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Bundesliga

BUNDESLIGA 2010/TEIL 8: „UNSERE NUMMER 5 HAT KOUBEK SCHON EINMAL GESCHLAGEN“

LTM Team Wien-Mannschaftsführer Dimitri Kotchtekov über sein Team ohne österreichischem Touch, seine Hoffnung auf den Außenseiter-Faktor und den ersten „Sieg“ der Wiener über Gleisdorf, allerdings in Israel. Morgen: Georg Pirkebner (UTC Hohe Brücke Strassburg).

"Die eine oder andere Überraschung"
(30.5.2010)

Am 3. Juni beginnt für LTM Team Wien, dem einzigen Team aus der Bundeshauptstadt, die Bundesliga. Was gibt es Neues?
Einige Leute sind abgegangen, neue sind dazugekommen. Die Mannschaft hat sich im Vergleich zur vorherigen Saison stark geändert.

Auf der Spielerliste Ihres Teams sind von Platz 1 (Juan-Pablo Brzezicki/POL) bis Platz 12 (Stephan Khotulev/RUS) ausschließlich Ausländer zu finden. Warum spielen bei euch keine Österreicher mit?

Wir haben zwar bei einigen österreichischen  Spieler angefragt, konnten uns mit ihnen aber nicht einigen. Wir werden nächstes Jahr natürlich wieder versuchen, österreichische Spieler in die Mannschaft zu bekommen, dieses Jahr ist es uns leider nicht gelungen.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Bundesliga?

Unser Ziel ist das Obere Playoff, und vielleicht können wir dann dort für die eine oder andere Überraschung sorgen. Ich habe schon genug Partien gesehen, wo Außenseiter über sich hinausgewachsen sind.

Wer ist Ihr persönlicher Favorit?
Wenn man sich die Aufstellungen der anderen Mannschaften anschaut, dann wird klar, dass es diesmal sehr, sehr schwierig werden wird. Gleisdorf ist für mich der absolute Favorit, obwohl es natürlich darauf ankommen wird, wer tatsächlich am Platz steht. Wir gehen aber mit einem kleinen Plus in die zweite Runde gegen Gleisdorf: Unsere Nummer 5, Denis Gremelmayr, hat Koubek zuletzt im Viertelfinale von Ramat Hasharon in zwei Sätzen geschlagen.



TEIL 7

INTERVIEW MIT REINHARD PILS (Linz)

"Petzschner spielt in Runde 1"
(29.5.2010)

2009 konnte sich ULTV Linz im Abstiegs-Playoff nur knapp gegen Klagenfurt durchsetzen und ist damit dem Abstiegsfinale entgangen. Wie ist die Situation heuer bei euch?
Im Spielerbereich hat sich bei uns ein bisschen etwas getan. Johannes Ager, der früher schon einmal bei uns war, ist wieder zurückgekommen. Auch Richard Ruckelshausen, der früher bei LTM Wien war, feiert bei uns ein Comeback. Als wichtigster EU-Ausländer ist Philipp Petzschner zu uns gekommen, weil er ein guter Freund von Christopher Kas (Nummer 9 in der Linzer Spielerliste; Anm.)  ist und uns daher abseits seiner internationalen Einsätze in der Meisterschaft zur Verfügung stehen wird. Fix ist aber schon jetzt, dass er in der ersten Runde gegen Deutsch-Wagram sicher dabei sein wird.

Mit welcher Zielsetzung gehen Sie mit Ihrem Team heuer in die Bundesliga?
Das Ziel ist, nach zwei Jahren des Abwehrkampfes wieder einmal ins Obere Playoff zu kommen.

Ihr persönlicher Favorit?
Favorit ist sicherlich Gleisdorf, obwohl man erst am Ende des Tages schauen muss, welcher der genannten Spieler tatsächlich Zeit für die Bundesliga haben wird oder doch international im Einsatz war. Für die Medienpräsenz der gesamten Bundesliga sind Spieler wie Melzer, Koubek, Peya oder Köllerer bei Strassburg auf jeden Fall eine sehr gute Sache. Und sollten sie tatsächlich mehr oder weniger regelmäßig zum Einsatz kommen, bleibt uns immer noch die Hoffnung, dass die Meisterschaft schon immer eigene Gesetze hatte und oft die besten Leute umfallen.





TEIL 6

INTERVIEW MIT STEFAN SCHIESS (Salzburg)

"Auch Gleisdorf ist schlagbar"
(28.5.2010)

Im Vorjahr landete Salzburg zwar im Unteren Playoff, konnte sich dort aber gegen Deutsch-Wagram souverän durchsetzen und landete letztendlich auf Platz 5. Und heuer?
Heuer haben wir v. a. bei den Ausländern gewechselt, da wir die Mannschaft verstärken wollten. Florian Mayer (GER) ist neu bei uns, ebenso Hans Podlipnik-Castillo (CHI), Pablo Figueroa (SWE), Tim Göranson (SWE).

Wie groß sind die Chancen, dass Ihnen diese Spieler auch zur Verfügung stehen werden?
Die Bundesliga beginnt Ende der zweiten Paris-Woche, und da wird voraussichtlich keiner unserer Spieler mehr im Einsatz sein. Daher werden sie auch zum Einsatz kommen. Wir streben nach über 25 Jahren erstmalig wieder das Obere Playoff an. Wir sind jetzt zum vierten Jahr in der Bundesliga, davor waren wir nicht in der obersten Liga vertreten. Unsere Schlüsselidee ist: drei Ausländer, drei Österreicher. Wir werden aber schon mit den besseren Ausländern ans Werk gehen.

Mit dem Vorjahresmeister UTC Vandans und ULTV Linz hat Salzburg aber nicht unbedingt die schwächste Gruppe erwischt.
Es wird auf jeden Fall spannend werden. Das trifft aber auch auf die zweite Gruppe zu. Würden tatsächlich alle der genannten Spieler spielen, dann könnte es heuer die stärkste Bundesliga seit langem werden.

Ihr Favorit auf den Titel?
Es gibt einige Favoriten. Bei Vandans wird man sehen, inwieweit sie ihr hohes Spielerniveau durchfinanzieren werden können. Die Linzer haben einen Kloer, einen Kas, einen Neumüller, einen Mirnegg in ihren Reihen – alles keine schlechten. Kloer/Kas sind deutsche Davis Cup-Spieler. Ich habe daher absolut keine Meinung, wer zu favorisieren wäre. Vielleicht Gleisdorf am Ende des Tages, weil dort das Geld vorhanden ist und sie ihren Aufstieg in die Bundesliga in den letzten zwei, drei Jahren sehr konsequent betrieben haben. Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie nicht die allergrößte Spielerdecke haben. Das könnte ihnen vielleicht auf den Kopf fallen. Ein Peya ist wie auch ein Koubek auch schon in die Jahre gekommen, hat hin und wieder ein Wehwehchen. Und die Spieler auf den mittleren bzw. hinteren Plätzen ihrer Mannschaftsliste wie z. B. ein Schmölzer oder Magg sind durchaus schlagbar.



TEIL 5

INTERVIEW MIT MARKUS POLLESSNIG (Klagenfurt)

"Unser Hauptgegner? Deutsch-Wagram!"
(27.5.2010)

Mit Dieter Kindlmann (GER), Stefan Koubek, Antonio Veic (CRO) und Jan Mertl (CZE) haben Sie vier sehr starke Spieler verloren. Wird Sportunion Klagenfurt diese Abgänge verkraften können?
Sagen wir einmal so: Es wird verdammt schwierig werden. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation haben wir weniger Förderungen zur Verfügung. Deshalb haben wir bei den Spielern Einsparungen vornehmen müssen, und deshalb ist z. B. ein Stefan Koubek weg.

Das Ziel für die heurige Saison?
Das kann nur der Klassenerhalt sein, was allerdings sehr schwierig werden wird. Wir wissen, dass es gegen den Abstieg geht und dass wir aufgrund der budgetären Situation für unsere Gruppe keine ausgeglichene Mannschaft zusammenstellen können. Unser Hauptgegner wird wohl Deutsch-Wagram sein, der Absteiger aus dem Vorjahr, der ja nur deshalb weiterhin in der Bundesliga vertreten ist, weil sich Ober St. Veit zurückgezogen hat.

Ihre Truppe kommt aus Italien, der Schweiz, der Tschechei, Deutschland, Slowenien und Österreich. Wer wird zum Einsatz kommen?
Wir werden hauptsächlich mit den einheimischen Spieler spielen, d. h. mit Herbert Wiltschnig, Bertram Steinberger, Björn Propst und Patrick Ofner. Das war auch meine Idee bei der letzten ÖTV-Sitzung, dass die Bundesliga auf drei einheimische Spieler und drei EU-Ausländer beschränkt werden sollte, bin damit aber nicht durchgekommen.

Ihr Favorit auf den Titel?
Ich kann nur von den Nennlisten ausgehen. Daher muss ich sagen: Eindeutig Gleisdorf. Sie haben fast das gesamte Davis Cup-Team verpflichtet, obwohl man nicht wirklich weiß, wer tatsächlich spielen wird.


TEIL 4

INTERVIEW MIT HERIBERT ELIAS (Deutsch-Wagram)

"Es wird eng werden"
(26.5.2010)

2009 war Deutsch-Wagram eigentlich aus der Bundesliga abgestiegen und ist nur deshalb in der obersten Klasse verblieben, weil sich der TC Ober St. Veit das Abenteuer „Bundesliga“ nicht mehr leisten wollte. Rechnen Sie daher auch heuer wieder mit dem Kampf gegen den Abstieg?

Sagen wir einmal so: Es wird ziemlich eng werden. Vor allem auch deshalb, weil wir mit Jürgen Melzer einen sicheren Punktelieferanten verloren haben, was uns natürlich sehr weh tut.

Warum konnte der Deutsch-Wagramer Melzer nicht bei seinem Heimverein gehalten werden?

Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens hätte er uns im Abstiegskampf überhaupt nicht helfen können. Auch im Vorjahr war er zu diesem Zeitpunkt nämlich schon bei den Rasenturnieren unterwegs. Insgesamt konnte er 2009 nur ein Mal für uns spielen, vor zwei Jahren überhaupt nicht. Und zweitens haben ihm die Gleisdorfer ein finanzielles Angebot gemacht, das er einfach nicht abschlagen konnte.

Geld regiert nun einmal die Welt ...

... stimmt, aber dafür man ihm in keiner Weise böse sein. Er ist nun einmal ein Tennisprofi, dessen Karriere vielleicht bis zum 35. Lebensjahr dauert, und innerhalb dieser kurzen Zeitspanne muss er Geld verdienen. Damit haben wir überhaupt kein Problem.

Das Ziel für Deutsch-Wagram in dieser Saison kann daher ...
... nur der Versuch sein, aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen. Wir haben im Vorjahr von unseren Legionären v. a. Sebastian Knittel (GER) eingesetzt, und das wollen wir auch heuer so praktizieren. Es wird aber auch Dominik Hrbaty, immerhin eine ehemalige Nummer 12 in der Weltrangliste (2004), hoffentlich für wichtige Punkte sorgen, sodass wir nicht – so wie im Vorjahr – im Playoff ziemlich leer dastehen und ausschließlich mit unseren Burschen spielen mussten. Ich hoffe, dass sich unsere vier jungen, größtenteils, Eigenbauspieler Pascal Brunner, Philipp Lang, Gerald Melzer und Riccardo Bellotti so weiterverbessert haben, dass der Klassenerhalt möglich wird.

Ist Gleisdorf mit Jürgen Melzer für Sie der Favorit auf den Gewinn des Bundesliga-Titels?

Ja und dann auch wieder nein. Gleisdorf ist vorne zwar sehr stark besetzt, je weiter es in der Spielerliste aber nach hinten geht, umso schwächer schaut es bei ihnen auf den ersten Blick zumindest aus. Als Jürgen noch bei uns gespielt hat, war ich – was die zweite Paris-Woche betrifft – immer sehr gespalten, weil ich ihn natürlich einsetzen wollte. Für die Gleisdorf-Gegner Strassburg, Wien und Klagenfurt kann ich daher nur hoffen, dass Jürgen bei den French Open zum ersten Mal so weit kommt (das Finale wäre am 6.6.; Anm.), dass er ihnen überhaupt nicht zur Verfügung steht.





TEIL 3

DIE ZU- UND ABGÄNGE DER EINZELNEN TEAMS

AHM nach Vandans, Melzer nach Gleisdorf u. n. s. v. m.

(25.5.2010)

1. Salzburger TC Stiegl

Zugänge: Florian Mayer (GER), Hans Podlipnik-Castillo (CHI), Pablo Figueroa (SWE), Tim Göranson (SWE), Daniel Geib, Gerald Kamitz
Abgänge: Kamil Capkovic (SVK), Jiri Skoloudik (CZE), Stefan Dollhäubl, Nikola Martinis (CRO), Johannes Köth

UTC Vandans
Zugänge: Andreas Haider-Maurer, Simone Vagnozzi (ITA), Andrea Stoppini (ITA)
Abgänge: Rainer Schüttler (GER), Giancarlo Petrazzuolo (ITA), Max Raditschnigg

ULTV Linz
Zugänge: Philipp Petzschner (GER), Dominik Meffert (GER/kommt allerdings nicht zum Einsatz), Johannes Ager, Richard Ruckelshausen
Abgänge: Peter Steinberger (GER), Kevin Richter, Clemens Trimmel

TC Deutsch-Wagram
Zugänge: Dominik Hrbaty (SVK), Andrej Jonas Martin (SVK), Alex Sadecky (SUI), Enrico Burzi (ITA), Michal Pazicky (SVK)
Abgänge: Jürgen Melzer, Jarkko Nieminen (FIN), Walter Ludovic (FRA), Ivan Cerovic (CRO), Lars Burgsmüller (GER), Frantisek Cermak (CZE), Martin Durdik (SVK)

LTM Team Wien
Zugänge: Juan-Pablo Brzezicki (POL), Niels Desein (BEL), Martin Klizan (SVK), Yannick Mertens (BEL), Denis Gremelmayr (GER), Ilya Belyaev (RUS), Juo Paukku (FIN), Frank Wintermantel (GER), Stepan Khotulev (RUS)
Abgänge: Deniss Pavlovs (LAT), Simone Vagnozzi (ITA), Oliver Marach, Johannes Ager, Richard Ruckelshausen, Stefan Wauters (BEL), Kirill Titov (RUS)

UTC Hohe Brücke Strassburg
Zugänge: Daniel Köllerer, Alijaz Bedene (SLO), Alexander Flock (GER), György Balazs (HUN), Michael Linzer
Abgänge: Andreas Haider-Maurer, Jan Hajek (CZE), Roman Vogeli (CZE), Walter Treu, Bertram Steinberger, Herbert Wiltschnig

TC Gleisdorf

Zugänge: Jürgen Melzer, Stefan Koubek, Björn Phau (GER)
Abgänge: Christopher Windisch, Herwig Reisenhofer (beide in der 2. Mannschaft von Gleisdorf)

Sportunion Klagenfurt

Zugänge: Fabio Fognini (ITA), Jiri Skoloudik (CZE), Herbert Wiltschnig, Robin Roshardt (SUI), Bertram Steinberger, Patrick Ofner, Markus Ahne, Wolfram Klingspiegel
Abgänge: Dieter Kindlmann (GER), Stefan Koubek, Antonio Veic (CRO), Jan Mertl (CZE), Cesar Victoria Ferrer (ESP), Matteo Volante (ITA), Martin Vacek (CZE), Jürgen Gündera



TEIL 2

"Das Gigantenduell"

(21.5.2010)
Jürgen Melzer gegen Daniel Köllerer – bisher hatte es dieses brisante Duell nur abseits des Tenniscourts gegeben, auf ihrem Arbeitsplatz sind sich die beiden hingegen noch nie gegenüber gestanden. Am 3. Juni kommt es daher in der ersten Runde der 3TennisAustriaLiga (= Bundesliga) zu einer Premiere, die bereits im Vorfeld erste Wogen aufwirft: Der im letzten Jahr in die Bundesliga aufgestiegene TC Gleisdorf (mit Nummer 1 Melzer) trifft auf den UTC Strassburg (mit Nummer 1 Köllerer) und wird als Gastgeber rund um das Duell der beiden Top-Spieler „ein richtiges Volksfest“ (ÖTV-Wettspielreferent Heinz Lampe) veranstalten, der ORF Steiermark wird mit einem eigenen Kamerateam vor Ort sein. Lediglich ein Halbfinal-Einzug eines der beiden Spieler bei den French Open könnte dem publikumswirksamen Schlagabtausch noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Zusatztribüne für "Das Duell"
„Die Vorbereitungen auf das Spiel gegen den UTC Straßburg laufen auf Hochtouren", sagt Herbert Jerich, Gleisdorf-Mannschaftsführer und Hauptsponsor in einer Person. "Damit wir den Heimvorteil voll ausschöpfen können, werden wir eine Zusatztribüne für 1.000 Zuschauer errichten." Um auch gegen die Sportunion Klagenfurt auf die Unterstützung der Fans bauen zu können, haben die Gleisdorfer das zweite Heimspiel von Montag auf einen arbeitsfreien Sonntag, den 6. Juni 2010, vorverlegt. In der zweiten Runde ist die Jerich-Truppe am 5. Juni 2010 beim LTM Team Wien zu Gast.

Das Ziel? Der Titel.
Ein Blick auf den Kader des TCG verrät, welche Ziele sich Mannschaftsführer Herbert Jerich jun. in dieser Saison gesteckt hat: „Wir haben in den vergangenen drei Jahren den Durchmarsch von der Landesliga B in die Bundesliga geschafft. Mit den namhaften Verstärkungen gibt es für uns in dieser Saison nur ein Ziel: den Titel.“ Dafür hat der Transportunternehmer beinahe das gesamte Davis Cup-Team verpflichtet: Neben der heimischen Nummer eins Jürgen Melzer greifen in dieser Saison nämlich auch Stefan Koubek, Martin Fischer und Alexander Peya für den TC Gleisdorf zum Racket. Mit Björn Phau konnte zudem ein deutsches Tennis-Ass verpflichtet werden. Das Staraufgebot wird durch die Lokalmatadore Christian Magg, Patrick Schmölzer, Matthias Absenger und Jerich komplettiert.



TEIL 1

Alle gegen die "Davis Cupper"
aus Gleisdorf
(20.5.2010)
Fünf Top 100-Spieler (Jürgen Melzer/30., Philipp Petzschner/45., Florian Mayer/48., Simon Greul/62., Fabio Fognini/80.), vier im Ranking zwischen 106 (Daniel Köllerer) und 138 (Björn Phall) und sieben aus dem Bereich zwischen 154 (Dominik Hrbaty) und 191 (Martin Fischer) – allein anhand der Weltranglistenpositionen (Stand: 3.5.2010) der zum Einsatz kommenden Spieler kündigt sich eine der stärksten Bundesliga-Saisonen aller Zeiten an. Für den Großteil der Mannschaftsführer (Interviewserie auf www.tennisaustria.at ab 26.5.; Anm.) ist aber bereits vor der ersten Runde klar, wer zumindest am Papier die besten Karten hat, um am Ende die Nase vorne zu haben. „Gleisdorf“, so Georg Pirkebner (Strassburg), „wenn es ihnen gelingt, mit einem Großteil ihrer genannten Spieler durchzuspielen.“ „Gleisdorf“, so Markus Polessnig (Klagenfurt), „weil sie mit Melzer, Koubek, Peya und Fischer fast das gesamte österreichische Davis Cup-Team verpflichtet haben.“

Oder doch Vandans, Linz oder Wien?
Da die Bundesliga „aber schon immer eigene Gesetze gehabt hat und dabei oft die besten Leute umgefallen sind“, so Reinhard Pils (Linz), könnten durchaus auch andere Teams zum Zug kommen. Etwa ULTV Linz, „weil sie mit Philipp Petzschner, Sascha Kloer und Christopher Kas deutsche Davis Cup-Spieler in den eigenen Reihen haben“, so Stefan Schiess (Salzburg). Aber auch Vorjahresmeister UTC Vandans dürfte ein heißer Kandidat für das obere Playoff sein. „Im Vergleich zu den anderen Teams haben wir sicherlich die kompakteste Mannschaft“, so Peter Vonier. Und was ist mit dem Dritten der vorjährigen Bundesliga, LTM Team Wien? „Unser Ziel ist das Obere Playoff“, so Dimitri Kotchetkov, „und vielleicht können wir dort für die eine oder andere Überraschung sorgen.“

WEITERE INFORMATIONEN


Bundesliga 2010: Die Termine

HAK GRUPPE A


Do, 3.6.2010, 11:00 Uhr

ULTV Linz – TC Babolat Deutsch-Wagram
1. Salzburger TC Stiegl – UTC Vandans


Sa, 5.6.2010, 11:00 Uhr

UTC Vandans – ULTV Linz
TC Babolat Deutsch-Wagram – 1. Salzburger TC Stiegl


Mo, 7.6.2010, 11:00 Uhr

UTC Vandans – TC Babolat Deutsch-Wagram
1. Salzburger TC Stiegl – ULTV Linz



HAK GRUPPE B

Do, 3.6.2010, 11:00 Uhr

TC Gleisdorf – UTC Hohe Brücke Strassburg
Sportunion Klagenfurt – LTM Team Wien


Sa, 5.6.2010, 11:00 Uhr

LTM Team Wien – TC Gleisdorf
UTC Hohe Brücke Strassburg – Sportunion Klagenfurt


Mo, 7.6.2010, 11:00 Uhr

TC Gleisdorf – Sportunion Klagenfurt
LTM Team Wien – UTC Hohe Brücke Strassburg


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