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ATP

Bereit für großes Tennis in Mauthausen: Leistungszentrum Danubis eröffnet

Es ist alles angerichtet für das Danube Upper Austria Open, den ATP-Challenger in Mauthausen (2. bis 8. Mai).

Bürgermeister Thomas Punkenhofer, SPÖ-Sportsprecher Michael Lindner, Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner, Vorstandsmitglied Andreas Pilsl, Vereinsobmann Bernhard Schutti, ÖTV-Präsident Martin Ohneberg ©ÖTV / Thomas Schweda

Oberösterreichische Talente wie Nico Hipfl und Tobias Leitner trainieren bereits fleißig in der neuen Top-Tennishalle in Mauthausen. Ihre Begeisterung ist riesig, weil das Umfeld nichts an Wünschen offenlässt. Jetzt erfolgte auch offiziell der erste Aufschlag: Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) und SPÖ-Sportsprecher Michael Lindner (in Vertretung von Gemeinde-Landesrätin Birgit Gerstorfer) sowie ÖTV-Präsident Martin Ohneberg eröffneten gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Punkenhofer, Vereinsobmann Bernhard Schutti und Vorstandsmitglied Andreas Pilsl von Union Stein&Co Mauthausen das Tenniszentrum Danubis. „Rund drei Millionen Euro wurden in eine perfekte Infrastruktur für den Breiten- und Spitzensport investiert. Die Kooperation mit Verein und Region mit vielen Partnern ist dabei vorbildlich“, bedankte sich Achleitner für das „riesige Herz und tolle, ehrenamtliche Engagement“.

Topmodernes Tenniszentrum mit Sand- und Hartplätzen

Pilsl, Lindner, Ex-ATP-Profi Andreas Haider-Maurer, Achleitner, Ohneberg ©ÖTV / Thomas Schweda

Im März vor einem Jahr wurde mit dem Abbruch der alten Tennishalle nahe der Donau und mit dem Neubau begonnen. Schon vor Jahreswechsel konnte trainiert werden. Jetzt sind alle wichtigen Bausteine zusammengefügt. „Entstanden ist ein modernes Tenniszentrum, zu dem ein Athletikbereich mit Kraftkammer, Massage sowie Physio- und Veranstaltungsräumlichkeiten gehören“, sagen die Vereinssprecher Schutti und Pilsl. Begeistert sind die Spieler unter anderem vom Hardcourt in der neuen Halle, der wie jener bei den US Open in New York aufgebaut ist. Dazu kommt, dass die Freiplätze mit einer Traglufthalle überdacht worden sind. „Damit können wir das ganze Jahr über ausgezeichnete Bedingungen auf Sand und Hardcourt anbieten. Das sind international gesehen die wichtigsten Beläge“, so Schutti und Pilsl. Das Tenniszentrum Danubis ist ein Meilenstein in der Geschichte des Vereins: 2012 wurde die Union Mauthausen Landesmeister bei den Herren, acht Jahre später folgte der Bundesliga-Titel: „Mit unserem Tenniszentrum soll nachhaltig Sport auf Topniveau serviert werden. Alle, vom Talent bis zum Bundesliga-, aber auch Hobbyspieler sollen sich im Danubis willkommen fühlen und wiederfinden“, so Pilsl.

Perfektes Teamwork: Vereinsübergreifend und ohne Gemeindegrenzen

„Es ist ganz großes Tennis, was hier entstanden ist und noch entsteht“, sagte Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner. „Das Team leistet unglaublich tolle Arbeit, holt viele starke Sponsoren aus der Wirtschaft mit ins Boot. Das Sportland Oberösterreich ist als starker Partner mit an Bord.“ Gemeinsam mit dem Coach Support Center im Olympiazentrum Oberösterreich unter Head Gebhard Gritsch sowie in Kooperation mit dem Talentezentrum Oberösterreich und dem Tennisverband soll hier eine nachhaltige Talenteschmiede mit einem besonderen, zusätzlichen Fokus auf die Weiterentwicklung von deren Coaches entstehen. SPÖ-Sportsprecher Lindner hebt ebenfalls die Zusammenarbeit hervor – vereinsübergreifend und ohne Gemeindegrenzen: „Union und ASKÖ teilen sich hier Seite an Seite Freiplätze, mehrere Gemeinden wie St. Georgen/Gusen, Langenstein und Mauthausen arbeiten zusammen. So entsteht in einer Region eben Großes“, so Lindner. Das Gemeindereferat von Landesrätin Birgit Gerstorfer hat dafür auch einen Kooperationsbonus in der Förderung ermöglicht. Viel Rückendeckung erhält das Gesamtprojekt auch von der Marktgemeinde Mauthausen und Bürgermeister Thomas Punkenhofer – mit Fußball, Freibad, Schule mit Tischtennis und eben Tennis ist ein tolles Sportzentrum gegeben.

Fokus bereits auf 1. ATP-Turnier seit über 20 Jahren in Oberösterreich

Bundesliga-Tennis wird weiterhin ein Schwerpunkt im Tenniszentrum Mauthausen sein. Darüber hinaus ist die Vision aber auch, nationale und internationale Top-Turniere in Mauthausen zu organisieren. Das Danube Upper Austria Open von 2. bis 8. Mai steht dabei fix im ATP-Kalender. Auch hier wird erfolgreich ein Doppel gespielt. Mit an Bord sind die Agentur Champ Events (Florian Leitgeb), der Österreichische Tennisverband, der gastgebende Verein Union Stein&Co Mauthausen sowie das Sportland OÖ und der OÖ-Tourismus. „Als Sportlandesrat freut es mich sehr, dass nun nach mehr als 20 Jahren endlich wieder ein hochkarätiges, internationales Herrenturnier in unserem Bundesland Station machen wird“, sagte Landesrat Achleitner: „Das Danube Upper Austria Open ist perfekt für Oberösterreich. Die Tennisbegeisterung in unserem Bundesland ist groß. So haben wir rund 356 Vereine mit rund 40.000 Mitgliedern.  Der Tennissport hat einen gewaltigen Aufschwung erlebt.“

Ohneberg, Achleitner ©ÖTV / Thomas Schweda

„Mit dem Challenger in Mauthausen bieten wir als ÖTV unseren österreichischen Profis die Möglichkeit, sich vor den heimischen Fans zu zeigen und zu beweisen. Bereits im Vorjahr haben wir es mit einem Challenger-Turnier in Tulln geschafft, eine Eigenveranstaltung auf hohem Niveau auf die Beine zu stellen, um die nationale Turnierlandschaft aufzuwerten“, sagte ÖTV-Präsident Ohneberg. Und: „Ein großer Dank gilt an die Politik für die weitsichtige Unterstützung dieser Investition in die Zukunft. Die österreichische Tennis-Community trägt mehr als 600 Millionen Euro zur direkten Wertschöpfung Österreichs bei; diese Wertschöpfung wird von 11.000 Angestellten und 22.000 ehrenamtlichen ÖsterreicherInnen erbracht.“

„Anlage perfekt für Challenger-Turnier dieser Größe“

Hinter dem Turnier stand auch der leider kürzlich verstorbene Tennis-Macher Ronnie Leitgeb mit seiner Agentur Champ Events. Sohn Florian hat bereits im Vorjahr in Tulln seine Feuertaufe als Turnierdirektor erlebt und setzt das Werk des Tennis-Machers fort. Leitgeb ist auch diese Woche beim ATP-Challenger in Marbella im Einsatz. Zu Mauthausen sagte er: „Die Anlage ist perfekt für ein Challenger-Turnier dieser Größe. Es ist beeindruckend, welch tolles Projekt hier realisiert wurde. Es sind optimale Bedingungen und Möglichkeiten für das Danube Upper Austria Open gegeben.“

Auch der Termin sei laut Leitgeb ideal. So mancher Top-Spieler könnte Spielpraxis für die kurz darauf beginnenden French Open (ab 22. Mai, die Qualifikation startet eine Woche vorher) sammeln. Auf Mauthausener Seite könnten sich beim „Heimspiel“ Alexander Erler (ATP-Ranking 386) oder der ungarische Legionär Attila Balasz (Karrierehoch: Weltranglisten-76. Anfang 2020; Preisgeld: 815.551 US-Dollar) ins Rampenlicht spielen bzw. Erfahrung sammeln. Laut Reglement sind drei Top-50-Spieler bei einem Challenger dieser Größe spielberechtigt, für den Turniersieg gibt es 100 Weltranglistenpunkte. Der ORF sendet mehrere Tage live. Dazu werden Spiele von Turnierteilnehmern in deren Heimatländern übertragen.

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