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ATP

ANTALYA: TROTZ BAUCHMUSKELZERRUNG GEWINNT MICHAEL LINZER ZUM ZWEITEN MAL IN ANTALYA

Im November 2010 hatte Michael Linzer (Bild) in Antalya den ersten Titel seiner Karriere geholt, am gleichen Ort "doppelte" er jetzt nach: Im Finale kämpfte er Adrian Cruciat mit 4:6, 6:1, 6:1 nieder.


14.2.2011

DREI MAL ÜBER DREI SÄTZE.
Perfektes Déjà-vu für Michael Linzer (ATP 546): Im November 2010 hatte er bei einem 10.000-Dollar-Turnier in Antalya den ersten Future-Titel seiner Karriere gewonnen, vier Monate später setzt er erneut in Antalya seinen zweiten Titel nach. Im Finale besiegte der 21-jährige Niederösterreicher den an Nummer 5 gesetzten Rumänen Adrian Cruciat (ATP 397) mit 4:6, 6:1, 6:1. Leicht hatte es sich der Schützling Roland Berger allerdings von Anfang bis Ende nicht gerade gemacht: In der ersten Runde war es der ukrainische Qualifikant Vadim Alekseenko (ATP 878), der ihn drei Sätze lang forderte (4:6, 7:6, 6:1). Im Viertelfinale konnte Linzer das Match gegen den an Nummer 6 gesetzten Spanier Jose Checa-Calvo (ATP 425) gerade noch in die richtige Richtung drehen - 3:6, 7:6(3), 6:4. Als nächstes Turnier wäre ein Future im spanischen Cartagena am Programm gestand. "Er hat sich aber in Antalya im Viertelfinale eine leichte Bauchmuskelzerrung zugezogen", so Linzer-Coach Roland Berger, "und hat deshalb seine Nennung wieder zurückgezogen."

LINZER-COACH ROLAND BERGER ÜBER ...

... Linzers körperliche Fähigkeiten: Wir haben mit Michael extrem viel im konditionellen und koordinativen Bereich gearbeitet. Konditionell war er immer schon sehr stark gewesen, er hatte also eigentlich keinen Nachholbedarf. Körperlich stark zu sein, ist aber nie ein Nachteil. Das ist eine Basis, an der er selbst immer sehr gut gearbeitet hat und sehr, sehr fleißig ist.

... Linzers taktisches Training: Ich habe sehr viel mit ihm im taktischen Bereich gearbeitet - an Spielzügen, wie man ein Feld öffnet, wie man nachgeht, wie man den Punkt "zumacht".

... Linzers neu entdeckte Liebe zum Hardcourt: Er hat spielerisch über den Winter einen sehr großen Sprung nach vorne gemacht und jetzt auch in der Lage, am Hardcourt gute Ergebnisse zu liefern. Früher hat er nur am Sand Punkte sammeln können, mittlerweile ist er - was den Untergrund betrifft - "multikulturell" unterwegs. Wir arbeiten sehr an einer Komplexität seines Spiels und seiner Beinarbeit.

... Linzers Betreuungssituation: Im Moment ist er alleine unterwegs, da es in unserer Akademie im Moment organisatorisch schwierig ist, alles unter einen Hut zu bringen, da viele bei uns derzeit mitten drin im Aufbau oder am Ende des Aufbaus sind. Deshalb sind sämtliche Trainer im Moment zeitlich ziemlich gestresst. Und dann gibt es natürlich auch die wirtschaftliche Seite, die nicht zu unterschätzen ist. Wir fahren mit ihm ausgesuchte Turniere, und das Ziel ist, dass er in den nächsten Monaten noch zwei, drei gute Future-Ergebnisse "abliefert", damit er dadurch schön langsam in Richtung "Challenger-Qualis" hinkommt.



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