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ATP

AUSTRIA F6: JOHANNES AGER GEWINNT IN KRAMSACH

Mit dem Sieg beim 10.000-Dollar-Future in Kramsach holte sich Johannes Ager (Bild) seinen bereits dritten Titel in diesem Jahr.

Drei-Satz-"Taktik" führt zum Erfolg
Toller Erfolg für Johannes Ager in Kramsach: Nachdem er im Semifinale mit dem Deutschen Marc Sieber den Favoriten in dieser Partie mit 7/6, 3/6, 6/1 beeindruckend niedergekämpft hatte, wandte er dieses "Drei-Satz-Prinzip" auch im Finale erfolgreich an. Gegen den auf Nummer acht gesetzten Tschechen Roman Jebavy verlor der 24-jährige Oberösterreicher zwar den ersten Satz mit 4/6, danach kam er immer besser ins Spiel und gab die Partie nicht mehr aus der Hand - mit 4/6, 6/3, 6/1 holte er sich nach den Tiroler Landesmeisterschaften und dem OÖTV Wintercup in Freistadt (beides in der Halle) seinen bereits dritten Titel.

Verdacht auf Seitenbandriss bei Sandbichler
Bitteres Ende für Armin Sandbichler im Viertelfinale von Kramsach. Den ersten Satz hatte der 24-jährige Tiroler gegen Johannes Ager noch glatt mit 6/3 gewonnen, knickte dann aber beim Stand von 1:1 und dem Gamepunkt für Ager im zweiten Satz um und musste "mit dem Verdacht auf Seitenbandriss im Knöchel die Partie beenden", so sein Trainer Jürgen Hager. "Die Erstversorgung am Court war ausgezeichnet, danach ist er sofort ins Krankenhaus eingliefert worden." Diese Verletzung unterbricht einen Erfolgslauf, den Sandbichler in den letzten Monaten hatte: Das Turnier in Telfs hatte er gewonnen, in Triest war er bis ins Viertelfinale vorgestoßen. Mit seinem Doppelpartner Andreas Haider-Maurer war im Doppelbewerb des 30.000-Dollar-Challengers in Alexandria (ITA) bis ins Semifinale gekommen und hatte damit sein bisheriges Saisonhighlight, den Turniersieg im März beim 10.000-Dollar-Turnier in Leuggern (mit Dustin Brown), sogar noch getoppt. Für Johannes Ager bedeutet das Sandbichler-Ausscheiden, dass er sich nun im Semifnale mit dem Deutschen Marc Sieber matchen muss, der im Finale von Telfs gegen Sandbichler glatt verloren hatte.

Österreicher-Duell im Viertelfinale
Im Semifinale trifft Armin Sandbichler auf einen Spieler, gegen den er - geht es nach ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller - eigentlich Favorit sein müsste: "Johannes Ager spielt nur mehr national und nicht mehr international." In Kramsach hat dieses reduzierte Programm des 24-jährigen OÖTVlers immerhin fürs Viertelfinale gereicht - im Achtelfinale hatte Ager mit Landsmann Nico Reissig nur wenig Probleme und siegte mit 6/4, 6/1. Sandbichler kämpfte den Slovaken Andrej Martin mit 6/4, 4/6, 6/2 nieder und kann sich jetzt für seine letzte Niederlage gegen Ager revanchieren: 2007 wurde er gemeinsam mit Partner Andreas Haider-Maurer von Ager/Philipp Oswald im Semifinale der Österreichischen Staatsmeisterschaften aus dem Bewerb geworfen. 

Sandbichlers Erfolgslauf geht weiter
Sieben Österreicher waren beim 10.000-Dollar-Future in Kramsach an den Start gegangen, drei von ihnen kamen weiter. Die größte Überraschung lieferte dabei Armin Sandbichler, der seine gute Form seit seinem Turniersieg beim Austria F5 in Telfs bewahren konnte: Der Schützling der beiden Südstadt-Coaches Thomas Weindorfer und Jürgen Hager nahm mit dem Finnen Juho Paukku die Nummer 2 des Turniers aus dem Bewerb - 6/3, 6/4. Das Heimatfeeling dürfte dem Tiroler gut tun: Mit sieben Jahren startete er mit dem Tennissport und wurde bis zu seinem 13. Lebensjahr im Verein in Kundl trainiert. Mit 14 wurde er in das Tiroler Leistungszentrum aufgenommen, wo er von Jürgen Hager trainiert wurde. Größter Erfolg in der Jugend war der EM-Titel im Doppel mit Christoph Steiner. Nach erfolgreichem Abschluss des Sport BORGs in Innsbruck wechselte er in das HSZ Südstadt, wo er seither im Profi-Kader betreut wird.

Reissig und Ager im Duell ums Viertelfinale
Mit Nicolas Reissig gelang einem zweiten Südstadt-Profi der Sprung ins Achtelfinale. Der 19-jährige Salzburger, der für Kramsach eine Wildcard erhalten hatte, hatte mit dem Qualifikanten Luka Kukulic nur im ersten Satz Probleme und besiegte den Kroaten mit 5/7, 6/4, 6/4. Seinem nächsten Gegner ist er in dieser Saison schon einmal gegenübergestanden: Bei den Österreichischen Hallenmeisterschaften besiegte Reissig den Oberösterreicher Johannes Ager in der zweiten Runde in einer hart umkämpften Drei-Satz-Partie.

wowo

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