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ITF

Bittere Auftaktniederlage für Thiem in Paris

Nach 4:28 Stunden ist der Auftritt des Weltranglisten-Vierten bei seinem Lieblingsturnier zu Ende - der Niederösterreicher verliert gegen den Spanier Andujar nach 2:0-Satzführung 2:3.

©GEPA-Pictures

Für Dominic Thiem sind die French Open 2021 schon nach dem ersten Match zu Ende. Im achten Antreten in Roland Garros setzte es für den zweifachen Finalisten die erste Auftakt-Niederlage, der Weltranglistenvierte musste sich dem 35-jährigen Spanier Pablo Andujar (ATP-68) nach 4:28 Stunden 6:4, 7:5, 3:6, 4:6, 4:6 geschlagen geben.

Der regierende US-Open-Champion findet heuer nicht zu gewohnter Konstanz, der 27-Jährige war als Vorjahresfinalist bei den Australian Open schon im Achtelfinale ausgeschieden und mit einer mageren 9:7-Siegbilanz nach Paris gekommen.

„Gut gespielt habe ich in der gesamten Partie nie. Es ist in den Schlägen nicht genug rausgekommen. Ich habe auch nicht gut serviert“, sagte Thiem in der ORF-Sendung „Sport am Sonntag“. Andujar habe im dritten Satz zwar besser zu spielen begonnen, aber „es war von Anfang an eine Würgerei“ seinerseits, meinte der Niederösterreicher. Bitter sei gewesen, dass sowas ausgerechnet in seinem Lieblingsturnier in Paris passierte. „Ich bin jetzt ein bisserl ratlos“, bekannte Thiem.

Er wisse selbst, wie gut er im Normalfall spielen könne. „Davon war ich aber weit weg. In den ersten beiden Sätzen war die Körpersprache noch okay“, danach ging es jedoch auch damit bergab, je stärker der Spanier wurde. Im Endeffekt habe es für den Einzug in die zweite Runde „nicht gereicht“. Thiem hatte gehofft, dass er bei den French Open die Saison „ins Positive umdrehen kann. Das ist in die Hose gegangen. Ich kann nur hoffen, dass mir das bei einem anderen Turnier später im Jahr gelingt“.

Für Andujar, der in Summe nur vier Punkte mehr machte als Thiem, war es „ein spezieller Moment. Ich weiß nicht, wie oft ich so etwas in meiner Karriere noch erleben darf. Dieser Sieg ist ein Geschenk, es war sehr schwierig und windig. Vor allem im dritten Satz. Ich glaube, dass Dominic nicht auf seinem höchsten Level gespielt hat“, sagte der 35-Jährige im Interview auf dem Centre-Court.

Damit sieht die rotweißrote Brille bei den French Open nur noch Doppelspieler: Oliver Marach, Philipp Oswald und Jürgen Melzer schlagen kommende Woche auf.

Marach tritt an der Seite des Pakistani Aisam-Ul-Haq Qureshi an und spielt zum Auftakt gegen Marcelo Demoliner/Santiago Gonzalez (Bra/Mex). Bei einem seiner letzten Auftritte auf der Tour trifft ÖTV-Sportdirektor Melzer mit dem Spanier Marc Lopez auf Romain Arneodo/Benoit Paire (Mon/F). Oswald und sein neuseeländischen Standardpartner Marcus Daniell, als Nummer 16 gesetzt, bekommen es mit Marton Fucsovics/Stefano Travaglia (Ung/It) zu tun. Sollten sich Melzer und Oswald durchsetzen, käme es in Runde zwei zum Österreicher-Duell.

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