gast.

Das Ziel? Der Titel.
Ein Blick auf den Kader des TCG verrät, welche Ziele sich Mannschaftsführer Herbert Jerich jun. in dieser Saison gesteckt hat: „Wir haben in den vergangenen drei Jahren den Durchmarsch von der Landesliga B in die Bundesliga geschafft. Mit den namhaften Verstärkungen gibt es für uns in dieser Saison nur ein Ziel: den Titel.“ Dafür hat der Transportunternehmer beinahe das gesamte Davis Cup-Team verpflichtet: Neben der heimischen Nummer eins Jürgen Melzer greifen in dieser Saison nämlich auch Stefan Koubek, Martin Fischer und Alexander Peya für den TC Gleisdorf zum Racket. Mit Björn Phau konnte zudem ein deutsches Tennis-Ass verpflichtet werden. Das Staraufgebot wird durch die Lokalmatadore Christian Magg, Patrick Schmölzer, Matthias Absenger und Jerich komplettiert.



TEIL 1

Alle gegen die "Davis Cupper"
aus Gleisdorf
(20.5.2010)
Fünf Top 100-Spieler (Jürgen Melzer/30., Philipp Petzschner/45., Florian Mayer/48., Simon Greul/62., Fabio Fognini/80.), vier im Ranking zwischen 106 (Daniel Köllerer) und 138 (Björn Phall) und sieben aus dem Bereich zwischen 154 (Dominik Hrbaty) und 191 (Martin Fischer) – allein anhand der Weltranglistenpositionen (Stand: 3.5.2010) der zum Einsatz kommenden Spieler kündigt sich eine der stärksten Bundesliga-Saisonen aller Zeiten an. Für den Großteil der Mannschaftsführer (Interviewserie auf www.tennisaustria.at ab 26.5.; Anm.) ist aber bereits vor der ersten Runde klar, wer zumindest am Papier die besten Karten hat, um am Ende die Nase vorne zu haben. „Gleisdorf“, so Georg Pirkebner (Strassburg), „wenn es ihnen gelingt, mit einem Großteil ihrer genannten Spieler durchzuspielen.“ „Gleisdorf“, so Markus Polessnig (Klagenfurt), „weil sie mit Melzer, Koubek, Peya und Fischer fast das gesamte österreichische Davis Cup-Team verpflichtet haben.“

Oder doch Vandans, Linz oder Wien?
Da die Bundesliga „aber schon immer eigene Gesetze gehabt hat und dabei oft die besten Leute umgefallen sind“, so Reinhard Pils (Linz), könnten durchaus auch andere Teams zum Zug kommen. Etwa ULTV Linz, „weil sie mit Philipp Petzschner, Sascha Kloer und Christopher Kas deutsche Davis Cup-Spieler in den eigenen Reihen haben“, so Stefan Schiess (Salzburg). Aber auch Vorjahresmeister UTC Vandans dürfte ein heißer Kandidat für das obere Playoff sein. „Im Vergleich zu den anderen Teams haben wir sicherlich die kompakteste Mannschaft“, so Peter Vonier. Und was ist mit dem Dritten der vorjährigen Bundesliga, LTM Team Wien? „Unser Ziel ist das Obere Playoff“, so Dimitri Kotchetkov, „und vielleicht können wir dort für die eine oder andere Überraschung sorgen.“

WEITERE INFORMATIONEN


Bundesliga 2010: Die Termine

HAK GRUPPE A


Do, 3.6.2010, 11:00 Uhr

ULTV Linz – TC Babolat Deutsch-Wagram
1. Salzburger TC Stiegl – UTC Vandans


Sa, 5.6.2010, 11:00 Uhr

UTC Vandans – ULTV Linz
TC Babolat Deutsch-Wagram – 1. Salzburger TC Stiegl


Mo, 7.6.2010, 11:00 Uhr

UTC Vandans – TC Babolat Deutsch-Wagram
1. Salzburger TC Stiegl – ULTV Linz



HAK GRUPPE B

Do, 3.6.2010, 11:00 Uhr

TC Gleisdorf – UTC Hohe Brücke Strassburg
Sportunion Klagenfurt – LTM Team Wien


Sa, 5.6.2010, 11:00 Uhr

LTM Team Wien – TC Gleisdorf
UTC Hohe Brücke Strassburg – Sportunion Klagenfurt


Mo, 7.6.2010, 11:00 Uhr

TC Gleisdorf – Sportunion Klagenfurt
LTM Team Wien – UTC Hohe Brücke Strassburg


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