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Turniere

66. Goldene Rose der Stadt Tulln

Die Durchführung des Turniers stand lange Zeit auf der Kippe. Die Siege gingen an Laura Radakovic und Thomas Statzberger.

Thomas Statzberger und Laura Radakovic sind die Sieger bei der 66. Goldenen Rose der Stadt Tulln. ©Steinböck

Bis Mitte Juli war für TC Tullns Obmann Josef Beinhardt nicht im Entferntesten an eine Durchführung des prestigeträchtigen Turniers um die Goldene Rose der Stadt Tulln zu denken: „Ich habe mich schließlich mit der Turnierleitung zusammengesetzt und das Für und Wider abgewägt. Solange wir die nötigen Sicherheitsvorkehrungen erfüllen und die finanzielle Absicherung gegeben ist, steht der Rose nichts im Wege.“ Gesagt, getan. Dank eines sorgfältig geplanten Sicherheitskonzeptes und der Hilfe zahlreicher Tullner Firmen konnte das Turnier doch noch in seine 66. Auflage starten. Auf eine alljährliche Tombola wurde vorsichtshalber verzichtet – die Players-Party fand im kleinen Rahmen statt und wurde vor Mitternacht beendet.

Aus für Gröss im Halbfinale
Tennis gespielt wurde ebenso. Und das mit einer rekordverdächtigen Teilnehmerzahl von knapp 90 Spielerinnen und Spielern. Ganz besonderes Augenmerk wurde dabei vor allem auf die Nummer 1 des Turniers, Lokalmatadorin Anna Gröss, gelegt. Zunächst war nach einem Freilos in Runde eins der geplante Durchmarsch ins Halbfinale ein Leichtes. Auch Teamkollegin Natasa Kosanin musste der druckvollen Spielweise der Nummer 6 Österreichs im Viertelfinale Tribut zollen. Die Vorschlussrunde brachte jedoch mit Milana Zhabrailova eine junge Russin als Gegnerin, die an diesem verregneten Samstag konstanter wirkte. Der tiefe Platz, schwere Bälle und eine von vielen Turnieren der vergangenen Woche müde wirkende Gröss verlor schließlich mit 4:6, 2:6. Das Finale komplettierte eine weitere Spielerin, die die Tennisexperten nicht unbedingt auf der Rechnung hatten: Laura Radakovic beeindruckte das ganze Turnier über mit sensationellem Tennis und der wohl schönsten einhändigen Rückhand im gesamten Teilnehmerfeld. Sie setzte sich schließlich verdient mit 6:3, 6:1 gegen die Russin durch.

Statzberger holt 2. Rose
Bei den Tullner Herren wusste nur Oliver Wohlfahrt in Runde 1 zu überzeugen. In der zweiten war dann mit Mario Haider-Maurer ein zu harter Brocken im Weg. Generell war auch bei den Herren das Teilnehmerfeld dermaßen stark vertreten, dass es bereits in den Viertelfinal-Spielen zahlreiche Hochkaräter setzte, die es bei vielen ÖTV-Turnieren erst im Finale zu sehen gibt. Die Vorschlussrunde brachte am Sonntagvormittag mit Sedletky/Lang und Statzberger/Haider-Maurer zwei Leckerbissen an den Tag. Drei der vier Spieler hatten das Turnier in den vergangenen Jahren zumindest einmal gewonnen. Mit dem Wiener Thomas Statzberger setzte sich ein Spieler durch, der aufgrund seiner verspäteten Turniernennung durch die Qualifikation musste, letztlich aber all seine acht gespielten Partien souverän für sich entscheiden konnte. Im Finale bezwang er Markus Sedletzky, den Sieger der vergangenen beiden Jahre, klar mit 6:0 und 6:4.

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