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Auf dem Weg in die Zukunft!

Im Rahmen des "Annual General Meeting" (AGM) der ITF in Paris ging es - neben der Feier des 100-jährigen Jubiläums der ITF - in diversen Arbeitsgruppen um Zukunftsthemen, "die im ÖTV bereits zentrale Anliegen sind" (ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb / Bild). Darunter u. a.: die Trainer-Aus- und Fortbildung, Kinderarbeit in den Clubs etc.


Ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums stand die Generalsversammlung der ITF in Paris. Neben einem großen Festakt im Schloss Versailles, bei dem auch die Rolle Österreichs als Gründernation gewürdigt wurde, ging es vor allem in diversen Arbeitsgruppen um Zukunftsthemen, "die im ÖTV bereits zentrale Anliegen sind" (ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb):

- Die Aus- und Fortbildung der TrainerInnen, deren Lizenzierung und Verbreitung. Der Britische Tennisverband konnte innerhalb von sieben Jahren ein flächendeckendes System entwickeln, das für die jüngsten Erfolge im Nachwuchsbereich verantwortlich ist.

- Die Qualität der Kinderarbeit in den Clubs soll quantifizierbarer werden. Daher hat sich der ÖTV auch zum ÖTV Kids-Gütesiegel bekannt. Weltweit ist die Arbeit mit Kindern der Altersklasse "unter 10" (U10) ein fixer Bestandteil der Verbandsarbeit. Hier wird klar zwischen Breitensport (weichere Bälle) und Leistungstennis (U10 Scouts) unterschieden.

- Medien wie Twitter und Facebook sind in den großen Verbänden nicht mehr Add ons, sondern die erste Maßnahme der Kommunikation. Gerade so gelingt es wieder, verstärkt Jugendliche anzusprechen.

- Aktionen wie „Ganz Österreich spielt Tennis“ oder ähnliche Aktivitäten in anderen Ländern sollen in einen Internationalen Tag des Tennissportes ausgeweitet werden.

Wie finanziert man eine Karriere?
Der ÖTV war in Paris durch Präsident Ronnie Leitgeb und Geschäftsführer Thomas Hammerl vertreten. Der ÖTV-Präsident sprach dort das Problem an, dass sowohl bei den Damen als auch bei den Herren Spieler, die um 200 in der Weltrangliste gereiht sind, nicht mehr vom Tennis leben bzw. ihre Kosten decken können. Während sich an der absoluten Spitze die Preisgelder vervielfacht haben, ist der Weg ins Profitennis kaum noch zu finanzieren. Eine Problematik, die sich letztendlich auf die nationalen Verbände auswirkt, da eine längere und teurere Ausbildung finanziert werden muss, um Spieler an das Davis Cup und Fed Cup Team heranzuführen.

Versaille_Feuerwerk

100 Jahre ITF
Auf Einladung der ITF hatten sich am Donnerstag Abend 110 Präsidenten nationaler Tennisverbände in der "Galerie des batailles" (= Schlachtengalerie) des geschichtsträchtigen Schloss Versailles zu einem privaten Abendessen versammelt, das mit einem Feuerwerk (Bild) im Schlossgarten seinen eindrucksvollen Höhepunkt fand. Anlass dieses Events war u. a. das 100-Jahr-Jubiläum der ITF: Am 26. Oktober 1912 hatte seinerzeit in Paris eine vorbereitende Sitzung stattgefunden, an der sieben Nationen, darunter auch Österreich, teilgenommen hatten. Zur Gründungsversammlung am 1. März 1913 wurden 19 Nationen eingeladen. Zwölf Nationen schickten ihre Vertreter: Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Österreich (Dr. Arthur Zborzil), Rußland, Südafrika, Schweden und die Schweiz.

> International Tennis Federation (ITF) | Website

> 100 Jahre ITF | Video

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