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WTA

BAD GASTEIN: ANDREA PETKOVIC HOLT SICH DEN TITEL

Größter Karriereerfog für Andrea Petkovic: Die 21-jährige Deutsche, Nummer 98 der Welt, besiegte im Finale des NÜRNBERGER Gastein Ladies die Rumänin Ioana Raluca Olaru 6:2, 6:3.

Größter Karrier
(26.7.2009)
Andrea Petkovic hat mit dem Turniersieg beim NÜRNBERGER Gastein Ladies im Rahmen der Sony Ericsson WTA-Tour den größten Erfolg ihrer Karriere perfekt gemacht. Die 21-jährige Deutsche, Nummer 98 der Welt, besiegte im Finale die Rumänin Ioana Raluca Olaru 6:2, 6:3. Nach einer achtmonatigen Verletzungspause ist Petkovic nun am Weg in die absolute Weltspitze. Olaru konnte heute nicht ganz an die Leistungen wie gegen Sybille Bammer im Achtelfinale und gegen Alize Cornet im Halbfinale anschließen, darf sich aber trotzdem auch über ihren größten Karriereerfolg freuen. „Das ist einfach nur unglaublich. Ich habe nach dem 6:2 Nervenflattern bekommen. Deswegen bin ich auf den zweiten Satz noch mehr stolz, weil ich ruhig geblieben bin“, freute sich die Deutsche. Petkovic legte einen Blitzstart und überrollte Olaru bis zum 5:0. Die gebürtige Bosniakin machte dort weiter, wo sie bei ihrem Halbfinalauftritt gegen Yaroslava Shvedova (KAZ) aufgehört hatte: Ein starkes Service und Winner von der Grundlinie aus allen Lagen ließen Olaru keine Chance. Doch die Weltranglisten-66. aus Rumänien, die wie Petkovic in ihrem ersten Endspiel auf der WTA-Tour stand, kam wie schon im Halbfinale gegen die topgesetzte Französin Alize Cornet wieder zurück ins Match und gestaltete Durchgang zwei ausgeglichen. Die Partie entwickelte sich zu einem spannenden und phasenweise hochklassigen Schlagabtausch. Zunächst konnte die 20-jährige Olaru bei 3:3 Breakchancen nicht nützen, danach gab sie ihr Aufschlagspiel zum 3:5 ab. „Mein Servicegame zum 4:3 und das Break danach waren der Knackpunkt in dem Match. Ich habe sehr gutes Tennis gespielt. So sind die Top-20 möglich“, erklärte Petkovic. Heute ließ sie sich diese Chance nicht mehr nehmen und durfte sich nach 1:29 Stunden über ihren ersten Turniersieg und 37.000 Dollar (26.053 Euro) sowie 280 Punkte für die Weltrangliste freuen.

Bad Gastein ohne Österreicherin
(25.7.2009)
Mit Yvonne Meusburger ist die letzte Österreicherin aus dem Bewerb beim Nürnberger Gastein Ladies im Rahmen der Sony Ericsson WTATour. Die Kasachin Jaroslawa Schwedowa gewann nach 80 Minuten glatt mit 6:2, 6:3. „Shvedova spielt sehr stark. Es ist sehr schwer gegen sie zu spielen, weil sie sehr gut serviert. Meine Stärke ist eigentlich der Return, was mir aber gerade im 1. Satz nicht gelungen das auch zu zeigen. Bei 3:4 im zweiten Satz war ich wieder dabei, aber dann haben leider auch die Nerven mitgespielt. Ich hab mich nicht mehr getraut so durchzuziehen und dann eine zittrige Hand bekommen. Wenn ich das Game zum 4:4 gemacht hätte, dann hätte ich das Match noch kippen können.“ Insgesamt ist Yvonne Meusburger aber zufrieden mit dem Turnierverlauf: „Ich habe hier und auch schon die letzten Turniere gut gespielt. Das Selbstvertrauen passt. Nächste Woche wird in Seefeld trainiert, dann spiel ich einen Challenger und flieg dann direkt zu den US Open, wo ich in der Quali spiele. Ich freue mich schon jetzt wieder auf Gastein im nächsten Jahr. Die Höhenlage liegt mir. Außerdem ist das Turnier perfekt organisiert.“ Die drei Gastein-Turniere sind die besten Ergebnisse von Yvonne Meusburger auf der WTA-Tour: Finalteilnahme 2007 und 2008 und 2009 jeweils Viertelfinale.


Sybille Bammer überraschend out

(24.7.2009)
Ioana Raluca Olaru hat beim mit 220.000 Dollar dotierten NÜRNBERGER Gastein Ladies für eine große Überraschung gesorgt. Die 20-jährige Rumänin, Nummer 66 der Weltrangliste, besiegte Österreichs große Hoffnung Sybille Bammer, nach hartem Kampf über 2:46 Stunden 4:6, 6:2, 6:1. Wie in Bad Gastein bei vielen Spielerinnen schon fast üblich, hatte auch Bammer viele Höhen und Tiefen im gesamten Matchverlauf zu überstehen. Satz eins sicherte sich die seit Sonntag zweifache Turniersiegerin nach 1:3-Rückstand noch mit 6:4, der zweite Durchgang ging glatt mit 2:6 verloren. Zu Beginn des Entscheidungssatzes sorgten harte lang umkämpfte Games für die Vorentscheidung zugunsten der Rumänin. „Ich bin weder mit ihrem Spiel noch mit der Höhe hier zurecht gekommen. Das waren leider nur 30 Prozent meines Leistungspotenzials“, meinte Bammer, die sichtlich nicht mit der Höhenlage im „Monte Carlo der Alpen“ zurecht kam. „Ich wäre noch sehr gerne hier geblieben, weil das Turnier und die Athmosphäre in Bad Gastein wirklich einzigartig sind. Schade, aber wenn der Turnierkalendar gleichbleibt, werde ich nächstes Jahr sicher wieder kommen“, sagte Bammer. Eine im Match aufgetretene Leistenverletzung stellte sich danach als doch so schwer heraus, dass die Weltranglisten-22. ihren Start in Stanford absagen musste.

Patricia Mayr gut gekämpft ...
... und trotzdem verloren. Nach Sybille Bammer verabschiedete sich im letzten Achtelfinale auch Patricia Mayr. Die Tirolerin lieferte der topgesetzten Französin Alize Cornet in einem teils hochklassigen Match einen harten Kampf, musste sich aber schließlich mit 6:3, 4:6, 1:6 geschlagen geben. Der Achtelfinal-Schlager hielt was er versprach, lediglich die Hoffnungen der Österreicher wurden nicht erfüllt. Zu Beginn beeindruckte die Weltranglisten-75. aus Tirol mit Winner-Schlägen von der Grundlinie und ließ der Nummer 28 der Welt keine Chance. Satz zwei schien zunächst eine klare Angelegenheit für die 19-jährige Französin zu werden. Mayr kämpfte sich nach 0:5 zurück, ehe doch der dritte Satz die Entscheidung bringen musste. Ähnlich wie Bammer konnte auch Mayr die ersten knappen Games nicht für sich entscheiden, danach daminierte Cornet. „Der erste Satz von mir war unglaublich. Danach hab ich ein bisschen nachgelassen, und sie war sofort da“, resümierte Mayr nach 1:54 Stunden. Die rot-weiß-rote Senkrechtstarterin des Jahres, die 2008 in Bad Gastein mit dem Viertelfinaleinzug ihren Aufstieg gestartet hatte. Mayr war aber trotz der Niederlage mit ihrem Auftritt in Bad Gastein zufrieden: „Ich habe wieder bewiesen, dass ich gegen eine Top-Spielerin mithalten kann. Der erste Satz war Top-10-Niveau. Wenn ich das zwei Sätze durchspielen kann, ist noch sehr viel drinnen. Das muss jetzt mein Ziel sein.“ Dieses Ziel wird sie nächste Woche in Istanbul verfolgen, bevor es in die USA geht.


Meusburger im Viertelfinale
(22.7.2009)
Yvonne Meusburger ist als erste von drei Österreicherinnen in das Viertelfinale beim NÜRNBERGER Gastein Ladies eingezogen. Die Finalistin von 2007 und Vorjahres-Viertelfinalistin setzte sich gegen ihre deutsche Freundin und Clubkollegin Tatjana Malek 6:2, 2:6, 6:4 durch. „Ich bin sehr glücklich und mit ihrem unangenehmen Spiel gut zurecht gekommen“ jubelte die 25-jährige Vorarlbergerin. Der nach 1:51 Stunden bei 30 Grad hart erkämpfte Sieg war ein Auf und Ab für Österreichs Nummer vier. Satz eins ging ebenso deutlich an Meusburger wie der zweite Durchgang an die 21-jährige Weltranglisten-77. Im Entscheidungssatz führte die um 82 Plätze schlechter klassierte Österreicherin 5:1, Malek verkürzte noch einmal auf 4:5, ehe „Meusi“ das Match unter dem Jubel der auch heute wieder zahlreichen Zuseher beenden konnte. „Die Leute haben mich super unterstützt, speziell im letzten Game. Das bekommt man natürlich mit und hilft enorm“, so Meusburger. Die beiden pflegen eine enge Freundschaft, spielen öfter Doppel miteinander und holten heuer in der deutschen Bundesliga mit dem TC Waldau gemeinsam den Vizemeistertitel. Meusburger trifft im Viertelfinale auf die Kasachin Yaroslava Shvedova.


Probleme beim Timing
(22.7.2009)
Nach Patricia Mayr und Yvonne Meusburger erreichte auch Sybille Bammer die Runde der letzten 16. Die rot-weiß-rote Nummer eins besiegte die Italienerin Nathalie Vierin nach Abwehr eines Satzballs 7:5, 6:4. Vierin war als Lucky Loserin in den Bewerb gerutscht. Im Achtelfinale trifft die frischgebackene Turniersiegiern von Prag nun auf die Rumänin Ioana Raluca Olaru. Wie die topgestzte Alize Cornet (FRA) spielte Bammer zwar nicht ihr bestes Tennis, war aber trotzdem sehr froh, beim ersten Antreten in Bad Gastein den Auftakt gemeistert zu haben. „Auf dieser Höhenlage ist es sehr schwierig zu spielen. Ich hatte Probleme beim Timing und habe dann einfach nur versucht, den Ball rein zu schupfen. Ich habe nur zwanzig Prozent meines Könnens gezeigt, aber es gibt sicher nicht viele, die dann trotzdem gewinnen“, resümierte die Weltranglisten-28. Dennoch überwog vor der traumhaften Kulisse natürlich die Freude über den Sieg auf dem schon heute gut besuchten Center Court: „Ich bin sehr erleichtert, dass ich gewonnen habe. Die erste Runde ist immer und überall schwierig.“

Achtelfinale am Donnerstag
Am Mittwoch hat Bammer, die mit der gesamten Familie und Coach Jürgen Waber angereist war, Pause. Sie bestreitet wie Patricia Mayr ihr Achtelfinale erst am Donnerstag. Gegen Olaru hat Bammer zwar noch nie gespielt, weiß aber, dass auch die Nummer 66 der Welt gefährlich sein kann. „Sie spielt sehr unangenehm und variantenreich. Ich bin aber optimistisch, dass ich ich mich bis Donnerstag am Platz wohler fühle.“ Abseits des Courts findet Bammer nur lobende Worte über das besondere Flair des Turniers: „Das ist eines der besten Turniere auf der ganzen Welt. Die Atmosphäre und alles Drumherum ist wirklich sensationell.“

Melanie Klaffner: Nervös und out
Fast bis zum Einbruch der Dunkelheit musste Melanie Klaffner kämpfen, allerdings ohne Erfolg. Die Oberösterreicherin musste sich der „Glücklichen Gewinnerin“ aus der Qualifikation mit 4:6, 6:2 und 4:6 geschlagen geben. „Ich habe nicht einmal fünfzig Prozent meines Könnens abrufen können. Ich war viel zu nervös und habe nie wirklich ins Spiel gefunden. Auch nach dem gewonnen Satz hat sich meine Nervosität nicht gelegt. Nächstes Jahr komme ich wieder und möchte dann natürlich eine bessere Leistung zeigen.“

Meusburger folgt Mayr
(21.7.2009)
Nach Patricia Mayr steh auch Yvonne Meusburger in der 2. Runde beim Nürnberger Gastein Ladies im Rahmen der Sony Ericsson WTA-Tour. Die Vorarlbergerin, die mit einer Wildcard angetreten ist, bezwang die Qualifikantin Sharon Fichman aus Kanada mit 6:4 und 6:3. Für Yvonne Meusburger war es ein Spiel mit Genußfaktor. „Ich fühle mich in Gastein sehr wohl: die Atmosphäre, das Publikum und auch die Courts in Gastein sind sehr familiär ausgerichtet. Die Höhenlage ist für mich kein Problem, weil ich die Höhenlage auch vom Training gewohnt bin. Im ersten Satz war ich noch ziemlich nervös, weil es hat natürlich eine andere Qualität, wenn man vor heimischen Publikum spielen kann.“ Nicht verunsichern lassen hat sich Yvonne Meusburger von der Verletzungspause der Kanadierin. „Das ist immer ein Unsicherheitsfaktor, wie gut geht es wirklich – ich habe mich davon jetzt aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und mein Spiel konsequent fortgesetzt.“ Meusburger trifft nun in der nächsten Runde auf die Deutsche Tatjana Malek, die gestern die Nummer 5 des Turniers die Spanierin Carla Suarez Navarro aus dem Bewerb geworfen hat. Für Yvonne Meusburger keine Unbekannte. „Wir spielenzusammen im gleichen Verein in Deutschland und sind sehr gut befreundet. In der Mannschaft ist sie auch meine Doppelpartnerin. Am Platz spielt das aber alles keine Rolle, da zählen nur die gewonnen Punkte.“ Endstation in der 1. Runde war für die STC-Spielerin Tina Schiechtl, die gegen die Nummer 62 der Welt Shahar Peer (ISR) eine gute Leistung zeigte, aber mit 4:6, 3:6 verlor. „Das Turnier ist ein anderes Niveau als bei den Turnieren, die ich sonst spiele. Ich habe im ersten Satz gut mithalten können, dann hat aber Shahar ihre Routine ausspielen können. Trotz Niederlage bin ich zufrieden mit meiner Leistung.“

Patricia Mayr als erste weiter
(21.7.2009)
Großkampftag beim Nürnberger Gastein Ladies: 13 Erstrundenpartien und zwei Doppelpartien stehen am Dienstag auf dem Bewerb. Den Einzug in die Runde 2 hat Patricia Mayr souverän gleich im ersten Match des Tages geschafft - mit 6:3 und 6:3 gegen die Spanierin Lourdes Dominguez Lino. Die Tirolerin mit Wohnort Seefeld liegt in der Weltrangliste auf Platz 75, 19 Plätze dahinter rangiert die Spanierin. Beide Spielerinnen zeigtedruckvolles Tennis, schlussendlich zeigte die Österreicherin mehr Biss am Court, war angespannt und voll konzentriert und wollte das Spiel um jeden Preis gewinnen. „Ich habe um jeden Punkt gefightet. Die Anlage in Gastein liegt mir – ich habe mich schon im letzten Jahr hier sehr wohl gefühlt. Zum Stubnerkogel war es nicht wirklich eine Umstellung. Mit der Höhenlage bin ich sehr gut zurecht gekommen und gerade vor dem Heimpublikum wollte ich mich mit einer guten Leistung präsentieren." Ihre nächste Gegnerin ist die topgesetzte Französin Alize Cornet.


Fast alle Stars am Start

(18.7.2009)
Das NÜRNBERGER Gastein Ladies bekommt ab Montag zumindest fünf Österreicherinnen zu sehen. Neben Österreichs Nummer eins Sybille Bammer und Patricia Mayr stehen Yvonne Meusburger, Tina Schiechtl und Melanie Klaffner dank einer Wildcard fix im Hauptbewerb. In der Qualifikation ab Samstag versuchen sich fünf weitere junge heimische Talente. Tamira Paszek musste ihren Start endgültig absagen. Trotz der verletzungsbedingten Absage von Paszek bekommt das heimische Tennispublikum bekannte Gesichter zu sehen. Yvonne Meusburger hatte 2007 mit dem Finaleinzug in Gastein ihren bisher größten Karriereerfolg gefeiert. Im Vorjahr erreichte die Vorarlbergerin immerhin das Viertelfinale. Im Doppel tritt Meusburger an der Seite von Lokalmatadorin Sandra Klemenschits an. Mit Melanie Klaffner bekommt eine 19-jährige Oberösterreicherin zum zweiten Mal die Chance, sich gegen die Weltklasse zu beweisen. Im Vorjahr war ihr das mit dem Einzug ins Achtelfinale eindrucksvoll gelungen. Erst die Top-20- Spielerin Agnes Szavay konnte Klaffner mit Mühe in die Schranken weisen. Die dritte „Freikarte“ geht an Tina Schiechtl. Die Tirolerin führt seit Jahren Österreichs „zweite Garde“ hinter Bammer, Paszek, Mayr und Meusburger an und krönte sich vor wenigen Wochen zur Staatsmeisterin.

Absage von Paszek
„Wir freuen uns, die gesamte heimische Elite – Tamira leider ausgenommen – dem Tennispublikum in Bad Gastein präsentieren zu können. Yvonne hat sich mit ihren vergangenen Leistungen die Wildcard mehr als verdient, Melanie hat im Vorjahr ebenfalls sehr gut gespielt und Tina bekommt eine Chance, sich auf WTA-Tour-Level zu messen“, begründete Turnierdirektorin Sandra Reichel die Vergabe der Wildcards. Eine leider zu erwartende Nachricht erreichte die Veranstalter heute mit der Absage von Paszek: „Ich habe alles versucht, um erstmals in Bad Gastein dabei zu sein, aber meine Probleme mit den Bandscheiben lassen ein Antreten leider nicht zu. Ich hätte natürlich sehr gerne gespielt, weil ein Heimturnier immer etwas Besonderes ist. Meine Rückenverletzung lässt kein geregeltes Training zu, einzig Massagen zur Lockerung der Muskulatur sind derzeit möglich. Ich werde jetzt mindestens noch drei Wochen pausieren und hoffe, dass es im kommenden Jahr mit einem Start in Bad Gastein klappt“, so Paszek. In der am Samstag beginnenden Qualifikation versuchen sich weitere fünf heimische Talente. Janina Toljan, U-18-Staatsmeisterin Stephanie Hirsch, Lisa Summerer und  Jeannine Prentner sind mit einer Wildcard am Start. Dazu gesellt sich Nicole  Rottmann. Auf Österreichs Quintett wartet jedenfalls sehr starke internationale  Konkurrenz. Der Cut-off, also die Nummer eins in der Qualifikation, liegt um Platz  100 in der Weltrangliste.

Alice Cornet: Sportliches und optisches Highlight
(3.6.2009)
Noch nie war das Gastein Ladies so gut besetzt wie heuer. Zur dritten Auflage von 18. bis 26. Juli wird den Tennisfans in Bad Gastein neben Österreichs Aushängeschildern Sybille Bammer und Tamira Paszek mit Alice Cornet der Shootingstar des vergangenen Jahres serviert. Die 19-jährige Französin beeindruckte die Tenniswelt nicht nur durch ihren kometenhaften Aufstieg bis auf Position elf der Weltrangliste, sondern hat auch durch ihr sexy Image das Potenzial zum absoluten Superstar. Im Jahr 2008 gelang Cornet der endgültige Durchbruch in die absolute Weltklasse. Nachdem sie im Jahr zuvor bei den French Open noch den Titel bei den Juniorinnen geholt hatte, klopfte sie mit ihrem ersten WTA-Titel in Budapest sowie zwei Finalteilnahmen, einer davon beim 2.000.000-Dollar-Turnier in Rom, an den Top-10 an. Heuer hat die 19-Jährige aus Nizza bereits das Achtelfinale bei den Australian Open erreicht. Spielerinnen wie Roland-Garros Triumphatorin Swetlana Kusnezowa stehen auf ihrer Abschlussliste.

Gisela Dulko: Gefährliche Außenseiterin
Im Tennisstadion auf der Anlage des Hotels "Europäischer Hof" wird nun Cornet selber zur Gejagten: Österreichs Nummer eins Sybille Bammer sowie Tamira Paszek wollen bei ihrem Heimspiel in einer bislang wegen Verletzungen durchwachsenen Saison durchstarten. Zum engen Favoritenkreis gesellen sich mit Carla Suarez Navarro (ESP), Gisela Dulko (ARG), die in Wimbledon '09 Maria Scharapowa eliminierte, und Francesca Schiavone (ITA), Achtelfinalistin in Wimbledon '09 - drei Damen, die sich auf Sand speziell wohl fühlen. Letzte weiß seit 2007, wie man in Bad Gastein gewinnt, und hat zuletzt sogar auf Rasen aufgezeigt. Cornets Landsfrau und Doppelpartnerin Pauline Parmentier will ihren Titel verteidigen und ist wie Schiavone in Gastein noch unbesiegt.

Patricia Mayr: Österreichs neue Nummer 2?
Mehr als nur gefährliche Außenseiterinnen sind jene drei Damen, deren steiler Weg nach oben nicht aufzuhören scheint. Eine der aufstrebenden jungen Damen kommt aus Österreich: Patricia Mayr könnte in Bad Gastein ihren ersten ganz großen Wurf landen. Die 22-Jährige hat sich seit dem Viertelfinale beim Gastein Ladies 2008 auf der WTA-Tour etabliert. Mit Erstrundensiegen bei den Australian Open und in Wimbledon sowie einem Halbfinale in Bogota ist sie auf dem Weg, Tamira Paszek als heimische Nummer zwei abzulösen. Die Tirolerin fühlt sich wohl in den Bergen und hat im Vorjahr bewiesen, dass sie in der Höhenlage von Gastein mit ihrem ebenso aggressiven wie im Damentennis ungewöhnlichen Topspinspiel sehr schwer zu besiegen ist. Mayr hat sich durch harte Arbeit und Kampfgeist heimlich, still und leise bis auf Position 70 der Weltrangliste nach vorne gearbeitet. Bad Gastein soll eine Station auf dem weiteren Weg nach oben sein. Die Sensation des Jahres lieferte die Rumänin Alexandra Dulgheru: Die 20-Jährige startete als Nummer 385 in die Saison, wagte sich nach Challenger-Siegen auf die WTA-Tour und fertigte bei ihrem allerersten Antreten beim 600.000-Dollar-Event in Warschau auf ihrem Weg zum Turniersieg Weltklassespielerinnen wie Daniela Hantuchova ab. Die Slowakin Magdalena Rybarikova, ebenfalls 20 Jahre alt, überraschte mit ihrem ersten WTA-Titel vor zwei Wochen in Birmingham.

Yvonne Meusburger: Wieder erstarkt?
Mit Yvonne Meusburger ist die gesamte heimische Spitze beim Gastein Ladies vertreten. Die Vorarlbergerin sorgte mit ihrem Finaleinzug in Bad Gastein vor zwei Jahren für Furore. In ihrem ersten Endspiel auf der WTA-Tour musste sich die aktuelle Nummer vier Österreichs erst Schiavone geschlagen geben. Der Weg zum Turniersieg führt also nicht zuletzt über das rot weiß-rote Quartett.
Zu dem bereits mehr als attraktiven Starterfeld mit Vorjahres-Finalistin Lucie Hradecka (CZE), Shahar Peer (ISR) und der wieder erstarkten ehemaligen Weltranglisten-14. Anna-Lena Grönefeld (GER) könnten noch weitere hinzukommen. Die Vergabe der Wildcards ist noch nicht abgeschlossen.


Neue Location, alter Wert
(22.6.2009)
Das mit 220.000 Dollar dotierte WTA-Turnier Gastein Ladies findet von 18. bis 26. Juli auf der Anlage des First-Class-Hotels EUROPÄISCHER HOF in Bad Gastein statt. Wegen Umbauarbeiten am Fuße des Stubnerkogels übersiedelt der gesamte Turniertross an jenen Ort, der bereits in den ersten beiden Jahren als offizielles Hotel der Spielerinnen seine Qualität unter Beweis gestellt hatte. Schon 2007 und 2008 bedeutete die Errichtung einer temporären Anlage eine große logistische Herausforderung, als man einen Parkplatz innerhalb kürzester Zeit in ein Tennisstadion verwandelt hatte. Nun freuen sich Veranstalter und Gastgeber auf diese gemeinsame Aufgabe. Hoteldirektorin Sigrid Bader: „Es freut mich außerordentlich, dass es uns gelungen ist, uns durch sportliche Kompetenz sogar als Austragungsstätte dieses außergewöhnlichen Tennisevents zu qualifizieren."

Premiere für Bammer und Paszek
Ein 18-Loch-Golfplatz direkt am Hotel, die hoteleigene Tennisanlage, die großzügigen Sport- und Freizeiteinrichtigen auf über 5.600 Quadratmeter sowie die sportmedizinische Betreuung in Verbindung mit einem exklusiven Ambiente unterstreichen die sportliche Kompetenz des First-Class-Hotels EUROPÄISCHER HOF. „Und vielleicht klappt es dieses Jahr auch mit dem ersten österreichischen Sieg", hofft Bader in Anbetracht der erstmaligen Teilnahme von Sybille Bammer und Tamira Paszek. Für Sybille Bammer geht es direkt nach Gastein in die USA, wo als Highlight die US Open anstehen. „Um mit Selbstvertrauen auf Hardcourt zu gehen, wäre ein gutes und erfolgreiches Abschneiden in Gastein natürlich wünschenswert, am besten mit einem Turniersieg“, so Bammer-Coach Jürgen Waber. Bei der Gastein-Premiere 2007 war Yvonne Meusburger bis ins Finale vorgestoßen. Im vergangenen Jahr erreichten Meusburger und Patricia Mayr das Viertelfinale. Für Turnierdirektorin Sandra Reichel ist das Hotel EUROPÄISCHER HOF mehr als nur ein Ersatzort: „Die Infrastruktur ist perfekt, sowohl für die Spielerinnen als auch für die Zuschauer. Vom Parken bis zum Essen wird es den Zusehern leicht gemacht. Und auch die wundervolle Kulisse inmitten der Berglandschaft steht der am Fuße des Stubnerkogels um nichts nach."

Tickets sind ab sofort in den Ticketcorner-Vertriebsstellen unter der Telefonnummer 01 / 205 15 65 und online auf www.ticketcorner.com sowie bei den Tourismusverbänden in Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein erhältlich.

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