Zum Inhalt springen

AUSTRIA F2/KRAMSACH: JOHANNES AGER GEWINNT SEIN HEIMATTURNIER - "NIRGENDS IST ES SO SCHÖN WIE IN TIROL"

Als erster Spieler konnte sich Johannes Ager (Bild) beim Austria F2-Turnier als Sieger eintragen. Ohne Satzverlust ins Finale gekommen, besiegte er auch im Endspiel Norbert Gombos mit 6:2, 6:4.

DEN EINZEL-RASTER DES AUSTRIA F2-TURNIERS IN KRAMSACH FINDEN SIE HIER

ZUM LIVESCORING DES AUSTRIA F2-TURNIERS IN KRAMSACH KOMMEN SIE HIER


 

Sieg in der Heimat
(17.7.2010)
Johannes Ager ist heimatverbunden: „Ich kenne die Welt, aber nirgends ist es so schön wie in Tirol.“ Der Future-Sieg vor zwei Jahren in Kramsach zählt deshalb zu den schönsten Erlebnissen in seiner Profi-Laufbahn. Klar. Im Seendorf Kramsach ist er groß geworden. Dort holte er sich das Rüstzeug für seine spätere Tenniskarriere. Und dort versteht der inzwischen 26-Jährige zu kämpfen. Auch bei Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke. „Es war heute brütend heiß, aber ich habe mich durchgebissen“, sagte er nach der Hitzeschlacht im Halbfinale des Tennis-Future 2010. Ager entschärfte dabei die Waffen Andrea Arnaboldis. Er wusste auf den unangenehmen Slice und die kräfteraubenden Stopps des Linkshänders immer die richtige Antwort. Nur einmal schien das gut aufgebaute Erfolgsmosaik zu bröckeln. Als der Italiener nach der klaren 3:0-Führung Agers im ersten Satz ausgleichen konnte. Dem Tiroler gelang aber das entscheidende Break zum 6:4 und zum Satzgewinn. In Folge schien die Kampfkraft Arnaboldis gebrochen. Nach einer temporeichen Begegnung, die das Prädikat sehenswert verdient, verwandelte Ager mit einem lauten „Yes“ den zweiten Matchball zum 6:4, 6:1-Sieg. Der Schlüssel zum Erfolg? „Ich habe aus den Aufschlägen das Tempo herausgenommen und um jeden Ball gekämpft.“ Klingt einfach ... wie immer. Ager stand nach 2004 und 2008 zum dritten Mal im Endspiel des Kramsacher Sparkassen-Future-Turniers. Im Finale wartete mit Norbert Gombos ein „Namenloser“. 20 Jahre jung, Slowake. So steht es im ITF-Players-Archiv. Mehr nicht. Nachhaltig war jedoch sein Auftritt in Kramsach. Er nützte das Karrieresprungbrett Future, spielte sich über die Qualifikation bis ins Finale. Sein erstes übrigens in seiner noch jungen Karriere. Ein Höhepunkt dabei war sicherlich der Sieg über die Nummer 1 des Turniers, den Titelverteidiger Andrej Martin. Das richtige Rezept, um gegen Ager entscheidend zu punkten, konnte er im Finale aber dennoch nicht finden: Mit seinem 6:2, 6:4-Sieg über Gombos ist Ager der erste Spieler, der sich zum zweiten Mal als Sieger eintragen konnte.Im Doppelbewerb mussten sich die Österreicher Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn erst im Endspiel gegen Kovacka/Michalicka (CZE) geschlagen geben.
(Quelle: www.tt.com/red.)

"Pudelwohl gefühlt"
(16.7.2010)
Liegt ein Fluch über Court 1? Diese Frage stellten sich Zuschauer und Organisatoren nach dem frühen Ende des Viertelfinal-Schlagers zwischen Lokalmatador Johannes Ager und Marcel Zimmermann, als der Deutsche beim Spielstand von 6:2, 4:2 für Ager wegen Schmerzen am Seitenband des Knies aufgab. Das dritte frühe Aus auf diesem Platz beim diesjährigen Future, das Fragen aufwirft und Gerüchte fördert aber keine Antworten findet. Ein Makel, keine Frage. Makellos trat dagegen Johannes Ager auf. Der Tiroler spielt und kämpft von Tag zu Tag besser. "Heute habe ich mich pudelwohl gefühlt, ich bin mit meiner Leistung zufrieden", meinte der Tiroler nach der Aufgabe Zimmermanns. Im Halbfinale wartet Andrea Arniboldi. Der Italiener ist in Agers Einzel-Bilanz noch ein unbeschriebenes Blatt. Mit Farrukh Dustov verabschiedete sich im Viertelfinale der Sieger von 2004. Dustov konnte sich nicht auf das Spiel des Linkshänders Andrea Arnaboldi einstellen. verlor in zwei Sätzen. Im zweiten Halbfinale steht völlig berraschend Jaan-Frederik Brunken. Der Doppelpartner von Marc Rath eliminierte die Nummer vier, Mathieu Rodrigues (FRA) in zwei Sätzen. Am Freitag wartet mit Norbert Gombos (SVK) ein Qualifikant auf den Deutschen. Der warf völlig überraschend die Nummer eins, den Titelverteidiger Andrej Martin aus dem Bewerb.
(Quelle: www.tennistirol.at)

Die letzte Hoffnung
(15.7.2010)
Die gute Nachricht: Lokalmatador Johannes Ager steht im Viertelfinale seines Heimturniers. Die weniger gute: mit Daniel Geib, Pascal Brunner und Tristan-Samuel Weissborn schieden alle anderen Österreicher im Achtelfinale des Kramsacher Future-Turniers aus. Weil auch Rainer Eitzinger mit Partner Andrea Arnaboldi im Doppel die Segel streichen musste, ruhen die Hoffnungen der Tiroler Tennisfans nur mehr auf Johannes Ager. Der 26-Jährige trifft im Viertelfinale (DO nicht vor 17:00 Uhr) auf den Deutschen Marcel Zimmermann. Der Münchner, der für den TK IEV Tiroler Wasserkraft um Meisterschaftspunkte in der Bundesliga kämpft, fertigte im Achtelfinale Daniel Geib scheinbar mühelos ab. Ager wiederum war nach dem Erfolg gegen den Qualifikanten Michal Konecny (CZE) mit seiner Leistung nicht zufrieden. "Ich werde mich steigern müssen, wenn ich weiterkommen will", meinte der Tiroler, der am Mittwoch mehr mit der Hitze am Centercourt als mit dem Gegner zu kämpfen hatte. Nach einer kurzen Schwächephase im zweiten Durchgang beendete Ager das Match mit einem As. Agers aktuelle Bilanz kann sich sehen lassen: Sieben Mal in Folge erreichte er bei Future-Turnieren zuletzt zumindest das Viertelfinale, vier Mal kam sogar noch mehr heraus - ein Semifinale (Telfs), zwei Finale (Rotterdam, Parma), ein Turniersieg (Trento).
(www.tennistirol.at/red.)

"Ein unbeschriebenes Blatt" 
(14.7.2010)
Im Vorjahr schied Johannes Ager in der ersten Runde aus. Bei seinem diesjährigern Erstauftritt beim Tennis-Future von Kramsach erreichte der Lokalmatador Runde zwei. Die Freude unter den Zuschauern auf der sehr gut besetzten Tribüne und bei Ager selbst hielt sich dennoch in Grenzen. Klar: Ager kam durch die Aufgabe von Michal Pazicky (SVK) ins Achtelfinale. Was war geschehen? Pazicky überknöchelte schon im dritten Game des ersten Satzes und musste trotz ärztlicher Behandlung beim Spielstand von 5:2 für Ager aufgeben. Der Tiroler trifft nun am Mittwoch nicht vor 17:00 Uhr auf den Qualifikanten Michal Konecny (CZE). "Für mich ein unbeschriebenes Blatt", meinte Ager. Ins Doppel-Viertelfinale zog Rainer Eitzinger ein. Nach den Kreislaufproblemen am ersten Spieltag, als er gegen Pascal Brunner aufgeben musste, hatte er sich schnell erholt und gewann mit Partner Arnaboldi (ITA) souvern gegen die Österreicher Brunner/Lang. Erfolgreich gestaltete auch der Kramsach-Sieger von 2004, der Usbeke Farrakh Dustov seine Rückkehr auf Tiroler Tennisboden. Er besiegte den deutschen Sieber in drei Sätzen. Erfreulich aus österreichischer Sicht ist, dass neben Johannes Ager mit Tristan-Samuel Weissborn, Daniel Geib und Pascal Brunner drei weitere Österreicher den Aufstieg in die Runde der besten 16 schafften.
(Quelle: www.tennistirol.at)

Comeback nach Virus gescheitert
(13.7.2010)
2005 hatte er auf der ATP-Tour - konkret in der Wiener Stadthalle - sein erstes Profimatch gewonnen und von seinem damaligen Coach Horst Skoff zu hören bekommen: "Er ist zwar kein Genie, er ist aber bereit, sechs Stunden am Tag zu schuften." Fünf Jahre später hat der 27-jährige Tiroler von seinem damaligen Biss noch immer nichts verloren: Nach einer mehr als zweimonatigen Pause - verursacht durch eine Viruserkrankung - kehrte er im Einzelbewerb des Austria F2-Turniers in Kramsach wieder auf die Tour zurück. Sein letztes Match hatte er im Mai in der Qualifikation von München gespielt und gegen Oscar Sabate-Bretor mit 2:6, 2:6 verloren. In Kramsach bekam er es gleich in Runde 1 mit dem um sechs Jahre jüngeren Mödlinger Pascal Brunner zu tun, der sich ohne Satzverlust durch die Qualifikation gekämpft hat, und sowohl der Altersunterschied als auch die lange Abwesenheit von der Tour erwiesen sich diesmal als zu starke Gegner: Beim Stand von 6:1, 3:6 musste Eitzinger aufgrund von Kreislaufproblemen.aufgeben. Brunner trifft nun im Achtelfinale auf Norbert Gombos (SVK), der Riccardo Bellotti in drei Sätzen besiegte. Ebenfalls in der Runde der letzten acht: Tristan-Samuel Weissborn nach seinem 6:2, 6:1 über Richard Ruckelshausen.

Top Themen der Redaktion

ATP

"Es war ein Vergnügen - auch wenn ich verloren habe"

Dominic Thiem unterlag bei den ATP-Finals in London zum zweiten Mal in Folge im Endspiel. Der Niederösterreicher musste sich dem Russen Daniil Medvedev, der mit Fortdauer der Partie nimmer stärker wurde, in drei Sätzen geschlagen geben.

Wochenvorschau

23. - 29. November 2020

Kalenderwoche 48: Wer? Wann? Wo?

Talent Filip Misolic hat sich in Bratislava für die Qualifikation eingetragen.

ATP

Eine legendäre Leistung, die unbelohnt blieb

Nach tollen Partien bei den ATP-Finals in London mussten sich Jürgen Melzer und Partner Roger-Vasselin im Champions-Tiebreak des Endspiels dem Duo Koolhof/Mektic mit 5:10 beugen. Für Melzer war es das letzte Match auf ATP-Ebene.