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Kids & Jugend ÖTV

42. International Spring Bowl presented by wieninvest: Gasparovic im Halbfinale gestoppt

Die heimische Nachwuchshoffnung scheitert in St. Pölten nach zuvor starken Leistungen im Kampf um einen Platz im Finale.

Claudia Gasparovic © | GEPA pictures/ Johannes Friedl

Immerhin: Österreichs Jugend hat sich bei der 42. International Spring Bowl presented by wieninvest deutlich besser geschlagen als in der letzten Woche beim vorherigen ITF-J2-Sandplatzturnier in Villach. Dennoch hat sich nun beim Union Parkclub St. Pölten am Freitag auch die letzte rot-weiß-rote Titelchance erübrigt. Für Claudia Gasparovic ist im Mädchenbewerb des internationalen U18-Jugendevents im Halbfinale Schluss gewesen. Die 17-jährige Niederösterreicherin (ITF 648), die nur mit einer Wildcard im Hauptbewerb untergekommen war, unterlag bei ihrem Heimturnier nach zuvor starken Leistungen und drei Matchsiegen der sechstgereihten Belgerin Amelia Waligora (ITF 97) mit 3:6, 1:6. Ihre Bezwingerin bestreitet hiermit am Samstag das Endspiel gegen die drittgesetzte Russin Anastasiia Gureva (ITF 65).

Im Burschenfinale stehen sich indes die Nummer eins und zwei gegenüber: Der Franzose Paul Barbier Gazieu (ITF 64) fordert den topgesetzten US-Boy Alexander Frusina (ITF 56), der in Runde eins fast am Südstadt-Schützling Joel Schwärzler gescheitert wäre und im Viertelfinale dann mit Matthias Ujvary auch den letzten Österreicher eliminiert hatte. Im Doppel stehen die Sieger bereits fest: Bei den Jungs setzten sich die zweitpositionierten Matej Dodig (Kroatien) und Hayato Matsuoka (Japan) im Titelspiel gegen Idriss Haddouch (Belgien) und Alexander Orlov (Schweiz) mit 6:3, 6:4 durch. Bei den Girls triumphierten im Finale die topgereihten Carolina Kuhl (Deutschland) und Nina Vargova (Slowakei) 6:4, 6:2 über die drittgesetzten Renata Jamrichova (Slowakei) und Natacha Schou (Dänemark).

Gasparovic-Trainer zieht positive Bilanz

Im Lager von Gasparovic zog man trotz der Semifinalniederlage im Einzel eine in Summe positive Bilanz: „Prinzipiell war das Turnier sehr erfreulich, vor allem wenn man so wenig ITF-Erfahrung hat wie Claudia – ganz besonders auf Kategorie-2-Level, denn auf diesem Turnierniveau hat sie noch nicht oft gespielt“, erklärte Coach Martin Schmidt gegenüber dem ÖTV. „Sie war daher vor dem Turnier umso mehr voll motiviert, sie hat sich über ihre Wildcard auch sehr gefreut gehabt. Allerdings hat sich Claudia selbst ziemlich viel Druck gemacht und war in Runde eins nervös. Doch sie ist dann immer besser reingekommen.“ Und konnte so gleich die Nummer acht der Setzliste besiegen. „Im zweiten Spiel hat ihre brasilianische Gegnerin echt nicht gut gespielt. Claudia war taktisch gut eingestellt, der erste Satz war schnell vorbei, im zweiten Satz ist es noch eng geworden. Ihre Gegnerin im Viertelfinale hat Bauchkrämpfe bekommen, das kann man also trotz der Führung im ersten Satz nicht bewerten.“

Aber auch in der Vorschlussrunde habe Gasparovic „nicht schlecht gespielt und sehr gut gekämpft. Der Platz war allerdings sehr tief und ihre Gegnerin so stabil. Claudia ist dann zu oft früh auf den Punkt gegangen und schlecht zum Ball gestanden und ist letztlich zu früh weggebrochen. Vor allem im ersten Satz wäre weit mehr drin gewesen, da hatte sie dreimal 40:15 und hat es dann nie gemacht“, erzählte Schmidt. „Claudia war nach ihrer Niederlage sehr enttäuscht, aber man muss gesamt mit dem Turnier zufrieden sein. Für sie muss es jetzt gelten, hart weiter zu arbeiten, vor allem auch an ihrem Aufschlag. Sie soll zudem auch Damenluft schnuppern und ihre ersten 15.000-Dollar-Turniere spielen.“ Zwar stehe bei Gasparovic zunächst weiterhin die Matura im Vordergrund, „aber es gilt, sie auf die Zeit nach der Matura vorzubereiten.“ Wenn dann schließlich die Profikarriere vollumfänglich angegangen werden soll.

©zVg

U12-Vergleichskampf an Österreich

Am Rande der Spring Bowl wurde übrigens am Freitag – in der Tennishalle in Perschling, aufgrund des starken Regens in der Nacht – ein spontaner U12-Länderkampf zwischen Österreich und Ungarn ausgetragen. Für das Heimteam gingen Lea Haider-Maurer, Kara Fronek, Kian Kren, Ferdinand Grasl, Luca Lingfeld und Jakob Mittermayr an den Start. Im Endeffekt gingen lediglich die beiden Einzelmatches von Kren und Grasl verloren, und so wurde der Nachwuchs aus unserem Nachbarland mit 7:2 geschlagen.

Hier alle Ergebnisse vom ITF-Jugendturnier in St. Pölten.

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