Davis Cup

2:1: Entscheidung fällt am Sonntag!

Alexander Peya und Philipp Oswald haben am Samstag nicht wie erhofft für den entscheidenden dritten Punkt für das SIMACEK AUSTRIAN DAVIS CUP TEAM beim Playoff-Auswärtsspiel in Lettland sorgen können. Das ÖTV-Doppel verlor gegen Ernests Gulbis und Mikelis Libietis mit 5:7, 6:7 (3), 4:6. Damit liegt es am Sonntag an den beiden Einzel-Spielern Jürgen Melzer und Martin Fischer, mit zumindest einem Sieg aus zwei Spielen den vorzeitigen Klassenerhalt in der Europa/Afrika-Zone I sicherzustellen.

Nachdem er am Freitag in den Einzelpartien noch mit einem Platz auf der Bank vorliebgenommen hatte, griff Lettlands Topstar Ernests Gulbis am Samstag also tatsächlich wie angekündigt in den Länderkampf ein. Und auch der Mann an seiner Seite ist eine große Nummer, allerdings nur in den USA, wo Mikelis Libietis in diesem Jahr Teil des besten Doppels bei den amerikanischen College-Meisterschaften war und sich damit in eine Siegerliste mit Namen wie Bob und Mike Bryan, John Isner oder Kevin Anderson einreihte.

Erstmals Rückstand
Weltranglisten-Positionen zählen im Davis Cup mitunter gar nichts, und so kamen ein Spieler ohne ATP-Doppel-Ranking (Libietis) und die Nummer 424 (Gulbis) von Beginn an besser ins Spiel als die Doppel-Spezialisten Alexander Peya und Philipp Oswald. Nach jeweils einem Break auf beiden Seiten zu Matchbeginn unterliefen Peya beim Stand von 5:6 zwei Doppelfehler, die Letten rochen Lunte und holten sich mit starken Returns die Satzführung. Eine neue Situation für Österreichs Team nach zwei Siegen ohne Satzverlust durch Martin Fischer und Jürgen Melzer am Eröffnungstag.

Gulbis topfit
In der wesentlich besser als am Freitag gefüllten Halle in Valmiera spielten Gulbis und Libietis auch im zweiten Satz stark und hatten bei ihren Aufschlagspielen weniger Mühe als Peya und Davis Cup-Debütant Oswald. Wieder lag der Druck beim Stand von 5:6 beim 34-jährigen Wiener, der das ÖTV-Team diesmal aber sicher ins Tiebreak führte. In diesem führten Peya und Oswald erst 3:1, verloren dann aber die nächsten sechs Punkte, von denen der beim Aufschlag unantastbare und beim Return stets gefährliche Gulbis die letzten drei fast im Alleingang machte.

Libietis serviert aus
Mit der 2:0-Satzführung im Rücken spielten der Star der Letten und der überraschend starke College-Spieler Libietis groß auf und zogen mit einem frühen Break davon. Vom Glück war das ÖTV-Team aber auch nicht gerade verfolgt: Bei Breakchancen beim Stand von 3:2 und 15:40 bei Aufschlag Libietis servierte der 22-Jährige erst ein Ass mit dem zweiten Aufschlag, danach landete seine Volley-Bogenlampe gerade noch auf der Linie. Von diesem Nackenschlag erholten sich Peya und Oswald nicht mehr, die Niederlage war besiegelt. Den letzten Tag des Davis Cup-Duells eröffnet morgen Jürgen Melzer, laut Plan heißt sein Gegner Andis Juska. Den Abschluss bildet die Partie zwischen Martin Fischer und Janis Podzus.

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