Zum Inhalt springen

AUSTRIA F1/TELFS: TITELVERTEIDIGER JOHANNES AGER WIRD MIT 23 ASSEN AUS DEM BEWERB GESCHOSSEN

Kein österreichischer Sieg beim ersten Turnier der Austria Future-Serie: Im Semifinale des Austria F1 in Telfs unterlagen sowohl Johannes Ager (Bild) als auch Marc Rath im Semifinale. Die nächste Station: das Austria F2 in Kramsach (10.-17.7.).


DEN RASTER DES AUSTRIA F1-EINZELBEWERBS FINDEN SIE HIER


Ager und Rath out
(10.7.2010)
Favoriten "sterben" mitunter früh. Bei Johannes Ager dauerte es immerhin bis zum Semifinale des Austria F1 in Telfs (3.-10.7.2010), ehe der an Nummer 1 gesetzte Tiroler die Segel streichen musste. Gegen Nikola Ciric (SRB/4.), der der Partie mit 23 Assen aggressive Würze gab, fand Ager letztendlich nicht das richtige Rezept und unterlag mit 4:6, 6:4, 7:5. Dennoch kann sich seine Saisonbilanz sehen lassen: ein Future-Turniersieg, zwei Finale, ein Semifinale, ein Viertelfinale. Auch der zweite Österreicher, Marc Rath, musste die Überlegenheit seines Gegners anerkennen: Gegen den an Nummer 3 gesetzten Russen Andrey Kumantsov gelang dem Überraschungsmann des Turniers erstmals kein Satzgewinn. Der Steirer unterlag mit 3:6, 4:6.

Ager im Semi, Reissig out
(9.7.2010)
Mit 12 Spielern hatte Österreich den 32er-Raster des Austria F1 in Telfs (3.-10.7.2010) vor der ersten Runde noch dominiert, nach zwei gespielten Runden wurde auf der Anlage des TC Telfs allerdings die Spreu vom Weizen getrennt - mit Johannes Ager, Nicolas Reissig und Marc Rath blieben "nur" mehr drei übrig, wobei sich inbesondere Titelverteidiger Johannes Ager (ITF 308) bisher von seiner besten Seite zeigte: In Runde 1 fertigte der 26-jährige Kramsacher Tihomir Grozdanov (BUL) mit 6:3, 6:2 ab, im Achtelfinale musste der Niederösterreicher Pascal Brunner nach einem glatten 6:2, 6:0 die Dominanz Agers akzeptieren. Im Viertelfinale traf er, der gemeinam mit Rainer Eitzinger das Doppel-Finale erreichte, auf Robin Roshart (ITF 981). Aber auch der im ITF-Ranking um 673 Plätze hinter ihm platzierte Schweizer war kein Problem: Ager siegte 7:6(7), 6:1, steht damit in seinem bereits vierten Semifinale 2010 und trifft dort auf den Serben Nikola Ciric, der 2010 nicht nur zwei Future-Titel (Padova, Belgrad) auf seinem Erfolgskonto, sondern auch Nico Reissig bereits zwei Mal auf seiner "Abschussliste" hat. Im Finale von Belgrad hatte er ihn mit 7:6(4), 4:6, 6:4 besiegt, im Viertelfinale von Telfs lautete das Resultat 6:4, 6:1.

Überraschungsmann Rath
Mit Kampf und Krampf hatte Marc Rath das Tiroler Future-Event eröffnet (3:6, 6:4, 6:4 gegen die Nummer 3, David Savic/SRB), danach kam der Motor des Südstädters besser ins Laufen und er besiegte Norbert Gombos (SVK) mit 6:2, 6:3. In der Runde der letzten acht wartete mit dem an Nummer 2 gesetzten Franzosen Mathieu Rodrigues allerdings eine hohe Hürde. Die bisherige Saisonbilanz des 24-jährigen Franzosen - drei Mal Finale bei Future-Turnieren, ein Mal Semifinale - hat den mit einer Wildcard ausgestatteten "Südstädter" allerdings kaum beeindruckt: Mit 6:7(4), 6:1, 6:2 kämpfte der 19-jährige Steirer Rodrigues nieder und steht damit im ersten Future-Semifinale seiner Karriere. Dort trifft er nun auf Andrey Kumantsov (RUS).

Comeback von Eitzinger
(5.7.2010)
Rainer Eitzinger hatte Future-Turniere schon abgehakt. Mit dem Gewinn von zwei Challenger-Turnieren und dem Bonus Nummer 166 im ATP-Ranking (August 2006) waren für den Neo-Kramsacher höhere Ziele die Vorgaben. Beim Austria F1 in Telfs (3.-10.7.2010) kehrt der 27-Jährige allerdings wieder in die unterste Liga der internationalen Tennisturniere zurück. Nicht im Einzel, sondern im Doppel. „Mein Körper hält die Strapazen eines Single-Turniers nach der langen Virus-Erkrankung noch nicht aus“, erklärt die derzeitige Nummer 417 im Computer. Eitzinger ist nämlich - so kurios es klingt - übertrainiert. „Ich wollte zu viel, bekam aber bei meinen Einsätzen zuletzt die Rechnung durch starken Kräfteverlust serviert“. Servieren kann derzeit auch Armin Sandbichler nur mit halber Kraft. Ein Bandscheibenvorfall behindert den Kundler und verhindert die Rückkehr auf den Birkenberg, den Sandbichler 2008 im Sturm erobert hatte. Somit ruhen Tirols Hoffnungen in der 13. Auflage des internationalen mit 15.000 Dollar dotierten Future-Turniers in Telfs auf Johannes Ager. Er ist auf der Nennliste die Nummer 1, gleichzeitig Titelverteidiger. In seinem Nacken sitzen aber eine Reihe von Spielern, die in der Weltrangliste nach vorne wollen. Allen voran die jungen Österreicher Nicolas Reissig und Richard Ruckelshausen. Sie sind wie der Ex-Telfer Christian Magg fix für den Hauptbewerb qualifiziert. Weiters im Bewerb: Pascall Brunner, Tristan-Samuel Weissborn, Maximilian Neuchrist, Gerald Melzer, Daniel Geib, Christoph Lessiak, Philipp Lang, Marc Rath.
(Quelle: www.tennistirol.at und red.)

Top Themen der Redaktion

ATP

"Es war ein Vergnügen - auch wenn ich verloren habe"

Dominic Thiem unterlag bei den ATP-Finals in London zum zweiten Mal in Folge im Endspiel. Der Niederösterreicher musste sich dem Russen Daniil Medvedev, der mit Fortdauer der Partie nimmer stärker wurde, in drei Sätzen geschlagen geben.

Wochenvorschau

23. - 29. November 2020

Kalenderwoche 48: Wer? Wann? Wo?

Talent Filip Misolic hat sich in Bratislava für die Qualifikation eingetragen.