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ATP-Challenger Teneriffa: Ofner nach „super Woche“ erst im Endspiel gestoppt

Der Steirer feiert auf der spanischen Insel vier Siege. Erst ein Günter-Bresnik-Schützling war zu stark.

Sebastian Ofner ©GEPA pictures

Schmerzfrei spielt es sich besser und befreiter. Diese Erfahrung macht Sebastian Ofner in der neuen Saison bisher sehr eindeutig. Nachdem sich der 26-Jährige im Herbst noch einmal an der schmerzenden linken Ferse operieren hatte lassen, geht es nunmehr steil bergauf. In der Saisonvorbereitung nahm er in der World Tennis League in Dubai keinem Geringeren als dem 21-fachen Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic einen Satz ab. Bei den ersten zwei Turnierstarts im Jahre 2023 kam beim ATP-100-Challenger in Canberra und bei den Australian Open in Melbourne noch jeweils im Qualifikationsfinale das Aus. In der laufenden Woche gelang Ofner nun das bislang klar beste Abschneiden: Der St. Mareiner (ATP 193) wurde beim ATP-100-Hartplatz-Challenger auf Teneriffa erst beim Titelkampf am frühen Sonntagnachmittag gestoppt. Er musste sich dem russischen Schützling von Österreichs Startrainer Günter Bresnik, Alexander Shevchenko (ATP 157), der im ganzen Turnierverlauf ohne einen Satzverlust blieb, nach 1:48-stündiger, harter Gegenwehr mit 5:7, 2:6 geschlagen geben. Hiermit verpasste er den vierten ATP-Challenger-Titel seiner Karriere nach Astana 2018, Puerto Vallarta 2019 und Prag 2022.

„Schon lange nicht mehr so einen Saisonstart gehabt“

Ofner hatte mit bloß einem Satzverlust in der ersten Runde und überaus überzeugenden Vorstellungen das Finale erreicht. Gegenüber dem ÖTV zeigte er sich daher auch bei der Nachbetrachtung dieser Turnierwoche mit Recht sehr zufrieden: „Ich habe in den letzten Matches generell sehr gut gespielt, auf einem guten Niveau. Ich habe schon lange nicht mehr so einen Saisonstart gehabt – ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich so in eine Saison gestartet bin. Die Matches waren auf sehr hohem Niveau, wirklich gut. Am Anfang habe ich bei den ersten Trainings doch gestruggelt, mir gedacht: ‚Okay, das sind eher nicht meine Bedingungen.’ Aber ich habe mich dann reingefightet, bin über die enge erste Runde gegen Luca Nardi – ein 19-jähriger Italiener, der richtig stark spielt – durch einen Mega-Kampf drübergekommen. Und dann habe ich besser reingefunden“, erzählte er. „Beim Finale hat Shevchenko einfach zu gut gespielt, dem hat es hier wirklich zu 100 Prozent gelegen. Es war in Summe wenig zu holen. Ich habe meine paar kleinen Chancen gehabt, aber er war einfach besser heute“, erkannte Ofner an. „Es war für mich dennoch eine super Woche“, überwog bei ihm klar die Freude.

Top 100 im Visier: „Bin überzeugt, das schaffen zu können“

Mit den – neben 9415 Euro Preisgeld – eroberten 60 ATP-Punkten wird sich Ofner in der Weltrangliste am 30. Jänner voraussichtlich um Platz 160 einordnen. Sein bisher bestes Ranking von Rang 126 am 6. Mai 2019 rückt damit immer näher. Zudem hat er aufgrund seiner Verletzungspause nach der ersten Operation am linken Fuß im Vorjahr bis Anfang April keine Turniere bestritten und ergo bis Mitte April 2023 keine Punkte zu verteidigen. Einem weiteren Sprung nach vorne sollte somit nichts im Wege stehen – vielleicht sogar erstmals bis in die Top 100? „Klar denke ich ein bisschen daran, dass ich jetzt wenig zu verteidigen habe und in die Top 100 kommen könnte. Aber dazu muss ich weiterhin auf dem Level spielen. Ich bin davon überzeugt, das schaffen zu können. Ich bin gut drauf, fühle mich gut, bin schmerzfrei – von dem her glaube ich, dass ich gute Chancen habe, wenn ich den Level aufrechterhalte. Aber so viel denke ich dann nicht daran, denn das wird sich dann eh von selbst ergeben. Wenn ich gut spiele, meine Ergebnisse stimmen, dann passiert das automatisch. Es läuft soweit alles gut, es war ein super Turnier“, gab sich Ofner zunächst abwartend und gelassen. Weiter geht’s für ihn nächste Woche beim ATP-125-Hartplatz-Challenger in Quimper, diesmal in der Halle, wo er als Alternate noch ins Hauptfeld rutschte und zum Beginn den siebtgesetzten Italiener Matteo Arnaldi (ATP 134) fordert. Auch Dennis Novak ist im äußersten Nordwesten Frankreichs am Start. Der sechstgereihte Niederösterreicher (ATP 132) trifft in der ersten Runde gleich auf den Ex-Weltranglisten-23. Damir Dzumhur (ATP 176) aus Bosnien-Herzegowina.

Hier alle Ergebnisse des ATP-100-Challengers in Teneriffa.

Hier alle Ergebnisse und Auslosungen des ATP-125-Challengers in Quimper.

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