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ATP

Abschied aus Melbourne

Dominic Thiem begeht doppelt so viele Eigenfehler wie der Belgier Goffin und verliert im Achtelfinale der Australian Open in vier Sätzen.

©GEPA-Pictures

Für Dominic Thiem sind die Australian Open 2017 zu Ende. Nach dem erstmaligen Einzug ins Achtelfinale musste sich der Österreicher (ATP 8) ebendort dem als Nr. 11 gesetzten David Goffin mit 7:5, 6:7 (4), 2:6, 2:6 geschlagen geben. Bereits im Vorjahr hatte der Belgier den 23-Jährigen in Melbourne aus dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres bugsiert, aus Thiems Sicht steht es jetzt im direkten Duell 3:5.

Die beiden kennen einander in- und auswendig, im Vorjahr bestritten sie zusammen fünf Doppel-Turniere und sind noch dazu gut befreundet. Dem entsprechend eng war die Partie in der Rod-Laver-Arena in den ersten zwei Sätzen. Erst hatte Thiem mit einem späten Break das bessere Ende für sich, im zweiten Satz war Goffin im Tiebreak etwas glücklicher und bog auf die Siegerstraße ein. Der Lichtenwörther schoss den Ball oft wild durch die Gegend (sein Trainer Günter Bresnik hatte vor dem Match gemeint, dass er „teilweise Kraut und Rüben durcheinander spielt“). Die Statistik sollte anschließend auswerfen, dass Thiem exakt doppelt so viele Eigenfehler beging wie sein Kontrahent (58:29). Auch der erste Aufschlag ließ den Niederösterreicher mit Beginn des dritten Satzes im Stich, die Quote lag dann bei nur 60 Prozent. Goffin wiederum, der schon gegen Karlovic herausragendes Tennis gezeigt hatte, blieb gelassen, konzentriert, agierte präzise und klug und spielte das Match verdient heim.

"Ich habe gewusst, dass er mir mit seinem Spiel sehr weh tun kann“, sagte Thiem. „Ich mag das nicht, wenn einer die Bälle so früh nimmt wie er." Klar sei er enttäuscht, weil er als erster Österreicher seit Stefan Koubek 2002 in Melbourne das Viertelfinale erreichen wollte: "Ich wäre gern drin gebleiben. Aber David war zu stark. Ich muss ihm gratulieren.“ Im Viertelfinale trifft Goffin auf den Bulgaren Grigor Dimitrov, die Nr. 15 des Turniers.

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