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ANIF: ALEXANDER PEYA, STEFAN KOUBEK, SYBILLE BAMMER & CO ALS TENNISLEHRER/IN: FIRST SERVICE FÜR KÜNFTIGE KARRIEREN

Im Rahmen eines Pilotprojekts absolvierten in den letzten Wochen zahlreiche aktuelle und ehemalige Profis bzw. Davis Cup- und Fed Cup-SpielerInnen eine von der Bundessportakademie Innsbruck gemeinsam mit dem ÖTV angebotene Ausbildung zum/zur staatlich geprüften TennislehrerIn für HochleistungssportlerInnen. Darunter u. a. Alexander Peya, Julian Knowle, Stefan Koubek, Sybille Bammer etc. Im Bild von links nach rechts: Alfred Tesar (Prüfer bei „Spezielle Bewegungslehre“), Sybille Bammer, Clemens Trimmel, Stefan Koubek, Ronnie Leitgeb (ÖTV-Präsident), Direktor Prof. Mag. Alfred Wagner (BSPA Innsbruck), Prof. Harald Mair (Prüfer bei „Spezielle Trainingslehre“).



9. Februar 2013

TENNISLEHRER PEYA, TENNISLEHRERIN BAMMER.
Für ÖTV-Sportdirektor Mag. (FH) Clemens Trimmel verfügen aktuelle und ehemalige Davis Cup- und Fed Cup-SpielerInnen "über ein Fachwissen, das sie sich im Verlauf ihrer ATP- oder WTA-Karriere angeeignet haben, das man unbedingt nutzen sollte." Aus diesem Grund startete die Bundessportakademie Innsbruck gemeinsam mit dem Österreichischen Tennisverband unter der Leitung von Mag. Harald Mair (BSPA) 2012 für diese "NationalspielerInnen" u./o. für SpielerInnen mit einem ehemaligen oder aktuellen Top 600-Ranking ein spezielles Pilotprojekt: eine Ausbildung zum/zur "staatlich geprüften TennislehrerIn für HochleistungssportlerInnen". "Danach haben diese aktuellen bzw. ehemaligen Profis die Möglichkeit, rasch eine Trainerkarriere zu starten" (Trimmel). Mit der erfolgreich absolvierten Abschlussprüfung gelang u. a. folgenden SpielernInnen am Samstag, den 9. Februar, der erste Schritt in die Karriere nach der Karriere: Clemens Trimmel, Sybille Bammer, Stefan Koubek, Max Raditschnigg, Rainer Falenti, Martin Slanar, Tina Schiechtl. Julian Knowle und Markus Hipfl werden aus Termingründen die Prüfung später ablegen.

PRÜFUNGSSTRESS WIE BEI DER MATURA. Der erste Kursteil hatte im Bundesleistungszentrum Südstadt von 21. bis 25. November 2012 stattgefunden. Der zweite Kursteil ging von 12. bis 16. Dezember ebenfalls in der Südstadt über die Bühne, die Abschlussprüfung wurde am 9. Februar 2013 im Leistungszentrum Rief (Theorie) bzw. im  Tennis Point Anif (Praxis) abgenommen. "Im ersten Kursteil", so Mair, "wurden den SpielernInnen tennisspezifische Grundkenntnisse im Bereich Methodik, Tennislehre und Bewegungslehre näher gebracht. Im zweiten Teil ging es dann um die Vertiefung dieser Kenntnisse v. a. für den Leistungsbereich." Bei der Abschlussprüfung wurde das Fachwissen der künftigen TennislehrerInnen von drei Prüfungsteams in den Bereichen allgemeine und spezielle Trainingslehre sowie im Bereich der speziellen Bewegungslehre überprüft. Neo-Tennislehrer Alexander Peya, der aufgrund seiner Abreise zum Turnier in Sao Paulo (11. – 17.2.2013) die Prüfung bereits am 6. Februar ablegte: „Dazu kam dann auch noch ein methodischer Lehrauftritt am Platz mit drei Jungs einer Tennislehrergruppe, die zufällig gerade in Anif war.“ Das Gefühl, ausnahmsweise einmal nicht von einem Gegner im Rahmen eines Turniers „getestet“ zu werden, war für einige der Neo-LehrerInnen ungewohnt. „Für die meisten der ehemaligen und aktiven Hochleistungsathleten war es gar nicht so leicht, wieder die Schulbank zu drücken, da die meisten über Jahre hinweg schon keine Prüfungen mehr abgelegt haben. Einige waren davor ziemlich nervös, sie haben es aber alle sehr engagiert und erfolgreich durchgezogen“, so Harri Mair. „Ich hab versucht, in mich hineinzufühlen, ob ich mich vor der Matura auch so gefühlt habe“, so Peya. „Es war etwas absolut Ungewohntes!“

„ENORM WERTVOLLES GUT“. Der Hintergedanke, weshalb die ehemaligen und aktuellen Profis diese Ausbildung genutzt haben, war bei den meisten der gleiche. „Beim Tennis habe ich das Gefühl, dass das jener Bereich ist, in dem ich mich am besten auskenne“, so Peya. „Hier bin ich seit vielen Jahren tätig, habe sehr viele Sachen gesehen und erlebt. Wenn ich mich hier weiter- und fortbilde, glaub ich schon, dass ich es eines Tages einmal zu einem vernünftigen Trainer bringen werde.“ ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel: „Wir wollen SpielerInnen, die im Profitennis erfolgreich sind bzw. waren, unbedingt im Tennis halten.“ Eine Strategie, die z. B. bei Sybille Bammer bis jetzt schon sehr gut funktioniert hat: Die ehemalige Weltranglisten-19. (2007) ist derzeit als Trainerin beim oberösterreichischen Tennisverband tätig. Auch für ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb „ist dieses aktuelle und künftige ´Trainermaterial´ ein enorm wertvolles Gut. Ich freue mich sehr, dass es in so kurzer Zeit geklappt hat, diese Ausbildung auf die Beine zu stellen und damit zu ermöglichen, dass diese erfolgreichen SpielerInnen auch nach ihrem Karriereende dem österreichischen Tennis erhalten bleiben werden. Diese SpielerInnen werden zusätzlich dazu auch beim Trainerlizenzierungsverfahren des ÖTV mitmachen und damit für jeden Tennislehrenden in Österreich ein Vorbild sein.“

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