Davis Cup

2:3 - Österreich verpasst das Playoff für die Weltgruppe

Nach der Niederlage gegen die Niederlande in Kitzbühel ist das Tennis-Jahr für das SIMACEK Austrian Davis Cup-Team vorbei. 2016 wird wieder in der Europa/Afrika-Zone 1 gespielt.

Das SIMACEK Austrian Davis Cup-Team verpasste nach dem 2:3 gegen die Niederlande das Playoff für die Weltgruppe und wird im kommenden Jahr wieder in der Europa/Afrika-Zone 1 antreten. Für den entscheidenden Punkt in Kitzbühel sorgte Robin Haase, der Dominic Thiem mit 6:4, 7:6 (4), 6:3 besiegte und auf 3:1 stellte. Im Abschluss-Einzel mit statistischem Wert hatte Doppel-Spezialist Oliver Marach gegen Jesse Huta Galung das bessere Ende für sich (6:3, 6:3).

„Die Enttäuschung ist riesig“, sagte Thiem nach der dritten Niederlage der Österreicher im Davis Cup gegen die Niederländer nach 1928 (0:3) und 2013 (0:5). „Robin hat keine Fehler gemacht, und ich konnte ihn nicht zu Fehlern zwingen. Ich war die ganze Zeit dran, am Ende haben die letzten paar Prozent gefehlt. Ich muss einfach besser spielen, das ist alles.“ Gelegenheit dazu hat Thiem nun beim ATP-Turnier in Umag, ehe er in zwei Wochen nach Kitzbühel zurückkommt. Dort wird er wieder „das fantastische Publikum“ genießen dürfen. „Die Fans haben ihr Bestes gegeben. Schade, dass ich ihnen nicht den Sieg schenken konnte.“

Stefan Koubek war nach seiner zweiten Partie als Kapitän (beim Debüt hatte Rotweißrot in Schweden 3:2 gewonnen) ein wenig enttäuscht. „Haase hat sensationell gespielt. Bei 2:2 hätte ich schon gern gesehen, was passiert wäre. Andi Haider-Maurer war super drauf und gegen de Bakker für mich zu favorisieren. Es ist natürlich bitter, dass das Jahr für uns jetzt vorbei ist.“

Robert Groß lobte nach seinem ersten Heimspiel als ÖTV-Präsident ebenfalls das Publikum in Kitzbühel. Und die Niederländer. „Sie waren mannschaftlich stärker, haben sich sehr gut auf unsere Spieler und die Bedingungen einstellen können. Schade, dass wir heuer nicht mehr um den Einzug in die Weltgruppe mitreden können. Vom Potenzial her gehören wir dort auf jeden Fall hin.“

ÖTV-Geschäftsführer Thomas Hammerl zeigte sich mit Karten- und Logenverkauf zufrieden – am Sonntag wurden 3200 Tickets abgesetzt, insgesamt kamen an drei Tagen knapp 9000 Zuschauer ins Stadion. Weiters lobte Hammerl die hervorragende Kooperation mit dem Veranstaltungsteam vor Ort. „Wir wurden seitens der ITF für das tolle Setup hier in Kitzbühel gelobt. Wir haben unser Heimatland mit der Kulisse hier in Kitzbühel würdig präsentiert. Und der Verband hat mit diversen Sideevents wie Junioren-Vergleichskampf, Showtrainings Ehrungen und Spielerauszeichnungen für ein umfangreiches Rahmenprogramm gesorgt.“

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