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ATP

BA-CA: MARACH - LOPEZ 4:6, 7:6 (5), 5:7

Achtelfinaltag der 20. BA-CA-Trophy in der Wiener Stadthalle. Mit drei Österreichern und Preisen wie vor 20 Jahren - Tennisfan, was willst Du mehr...Im ersten Österreicher-Match forderte OLiver Marach (ATP 127) den Vorjahrssieger Feliciano Lopez (ESP, 23) und fast, leider nur fast, hätte er es geschafft.

Ein Satzgewinn, drei ausgeglichene Sätze gegen den auf 8 gesetzten Titelverteidiger - aber es hätte sogar mehr sein können. Mit viel Risiko im Spiel, langen Konzentrationspausen zwischen den Ballwechseln und natürlich möglichst vielen Schlägen in Richtung Rückhand von Feliciano Lopez versuchte Oliver Marach alles, um den ganz großen Sieg zu landen. Der ein Jahr jüngere, aber schon ungleich erfolgreichere Spanier wäre durchaus fällig gewesen. Er versuchte zunächst, mit möglichst wenig Aufwand zum Erfolg zu kommen. Im ersten Satz reichte ihm ein frühes Break zum 6:4. Im zweiten Set gelang dem Grazer das Break auf 2:1, aber postwendend ließ er durch zu viele Eigenfehler das Rebreak zu. Ausgeglichen dann bis 6:6 und im Tiebreak führte Lopez 4:1. Plötzlich ein Aussetzer, der Linkshänder, dessen Stärken Aufschlag, Vorhand und das Volleyspiel sind, war gerade hier angreifbar und Marach nützte das bravourös. Machte Punkt um Punkt und entschied das Tiebreak mit 7:5 für sich.
Dann ließ - kein Wunder - die Konzentration nach und nach dem Break zum 0:2, führte Lopez 4:1, 5:2. Aber die Rückhand bleibt eine Schwäche, ebenso wie der Return und das Timing auf dem eher langsamen Opticourt. So bot er dem 25-jährigen Grazer immer wieder Chancen. Und Oliver nützte sie bei 3:5 spektakulär, hatte den Mut, nach mehreren langsamen Rückhand-Slices von Lopez voll auf die Vorhand des Spaniers durchzuziehen und der prominente Gegner mußte verdutzt das Rebreak zur Kenntnis nehmen. Versuchte nun als Rückschläger die Entscheidung zu erzwingen - 0:30. Aber Marach fightete zurück, nützte die Rückhandschwäche und tatsächlich gelang ihm der 5:5-Gleichstand! Zwei schöne Gegenpunkte reichten nicht, Lopez serviert zu gut, führt 6:5.
Marach 0:30, mit starken Aufschlägen und Serve/Volley auf 40:30. Aber dann: Doppelfehler, beim Duell mit Schupfern kurz cross bleibt der Ball am Netzband hängen und beim Matchball verschlägt Oliver in guter Position...
Verständlich, dass er frustriert ist, das war die ganz große Chance auf einen wirklichen Prestigeerfolg. Auch wenn Feliciano Lopez so wie schon gegen Peya weit entfernt von der Verfassung des Vorjahres war. Schade Oliver Marach, aber er hat sich bei der BA-CA-Trophy gut verkauft und mit Sicherheit in den engsten Daviscup-Kader gespielt!

fk

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