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ABSCHIED: ÖSTERREICHS TENNISGEMEINDE VERABSCHIEDET SICH AM 14. SEPTEMBER VON DAVIS CUP-REKORDSPIELER FRANZ SAIKO!

Über neun Jahr spielte Franz Saiko insgesamt 35 Mal im Davis Cup für Österreich, 22 Partien konnte er gewinnen, lieferte sich mit vielen Wimbledon-Siegern heiße Kämpfe. Jetzt ist Franz Saiko tot, gestorben im Alter von 81. "Er war mein Vorbild in Jugendtagen und ein ganz Großer im heimischen Tennissport", bedauert ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb den Verlust einer heimischen Tennislegende. Die feierliche Verabschiedung findet am 14.9.2012 um 14:00 Uhr in der Ehrenhalle 2 des Wiener Zentralfriedhofs (Eingang Tor 2) statt.


7. September 2012

ABSCHIED.
"Er war mein Vorbild in Jugendtagen und ein ganz Großer im heimischen Tennissport", sagt ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb über einen seiner ehemaligen Clubkollegen beim BMTC. Jetzt ist Franz Saiko tot, aufgrund eines Hirnschlags im Alter von 81 gestorben. Über ein Jahrzehnt (1954 - 1964) war Mag. Franz Saiko eine Allzeitgrösse, die das Tennis im Land bestimmte. Über neun Jahre spielte der spätere Apotheker insgesamt 35 Mal im Davis Cup für Österreich, 22 Partien konnte er gewinnen. Er schlug dabei die berühmten Briten Mike Sangster und Bobby Wilson, überließ dem späteren Wimbledon-Turnierchef Alan Mills bei 6/0, 6/0, 3/0 das erste Game. Erstmals hatte er 1954 von sich reden gemacht, als er mit Hans Redl ins Achtelfinale von Wimbledon kam und 1957 mit Fred Huber unvergessliche Internationale Meisterschaften in Wien spielte: Beide erreichten das Semifinale, in dem Huber Lew Hoad, dem Wimbledon-Sieger aus dem Jahr 1957, 2/6, 8/6, 3/6 unterlag, Saiko gegen Jaroslav Drobny (Wimbledon-Sieger 1954) 6/8, 0/6 verlor. Franz Saiko, der sich am Platz vor allem durch seine technisch perfekte Vorhand auszeichnete, spielte relativ selten im Ausland, in Österreich aber war er, der später mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Wiener Tennisverbandes ausgezeichnet wurde und zuletzt Ehrenmitglied des Wiener Parkclubs war, eine Institution. So konnte der BMTC zunächst durch den Zugang von Franz Hainka sowie in weiterer Folge des vielfachen österreichischen Meisters Saiko 1965 und 1967 die österreichischen Mannschaftsmeistertitel erringen. "Bewundernswert war er vor allem aufgrund seiner taktischen Feinfühligkeit am Court", so Leitgeb. Sowohl der Österreichische als auch der Wiener Tennisverband "bedauern es sehr, einen guten Freund und einen der ganz Großen im heimischen Tennissport verloren zu haben", so WTV-Präsident Franz Sterba.

Die feierliche Verabschiedung findet am 14.9.2012 um 14:00 Uhr in der Ehrenhalle 2 des Wiener Zentralfriedhofs (Simmeringer Hauptstrasse 234, Eingang Tor 2) statt. Anschließend wird die Urne im Familiengrab  zur letzten Ruhe gebettet. Im Sinne des Verstorbenen bittet die Familie, von Kranz- und Blumenspenden abzusehen und statt dessen die St. Anna-Kinderkrebsforschung mit einer Spende zu unterstützen: Bank Austria, BLZ 12000, Kt.nr.: 00656166618

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