Zum Inhalt springen

TurniereATP

ATP-Challenger Bergamo: Rodionov mit dem nächsten Halbfinale auf zu neuen Höhen

Das ÖTV-Ass verbessert am Montag in der Weltrangliste seine bisher beste Platzierung.

Jurij Rodionov ©GEPA pictures

Bei den Erste Bank Open in Wien hatte sich für Jurij Rodionov der spätere Finalist, Denis Shapovalov, diesmal als um eine Spur zu stark erwiesen. In der Woche darauf hat der 23 Jahre alte Linkshänder dafür – wie schon vor kurzem in Saint-Tropez, bei seinem letzten Turnierstart vorm ATP-500-Heimspiel – neuerlich ein ATP-Challenger-Semifinale für sich verbuchen können. Österreichs aktuelle Nummer zwei ist beim ATP-80-Hartplatzevent in Bergamo mit drei Matchsiegen bereits zum fünften Mal in dieser Saison unter die letzten Vier bei einer Veranstaltung auf dieser Turnierebene eingezogen. Der Niederösterreicher (ATP 130) besiegte in der Lombardei zunächst im Linkshänder-Duell den achtgesetzten, spanischen Ex-Weltranglistensiebten Fernando Verdasco (ATP 119) erstaunlich glatt mit 6:2, 6:3. Dem ließ Rodionov danach ein 6:2, 6:4 gegen den türkischen Qualifikanten Altug Celikbilek (ATP 212) und ein hart erkämpftes 4:6, 6:4, 6:4 gegen den Deutschen Yannick Hanfmann (ATP 149), den Finalisten der Generali Open Kitzbühel 2020, nachfolgen. Erst gegen dessen Landsmann Jan-Lennard Struff (ATP 168), die ehemalige Nummer 29 der Welt, kam im Kampf um einen Platz im Endspiel am Samstag mit 6:2, 4:6, 2:6 das Aus.

Keine 100 Punkte mehr hinter Thiem und den Top 100

„Der Beginn war sehr in Ordnung“, schrieb Rodionov noch am Samstagabend auf seiner offiziellen facebook-Fanseite, „der erste Satz ist so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe, dann ist leider der Faden gerissen. Ich habe nicht mehr zu meinem Spiel gefunden, zu zweifeln begonnen und mich mental nicht mehr gefangen. Ich muss das noch in Ruhe analysieren, aktuell überwiegt der Ärger und die Enttäuschung über meine heutige Vorstellung.“ Dabei gäbe es für den ÖTV-Davis-Cup-Spieler aus Norditalien aber auch so einige positive Aspekte mitzunehmen. Denn nebst drei erfreulichen Siegen darf Rodionov am Montag einem neuen Career High in der Weltrangliste entgegenblicken. Er wird seine (erst am 23. Mai dieses Jahres erreichte) bisherige Bestplatzierung im ATP-Ranking von Rang 124 um drei Positionen verbessern und sich damit zu neuen Höhen aufschwingen. Auf den erhofften, erstmaligen Einzug unter die Top 100 der Welt – und auch auf seinen prominenten Landsmann Dominic Thiem an Position 102 – fehlen ihm hiermit jetzt keine 100 Punkte mehr. Nächste Woche könnte Rodionov diesen Abstand weiter reduzieren: Er ist diesmal beim ATP-90-Challenger in der slowakischen Hauptstadt Bratislava am Start und eröffnet als Nummer sechs der Setzliste gegen den äußerst routinierten Tschechen Lukas Rosol (ATP 203).

Je ein Sieg für Novak und Oswald

Den übrigen Österreichern in Bergamo war es eher mittelprächtig ergangen – bei Dennis Novak kam noch eine Portion (Verletzungs-)Pech hinzu. Der Niederösterreicher (ATP 170) musste nach einem 6:2,-6:4-Auftakterfolg gegen den türkischen Qualifikanten Cem Ilkel (ATP 318) im Achtelfinalmatch gegen den zweitgesetzten Portugiesen Nuno Borges (ATP 96) beim Stand von 3:6, 2:4 wegen einer Verletzung am linken Bein aufgeben. Im Doppel schlug Philipp Oswald, mit Jonny O’Mara an zwei gesetzt, in Runde eins die beiden Inder Purav Raja und Divij Sharan mit 7:6 (4), 6:1. Im Viertelfinale war für den Vorarlberger mit dem Briten jedoch gegen die späteren Turnierchampions aus Deutschland, Henri Squire und Struff, mit 1:6, 4:6 Endstation.

Hier alle Ergebnisse des ATP-Challengers in Bergamo.

Ähnliche Nachrichten

Top Themen der Redaktion