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ATP

Aus der Traum für Alex Peya!

Keine Chance für Alexander Peya und Bruno Soares im Endspiel der US Open: Das österreichisch-brasilianische Duo musste sich Leander Peas / Radek Stepanek mit 1:6, 3:6 geschlagen geben. Zusätzlich dazu hatte sich Peya beim Stand von 1:3 und eigenem Aufschlag am Rücken verletzt und musste sich vom Physiotherapeuten behandeln lassen.


Um 18:45 Uhr MEZ startete Alexander Peya sein Projekt "US Open-Finale", um 19:58 Uhr MEZ war es zu Ende: Nach 1:12 Stunden Spielzeit hatten Alexander Peya / Bruno Soares ihren Traum vom ersten Grand Slam-Titel begraben und sich Radek Stepanek / Leander Paes mit 1:6, 3:6 geschlagen geben müssen. Das tschechisch-indische Team hatte einen wahren Blitzstart hingelegt und war nach nur 18 Minuten mit bereits 5:0 in Front gelegen, nach 24 Minuten war Satz eins vorbei. Stepanek / Paes, die im Semifinale mit Bob und Mike Bryan das weltbeste Doppel aus dem Raster "entfernt" hatten, dominierten trotz starkem Wind auch im Endspiel sowohl am Netz als auch beim eigenen Aufschlag und dem Return, wirkten die meiste Zeit frischer. Peya / Soares returnierten im zwölften gemeinsamen Finale nur phasenweise wirkungsvoll, ließen sich oft überraschen. Vor dem Finale hatte Österreichs bester Doppelspieler aller Zeiten vor allem Paes in höchsten Tönen gelobt. „Was den Doppel-Instinkt angeht, ist er sicher der Beste von allen überhaupt." Von seinen 52 Doppel-Titeln hatte sich der 40-jährige Inder sieben auf Grand-Slam-Ebene geholt. Eine Routine, der Peya / Soares diesmal nicht gewachsen waren: Mit einem Doppelfehler beim ersten Game des zweiten Satzes "brachte" Peya die Gegner gleich mit einem Break in Front - ein Vorteil, den sich Paes / Stepanek nicht mehr nehmen ließen. Der nächste "worst case" sollte drei Games später folgen: Beim Stand von 1:3 und eigenem Aufschlag verletzte sich Peya am Rücken verletzt, musste sich vom Physiotherapeuten behandeln lassen und konnte sich danach beim Service nur mehr eingeschränkt bewegen. "Ich habe mir im Halbfinale eine Zerrung zugezogen."

Soares

Melzer, letzter österreichischer US Open-Sieger
Dass Peya / Soares trotz dieser klaren Niederlage das "Zeug" dazu hätten, ihren ersten Grand Slam-Titel zu gewinnen, haben sie in dieser Saison bereits mehrfach bewiesen: Turniersieg in Montreal, Finale in Hamburg, Viertelfinale in Wimbledon, Turniersieg in Eastbourne, Finale in London Queen’s Club, Semifinale bei den French Open, Finale in Madrid, Turniersieg in Barcelona, Semifinale in Indian Wells, Semifinale in Acapulco, Semifinale in Memphis, Turniersieg in Sao Paulo. Mit seinem Sieg beim ATP-Masters-1000-Tennisturniers in Montreal hatte sich Peya in der am 12. August neu veröffentlichten ATP-Weltrangliste von Platz 6 auf Platz 3 verbessert. Nur die US-Brüder Bob und Mike Bryan rangieren vor dem Österreicher. Peya: "Ich glaube, wir können stolz sein auf das, was wir in diesem Jahr geleistet haben." Österreichs letzter Sieger bei einem Grand Slam-Turnier war übrigens Jürgen Melzer, der 2011 gemeinsam mit Philipp Petzschner den US Open-Titel holen konnte.


Die US-Open-Sieger (Doppel) der letzten 10 Jahre
2013: Leander Paes (IND) / Radek Stepanek (CZE)
2012: Bob Bryan (USA) / Mike Bryan (USA)
2011: Jürgen Melzer (AUT) / Philip Petzschner (GER)
2010: Bob Bryan (USA) / Mike Bryan (USA)
2009: Lukas Dlouhy (CZE) / Leander Paes (IND)
2008: Bob Bryan (USA) / Mike Bryan (USA)
2007: Julian Knowle (AUT) / Simon Aspelin (SWE)
2006: Martin Damm (CZE) / Leander Paes (IND)
2005: Bob Bryan (USA) / Mike Bryan (USA)
2004: Mark Knowles (BAH) / Daniel Nestor (CAN)

> US Open | Website

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