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ATP

BA-CA: EITZINGER - NALBANDIAN 1:6, 5:7

Der 22-jährige Tiroler Qualifikant Rainer Eitzinger (ATP 229) gegen die Nummer 1 der BA-CA-Trophy, den Argentinier Nalbandian. Der heißt zwar David, ist jedoch der Goliath in diesem Match, Neunter im Ranking, Wimbledon-Finalist usw.

Und so verlief auch der erste Satz. Rainer war nervös, no na, schien auch Probleme mit der Dimension der großen Halle (beim Debüt) zu haben, no na, und natürlich auch mit dem Tempo des Argentiniers, der zwar nur ein Jahr älter ist, aber abgesehen von seiner Klasse auch ungleich erfahrener. Der erste Satz war ein Matchtraining für ihn - 6:1.
Umso erstaunter schien Nalbandian, als dem Österreicher zu Beginn des zweiten Sets ein perfektes Servicegame gelang, als er merklich selbstbewußter und erfolgreich weiter spielte; mit der Unterstützung des tollen Stadthallen-Publikums. Erst bei 3:3 das Break, starkes Game von Nalbandian. Aber das Match ist jetzt wirklich gut, Eitzinger hat Gelegenheit zu zeigen, was er kann, und er zeigt es. Nur dann, wenn er das hohe Tempo mitgehen will, klappt`s zu selten. Dann wirkt der wuchtige Turnierfavorit bei den langen Ballwechseln wie eine Mauer, spielt immer schneller und erzwingt die Fehlschläge des Gegners.
Aber auch er ist angreifbar: wenn er nämlich bei 5:4 und Aufschlag zu ungeduldig wird, schnell abschließen will und gegen den fightenden Österreicher in Schwierigkeiten kommt. Drei Breakchancen von Rainer wehrt der Favorit mit hartem Service ab, dann passierts - Rebreak zum 5:5! Danach aber das fast erwartete 5:6 und 30:0 bei Aufschlag des Argentiniers. Denkste - 30:40! Erst nach diesem sehr bemerkenswerten Detailerfolg kann der große Gegner ausservieren und gratuliert Rainer beim Shakehands zur Leistung im zweiten Satz...

Fest steht, dass Rainer Eitzinger heute einem großen Publikum seine Möglichkeiten eindrucksvoll bewiesen hat. Und das nach drei Siegen (zwei in der Quali gegen Kubot und Snobel, dann gegen Almagro)!
Man darf nicht vergessen, dass sich Rainer Eitzinger innerhalb von zwei Jahren von einem Platz knapp unter 900 an die Schwelle der Top 200 vorgeschoben hat. Wie sagt Gilbert Schaller in seinen "Gedanken" hier auf der Homepage von Tennis Austria: "Wir Österreicher brauchen eben länger als andere, aber alle unsere Talente arbeiten hart daran, sie zu erreichen."

fk

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