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BAD GASTEIN: GASTEIN LADIES - DIE ERSTE WILDCARD GEHT AN DIE GASTEIN-SPEZIALISTIN YVONNE MEUSBURGER

2007 wurde Österreichs größtes Freiluft-Damenturnier aus der Taufe gehoben und hat sich mittlerweile zu einem beeindruckenden Fixpunkt im WTA-Kalender entwickelt. Wenn heuer von 9. -17.7. die „Gastein Ladies“ zum fünften Mal über die Bühne gehen, wird Turnierdirektorin Sandra Reichel Spielerinnen begrüßen können, die ihre Weltkarrieren seinerzeit in Bad Gastein begonnen haben bzw. das heuer und in den nächsten Jahren vielleicht noch tun werden. Im Bild: Yvonne Meusburger.



GASTEIN LADIES


27. Juni 2011

TOP TEN-FLAIR IM KURORT.  Ein 4.390-Seelen-Ort am Fuß des Graukogels als Sprungbrett für Weltkarrieren: 2007 gewann eine gewisse Francesca Schiavone die Gastein Ladies, drei Jahre später dominierte sie die French Open. 2008 triumphierte Caroline Wozniacki in Bad Gastein, heute führt sie als weltbeste Spielerin die Weltrangliste der Damen an. 2009 faszinierte Andrea Petkovic Publikum und Medien nicht nur mit ihrem Tennisspiel, sondern auch durch ihr eloquentes Auftreten. Mittlerweile rangiert sie auf Position 11 im WTA-Ranking (Stand: 14. Juni 2001; Anm.). 2010 gewann Julia Görges in Bad Gastein das erste Turnier ihrer Karriere, 2011 ist sie DIE Aufsteigerin des Jahres: In den letzten Wochen hat die 22-jährige Deutsche das Kunststück geschafft, gleich zweimal in Folge die aktuelle Nummer 1 der Welt Caroline Wozniacki zu besiegen.

PROJEKT "TITELVERTEIDIGUNG". In Stuttgart hat sich Görges heuer zur Turniersiegerin gekürt und beim Millionenturnier von Madrid ist sie zuletzt erst im Halbfinale ausgeschieden. "Ich habe mich mit Julia zuletzt getroffen und habe mich sehr über ihre positive Reaktion dem Turnier in Bad Gastein betreffend gefreut", sagt Turnierdirektorin Sandra Reichel. "Sie hat beste Erinnerungen und freut sich auf die Herausforderung „erfolgreiche Titelverteidigung." Als Gegnerin wird ihr u. a. die Tschechin Petra Kvitova (WTA 8; Stand: 14.6.2011; Anm.), die in Bad Gastein an Nummer 1 gesetzt sein wird, gegenüberstehen. Kvitova zählt so wie Görges zu den Aufsteigerinnen des Jahres. Die erst 21-jährige Tschechin hat 2011 bereits drei WTA-Turniere auf ihrem Erfolgskonto. Nach Brisbane und Paris Indoors sorgt die 1,83 m große Tschechin mit dem Sieg beim Millionenturnier von Madrid für ihren bisher größten Sieg. Ob der nächste in Bad Gastein folgen wird?

"SPANNENDES, HOCHKLASSIGES TENNIS". "Wir haben mit Kvitova eine aktuelle Top Ten-Spielerin und mit Görges die Aufsteigerin des Jahres. Was mich aber besonders freut ist die starke Dichte bei diesem Turnier, wodurch ausgeglichenes, spannendes und hochklassiges Tennis am "Europäischen Hof" in Bad Gastein garantiert ist", jubelt Turnierdirektorin Sandra Reichel über die Nennliste 2011. Insgesamt sechs verschiedene Gastein-Starterinnen konnten 2011 im Einzel bereits WTA-Turniere gewinnen: Petra Kvitova (Brisbane, Paris Indoors, Madrid), Julia Görges (Stuttgart), Jarmila Gajdosova (Hobart), Jelena Dokic (Kuala Lumpur), Lourdes Dominguez-Lino (Bogota) und Magdalena Rybarikova (Memphis). Aus österreichischer Sicht hat keine Spielerin den direkten Sprung in den Einzel-Hauptbewerb geschafft. Im Doppel ist wie im Vorjahr die Salzburgerin Sandra Klemenschits am Start. Die einzige Spielerin, die es direkt in den Hauptbewerb geschafft hätte, Tamira Paszek, ließ die Nennfrist ohne Eintrag verstreichen. Auf Nachfrage des NÜRNBERGER Gastein Ladies ließ Paszek wissen, dass sie in dieser Juli-Woche eine Trainingswoche einplane. Das letzte Antreten von Paszek bei einem Turnier in Österreich war 2008 in Linz.

ERSTE WILDCARD AN MEUSBURGER. Alle anderen ÖTV-Spielerinnen müssen auf Wildcards hoffen. Die erste wurde an die "Gastein-Spezialistin" Yvonne Meusburger vergeben. Die Vorarlbergerin bekommt damit die Chance an den großen Erfolg des Vorjahres (Halbfinal-Einzug) anzuschließen.  Meusburger ist die mit Abstand erfolgreichste ÖTV-Spielerin in der Geschichte des Turniers. Ihre eindrucksvolle Bilanz: Finaleinzug 2007 (Niederlage gegen F. Schiavone), Viertelfinale 2008 und 2009 und eben das Halbfinale im Jahr 2010, wo sie nur knapp gegen Timea Bacsinszky (SUI) verloren hat. Meusburger hat somit beim WTA-Turnier im Gasteinertal bei jedem Antreten mindestens zwei Spiele gewonnen. Der Veranstalter kann nun noch zwei weitere "freie Eintrittskarten" für den Hauptbewerb vergeben. Anwärterinnen sind u.a. Niki Hofmanova und Melanie Klaffner. Die Tirolerin Patricia Mayr-Achleitner hat das "Wildcard"- Angebot nicht angenommen.

FIXPUNKT IM WTA-KALENDER. Als das Turnier 2007 aus der Taufe gehoben wurde, "haben anfangs viele geglaubt, das sei eine einmalige Veranstaltung", erinnert sich Reichel an die Wurzeln ihres "Babys". Mittlerweile ist das WTA-Turnier ein fester Bestandteil im Gasteiner Tal, "bei den letzten Turnieren in Miami und Stuttgart haben mich Spielerinnen bereits auf Gastein angesprochen", so Reichel.  Im Teilnehmerfeld wird es auch heuer wieder 32 Spielerinnen im Hauptfeld geben sowie weitere 32 Spielerinnen, die sich für den Hauptbewerb qualifizieren können. Die erste Runde auf der Tennisanlage des Europäischen Hofes beginnt am Samstag, dem 9. Juli, das Finale wird eine Woche später ausgetragen, am Sonntag, dem 17. Juli, ab 9:00 Uhr.


Gastein Ladies – Stats & Facts

Termin: 9.7. – 17.7.2011
Ort: Bad Gastein, Tennisanlage des Europäischen Hofes
Dotierung: 220.000 Dollar
Preisgeld: Siegerin: 37.000 Dollar, Finalistin: 19.000 Dollar
Weltranglisten-Punkte: Siegerin: 280, Finalistin: 200
Das komplette Wochenprogramm finden Sie HIER
Infos über GSGS ("Gastein sucht seine Gesichter") finden Sie HIER
Infos über Tickets gibt es HIER

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