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Auftakt in Down Under

Unterschiedlich ist die Erwartungshaltung bei den österreichischen Vertretern, die ab Montag bei den Australian Open in Melbourne aufschlagen werden. Während Dominic Thiem, Andreas Haider-Maurer und Qualifikant Jürgen Melzer um einen möglichst guten Start in die Saison kämpfen, reist Yvonne Meusburger nach Australien, um Goodbye zu sagen. Die größten Chancen auf einen Titel gibt es im Doppel, in dem Österreich ein Großaufgebot stellt.

HERREN:

Dominic Thiem (vs Roberto Bautista Agut)

Als Weltranglisten-37. trägt der Lichtenwörther die größten heimischen Hoffnungen im Einzel-Wettkampf. Allerdings hat Dominic Thiem auch die schwierigste Auslosung erwischt: Roberto Bautista Agut war einer der Aufsteiger der Saison 2014, ist in Melbourne auf Nummer 13 gesetzt und fühlt sich als einer der wenigen Spanier auch auf Hartplatz äußerst wohl. Im Vorjahr schaltete der 26-Jährige in Melbourne Juan Martin del Potro aus und scheiterte erst im Achtelfinale am bulgarischen Shooting Star Grigor Dimitrov. Österreichs Nummer eins war in der Vorbereitung krank, was er beim Saisonauftakt in Auckland beim Aus gegen Jan-Lennard Struff noch spürte. Allerdings fühlt sich Thiem in Melbourne wohl: 2014 gewann er inklusive Quali vier Matches und unterlag erst Kevin Anderson in Runde zwei. Überspringt Thiem die erste Hürde, geht es in Runde zwei entweder gegen Gilles Müller (Luxemburg) oder Pablo Carreno Busta (Spanien).

Andreas Haider-Maurer (vs Laurent Lokoli)

Kaum zu glauben, aber der immerhin auch schon 27-Jährige Niederösterreicher gibt in diesem Jahr sein Hauptfeld-Debüt in Down Under. In den Jahren 2010, 2011 und 2013 war Andreas Haider-Maurer in der Qualifikation gescheitert, diesmal stehen sogar die Chancen auf Runde zwei sehr gut. Denn Erstrunden-Gegner Laurent Lokoli liegt in der Weltrangliste auf Platz 259 weit hinter dem Wahl-Innsbrucker, der nach seinem Viertelfinal-Einzug in Chennai als 78. so hoch steht wie zuletzt im September 2011. Der erst 20-Jährige Franzose hat allerdings den Vorteil, in Melbourne schon drei Quali-Siege in den Beinen zu haben. Trotzdem: Haider-Maurer geht als Favorit in die Begegnung, ihm winkt ein Aufeinandertreffen mit der US-amerikanischen Aufschlagkanone John Isner in Runde zwei.

Jürgen Melzer (2. Runde vs Tomas Berdych)

Die Qualifikations-Mühle hat Österreichs langjähriger Nummer eins hart zugesetzt, doch die Mühe hat sich gelohnt: Nach drei teils knappen Erfolgen über den Chilenen Nicolas Jarry, Daniel Munoz-De la Nava aus Spanien und Steve Darcis aus Belgien steht Jürgen Melzer zum zwölften Mal in seiner Karriere im Hauptfeld des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison. Dort setzte der Niederösterreicher seinen Siegeslauf fort und besiegte Victor Estrella Burgos aus der Dominikanischen Republik glatt in drei Sätzen. In Runde zwei wartet der Weltranglisten-Zweite Tomas Berdych.

DAMEN:

Yvonne Meusburger (vs Casey Dellacqua)

Für die Vorarlbergerin, die nach dem Ausscheiden bei den US Open 2014 ihr Karriereende angekündigt hatte, geht es neben dem leicht verdienten Preisgeld bei ihrem Lieblings-Grand-Slam-Turnier vor allem um einen ehrenvollen, emotionalen Abschied. Zu verlieren hat Yvonne Meusburger endgültig nichts mehr, gegen die Weltrangliste-29. Casey Dellacqua aus Australien wäre die Dornbirnerin aber wohl auch mit Top-Vorbereitung Außenseiterin gewesen. Umso sensationeller wäre ein Sieg.

DOPPEL:

Die Auslosung ist noch nicht erfolgt, fest steht aber, dass Österreich im Doppel-Bewerb mit einer echten Armada antreten wird. Mit ihren ausländischen Partnern stehen mit Alexander Peya (Bruno Soares), Julian Knowle (Vasek Pospisil), Philipp Oswald (Martin Klizan), Dominic Thiem (Jan-Lennard Struff), Jürgen Melzer (Mahesh Bhupathi), Oliver Marach (Michael Venus) und Andreas Haider-Maurer (Ricardas Berankis) nicht weniger als sieben Österreicher in der Nennliste. Im Vorjahr errang übrigens Lucas Miedler bei den Australian Open mit dem Doppel-Triumph bei den Junioren Österreichs einzigen Grand-Slam-Titel des Jahres.

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