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BAD WALTERSDORF: PREMIERE FÜR ANNA-MARIA HEIL - ZUM ERSTEN MAL IM VIERTELFINALE! +++ JETZT GEHT'S GEGEN SYBILLE BAMMERS TRAININGSPARTNERIN

Zweimal ein Happyend und einmal kein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk - so endeten am dritten Spieltag für drei Mädels drei Achtelfinalpartien. Anna-Maria Heil (li.; re.: Jeannine Prentner) steht im ersten Viertelfinale ihrer Karriere und Iris Khanna im dritten in Folge, während Yvonne Neuwirth die Runde der letzten acht verpasste.






27. Juli 2011

ANNA-MARIA HEIL UND IRIS KHANNA IM VIERTELFINALE.
Auf der einen Seite eine 20-jährige Spielerin mit WTA-Ranking 556 (Lena-Maria Hofmann/GER). Auf der anderen ein 16-jähriges Mädchen (Anna-Maria Heil), das in der Weltrangliste 657 Plätze weiter dahinten (WTA 1221) rangiert. Auf der einen Seite mit Hofmann eine Spielerin, die in dieser Saison in Köln bereits einen Finaleinzug verbuchen konnte. Auf der anderen Seite mit Heil eine Spielerin, die erst im März 2011 von den Juniorinnen zu den "Erwachsenen" gewechselt war und in New Delhi ihr erstes ITF-Damenturnier spielte. Auf dem Papier lag das Kräfteverhältnis vor dieser Achtelfinal-Partie bei 2. Thermenregion Bad Waltersdorf Open also eindeutig aufseiten der Deutschen. Trotzdem sah es lange Zeit nicht danach aus, als könnten vier Jahre Altersunterschied tatsächlich den Ausschlag geben: Im ersten Satz gelang Heil ihr erstes Break gleich zum 2:0 und konnte danach diesen Vorsprung bis zum 6:1 noch ausbauen. Im zweiten Satz wendete sich das Blatt allerdings zugunsten der an Nummer 2 gesetzten Deutschen: Rasch zog sie auf 3:0 davon und servierte nach etwas mehr als einer Stunde zum 1:6 aus. Im dritten Satz lag Hofmann mit 2:1 in Führung, als sie die Partie nicht zu Ende spielen konnte.

"SIE SPIELT DIE GEGNERINNEN AN DIE WAND". "Der erste Satz war der beste, den Anna-Maria heuer gespielt hat. Im zweiten Satz ist Hofmann nach einer engen Anfangsphase besser in das Match hineingekommen. Sie musste aber dafür einen enorm hohen Aufwand betreiben. Der entscheidende dritte Satz hat mit drei megaharten Games begonnen, in deren Verlauf die Deutsche immer müder wurde und letztlich aufgeben musste", berichtete ÖTV-Coach Thomas Weindorfer. Im Viertelfinale bekommt es die Südstadt-Spielerin Heil nun mit Jeannine Prentner zu tun, deren Gegnerin Sylvia Zagorska (POL/8) wegen einer am Dienstag im Doppel erlittenen Knöchelverletzung erst gar nicht zur Achtelfinal-Partie gegen die Oberösterreicherin antreten konnte. Mit der 21-jährigen Prentner steht Heil eine Spielerin gegenüber, die Anfang Juli in Havanna zum ersten Mal in ihrer Karriere ins Semifinale eines Future-Turniers eingezogen war und diese Leistung eine Woche später - ebenfalls in Havanna - mit dem nächsten Semifinale bestätigt hatte. "Ihr Talent ist unübersehbar", ist auch Sybille Bammer, mit der Prentner auf der Linzer Gugl öfters trainierte, von einer erfolgreichen Profikarriere ihrer Trainingspartnerin überzeugt. Trotzdem hofft ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller, dass für Heil im Viertelfinale dennoch nicht unbedingt Schluss sein muss: "Viele ihrer Gegnerinnen spielt sie derzeit mit ihrer körperlichen Fitness an die Wand." Nicht zum ersten, sondern zum bereits dritten Mal in Folge zog auch Iris Khanna (WTA 912) ins Viertelfinale eines Future-Turniers ein: Die 23-jährige Tirolerin musste auch gegen die an Nummer 6 gesetzte Slowakin Nikola Vajdova (WTA 836) keinen Satz abgeben und siegte mit 7:5, 6:3 In der Runde der letzten acht trifft Khanna nun auf Katerina Vankova (CZE, WTA 1038). Bei ihrem bisher einzigen Aufeinandertreffen war Vankova 2009 im Viertelfinale von Piestany nach einem w.o. der Österreicherin als Siegerin vom Platz gegangen.

YVONNE NEUWIRTH OUT. Im parallel zum Heil-Match ausgetragenen Achtelfinale war Yvonne Neuwirth (WTA 756), in Bad Waltersdorf an Nummer 5 gesetzt, ihrem ersten Viertelfinale seit Nyiregyhaza (HUN) im Juni zwar nahe gekommen. Als Siegerin ging letztendlich doch die Russin Victoria Kan vom Platz - 6:7(5), 1:6. Für Neuwirth-Coach Barbara Schwartz lag der Grund für die Niederlage "in der Konstanz der beiden Spielerinnen: Kan hat weniger Fehler gemacht. Im ersten Satz hat Yvonne aber super gearbeitet, sich viele Chancen herausgespielt und sogar drei Satzbälle gehabt. Im zweiten Satz hat ihre Gegnerin ruhig weiter gespielt, während Yvonne etwas hektisch geworden ist und viel zu schnell auf den Punkt gehen wollte. Kan hat das cool ausgenutzt und die Partie nach Hause gespielt." Am weiteren Weg der Niederösterreicherin, die am kommenden Donnerstag ihren 19. Geburtstag feiert, wird sich dennoch nichts ändern. "Unser Ziel zu Beginn der Saison war, dass sie bis zum Jahresende unter die besten 700 kommt - und danach schrittweise immer etwas weiter", so Schwartz. "Im Moment ist sie da auf einem sehr guten Weg unterwegs. Wenn sie sich jetzt bei den Futures etabliert, dann können wir im nächsten Jahr schon auf die nächstgrößeren Turniere gehen." Neuwirths nächste Turniere sind die Futures in Wien, Innsbruck und Pörtschach. "Danach", so Schwartz, "hoffe ich, dass das Ranking so sein wird, dass sie dann auf die nächste Stufe - nämlich die 25.000-Dollar-Turniere - aufsteigen kann."

BRUNNER IM ACHTELFINALE. Im Herren-Bewerb ist dem Vorjahres-Finalisten Pascal Brunner der erste kleine Schritt zu einem ähnlichen Resultat gelungen: Mit seinem 6:2, 4:6, 6:2-Sieg über den an Nummer 8 gesetzten Tschechen Jakub Lustyk steht der einst von Alfred Tesar "entdeckte" 22-jährige Mödlinger in der zweiten Runde des 2. Thermenregion Bad Waltersdorf Open und trifft im Achtelfinale auf den Australier Ryan Agar, der Florian Farnleitner mit 5:7, 6:7(3) aus dem Bewerb warf. "Das war heute ein Spiel auf Messers Schneide", war Brunner nach knapp drei Stunden Spielzeit erschöpft und zufrieden. "Im ersten Satz war ich klar besser, hab ihn dominiert. Im zweiten war ich dann mit einem Break 1:0 vorne, dann ist mir das Match allerdings ein bissl aus der Hand 'gerutscht' und ich war auf einmal 1:4 hinten. Im dritten Satz hab ich Gott sei Dank ein frühes Break geschafft, hab bei 5:2 zwei Breakbälle abgewehrt und mit einem As das Match beendet." In seine Achtelfinal-Partie gegen Agar geht der von Werner Eschauer und Roland Berger betreute Niederösterreicher "relativ ahnungslos. Ich hab von ihm nämlich noch nichts gehört, hab allerdings den Vorteil, dass er mich sicherlich auch nicht kennt."

Ebenfalls im Achtelfinale: Herbert Wiltschnig (2:6, 6:4, 6:4 gegen Gibril Diarra) und Lukas Jastraunig (6:2, 7:6 gegen Marcus Weiglhofer). Endstation in Runde eins war hingegen für die beiden heimischen Qualifikanten Florian Farnleitner und David Pamminger. Während Farnleitner gegen den Australier Ryan Agar mit 5:7, 6:7 verlor, zog Pamminger gegen den Deutschen Richard Waite mit 1:6, 4:6 den Kürzeren.


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