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ATP

AUSTRIA F5: SANDBICHLER HOLT SICH DEN TITEL

Beim 10.000-Dollar-Future in Telfs triumphiert Südstadt-Profi Armin Sandbichler (Bild) im Finale. Seinem Gegner überließ er im zweiten Satz kein einziges Game.

Erster Turniersieg seit zwei Jahren
Seine Spielanlage? "Grundlinienspieler mit Zug zum Netz." Seine Stärken? "Vorhand, Return, Fitness, Kampfgeist." Sein Motto? "Trouve la vie!" Im Finale des 10.000-Dollar-Future "11. Raiffeisen ITF Future" in Telfs hatte Armin Sandbichler sein Leben offensichtlich besonders genossen - der 23-jährige Tiroler besiegte den auf vier gesetzten Deutschen Marc Sieber mit 7/5, 6/0 und holte sich damit seinen ersten Turniersieg seit Stettin (POL) im Jahr 2006. Im Vorjahr war der im Südstadt-Profi-Kader trainierende Kundler in Telfs und in Jersey ins Finale gekommen, hatte beide aber verloren (in Telfs gegen Thomas Schiessling).

"Sand" auf Sand erfolgreich
"Das Tier" (Gilbert Schaller) hat wieder zugebissen. Auch der in Telfs an Nummer 1 gesetzte Marko Tkalec konnte den Erfolgslauf von Armin Sandbichler nicht unterbrechen: Im Semifinale besiegte der 23-jährige Tiroler den favorisierten Slowenen glatt mit 6/3, 6/2 und zog damit in sein erstes Future-Finale seit einem Jahr ein. Dort wartet mit dem Deutschen Marc Sieber ein altbekannter Gegner auf ihn: Beide bisherigen Partien hatte Sandbichler für sich entscheiden können - 2006 beim Future in Kempten und 2007 beim Challenger in Eckental. Telfs könnte somit aus österreichischer Sicht ein mehr als bloß erfolgreiches Turnier werden: Im Doppellfinale hatten Christoph Palmanshofer/Matthew Roberts (AUT/USA) Christian Magg/Fillippo Leonardi keine Chance gelassen und fegten das österreichisch-italienische Duo mit 6/1, 6/1 vom Court.

Zwei Österreicher im Finale. Oder vielleicht doch drei?
Bekommt ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller das Stichwort "Armin Sandbichler" zugeworfen, beginnen seine Augen zu strahlen: "Er ist ein Tier und bereit, mehr als hundert Prozent zu geben." Trotzdem kann Schaller die Schwächen des 23-jährigen Tirolers nicht komplett ignorieren: "Er hat manchmal Probleme mit der Koordinition, und ist daher sehr anfällig, wenn er gegen Spieler spielen muss, die ihn vor Aufgaben stellen, die außerhalb seines Rhythmus spielen." Im Viertelfinale des 10.000-Dollar-Future in Telfs überwogen wieder einmal die Stärken die Schwächen: Dem kroatischen Qualifikanten Antonio Sancic ließ er beim 6/3, 6/2 keine Chance. Dafür werden in seinem ersten Semifinale seit Kramsach 2007 sowohl Kampfkraft und Koordination gefordert sein: Sandbichler trifft auf die Nummer 1 des Turniers, Marko Tkalec, der im Head-to-Head der beiden mit 1:0 in "Führung" liegt (Medugorje 2007). Für den zweiten im Bewerb verbliebenen Österreicher kam im Viertelfinale das Out: Christoph Palmanshofer unterlag dem Deutschen Marc Sieber mit 3/6, 4/6. Das möglicherweise etwas angeschlagene Selbstvertrauen könnte er im Doppel wieder aufbessern: Palmanshofer steht mit Matthew Roberts (USA) an seiner Seite bereits im Endspiel und trifft dort auf Christian Magg/Filippo Leonardi (AUT/ITA).
 
Sandbichler und Palmanshofer sind weiter
Spieler aus zwölf Nationen kämpfen seit dem 30. Juni beim 10.000-Dollar-Future "11. Raiffeisen ITF Future" in Telfs um den Titel und um begehrte ATP-Punkte. Angetreten waren ingesamt acht Österreicher, doch bereits nach der ersten Runde verblieben mit Armin Sandbichler und Christoph Palmanshofer nur zwei rotweißrote Vertreter im Bewerb. Sandbichler, als Nummer 7 gesetzt, hatte im innerösterreichischen Duell mit dem Qualifikanten Mario Tupy keine Probleme und siegte mit 6/3, 6/1. Palmanshofer besiegte den Tunesier Walid Jallali mit 7/6, 7/5 und trifft nun im Achtelfinale auf Miloslav Mecir (SVK/8), der gegen den Lucky Loser Michael Linzer mit 3/6, 3/6 gewonnen hatte. Vom Rest der österreichischen Vertreter konnte lediglich der an Nummer 3 gesetzte Christian Magg ein kleines Erfolgserlebnis für sich verbuchen: Im Duell mit dem slovakischen Qualifikanten Michal Pazicky, der in der Weltrangliste mehr als 300 Plätze hinter ihm rangiert (838 vs. 528), gelang Magg immerhin ein Satzgewinn. Das Resultat: 4/6, 7/6, 6/4. Gerald Melzer, Markus Larcher und Nicolas Reissig blieben hingegen ohne Satzgewinn.

wowo
 

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