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ATP

Alex Peya, unser Sportler des Jahres!

Erstmals in seiner Karriere wird Alexander Peya (gemeinsam mit Bruno Soares / re.) in der kommenden Woche die bisher beste Spielsaison seiner Karriere mit dem ATP Tour-Finale in London beenden. Eine herausragende Leistung, die in den letzten Wochen und Monaten auch für Medien der Anlass war, ihn immer wieder vor's Mikro zu bitten. Die besten Quotes von Österreichs bestem Doppelspieler aller Zeiten gibt es hier - von A wie "Arbeit" bis Z wie "Zitterpartie".

A wie Arbeit "kontra" Familie
"Viele meinen, er ist reifer und im Tennis konzentrierter geworden. Ich finde aber, er ist so wie immer. Er ist einfach ein Papa, er kümmert sich sehr gut um sein Kind, wenn er nicht gerade am Platz steht." (Natascha Peya / Tennis Magazin / ORF)

"Sie sind der Ruhepol für mich. Dem Kleinen ist es vollkommen egal, was mir untertags passiert, der will am Abend spielen. Er hat keine Ahnung, ob ich gewonnen habe oder nicht. Wenn ich die Tür zu seinem Zimmer aufmache, hat das alles für mich keine Bedeutung mehr. Es ist sehr angenehm, nicht die ganze Zeit nur ans Tennis zu denken." (www.tennisnet.com)

B wie Bester Doppelspieler aller Zeiten
"Wenn man die Ergebnisse und die Konstanz der letzten Monate hernimmt, bin ich derzeit sicher unser Bester - aber aller Zeiten? Geht es nach der Weltrangliste, ist es wohl so, aber im Gegensatz zu mir haben Jürgen Melzer und Julian Knowle auch Grand Slam-Titel gewonnen. Ich nicht!" (www.sport10.at)

C wie Champions
"Gegen sie (die Bryans; Anm.) muss man den Satz so lange wie möglich ausgeglichen gestalten und dann jede kleine Chance nützen. Wenn sie nach einem frühen Break weg marschieren, sind sie sogar noch besser." (www.sport10.at)

Peya_Plakat

D wie Doppel in Österreich
"Das kommt ganz darauf an, in welchem Land man gerade ist. Es ist schön zu sehen: Ich spiele mit einem Brasilianer zusammen, und bei ihnen hat das Doppel einen komplett anderen Stellenwert als bei uns. Spiele ich hingegen im Finale eines 1000er-Turniers, dann steht in den Medien so gut wie überhaupt nichts. Bei uns ist das höchstens eine Randnotiz wert. Was ich angesichts der österreichischen Doppel-Erfolge in den letzten Jahren sehr schade finde: Julian gewinnt ein Grand Slam-Turnier, Jürgen gewinnt sogar zwei, Oliver war 2010 unter den Top Ten. Trotzdem hat sich nicht wirklich etwas geändert. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden, dass Doppeltennis - außer, wenn es um den Davis Cup geht - medial kaum präsent ist. Bruno hat es in dieser Hinsicht wesentlich einfacher: In Brasilien ist es so, dass wir - sobald wir auf einem TV-Platz spielen - das Match live übertragen wird. Insoferne hat er es auch bei der Sponsorsuche wesentlich einfacher." (www.oetv.at)

E wie Einfluss auf Peyas sportliches Leben
"Melzer ist bloß um ein Jahr jünger als ich. Es war daher vor allem Thomas Muster, der auf das gesamte Tennis in Österreich einen enormen Einfluss genommen hat. Er war die Nummer 1 der Welt und einer der besten Sandplatzspieler aller Zeiten. Mein Idol, als ich aufgewachsen bin, war aber Boris Becker, er hat auf mich persönlich den größten Einfluss genommen." (Peya während einer US Open-Pressekonferenz / 2013)

F wie Frustbewältigung
"Mit Kind (Sohn Noah kam am 14. Juni 2012 zur Welt; Anm.) es so, dass man merkt, dass die Leichtigkeit zwischen den Spielern viel mehr gegeben ist. Die Kinder kommen und die Spieler vergessen, dass sie eigentlich Spieler sind. Es wird viel mehr mit den Kindern gespielt und auch nach einem Match redet man nicht über das Match, auch wenn man verloren hat." (Natascha Peya / Tennis Magazin / ORF / Bild unten)

Natascha_Peya

G wie Gemeinsamkeit
"Was Bruno und mir schon öfter aufgefallen ist, ist, dass wir einander pro Jahr öfter sehen als unsere Familien. Nämlich jede Woche. Daraus kann man schon erkennen, dass hinter unseren Erfolgen ziemlich viel Arbeit steckt. Weil wir versuchen, uns weiter zu verbessern, trainieren wir beinahe täglich miteinander. Das Ergebnis sieht man derzeit auch ziemlich gut. Und: Wir sind trotz unseren "hohen" Alters noch hungrig." (www.oetv.at)

H wie Hobbies
"Sushi essen, ansonsten sind wir (er und Bruno Soares) eher langweilig und schauen uns andere Doppel an, die unsere Gegner werden könnten." (Kurier)

I wie Investition
"Ich bin kein Mensch, der sich materalistisch irgendwie belohnen muss. Ich bin nicht so der Shopper, das macht die Beine so müde." (www.sportnet.at)

J wie Junkfood
"Ich achte nicht immer auf meine Ernährung, aber immer öfter. Heutzutage ist Tennis so professionell geworden, dass solche Kleinigkeiten über ein Match entscheiden können, auch wenn man es nicht glaubt. Wenn man bei einem Grand Slam beobachtet, was die Top-Spieler essen, dann sieht man, dass sie keinen einzigen Blödsinn zu sich nehmen." (www.oetv.at)

K wie Karriereverlauf
"Ich habe nie bereut, dass ich das Einzelspielen aufgegeben habe. Was ich höchstens bereue, ist, dass ich zu lange Einzel gespielt habe. Ich war noch nicht bereit, mich nur aufs Doppel zu konzentrieren, dafür habe ich zu gerne Einzel gespielt. Irgendwann ist der Punkt gekommen, wo ich nicht mehr wollte. Dann habe ich mich auf die neue Herausforderung gefreut, auf das andere Training. Es ist relativ schnell nach oben gegangen, deshalb habe ich meinen Entschluss auch keine Minute bereut." (www.sportnet.at)

L wie Lohn
"Man muss im Doppel schon zu den absolut Besten zählen, damit man auch gut verdient." (www.sport10.at)

M wie Melzer oder Marach
"Ich habe mich daran gewöhnt, dass hierzulande das Doppel nur als Abfallprodukt vom Einzel gesehen und eigentlich gar nicht richtig wahrgenommen wird. Aber wie viele Sportarten haben wir in Österreich, wo wir über Jahre hinweg so viele Erfolge gefeiert haben? Knowle und Melzer haben Grand Slam-Titel gewonnen, die beiden und Oliver Marach haben es schon zum Masters geschafft." (www.sport10.at)

Peya_Masters

N wie Nachwuchs
"Skype gehört mittlerweile zum Haushalt dazu. Der Kleine weiß schon, wenn der Skypeton kommt, dass der Papa gleich am Bildschirm auftauchen wird. Das ist unser Glück in der heutigen Zeit, dass mit der Technologie zumindest die Möglichkeit besteht, mit der Familie in gutem Kontakt zu sein und sie zu sehen. Das ersetzt aber natürlich nicht die gemeinsame Zeit zuhause. Deshalb versuche ich, sie so oft wie möglich auf Turniere mitzunehmen." (Tennis Magazin / ORF)

O wie Oberleitner, Michael (Coach)
"Der "Elch" ist für mich in Wien ein sehr wichtiger Anlaufspunkt. Scott (Davidoff, Trainer; Anm.) arbeitet mehr mit Bruno und mir als Team." (www.tennisnet.com)

"Sie (Peya und Soares) haben sich durch ihre Leistungen in dieser Saison selbst die Latte so hoch gelegt, dass bei einem Grand Slam das Semifinale fast nur mehr das Minimum für die beiden ist." (Michael Oberleitner auf www.oetv.at)

P wie Planung
"Der Turnierplan ergibt sich momentan Gott sei Dank fast von alleine, da aufgrund unseres Rankings die ganzen großen Turniere einfach am Programm stehen müssen." (www.oetv.at)

Q wie Qualifikation fürs Saison-Highlight ATP World Tour Finals
"Ein Riesen-Highlight. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir uns schon qualifiziert haben. Ich habe von allen nur mehr als Positives gehört, es muss eine unglaubliche Veranstaltung sein. Deshalb ist die Aufregung unsererseits natürlich schon groß und wir freuen uns einfach, dass wir uns qualifiziert haben." (www.sportnet.at)

R wie Ruhestand

"Es hat sich bei mir noch keine Bryan-Phobie breitgemacht. Dass sie natürlich die Besten im Doppelgeschäft sind, das liegt auf der Hand. Dementsprechend schwierig ist es auch, sie zu schlagen. Speziell bei Turnieren in den fortgeschrittenen Runden sind sie das Maß aller Dinge. Solange sie die Branche so dominieren wie sie derzeit tun, werden sie sicherlich nicht aufhören. Deshalb muss man sich schon selber etwas überlegen und nicht auf die Pension der Bryans hoffen. " (www.oetv.at)

Peya_1


S wie Soares, Bruno
"Er ist ein sehr ruhiger und entspannter Mensch und passt schon aufgrund dessen sehr, sehr gut zu mir, da ich auch nicht unbedingt der lauteste und ausgeflippteste Typ bin. Fragt man andere Spieler auf der Tour, wird man nur schwer einen finden, der etwas Negatives über ihn sagen könnte." (www.oetv.at)

"Wir haben dieselbe Spielauffassung, außerdem sind wir aufgrund unserer sehr guten Allround-Fähigkeiten sehr variabel - wir machen beide nichts Unglaubliches, aber haben auch keine wirklichen Schwächen. Wir sind sehr komplett, das ist unsere große Stärke. Deshalb sind wir so konstant. Dabei war der Anfang ziemlich schwer - wir mussten nicht einmal, wer auf welcher Seite retournieren soll." (www.sport10.at)

T wie Trainer Scott Davidoff
"Er ist ein großer Teil unseres Erfolgs. Wir haben mit ihm während der letzten 12, 14 Monate sehr viel gearbeitet. Ich glaube, das Resultat sieht man derzeit am Court. Bestimmte Teile (während eines Matches oder im Training; Anm.) kann man alleine absolvieren. Man benötigt allerdings einen guten Coach, um diese Einzelteile zu einem Ganzen zusammenzufügen. Scott hilft uns dabei sehr viel." (Peya während einer US Open-Pressekonferenz / 2013)

U wie Umstellung
"Die Nummer 1 hat sich (durch die Geburt von Sohn Noah; Anm.) im Verlauf der letzten fünfzehn Monate herauskristallisiert. Man stellt sich aber gerne hinten an." (Tennis Magazin / ORF)

V wie Verständnis, blindes
"Dass wir (Peya und Soares; Anm.) uns komplett blind verstehen, wäre vielleicht etwas zu viel gesagt. Das soll aber nicht heißen, dass der eine nicht wissen würde, was der andere machen wird. Es sind aber natürlich immer wieder Spielsituationen vorhanden, an denen wir noch arbeiten müssen und uns weiter verbessern können. Die Bryans haben das, weil sie beinahe schon seit ihrer Geburt miteinander spielen. Zum anderen sind sie einfach nur sehr, sehr gute Tennisspieler, die deshalb optimal zusammenpassen. Sie spielen auch von der Grundlinie sehr gut. Deshalb haben sie auch mit anderen Grundlinien-Doppeln sehr selten ihre Probleme. Alles in allem sind sie das konstanteste und solideste Doppel, das es derzeit auf der Tour gibt. Und sie machen nur wenig Blödsinn am Court, soll heißen Fehler." (www.oetv.at)

Peya_US_Open

W wie Weltrangliste
"Ich bin nicht der Typ Mensch, der sich mit derartigen Zahlen beschäftigt, denn diese Zahlen sind "bloß" ein Produkt der Ergebnisse und diese Ergebnisse sind wiederum ein Produkt davon, wie man aktuell in Form ist." (www.oetv.at)

Z wie Zitterpartie
"Das (Nervosität; Anm.) hat nicht immer mit den Finalis zu tun. Es gibt einfach Matches, da ist man nervös, das kann aber auch in der 1. oder 2. Runde sein. Und es gibt Matches, da fühlt man sich wohl, weil man gut spielt und seinen Rhythmus gefunden hat." (www.oetv.at)

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