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AMMAN: MATHIS TRIUMPHIERT IM FINALE

Beim zweiten "Amman ITF Junior Circuit"-Turnier gewinnt die 16-jährige Vorarlbergerin Christina Mathis (Bild) ihren ersten Titel auf internationaler Ebene. "Ich hab den Sieg unbedingt gewollt und geiles Tennis gespielt."

Mit einem Marathon zur Premiere
Christina Mathis gewinnt das zweite Turnier des "Amman ITF Junior Circuit" in der Hauptstadt Jordaniens. Wie hart die 16-jährige Hohenemserin für ihren ersten Turniererfolg auf internationaler Ebene kämpfen musste, verdeutlicht am besten die Berichterstattung auf ihrer Website www.christinamathis.at:  Das Match, das um 15:30 MEZ bei weitüber 35 Grad begann, wurde zum echten Marathon-Thriller (Spieldauer 3:10 Stunden), und Christina mußte lange und hart kämpfen, um sich diesen Premierentitel zu ergattern. Im dritten Satz bereits 0/3 zurück, nachdem sie im Game zuvor drei klare Fehlentscheidungen gegen sich bekommen hatte, legte sie im entscheidenden Moment den Schalter um und gewann sechs der folgenden sieben Games und entschied damit das Match mit 6/4, 4/6 und 6/4 für sich.
"Ich hab den Sieg unbedingt gewollt. Ich bin einfach ruhig geblieben und hab dann die letzten Games geiles Tennis gespielt." Gegnerin im Finale des "Amman Junior Circuit 2008" war die Inderin Ankita Raina. Am Vormittag hätte Christina noch das Doppel-Finale bestreiten müssen, was sie aber durch w.o. der Gegnerinnen ebenfalls gewann und dadurch alle Energie für den Einzel-Triumph hatte. Es ist dies ihr erster Einzelturniersieg auf ITF-U18-Ebene, nachdem sie zuvor bereits zwei Doppelsiege (2006 in Algerien, 2007 in Vila do Conde, Portugal) einfahren konnte. Ihre weiteren Erfolge in ihrer noch jungen Karriere waren der Sieg bei den U16-Staatsmeisterschaften im Sommer 2007 sowie ein gelungenes Debüt auf WTA-Ebene im Oktober letzten Jahres, wo sie gegen die Nummer 52 der Welt knapp verlor und ihr gleich 4 Breaks gelangen.

Gestürzt und wieder aufgestanden
Wie heißt es so schön? Wer vom Pferd stürzt, sollte sofort wieder in den Sattel steigen und weiterreiten. Nach dem gleichen Prinzip agiert derzeit Christina Mathis bei den beiden ITF-Turnieren der Kat. 5 im jordanischen Amman: Beim ersten Turnier blieb die 16-jährige Vorarlbergerin unmittelbar vor ihrem Viertelfinal-Match beim Runterlaufen von der Tribüne an einem Sitz hängen und fiel hart mit dem Knie auf die Betonstiegen. Trotz starker Schmerzen im geschwollenen Knie tritt sie dennoch an, musste aber nach einem Game wieder aufgeben. Die Diagnose des Arztes: starke Prellung der Kniescheibe und des Mittelfingers, aber keine verletzten Sehnen, Kapseln. Drei Tage Pause. Eine Woche später steht sie bereits im Semifinale des "Amman ITF Junior Circuit": In der ersten Runde benötigte sie gerade einmal 38 Minuten, um Susita Das (IND) 6/0, 6/0 zu besiegen. "Sie hatte fast fünfzig Prozent Winner bei ihren Punkten", schwärmt Trainer Martin Hoch. Wesentlich härter zu kämpfen hatte die topgesetzte  Mathis dann im Viertelfinale: Die Russin Varvara Kuznetsowa gewann den ersten Satz, dann konnte die Österreicherin sich auf das druckvolle Spiel ihrer Gegnerin einstellen und gewann die restlichen beiden Sätze 6/2, 6/4. Im Halbfinale wird Mathis auf die an Nummer 3 gesetzte Nilaya Tarimela (IND) treffen.

Julia Dinof siegt in Amman
Souverän und unbeeindruckt - so "gestaltete" Julia Dinhof das erste der beiden "Amman ITF Junior Circuit"-Turniere in der Hauptstadt Jordaniens. Gegen das druckvolle Grundlinienspiel und das Kämpferherz der 14-jährigen aus Neusiedl/See stammenden Wienerin fand bis zum Finale keine der Gegnerinnen eine Antwort. Besonders beeindruckend: Im Verlauf des gesamten Turniers gab Österreichs U14- und U16-Staatsmeisterin 2008 (Halle bzw. Freiluft) insgesamt nur 14 Games ab - das sind knapp drei pro Match. Als ungesetzte Spielerin angetreten hatte sie im Viertelfinale zuerst die Nummer 6 des Turniers, Susita Das (IND), mit 6/2, 6/3 ausgeschaltet, im Halbfinale mit der Syrierin Kim Sadi kurzen Prozeß (6/1, 6/1) gemacht und ihren Erfolgslauf auch im Finale beeindruckend fortgesetzt: Die an Nummer 3 gesetzte Inderin Ankita Rainka ließ sie weder im ersten noch im zweiten Satz zu ihrem Spiel finden, siegte 6/3, 6/1 und toppte damit ihr bisheriges Saisonhighlight, das Semifinale beim ETA Kat. 3-Turnier im dänischen Farum.

wowo

 

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